Das Dell Inspiron 6000 ist ein schweres, aber braves Büro-Arbeitstier mit schneller Festplatte und hochwertigem NEC-DVD-Brenner, der auch DL-Medien verarbeitet. Das einzige Manko des hellen, brillanten und kontrastreichen 15,4-zölligen WXGA-Displays mit guter Farbwiedergabe ist die
etwas ungleichmäßige Helligkeitsverteilung. Das Inspiron 6000 präsentiert sich mit einer soliden Gesamtleistung als Allrounder für die täglichen Büroarbeiten.
Das 3,1 Kilogramm schwere Inspiron 6000 wirkt recht bieder, gedanklich reiht man das 6000er sofort in die Phalanx der silberfarbenen Allerweltsware gängiger Desktop Replacements ein. Die weiße Einrahmung des Gehäusedeckels und der Geräteschale ist sicherlich nicht jedermanns Geschmack. Wer es etwas peppiger mag, kann aber für 46,40 Euro ein optionales LCD-Back-Cover aus Plastik in dunklem Carbon- oder Blaumetallic-Look dazubestellen. Das Cover wird mit wenigen Handgriffen einfach auf der Rückseite des Gehäusedeckels angeclippt. Es wertet das Notebook optisch ein bisschen auf und wirkt wie eine leichte Panzerung für den empfindlichen Gehäusedeckel. Kräftigere Stöße werden so erstmal abgepuffert.
Doch wichtiger sind natürlich andere Gehäusemerkmale. Hier punktet das Inspiron 6000 durch einen stabilen Ersteindruck des Gehäuses. Das massige Gehäuse aus Kunststoff gibt kaum nach, das übliche Kunststoffgeknackse beim Anheben ist aber zu hören. Mit einem recht locker sitzenden Bildschirmfreigabehebel aus Kunststoff entriegelt man den durchschnittlich verwindungssteifen Gehäusedeckel. Das
Aufklappen der Deckel-Display-Kombination erfolgt problemlos, die stabilen Deckelscharniere erfordern aber durchaus etwas Nachdruck. Dafür halten sie aber die Gesamtkonstruktion in jedem Winkel sicher fest.
An der Gehäusefront befinden sich sieben kleine chromfarbene Tasten zur Mediensteuerung. Damit lassen sich die Lautsprecher stumm schalten und in der Lautstärke regeln oder man kann bequem CD- und DVD-Funktionen in Multimediaanwendungen steuern. Bei höheren Lautstärken der integrierten Lautsprecher fängt das Gehäuse störend zu scheppern an. Aber falls die Unterarme des Anwenders die Miniquäker nicht gerade abdecken, geht der Sounde-Eindruck ansonsten in Ordnung.