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TEST Dell Inspiron 9300
17-Zoll-Renner mit schneller Grafikkarte
von Ronald Tiefenthäler am Mo, 27.06.2005



17-Zoll-Angriff auf den Büro-PC
Dells Inspiron 9300 bläst mit hoher Leistung und dem riesigen 17-zölligen WXGA+-Display zum Sturm auf

Bild: Notebookjournal.de/RT
Dell Inspiron 9300: Satte Auflösung von 1.440 x 900 Bildpunkten.
ausgewachsene Desktop-PCs samt Monitor. Wer sich einen konventionellen 17-Zoll-Monitor mit einer dem Testgerät vergleichbaren Auflösung wünscht, wird wohl lange suchen müssen. Besonders dann, wenn an Stelle der 1440 x 900 Pixel unserer Testgerätes die 1.920 x 1.200 Pixel zu schlagen sind, die man mit dem 9300 in einer anderen Ausstattung ebenfalls realisieren kann. Handelsübliche 17-Zoll-Monitore müssen sich mit gerade mal 1.280 x 1.024 Punkten zufrieden geben, da gibt es kein Mittel gegen das Inspiron 9300. Natürlich schlagen Profimonitore das interne Display des Inspiron, was Bilddiagonale und Auflösung angeht. Aber solche Highend-Monitore sind dann ohne PC locker genauso teuer wie das komplette Inspiron-Notebook… Aber der Inspiron 9300 wildert auch im eigenen Stall und schnappt sich wohl so machen Kunden, der zum Dell Inspiron XPS Gen 2 geschielt hat und auf die noch kompromisslosere Ausrichtung dieses teureren Gerätes in Richtung Hardcore-Spielen verzichten kann.

Die Kombination aus riesigem 17-Zoll-Display und schneller

Bild: Notebookjournal.de/RT
Dell Inspiron 9300: Zwei externe Monitore via VGA- & DVI-Port anschließbar.
Nvidia GeForce 6800 Go mit 256 MByte eigenem Videospeicher reicht aber selbst für anspruchsvolle und aktuelle 3D-Spiele locker aus. Mit einem Wert von 7885 Punkten im Future 3DMark 2003 spielt er locker so manchen ausgewachsenen Desktop-Computer an die Wand und prädestiniert sich damit zu mehr als einem reinen Desktop-PC-Ersatz fürs Büro. Wem der integrierte 17-Zöller immer noch nicht reicht, dem kommt das Inspiron 9300 mit der durchaus praktischen Option entgegen, gleich zwei externe Bildschirme anschließen zu können. Nvidias mobiler Grafikchip GeForce 6800 Go bringt zu diesem Zweck neben einem analogen noch gleich einen digitalen Ausgang mit – klasse!

Dass viel Leistung nicht mit einer ohrenbetäubenden

Bild: Notebookjournal.de/RT
Dell Inspiron 9300: Der Bolide bleibt dank leiser Lüfter sehr ruhig.
Geräuschkulisse einhergehen muss, stellt der Dell Inspiron 9300 eindrucksvoll unter Beweis. Zwar verfügt der Bolide über zwei Lüftereinheiten im breiten Gehäuse, die arbeiten aber in jedem Lastzustand des Notebooks wirklich beeindruckend leise. Zu keinem Zeitpunkt der Tests, auch am viel ruhigeren, fortgeschrittenen Abend konnten wir dem Inspiron 9300 wirklich lästige Lüftergeräusche entlocken. Zwar ist besonders der linke Lüfter bei Volllast deutlich zu hören, der erledigt aber seine Arbeit mit einer derart niederfrequenten Tonlage, dass man dies nicht als unangenehm empfindet. Auch die Wärmeentwicklung des gesamten Notebooks ist sehr gering – insgesamt eine tolle Arbeit der Dell-Ingenieure.

Katastrophale Ausleuchtung des 17-Zöllers

Bild: Notebookjournal.de/RT
Dell Inspiron 9300: Bei voll aufgedrehter Helligkeit deutliche Flecken.
Die Erwartungen in Punkto Darstellungsqualität bei einem Notebook mit 17-Zoll-Display und schneller Spiele-Grafikkarte sind natürlich hoch. Man sollte aber bei aller Kritik nicht vergessen, dass die Notebookhersteller hier im Vergleich zum Desktop-Segment Immenses zu leisten haben und dies auch durchwegs mit Bravour erledigen. Während die Hersteller bei handelsüblichen 17-zölligen Flachbildschirmen auf der Technikseite aus dem Vollen schöpfen können, sind bei Verbundgeräten wie Notebooks Abstriche hinzunehmen. Zudem bringen es die Desktopschirme oftmals nicht einmal auf die hoch auflösende Pixel-Anzahl auf kleinen Bilddiagonalen, die die Notebook-LCDs vorlegen.

Trotzdem muss beim Schirm des Inspiron 9300 klar gesagt

Bild: Notebookjournal.de/RT
Dell Inspiron 9300: Bereits einen Tick gedimmt wird es richtig unansehnlich.
werden, wo der Hase im Pfeffer liegt und welche Schwächen beim Arbeiten am Gerät hinzunehmen sind. Einerseits möchte man nach einiger Zeit die schiere Anzeigegewaltigkeit des gewaltigen 17-zölligen WXGA+-Displays wohl kaum mehr missen, da man einfach das Gefühl hat, man sitze vor einem handelsüblichen Flachbildschirm und nicht vor einem Notebook-LCD. Beim praktischen Arbeiten mit dem Inspiron 9300 stört aber die große Blickwinkelabhängigkeit und enttäuscht die katastrophale Helligkeitsverteilung des WXGA+-Displays enorm. Zwar versieht Dell das LCD mit dem Zusatz Ultra Sharp, aber bei der Kontrast- und Schärfebeurteilung – beispielsweise von Portraitfotos – lässt sich leicht Besseres finden.

Auch die Farbbrillanz und die natürliche Wiedergabe der Farben lässt zu wünschen übrig: Bei der Beurteilung der Referenzbilder zeigt sich besonders im rechten Anzeigebereich ein leichter Gelbstich. Unsere

Bild: Notebookjournal.de/RT
Dell Inspiron 9300: Bei niedriger Helligkeit zeigt sich der weiße Rand.
9-Zonen-Leuchtdichtemessung im Testlabor brachte das Fiasko an den Tag. Ein Helligkeitsunterschied von hellster (Mitte Display) zu dunkelster Stelle (linke untere Ecke) von bis zu 46 Prozent ist einfach zu hoch und nagt beim täglichen Gebrauch sicher nach kurzer Zeit am Gemüt des Benutzers. Die durchschnittliche Leuchtdichte von 133,9 cd/m² im Netzbetrieb rangiert im Vergleich zu den Topwerten des X-Black-Displays des Sony Vaio VGN-A217S von über 300 cd/m² nur im unteren Drittel. Der geringe Abfall der Helligkeit beim Akkubetrieb auf 131,3 cd/m² fällt da auch nicht mehr ins Gewicht. Beim Spielen und bei überwiegend dunklen Bildschirmhintergründen fallen diese Helligkeitsunterschiede naturgemäß weniger ins Auge und stören damit auch den reinen Spielebetrieb wenig. Bei komplett schwarzem Hintergrund wie beispielsweise beim Betrachten von Bildern in gängigen Foto-Viewern stört aber besonders ein rund 0,5 Zentimeter breiter und heller Rand im Bereich des LCD-Rahmens, der besonders stark am unteren Bildrand wahrzunehmen ist.

Altmodische Moderne beim Gehäusedesign
Das Gehäuse-Design entspricht dem vor wenigen Tagen getesteten Dell Inspiron 6000. Das 9300er ist mit seinen Abmessungen von 39,5 x 4,6 x 29,0 Zentimetern aber noch etwas voluminöser ausgefallen und ist mit rund 0,6 Kilogramm Mehrgewicht spürbar schwerer als das kleinere

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Dell Inspiron 9300: Auch etwas höher als der kleine Bruder 6000.

Bild: Notebookjournal.de/RT
Dell Inspiron 9300: Nimmt den kleineren 6000er locker huckepack.
Pendant. Die Farbgestaltung in Silber und Weiß ist reine Geschmackssache. Daher hat Dell wohl einen Displaydeckel gleich obligatorisch mit eingerechnet. Wer auf das optische Zusatzschmankerl der verschieden gestylten Snap-On-LCD-Cover verzichten kann, spart sich beim Endpreis 46,40 Euro. Die Oberschalen gibt es in den farblichen Geschmacksrichtungen Natural Leather, Mediterreanian Blue, Cover-Cherrywood und Carbon Fibre. Unserem Testgerät lag das metallicblaue und hoch spiegelnde Clip-Cover Mediterreanian Blue bei. Die Installation ist denkbar einfach, denn das Cover wird ohne weiteres Befestigungsmaterial einfach an die Rückseite des Display-Deckels geclipt und schützt so das kostbare Display etwas vor Krafteinwirkungen von der Rückseite her.


Bild: Notebookjournal.de/RT
Dell Inspiron 9300: Etwas klapprige Tastatur in einem teuren Gerät.
Bei der Tastatur gibt es im Vergleich zum Dell Inspiron 6000 leider ebenfalls keine neuen oder verbesserten Details zu berichten. Die Tastatur klappert subjektiv eher noch einen Tick mehr, dies kann aber auch im Bereich der Streuung bei der Großserienfertigung liegen. Jedenfalls würde dem wuchtigen und großflächigen Inspiron 9300 auch eine größere Tastatur oder gar ein zusätzlich integrierter Nummernblock gut zu Gesicht stehen – Platz ist im ja Überfluss vorhanden.


Bild: Notebookjournal.de/RT
Dell Inspiron 9300: Die Pad-Tasten sind laut, aber leiser als beim 6000er.
Das silberfarbene Touchpad verfügt ebenfalls über je eine vertikale und horizontale Scroll-Markierung am rechten und unteren Rand und verhält sich wie beim 6000-Pendant. Die breiten Touchpad-Tasten klicken aber viel leiser als beim kleineren Bruder und sind damit vom Geräusch her angenehmer. Auch beim Inspiron 9300 lassen sich den beiden Schaltflächen via Treiberdialog individuelle Funktionen zuordnen, mit gemeinsamem Drücken beider Tasten ist damit gar eine weitere Funktion wie beispielsweise die der mittleren Maustaste definierbar.

Echter Gamer mit Ausstattungsplus
Da wird der kleine Bruder, das Inspiron 6000 sicher neidisch aufblicken. Das Inspiron 9300 integriert unter seiner mächtigen Haube allerlei nützliches Equipment, das den Büroalltag erleichert und das Spielerherz höher schlagen

Bild: Notebookjournal.de/RT
Dell Inspiron 9300: Rechts neben dem Akku sitzt der Bass-Subwoofer.
lässt. Der Intel Pentium M 750 unseres Testgerätes sprintet mit 1,86 GHz, 533er FSB und 2 MByte großem Second-Level-Cache auf und davon. Der 533er Front Side Bus des 915er Chipsatzes (Alviso, Sonoma-Technologie) macht auch den beiden 512 MByte großen DDR2-533-Modulen derart Beine, dass es schon manchmal an der Geräteunterseite im Bereich des Speicherslots mächtig warm wird. Mittlerweile bietet Dell das Inspiron 9300 nur noch mit einem einzelnen 1-GByte-Speichermodul an. Damit ist der zweite Speicherslot an der Geräteunterseite für weitere problemlose RAM-Upgrades auf bis zu 2 GByte Gesamtkapazität frei. Bei unserem Testgerät war das aber leider noch nicht der Fall.

Die Top-Werte des für Spiele optimierten Gamer-Notebooks Dell Inspiron XPS Gen 2 erreicht das Inspiron 9300

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Dell Inspiron 9300: Intel WLAN-Modul, DDRII-Speicher und Subwoofer.
mit der integrierten Nvidia GeForce 6800 Go zwar nicht, doch zeigten die 3D-Benchmarks und einige kurz angespielte aktuelle 3D-Shooter und Strategie-Simulationen, dass mit dem Inspiron 9300 langfristiger Spielspass garantiert ist. Die Kombination aus schneller Mobile-CPU, durchsatzfreudigem DDRII-533-RAM und schneller Grafikkarte entpuppt sich in der Praxis auch für lange Spielwochenenden als mehr als ausreichend. Und beim Preis schlägt das Inspiron 9300 das XPS Gen 2 sowieso. Ein ansonsten vergleichbar ausgestattetes Gen 2 schlägt mit 2,0-GHz CPU und Nvidia Geforce Go 6800 Ultra mit rund 2.700 Euro zu Buche – das sind immerhin rund 1.000 Euro mehr. Dafür lassen sich viele Spiele kaufen, der Fun-Faktor ist trotzdem garantiert.

Nicht so ganz in das Bild des leistungsstarken Inspiron 9300

Bild: Notebookjournal.de/RT
Dell Inspiron 9300: Die Fujitsu-Festplatte bremst das Notebook aus.
passt die mit 80 GByte zwar recht große, aber langsame Fujitsu Festplatte. Dell verschenkt auf Grund der eher durchschnittlichen Rotationsgeschwindigkeit von nur 5.400 U/min beim Festplattendurchsatz wichtige Leistungspunkte. Einem dergestalt potenten Notebook würde auch eine der neuen 7.200er Platten gut zu Gesicht stehen. Beim Laden von komplexen Spielen merkt man schon deutlich den Unterschied bei der Festplattenladezeit zwischen der schnellen 60-GByte-Platte des Inspiron 6000 (7.200 U/min) und der verbauten Fujitsu-HDD des Inspiron 9300. Manchmal ist also auch weniger eben mehr, aber leider bietet Dell derzeit keine 7.200er Platten für das Royal-Modell an.

Kommunikativer Multimedia-Künstler
Das Dell Inspiron 9300 zeigt aber auch in den Disziplinen Kommunikation und Multimedia ein gutes

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Intel Pro/Wireless 2200BG (802.11b/g mit 54 MBit/s) für Wireless LAN.
Preis-Leistungs-Verhältnis. Unser Testgerät verfügte über alle für die drahtlose Kommunikation notwendigen Komponenten, lediglich die Infrarot-Unterstützung fehlt und kann auch nicht nachträglich nachgerüstet werden. Sei's drum: Dafür integriert der Testkandidat neben dem typischen Intel Pro/Wireless 2200BG (802.11b/g mit 54 MBit/s) für Wireless LAN auch gleich noch ein Bluetooth-Modul. Die Unterstützung für die Kommunikation über Bluetooth (übrigens in Anlehnung an den dänischen König Harald Blatand (-> Blauzahn, Bluetooth), der im Mittelalter große Teile Skandinaviens unter seiner Herrschaft vereinte) wird in zunehmenden Umfang für diverse Peripheriegeräte wie drahtlose Headsets, Digitizer, Tabletts aber auch Mediengeräte immer wichtiger und sollte heute bei hochpreisigen Geräten gleich ab Werk mit an Bord sein. Wer lieber Kabel schleppt, findet Standardkost: Ein 100-MBit-LAN- und ein 56K-Modem als Grundausstattung gehört heute ebenfalls überall dazu.

Bei den Geräteanschlüssen legt Dell im Vergleich zum kleineren Dell Inspiron 6000 gleich noch ein paar Brickets nach. Frei nach dem Motto „Da geht doch noch was!“ verpasst Dell dem breiten Inspiron 9300 gleich

Bild: Notebookjournal.de/RT
Dell Inspiron 9300: S-Video-, Lan-, Modem- und USB-Ports.

Bild: Notebookjournal.de/RT
Dell Inspiron 9300: DVI- und VGA-Anschluss für 2 externe Monitore.
sechs (6!) USB-2.0-Schnittstellen und dank integrierter GeForce 6800 Go einen an der Geräterückseite angebrachten DVI-Anschluss (Digital Video Interface) zum Anschluss hochwertiger digitaler CRT- und LCD-Monitore. Ein S-Video-Ausgang zum Verbinden des Inspiron 9300 mit einem Fernsehgerät ist ebenfalls vorhanden, das dafür notwendige Adapterkabel muss allerdings separat gekauft werden.

Die sieben Tasten zur Multimediasteuerung an der Frontseite

Bild: Notebookjournal.de/RT
Dell Inspiron 9300: NECs ND-6500A beschreibt auch im Notebook DL-Medien.
des Breitbild-Boliden und der integrierte NEC-DVD-Brenner mit 8fach-Speed, der auch DL-Medien (doppelseitige DVD-Rohlinge) verarbeiten kann, passen sehr gut in das multimediale Gesamtkonzept des Inspiron 9300. Das optische Marken-Laufwerk glänzt sowohl durch schnelle Brenngeschwindigkeiten im CD- (24fach) als auch im DVD-Betrieb (8fach) und beschreibt die doppelseitigen und rund 8,5 GByte fassenden DL-Medien immerhin noch mit 2,4facher Brenngeschwindigkeit. Und in Verbindung mit dem großflächigen 17 Zoll Bildschirm und der schneller Grafik kann man mit dem flinkem DVD-Laufwerk so prima DVDs in Kinoqualität genießen.

Der Inspiron 9300 überrascht mit einem recht guten und druckvollen Sound aus den an der Frontseite angebrachten Lautsprechern, die von einem kleinen Subwoofer im Gehäuseboden unterstützt werden. Die kleinen Stereo-Lautsprecher schaffen auch hohe Lautstärken, ohne

Bild: Notebookjournal.de/RT
Dell Inspiron 9300: Klingt besser als das 6000er, Multimediatasten haben beide.
gleich zu scheppern. Der an der Geräteunterseite angebrachte und leicht zu übersehende Subwoofer reproduziert dabei vergleichsweise satte und saubere Bässe, die man im Notebookbereich in dieser Qualität nicht gewohnt ist. Beim Betrachten von Action-Videos oder dem Spielen des neuesten 3D-Ballerspiels kommt dabei dank der auch objektiv betrachteten recht ordentlichen Beschallung richtig Spaß auf. Erst bei Lautstärkepegeln, bei denen man aber sowieso Probleme mit den Eltern, der Frau oder Freundin oder den Nachbarn bekommen würde, scheppert es dann doch ganz gewaltig im Notebookkarton. Aber das die Winzlinge keiner 2000 Euro teuren Surround-Anlage mit 30-Zoll-Subwoofer im Holzgehäuse Paroli bieten können, dürfte ja klar sein.

Geringe Mobilität trotz guter Akkuleistung

Bild: Notebookjournal.de/RT
Dell Inspiron 9300: Der große, schwere Akku leistet satte 80 Wh.
Erwartungsgemäß gehört das Kapitel Mobilität nicht zu den Paradedisziplinen des Inspiron 9300. Sein hohes Gewicht von fast 4 Kilogramm und die voluminösen Abmessungen verhindern schon die ständige Reisebegleitung durch das mobile Schwergewicht. Ein ständiges Umherschleppen liegt aber wohl für ein Notebook, das in der Desktop-Replacement-Klasse und mit 17-zölligem Display antritt, auch nicht in der Natur der Sache. Viel mehr interessiert da noch die Laufzeit des Inspiron 9300 bei Stromversorgung über den mitgelieferten Akku, falls man den Boliden mal auf die sonnige Veranda oder in das nahe gelegene Gartenhäuschen mitnimmt.

Und da bietet Dells Inspiron 9300 immerhin eine Akkulaufzeit

Bild: Notebookjournal.de/RT
Dell Inspiron 9300: Lithium-Ionen-Power mit Status-LEDs.
von rund 2 Stunden und 30 Minuten. Kein schlechter Wert angesichts der gebotenen Leistungswerte. Damit hält das Inspiron 9300 weit länger als viele seiner Artgenossen durch und zeigt auch ein längeres Stehvermögen als so manch andereres Notebook mit kleinerem Display. Möglich wird diese Akkulaufzeit durch einen 9-zelligen Lithium-Ionen-Akku mit einer satten Leistung von 80 Wh, der natürlich das hohe Gewicht des Notebooks mit verschuldet. Spätestens mit einem knapp 130 Euro teuren Zusatzakku gleichen Typs lacht man dann mit rund 5 Stunden Akkubetrieb die Gegner bei der nächsten LAN-Party aus, wenn deren PCs dank überlasteter Sicherungen still stehen.

Fazit:
Das Dell Inspiron 9300 hat das Potential, um

Bild: Notebookjournal.de/RT
Dell Inspiron 9300: Geheimtip für mobile Spieler.
leistungsfähigen Desktop-PCs Paroli zu bieten. Bei Neuanschaffungen in diesem Bereich sollte der große Inspiron durchaus in Betracht gezogen werden. Sein in der Royal-Version grundsätzlich gutes Preis-Leistungs-Potential lässt aber sicher auch den einen oder anderen Spielefreund aufhorchen, denn die Nvidia GeForce 6800 Go gehört zu den derzeit schnellsten Grafikkarten im Notebookbereich. Angesichts der guten Gesamtleistung und Ausstattung wird wohl der eine oder andere über die Schwächen bei der Tastatur hinwegsehen können. Auch die verwendeten Gehäusematerialien sind nicht der Weisheit letzter Schluss, insbesondere die wenig kratzfesten silberfarbenen Plastikteile und die Lackierung benötigen noch Feinschliff.

Das riesige 17-Zoll-Display des Inspiron 9300 konnte zumindest beim Testgerät in der 1.440er Variante nicht überzeugen. Zwar bietet der großflächige Monitor schon eine beeindruckende Bildfülle an, die katastrophale Ausleuchtung

Bild: Notebookjournal.de/RT
Dell Inspiron 9300: Ein LCD-Backcover gehört bei der 9300-Serie dazu.
des 17-Zöllers darf jedoch nicht unerwähnt bleiben. Als kleiner Trost für Spiele-Fans sei angemerkt, dass die gravierenden Helligkeitsunterschiede und die starke Fleckigkeit des Displays beim Spielen praktisch keine Rolle spielen. Professionelle Fotoarbeiter sollte aber lieber die Finger vom Inspiron 9300 lassen, die große Blickwinkelabhängigkeit und insbesondere eine instabile Weißpunktkonstanz (gleichmäßiges Weiß) lassen keine echte Bildbeurteilung zu. Bei reinen Schwarzwerten stört zudem die Hintergrundbeleuchtung, die am LCD-Rand ständig sichtbar bleibt.
Fraglich bleibt derzeit, ob das mit gigantischen 1.920 x 1.200 Pixeln auflösende Display des Topmodells der Inspiron-9300-Familie ähnliche Probleme hat. Wir werden Dell zur Klärung des Displayeindrucks in der 1.920er Version um ein weiteres Testexemplar ersuchen und die Ergebnisse hierzu gegebenenfalls nachtragen, so wir das Gerät erhalten.

Das Dell Inspiron 9300 prädestiniert sich aber trotz der Displayschwächen in besonderem Maße als hoch performanter Ersatz für den Büro-Desktop. Dank einem guten Verhältnis von Akkulaufzeit zur Leistung ist er zudem noch mobil begrenzt nutzbar. Die Hochleistungsgrafik und die starke Gesamtperformance machen den Dell Inspiron 9300 außerdem zum Geheimtipp als ernstzunehmende mobile Spieleplattform.

Praxiseindruck: Ronny Herbe (Mitarbeiter Call Center)
Das wuchtige Inspiron 9330 hat zwar ei sehr hoch auflösendes, aber auch sehr schlecht ausgeleuchtetes Display. Die starke Grafikkarte, die umfassenden Anschlussmöglichkeiten sowie der kräftige, volle Sound und die insgesamt hohe Performance machen das 9300 zum idealen Kandidaten für Multimedia- oder Spiele-Fans. Das Design war nach meinem Dafürhalten etwas schlicht gehalten, die Tastatur war mir etwas zu laut. Aber da hat ja jeder so seine Vorlieben... Trotz seiner fetten Ausstattung war das Notebook im Betrieb überraschend leise. Das Inspiron 9300 ist für mich ein guter Desktop-Ersatz, der sich auch noch zum Zocken eignet.

Mehr Fotos von diesem Notebook finden Sie in der dazugehörigen Fotogalerie .




 


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Kategorie:
Multimedia-Notebooks ab 17 Zoll

Testergebnis
Multimedia-Notebooks ab 17 Zoll
Dell Inspiron 9300
gut
Test vom 24.07.2006



PRO KONTRA

zusätzliche Tasten für CD-/DVD- und Medienwiedergabe
sehr schnelle Nvidia GeForce Go 6800 mit 256 MByte VRAM
riesiges 17 Zoll Display mit 1440 x 900 Pixeln
sehr einfache und schnelle System-Wiederherstellung (per HDD in 8 Minuten)
integrierter Bass-Subwoofer
sechs USB-2.0-Ports
DVD-Brenner mit 8fach-Speed, verarbeitet auch DL-Medien
sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis
praktisch keine Erwärmung, zwei sehr leise Lüfter, perfekte thermale Abstimmung
undurchsichtige Preispolitik
rund 3,7 Kilogramm schwer
einzelne Tasten der Tastatur etwas seiteninstabil, glatt und wenig konturiert
unübliche Anordnung der Entf-Taste
laut klickende Touchpad-Tasten
schlechte Helligkeitsverteilung des WXGA+-Displays, nicht farbneutral mit leichtem Gelbstich
integriertes Kartenlesegerät verarbeitet nur SD-Speicherkarten



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