Samsung selbst zeigt auf der Cebit 2011 nur Business-Solutions, während Partner wie Vodafone auch einige Geräte-Highlights des Herstellers präsentieren. So finden wir am letzten Tag unserer Cebit-Reise das Samsung Galaxy Tab 10.1 im Vodafone Pavillon. Eines der wenigen Tablets, auf denen bereits das Google-Betriebssystem Android 3.0 Honeycomb gezeigt wird.
Das Design und die Verarbeitung gefallen uns in einem ersten Hands on recht gut. Das Samsung Galaxy Tab 10.1 ist in diesem Pre-Sample Status äußerst verwindungssteif und die perforierte Oberfläche der Unterseite sorgt für eine gute Griffigkeit. Wir haben uns das Gerät im UMTS Modus und unter WLAN angesehen – neben dem Unterschied in Sachen Verbindungsgeschwindigkeit konnten wir einen deutlichen Wärmeanstieg unter UMTS erkennen. Da kommen die Finger doch schon mal ins Schwitzen, dennoch kann die Struktur des 10-Zollers gut gegensteuern, sodass uns das Tablet nicht aus der Hand gerutscht ist.
Auch die Hardware im Inneren kann uns überzeugen. Zweikern-Prozessor und eine Display-Auflösung von 1280x800 Pixel. Damit ist die dpi-Anzahl deutlich höher als auf einem 10-Zoll Netbook. Uns gefällt die Auflösung – Internetseiten können ohne Probleme im maximal herausgezoomten Zustand betrachtet werden. Die Schnelligkeit im Praxis-Betrieb kann sich gut mit den Konkurrenten Apple iPad und den MWC-Highlights LG Optimus Pad und Acer Iconia A100 vergleichen lassen. Auch hier konnten wir – trotz der ersten Version von Honeycomb (Android 3.0) – keine Ruckler oder Abstürze verursachen.
Gimmicks wie das Vibrations-Feedback der digitalen Android-Buttons oder die integrierte Multitouch-Drehfunktion in der Google Maps Applikation können zwar auch andere Hersteller umsetzen, dafür sind wir zu ersten Mal mit diesen kleinen Features in Verbindung gekommen und fanden diese sehr lustig. Ob kurz- oder langweilig, das wird sich erst bei einem länger durchgeführten Praxis-Test herausstellen.
Kein Hands on ohne erste Negativ-Punkte. So steht für unsere Geschmack der Netzschalter zu sehr aus dem Gehäuse heraus. Wer das Tablet also auf dem Kopf stehen hat, was durch den Lagesensor und der automatischen Rotation des Display gerne mal passieren kann, der kann bereits mit leichtem Druck des Handballens das Gerät unabsichtlich ausschalten. Außerdem fanden wir weder einen USB-Slot, noch einen Einschub für microSD Karten. Wer externe Medien anschließen will, muss zu Adaptern greifen. Über die Preise des Zubehörs wurden noch keine Angaben gemacht.
Für uns ist das Samsung Galaxy Tab 10.1 ein gut anzusehendes, solide verarbeitetes Tablet, was die Aufmerksamkeit vieler Interessenten sicher – vor allem durch Samsung Marketing-Maschinerie im Hintergrund – auf sich ziehen wird. Ab April wird der 10-Zoller in einer ersten Launch-Phase exklusiv bei Vodafone vertrieben. Ein Preis steht bisher noch nicht fest, ebenso wie die Entscheidung zwischen Vertragsbindung, Einzelverkauf oder dem zweigleisigen Vertrieb.
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Kommentare zum Artikel
( 1 Antwort ) Zur Diskussion im Forum
Interessant, dass Samsung genau das gekillt hat was dem 1. Galaxy Tab immer zu Gute gehalten wurde:
7\" Format und USB/SD Anschluss.
Das verstehe ich ehrlich gesagt nicht, da es sich damit als absolutes \"me too\" Produkt zum iPad positioniert. Gibt es dazu eine Erklärung?
Ansonsten finde ich persönlich das Galaxy Tab ziemlich unsexy, für ein Lifestyle Produkt.