Auch RIM zeigt sich auf der Cebit 2011. Mit dem Playbook Tablet will der Hersteller – bekannt für seine Blackberry Smartphones – weiter in den Consumer-Bereich investieren. Und das werden sie unserer Meinung nach schaffen. Das
7-Zoll Blackberry Playbook liegt extrem gut in der Hand und wiegt nur
400 Gramm. Für die Griffigkeit wurde die Rückseite mit einer matten, gummierten Oberfläche überzogen. Die Wertigkeit kommt nah an ein Aluminium-Tablet heran und steht auf jeden Fall über allen Kunststoff-Gehäusen. Im Handling-Check konnten wir keine Verwindungen oder nachgebende Oberflächen feststellen -
Urteil: "Sehr Gut".
RIM setzt nicht auf Android sondern auf das hauseigene Blackberry Betriebssystem. In einem kurzen Test fanden wir großen Gefallen an der Tablet-Portierung der
OS Version 6. Ohne Nachfragen erkannten wir sofort Funktionen und konnten flüssig arbeiten. Das Playbook ist also auch
für Einsteiger bestens geeignet und keinesfalls ein kompliziertes Geek-Gerät.
Im Inneren werkelt ein 1 GHz Zweikern-Prozessor, und das spürt man.
Full HD (1080p), Flash-Seiten und parallel noch ein PDF-Dokument bearbeiten? Kein Problem. Ruckler oder Abstürze konnten wir nicht finden, obwohl das Test-Sample auf dem Stand vom Dezember 2010 war. Jetzt müssen eigentlich nur noch die Apps überzeugen. Mich als sporadischen Blackberry-Nutzer konnte der Smartphone Store bisher nicht überzeugen – teure Preise, meist langweilige Anwendungen und sinnlos eingestreute Theme-Downloads sind an der Tagesordnung. RIM will den
App-Bereich pushen, indem sie Entwickler ein Blackberry Playbook schenken, soweit es eine von ihnen programmierte Software in die App World schafft.
Trotz der Ausrichtung auf Privatanwender werden auch Geschäftskunden mit ein paar Features angelockt. So kann das Blackberry Smartphone via Bluetooth mit dem Tablet verbunden werden und eine sichere
Remote-Verbindung streamt den Inhalt auf den 7-Zoller. Bei Verlust der Verbindung werden keinerlei Daten auf dem Playbook gespeichert sondern sofort gelöscht.
Als Praxis-Beispiele wurden Diebstähle und die Abgabe von Leihgeräten bei Dienstreisen genannt. Leider kamen wir nicht in den Genuss einer passenden Präsentation – aber die Idee finden wir gut. In der ersten Version des Blackberry Playbook wird der heiß begehrte
Mail-Client, der Nachrichten via Push auf das Handy sendet,
nicht integriert. Somit werden die Business-Kunden wohl doch abgeschreckt, denn das ist eines der wesentlichen Vorteile des Blackberry-Service. Da hilft unserer Meinung nach auch keine
Tethering-Möglichkeit via Bluetooth, die RIM als zweiten Pro-Punkt für Geschäftskunden in den Vordergrund rückt.
Zusammenfassend können wir sagen, dass auch das Blackberry Playbook ein
heißer Kandidat im Tablet Bereich ist. Leider ist kein allzu nahes Erscheinungsdatum in Aussicht –
Gerüchten zufolge soll das Gerät im
2. Quartal 2011 in den
USA erscheinen. Für Deutschland wollte man uns keine Informationen geben.