Ein Vorurteil räumt aber auch das 790 Euro teure Inspiron 1501 nicht aus: Günstige Notebooks sind einfach keine Schönheiten. Zwar hat der Prüfling angenehm wenig gemeinsam mit den lieblos gestalteten Einsteigergeräten der vergangenen Jahre.
Für einen Designpreis kommt das silberne Kunststoffgehäuse, das so auch bei anderen Inspiron-Modellen verwendet wird auch nicht in Frage. Das Silber ist schick, der Deckel des 15,4-Zoll-Displays schön schlicht gestaltet. Aber das schwarze Unterteil des nicht eben filigranen Notebooks ist dann wieder alles andere als schön und wirkt gar ein wenig billig.
An der Verarbeitung ist letztendlich aber nichts auszusetzen. Der Displaydeckel knarrt nicht beim Öffnen und auch der Double-Layer-DVD-Brenner macht nicht den Eindruck, gleich nach Innen durchzubrechen, wenn man die Lade schließt. Spielt das Laufwerk eine Film-DVD ab, kann es sich auf die ins Notebook integrierten Lautsprecher verlassen: Zwar sind Bässe so gut wie nicht vorhanden, Stimmen werden aber auch bei höherer Lautstärke nicht verzerrt.
Problematisch ist hier jedoch das Display. Zwar sind die Farben dank Glare-Type-Schirm – bei Dell True Life genannt – satt und die Kontraste toll. Die maximalen Blickwinkel lassen aber zu wünschen übrig. Sobald der Betrachter den idealen Blickwinkel verlässt und von der Seite auf den Schirm schaut, zeigen sich schnell Farbverfälschungen.
Beim Websurfen oder der Arbeit mit Office-Anwendungen spielt das hingegen kaum eine Rolle. Auch der bekannte Spiegeleffekt tritt dann nicht so krass zu Tage, da ein heller Bildschirmhintergrund weniger anfällig ist als einen düstere Film- oder Spielszene.