Das Dell Inspiron 9400 integriert als Monitor ein riesiges, 17-zölliges WUXGA-Breitbild-Display. Alleine schon die Auflösung von 1.920 x 1.200 Bildpunkten ist beeindruckend, kosten doch entsprechend hoch auflösende externe LCD-Monitore noch locker über 1.000 Euro. Das Inspiron 9400
ist aber mit dem kleinen Display (1.440 x 900 Pixel) und einer Grundausstattung bereits ab 999 Euro erhältlich und kostet - wieder in Grundausstattung - mit dem großen Display (1.920 x 1.200 Pixel) 1.144 Euro. Für wenige Euro Aufpreis könnte man also bereits ein sehr hoch auflösendes Display samt "daran hängendem Notebook" erwerben - nicht schlecht.
Bei der subjektiven Beurteilung der Bildqualitäten des 17-Zoll-Breitbild-LCDs beeindruckt das stark spiegelnde
TrueLife-Display mit schön gesättigten Farben, einer im Klassenvergleich hohen Farbbrillanz sowie einem kommoden Kontrastumfang. Auch hinsichtlich der Farbneutralität bietet der 16:10-Monitor unseres Testgerätes wenig Anlass zu Kritik. Bei der Begutachtung der Portrait-Referenzfotos gefällt uns bei unserem Testgerät die sehr gelungene, weil plausible Reproduktion von schwierigen Hauttönen ebenso wie die farbenprächtige Darstellung imposanter Landschaftsbilder. Bei weißem Bildhintergrund ist aber eine ganz schwach wahrnehmbare und daher dezente Farbverschiebung von Rot im linken Bildrand zu Gelb an der rechten Monitorbegrenzung festzustellen. Allerdings sollte dieser marginale Farbdrift selbst bei kniffligen Fotoarbeiten wie der Print-Vorstufe wenig hinderlich sein.
Allerdings sollte der Anwender bei sehr dunklen Farben und Schwarz aufpassen: Die Hintergrundbeleuchtung schlägt bei dunklem Bildhintergrund sehr unregelmäßig durch. Am unteren mittigen Bildrand zeigt das Display dann einen sehr hellen Grauton, die übrige Bildfläche wirkt fleckig verwaschen. Eigentlich verwunderlich, dass trotz dieser offensichtlichen Schwäche der Kontrastumfang beim Betrachten der Referenzfotos auch bei dunklen Bildzonen zumindest vertikal ganz ordentlich ausfällt. Die Grundhelligkeit des Dell Inspiron 9400 fällt hingegen mit knapp 118 cd/m² im Netzbetrieb (116,5 cd/m² bei Akkulast) nicht sonderlich berauschend aus. Da das 17-zöllige LCD als typisches spiegelndes Display auch Lichtquellen im Rücken des Anwenders sehr stark abbildet, kann das Inspiron 9400 hinsichtlich der Ergonomie kaum überzeugen.
Die horizontale Blickwinkelabhängigkeit ist im Klassenvergleich als eher gering einzustufen. Vertikal tut sich der Anwender deutlich schwerer, einen optimalen Neigewinkel für das riesige 17-Zoll-Display zu finden. Bei unserer objektiven 9-Zonen-Leuchtdichtemessung präsentiert das Breitbild-LCD auch hinsichtlich der Homogenität bei der Helligkeitsverteilung keine Spitzenwerte. Bei unseren Labormessungen halten wir im Netzbetrieb einen Helligkeitsunterschied von 38,0 Prozent zwischen der rechten oberen Bildecke (99,4 cd/m²) und der unteren Bildschirmmitte (137,2 cd/m²) fest. Bei Akkulast notieren wir für beide Messsegmente 97,7 cd/m² respektive 135,8 cd/m², das entspricht einer Abweichung von knapp 39 Prozent. Die erfassten Abweichungen bei der Helligkeit gehören im Klassenvergleich damit ins Mittelfeld. Erwischt der Anwender trotz der Qualitätsstreuung in der Serie ein zu unserem Testgerät äquivalentes LCD, dann steht auch dem Ausflug zu intensiven Foto- und Multimediaarbeiten lediglich die etwas niedrige Grundhelligkeit im Wege.