Das Dell Inspiron 9400 präsentiert sich in gewohnter schlichter Dell-Optik. Zu einem Preis von knapp 2.000 Euro bekommt der Anwender flotte Dual-Core-Technik, gute Allroundeigenschaften und ein riesiges, hoch auflösendes 17-Zoll-LCD. Das Notebook leistet sich im Test bis auf die
Inspiron 9400: Integriert ein riesiges 17-zölliges WUXGA-Display.
Grafikleistung keine Schnitzer. Vielmehr sammelt es dank stabilem Chassis, angenehmen Eingabegeräten, starken Kernkomponenten, üppig dimensionierten Massenspeichern, zukunftssicheren Schnittstellen und einem neutralen, brillanten 17-zölligen WUXGA-Display im 16:10-Format fleißig Punkte.
Das Dell Inspiron 9400 zeigt in den Leistungstests zwar eine solide Gesamtleistung, bleibt aber deutlich unter seinen theoretischen Möglichkeiten. Für die tägliche Büroarbeit und die üblichen Anforderungen im Bereich Foto, Multimedia und Video reicht die Leistung aber locker aus. Die integrierte Chipsatzgrafik will nicht ganz zu den schnellen Kernkomponenten und der hohen nativen Bildauflösung von 1.920 x 1.200 Pixel passen, ein Upgrade der Grafikeinheit auf mindestens das Niveau einer ATI Mobility Radeon X1400 ist absolut zu empfehlen. Leider bietet Dell das Inspiron 9400 nicht mehr mit Nvidias Geforce Go 7800 an – diese wäre sicher unsere Wahl gewesen. Dafür bleibt das Betriebsgeräusch niedrig und die Erwärmung minimal. Das Inspiron 9400 bietet zudem eine erstaunlich gute Akkulaufzeit: Mit 53-Wh-Standard- und 80-Wh-Zusatzakku läuft das Notebook im Akkutest fast acht Stunden lang.
Auch das 17-zöllige WUXGA-Display überrascht mit guten Allroundeigenschaften. Zwar ist die Grundhelligkeit nicht besonders hoch, dafür bietet es aber eine recht neutrale und dabei brillante Abbildungsleistung. Besonders die sehr hohe Auflösung von 1.920 x 1.200 Bildpunkten ist dank dem riesigen Platzangebot auf dem Windows-Desktop sehr attraktiv. Wer einmal am 17“-WUXGA-Display des Dell Inspiron 9400 gearbeitet hat, wird die feine Superauflösung wohl nur widerwillig missen wollen.
Wer ein grundsolides 17-Zoll-Notebook mit aktuellster Dual-Core-Technik und guter Ausstattung sucht, kann mit dem
Inspiron 9400: Leichte Deckelpanzerung als Snap-On im Kohlenstofffaserdesign.
Dell Inspiron 9400 nicht viel falsch machen. Interessenten sollten aber lieber auf die integrierte Chipsatzgrafik verzichten und mindestens eine ATI Mobility Radeon X1400 ordern.
Allerdings haben wir eine grundsätzliche kritische Anmerkung zum Dell-Online-Shop, der das Dell Inspiron 9400 in zwei Produktversionen - Deluxe und Superb - anbietet. Die Superb-Version ist von Haus aus mit einer ATI Mobility Radeon X1400 mit 256 Myte Grafikspeicher ausgerüstet, bei der Deluxe-Variante hat der Kunde die Wahl zwischen der integrierten Chipsatzgrafik Intel GMA 950 und der X1400, wobei die X1400-Option hier 174 Euro Aufpreis kostet. Mit ansonsten exakt gleicher gewählter Ausstattung wie unser Testgerät ist die Superb-Version sogar 80 Cent günstiger (!) als die Deluxe-Version - 1955,19 Euro vs. 1955,99 Euro! Unverständlich, denn bei wie gesagt ansonsten identischer Ausstattung kommt die Deluxe-Version mit der Intel GMA 950, während die Superb-Version bereits die deutlich leistungsstärkere X1400 implementiert. Das erzeugt in der Redaktion Verwirrung und ist für den Kunden sicherlich nicht unbedingt hilfreich, wenn er für das vermeintlich günstigere Deluxe-Modell des Notebooks letztlich genau so viel zahlt, wie für das grundsätzlich teurere, aber im Endeffekt zum gleichen Preis besser ausgestattete Superb-Modell.
Dell wurde wohl vom Verkaufserfolg des Inspiron 9400 kalt erwischt. Derzeit verärgert der Direktversender viele Kunden, die am Kauf eines Dell Inspiron 9400 mit leistungsfähiger externer Grafikeinheit interessiert sind. Mit Ausweichangeboten oder kompletten Auftragsstornierungen versucht man bei Dell Herr der prekären Lage zu werden, in die man durch die knappe Verfügbarkeit von dezidierten Allround- und Top-Grafikkarten geraten ist. Ursprünglich auch mit einer schnellen Geforce Go 7800 von Nvidia günstig erhältlich, wich man bei den möglichen Konfigurationen der Grafikeinheit des 17-zölligen Inspiron 9400 daher sehr schnell auf die deutlich schwächere Mobility Radeon X1400 mit Hypermemory aus. Doch auch die Verfügbarkeit von Notebooks mit X1400-Grafik scheint dem Ansturm von Käufern nicht gewachsen zu sein. Mittlerweile gehen vermehrt Inspiron-9400-Notebooks mit Intels integrierter Chipsatzgrafik GMA 950 über die Theke. So verfügt auch unser Testexemplar des Dell Inspiron 9400 nur über die GMA-950-Grafikeinheit – schade! Denn ein solch gut ausgestattetes, leistungsstarkes Gerät ist mit einer Chipsatzgrafik einfach massiv in seinem Möglichkeiten limitiert. Das wäre so, als wollte man einen Formel-1-Rennwagen mit dem Fahrwerk eines Kleinwagens ausstatten. Zum Bäcker fahren kann man damit immer noch – aber dazu braucht es dann auch kein Formel-1-Innenleben mehr. Und auf die Rennstrecke kann man sich damit nicht trauen, da die Straßenlage absolut nicht passt. Genauso ist es mit dem Dell: Die Ausstattung ist für die verbaute Grafik einfach überdimensioniert. Andererseits kann man 3D-spiele dank der niedrigen 3D-Leistung der GMA 950 vergessen, obwohl die anderen Komponenten mehr als nur schnell genug wären. Wie gesagt: Schade.
Inspiron 9400: Beim Design verraut Dell auf bewährte Chassis und Designs.
Beim Chassis präsentiert Dell auch beim Inspiron 9400 nichts aufregend Neues. Das Gehäuse gleicht dem des Dell Inspiron 9300 bis aufs Haar. So geht auch das neue Dell Inspiron 9400 mit den gleichen voluminösen Abmessungen von 39,5 x 4,6 x 29,0 Zentimetern wie das ältere Inspiron-Modell 9300 an den Start. Beim Gewicht überrascht das Inspiron 9400 aber im Vergleich zum betagteren Bruder mit rund 0,25 Kilogramm weniger Fleisch auf den Rippen. Ein wirklich mobiles Leichtgewicht wird das 9400 mit seinen immerhin noch 3,45 Kilo aber deswegen trotzdem nicht. Auch bei der Farbgestaltung setzt Dell weiterhin auf das bewährte, aber schlichte Design in Silber und Weiß. Um das Erscheinungsbild des 9400 aber wenigstens etwas aufzupeppen, rechnet Dell beim Konfigurieren im Onlineshop kurzerhand einen Displaydeckel mit wählbarem Muster und Farbenspiel mit ein. Wer auf eines der optisch verschieden gestylten Snap-On-LCD-Cover als optisches Gimmick und als Kratzschutz für den Displaydeckel verzichten kann, spart sich beim Endpreis immerhin 34,80 Euro – Geld,
Inspiron 9400: Das Snap-On-Cover bringt Farbe ins Spiel.
das der Anwender wohl sinnvoller in ein externes Diskettenlaufwerk zum gleichen Preis oder einen stärkeren 80-Watt-Akku zum Aufpreis von 23,20 Euro und in CD-Medien für das Betriebssystem-Backup und Treiber-CD (zusammen 11,60 Euro) investiert. Unserem Testgerät lag jedenfalls ein Clip-Cover im dunklen und bläulich wirkenden Kohlenstofffaser-Design bei. Als zusätzlichen Schutz für das kostbare Display vor Krafteinwirkungen von der Rückseite her kann man sich das Snap-On-Cover aber definitiv sparen. Der LCD-Deckel zeigt sich auch ohne Cover sehr stabil, moderate Druckversuche auf den Deckel mit einer Hand provozierten keinerlei Displaystörungen am eingeschalteten LCD.
Inspiron 9400: Das bullige und breite Gehäuse braucht Platz.
Auch beim Chassis selbst hinterlässt das Inspiron 9400 einen durchweg stabilen Eindruck. Das massige Gehäuse aus Kunststoff gibt kaum nach, vom sonst klassenüblichen Knacken und Knarren beim Anheben ist beim Dell Inspiron 9400 wenig zu hören. Der bei früheren Inspiron-Notebooks recht locker sitzende Bildschirmfreigabehebel aus Kunststoff wirkt bei unserem Testexemplar nun deutlich straffer gelagert. Der voluminöse Gehäusedeckel präsentiert sich im Vergleich zu anderen 17-zölligen Deckel-Display-Kombinationen zudem als erfreulich stabil. Die straff zupackenden Deckelscharniere erfordern beim Neigen des Deckels zwar durchaus etwas Nachdruck, dafür halten sie aber die Gesamtkonstruktion auch in jedem Winkel sicher fest. Wie bei früheren Notebooks der 6000- und 9000-Serie zieren auch beim Dell Inspiron 9400
Inspiron 9400: Die Stereolautsprecher werden durch einen Subwoofer unterstützt.
sieben kleine chromfarbene Tasten zur Mediensteuerung die angenehm abgeschrägte Frontpartie. Neben dem Stummschalten der Lautsprecher kann der Anwender damit auch ganz kommod die Lautstärke regeln oder bequem CD- und DVD-Funktionen in Multimediaanwendungen steuern. Die integrierten Stereolautsprecher sorgen mit ihren je 2 Watt bei Bedarf für eine respektable Lautstärke. Ein kleiner Subwoofer am Geräteboden liefert mit fünf Watt eine leichte Betonung des Bassbereichs. Insgesamt klingen die kleinen Notebookquäker des Inspiron 9400 im kurzen Sound-Check recht passabel, allerdings fing das Gehäuse unseres Testexemplares bei höheren Lautstärkepegeln und basslastiger Musik störend zu scheppern an.
Inspiron 9400: Die kleine Tastatur verschwendet kostbaren Platz.
Die Tastatur des Inspiron 9400 wirkt mit seinen 88-Tasten auf der ausladenden Oberschale des wuchtigen 17-Zoll-Notebooks recht verloren. Eine größere Tastatur oder ein zusätzlich integrierter Nummernblock, wie es bei verschiedenen Notebooks anderer Hersteller schon längst Standard ist, würde auch dem breiten 9400er Inspiron sehr gut zu Gesicht stehen. Die einzelnen Buchstabentasten lassen sich mit 1,60 x 1,25 Zentimetern effektiver Betätigungsfläche aber auch vom ungeübten Wenig-Tipper recht zielsicher treffen. Die Tastenoberfläche ist etwas angeraut und vermittelt damit einen guten taktilen Kontakt zur Eingabehilfe. Auch haptisch gefällt uns das Tastaturverhalten des Dell Inspiron 9400 besser als bei früheren Modellen. Die Tastenköpfe sitzen jetzt etwas straffer auf der Unterkonstruktion und wackeln im Klassenvergleich auch weniger. Die Tastenbetätigung selbst ist nach wie vor recht straff ausgelegt, allerdings könnte der Druckpunkt für unseren Geschmack noch deutlicher zu fühlen sein. Die Haupttasten sind zwar in einem gängigen Tastaturlayout angeordnet, allerdings sorgt die unübliche Positionierung der Entf-Taste zwischen anderen Funktionstasten statt am rechten oberen Tastaturrand bis zur Gewöhnung wohl noch immer für so manchen Vertipper. Auch die beiden Seiten-Tasten (Page Up/Down) wird der Anwender wohl nicht oben im rechten Eck der Tastatur vermuten.
Inspiron 9400: Die Touchpad-Tasten sind laut und wirken klapprig.
Das silberfarbene Touchpad verfügt wie bei den Vorgängern ebenfalls über je eine vertikale und horizontale Scroll-Markierung am rechten und unteren Rand. Haptisch wirkt das Touchpad aber bei Standard-Treibereinstellung etwas störrisch und recht Druck-unempfindlich. Das üppige Treibermenü für das Touchpad bietet aber Abhilfe. Nach Erhöhen der Zeigergeschwindigkeit und der Berührungsempfindlichkeit folgt der Mauszeiger deutlich präziser dem navigierenden Finger. Anwendern mit trockenen Händen wird die deutlich angeraute Navigierfläche weniger zusagen, Schwitzefinger dürften sich hier hingegen in ihrem Element fühlen – Geschmackssache. Die breiten Touchpad-Tasten haben uns hingegen weniger gefallen. Zum einen klicken die Pad-Tasten recht vernehmlich, zum anderen stört uns der ellenlange Betätigungsweg der Tasten beim schnellen Tippen. Auch die Qualitätsanmutung der klapprig wirkenden Touchpad-Tasten lässt Wünsche offen. Der Treiberdialog für die Touchpad-Funktionalität erscheint hingegen gelungen. Zwar lässt sich das Touchpad nicht schnell via Zusatztaste oder Funktionstastenkombination an- oder abschalten, dafür kann der Anwender aber sowohl das Touchpad selbst als auch die Pad-Tasten entweder gemeinsam oder getrennt via Treibermenü deaktivieren oder wieder einschalten. Zudem lassen sich den beiden Schaltflächen via Treiberdialog individuelle Funktionen zuordnen, mit gemeinsamem Drücken beider Tasten ist damit gar eine weitere Funktion wie beispielsweise die der mittleren Maustaste definierbar.
Inspiron 9400: Das Gerätedesign ist nicht betörend aber funktionell.
Zusammengefasst: Optisch gehört das Dell Inspiron 9400 sicher nicht zu den „Aufreißertypen“. Dafür kann das Inspiron 9400 aber bei Chassis und Eingabegeräten durchaus einem kritischen und prüfenden zweiten Blick standhalten. Die Gehäusematerialien bieten zwar kein Luxusambiente, dafür punkten sie aber mit sauberer Verarbeitungsqualität und hinterlassen im Klassenvergleich einen soliden Gesamteindruck. Bei den Eingabegeräten hätte Dell dem 17-Zoll-Monster Inspiron 9400 aber endlich eine größere Tastatur inklusive separatem Nummernblock spendieren dürfen – Platz ist ja mehr als genug vorhanden. Auch beim Touchpad und seinen beiden Tastengehilfen dürfte sich so mancher Anwender eine Überarbeitung wünschen. Während beim Touchpad aber lediglich die geringe Grundempfindlichkeit und die sehr raue Navigierfläche stören könnten, sorgen die billig wirkenden Touchpad-Tasten bei intensiver Nutzung wohl schon eher für Verdruss.
Starke Centrino-Duo-Mobiltechnologie, aber unterdimensionierte Grafik
Inspiron 9400: Die Geräteunterseite mit geöffneten Wartungsdeckeln.
Mit dem Inspiron 9400 reiht sich Dell ganz unspektakulär in die Riege derjeniger Notebookhersteller ein, die Intels brandneue und starke Centrino-Duo-Mobiltechnologie mit dem Codenamen Napa einsetzen. Als technische Plattform versieht in unserem Testexemplar wie schon im Samsung X60-T2300 Chane ein Mobile Intel 945GM Express Chipsatz (Codename Calistoga) seinen Dienst, der auch den integrierten Grafikkern Intel Graphics Media Accelerator 950 beherbergt. Als Antrieb pulst im Dell Inspiron 9400 ein richtig leistungsstarker Core-Duo-Prozessor T2400 (Codename Yonah) von Intel. Der Doppelherz-Prozessor läuft mit einer Taktfrequenz von 1,83 GHz und integriert einen üppig dimensionierten Level-2-Cache von 2 MByte sowie einen 667 MHz schnellen FSB. Derart stark motorisiert erwarten wir vom Dell Inspiron 9400 bei den Leistungstests natürlich eine etwas höhere Performance als von den Notebooks mit der niedriger getakteten 1,66-GHz-Variante der Yonah-CPU-Familie. Auch beim Hauptspeicher wurde bei unserem Dell Inspiron 9400 nicht gegeizt. In den zwei RAM-Slots an der Geräteunterseite stecken zwei Speicherriegel der ganz schnellen Sorte
Inspiron 9400: Schnelle 667er Module sind aktuell im Dell-Shop nicht zu finden.
DDRII-667. Allerdings stehen derzeit (Stand: 19.04.2006) auf den Web-Konfigurationsseiten von Dell für das Inspiron 9400 lediglich DDRII-533-RAM zur Disposition, „unsere“ schnellen 667-MHz-Module sind also noch nicht (oder nicht mehr?) verfügbar. In unserem Testkandidaten sind aber nichts desto trotz PC5300-Module verbaut, die mit einer Kapazität von je 512 MByte mit insgesamt 1.024 MByte aufwarten – genug, um auch speicherhungrige Büroanwendungen locker bedienen zu können. Wer seinem Dell Inspiron 9400 noch mehr Hauptspeicher spendieren möchte, kann ihn bis zu einer Gesamtkapazität von 2 GByte hochrüsten. Allerdings muss dann mindestens eines der vorhandenen Speichermodule weichen und wird somit ein Fall für die Tauschbörse oder Ebay.
Inspiron 9400: Die Bluetooth-Option steckt im winzigen Schacht neben dem Akku.
Trotz des gewaltigen 17-zölligen Displays und einer hohen nativen 1920er Bildauflösung integriert das Dell Inspiron 9400 in der uns vorliegenden Ausstattungsvariante an Stelle einer potenten und angemessenen Hochleistungsgrafik lediglich Intels im Chipsatz integrierten Grafikkern Graphics Media Accelerator 950 (GMA 950). Zwar weist die GMA 950 in aktueller Version mit nunmehr 400 MHz einen leicht höheren Chip-Takt als die GMA 900 (333 MHz) aus, allerdings reicht auch die Leistung dieser neuen Chipsatzgrafik nicht für anspruchsvolle Multimediaanwendungen oder Spiele aus. Insbesondere dann, wenn wie im Falle des Dell Inspiron 9400 mit einer nativen Bildauflösung von 1920 x 1200 Bildpunkten gearbeitet wird. Die zur Bilddarstellung der hohen Auflösung notwendigen Pixelmassen lassen die GMA 950 bei Multimedia-Anwendungen wie HDTV 1080i schnell zum Nadelöhr im System werden. Da die Chipsatz-Grafik zudem über keinen eigenen Videospeicher verfügt, belastet die GMA-950-Grafik zusätzlich den kostbaren Hauptspeicher und zwackt sich bei Bedarf bis zu 128 MByte als Videopuffer ab. Beim 3DMark2003 erreicht der GMA 950 je nach Treibereinstellung zwar bis zu 1.603 Punkte, für aktuelle 3D-Spiele reicht die Grafikleistung aber bei weitem nicht mehr aus. Lediglich eine grundsätzliche Eignung für übliche Office- und einfache Foto- und Videoarbeiten kann man der Strom sparenden Chipsatzgrafik auch bei derartig hohen Auflösungen nicht abstreiten.
Inspiron 9400: Der NEC ND-6650A ist für einen 8fachen DVD-Brenner recht leise.
Dafür kann sich der Anwender aber bei den Massenspeichern des Dell Inspiron 9400 nicht beklagen. Eine 100 GByte fassende Serial-ATA-2-Festplatte des Typs Fujitsu MHV2100BH bietet auch für umfangreiche Datensammlungen mehr als genug Platz. Unter SiSofts Sandra erreicht die MHV2100BH bei unseren Datentransfertests im Mittel hohe 23,2 MByte/s. Aber auch beim Datentransfer unseres Mixes aus großen und kleinen Dateien (4,36 GByte) offeriert die MHV2100BH ein für eine kleine 2,5-zöllige Notebookfestplatte sehr hohes Leistungsniveau. Mit einer mittlerweile klassenüblichen Rotationsgeschwindigkeit von 5.400 U/min schaufelt die MHV2100BH die Daten mit beachtlichen 11,1 bis 13,1 MByte/s durch das System. Somit geraten auch großvolumige Datensicherungen nicht zum an den Nerven zerrenden Geduldsspiel. Zudem punktet die MHV2100BH mit einem für diese Leistung sehr leisen Betriebsverhalten
Inspiron 9400: Der NEC ND-6650A soll keine DL-Medien vom Typ "-R" verarbeiten.
und einer auch im Volllastbetrieb nur moderaten Erwärmung. Als weiteren modernen Massenspeicher integriert das Dell Inspiron 9400 ein optisches Laufwerk ND-6650A von NEC. Der DVD-Brenner ND-6650A soll neben einer maximal achtfachen DVD-Brenngeschwindigkeit auch Double-Layer-Medien (DL-Medien, +R) mit bis zu vierfacher Geschwindigkeit beschreiben können. Beim Transfertest von der DVD zur Festplatte erzielt das ND-6650A mit 5,4 (DVD+R) respektive 7,3 MByte/s (DVD-ROM) zwar nur klassenübliche Datentransferleistungen, dafür glänzt das NEC-Laufwerk aber mit einer für einen Vertreter der schnellen Notebook-DVD-Brenner mit 8x-Speed erstaunlich ruhigen Arbeitsweise.
Inspiron 9400: RMClock-Monitor bei aktivierten Deep-C4-States (default).
Sowohl bei den synthetischen Leistungs- als auch bei den praxisnäheren Anwendungs-Tests kann das Dell Inspiron 9400 den theoretischen Kraftvorsprung seiner pfeilschnellen Kernkomponenten nicht so umsetzen, wie es die reinen Leistungsdaten vermuten lassen würden. Zwar bestätigt das Dell Inspiron 9400 bei den isolierten CPU-Tests in SiSofts Sandra im Vergleich zu Dual-Core-Notebooks mit 1,66-GHz-CPU einen deutlichen Geschwindigkeitszuwachs. Aber schon bei der Bewertung der Bandbreite beim Hauptspeicherdurchsatz kann sich das Inspiron 9400 trotz schneller DDRII-667-Speicherriegel im Klassenvergleich nicht positiv nach oben absetzen – wohl auch ein Tribut an die ungünstigeren Speichertimings von 5-5-5-13 (CL-RCD-RP-RAS) bei den verwendeten PC5300-Modulen. Auch die Ergebnisse im Business Winstone 2004 1.0.1 mit 18,9 und beim Multimedia Content Creation (MCC) Winstone 1.0.1 mit 26,8 Punkten sind zu den bereits getesteten Dual-Core-Notebooks kein riesiger
Inspiron 9400: RMClock-Monitor ohne aktivierte Deep-C4-States.
Zugewinn. Aber auch bei den praktischen Anwendungstests ist von einem Leistungsgewinn durch die starke CPU-RAM-Combo und die schnelle Fujitsu-Festplatte MHV2100BH subjektiv nur wenig festzustellen. Gerade beim Starten von Anwendungen und bei Systemaufgaben wie Kopiervorgängen stören kurzzeitige Verzögerungen, wie wir dies schon beim Samsung X60-T2300 Chane festgestellt hatten. Durch Einsatz des Utilities RMClock lassen sich derlei Hänger aber schnell abstellen.
Lange Akkulaufzeit dank Zusatzakku und leises Betriebsgeräusch
Inspiron 9400: Den dicken 80-Wh-Akku gibt es optional.
Trotz hoch getakteter Doppelherz-CPU und riesigem 17-Zoll-Display ermitteln wir für das Dell Inspiron 9400 bei der Messung des Stromverbrauchs im Leerlauf (Windows-Desktop) eine Leistungsaufnahme von gerade einmal 19,4 (!) Watt – ein Spitzenwert für ein 17-zölliges Dual-Core-Notebook. Allerdings kommt diese Strom-Askese beim Inspiron 9400 nicht von ungefähr. Der Anwender verzichtet auf eine dezidierte, leistungsfähige Grafikkarte, akzeptiert ein verhältnismäßig leuchtschwaches, aber dafür auch weniger Strom verbrauchendes Display und nimmt zwar ultrakurze, aber dennoch wahrnehmbare Verzögerungen durch die neuen
Inspiron 9400: Dell-Akkus verfügen über eine Ladezustandskontrollanzeige - top!
Stromsparmodi in Kauf. Dafür belohnt das Dell Inspiron 9400 den Anwender aber auch mit einer für diese Leistungsklasse sehr langen Akkulaufzeit. Mit dem 53 Wh starken Standardakku läuft das Dell Inspiron 9400 ohne Einsatz besonderer Stromsparmaßnahmen im Batterietest locker drei Stunden lang ohne Energie aus der Steckdose. Der mitgelieferte 80-Wh-Zusatzakku verleiht dem Inspiron 9400 nochmals Energie für eine Laufzeit von knapp fünf Stunden. Zusammengerechnet kann der Anwender also am Dell Inspiron 9400 praktisch einen ganzen Arbeitstag lang abseits der Steckdose arbeiten – voll geladene und konditionierte Akkus vorausgesetzt.
Auch beim Betriebsgeräusch präsentiert sich das Dell Inspiron 9400 als Musterknabe. Das Lüfterverhalten und die Erwärmung bleibt selbst unter Volllast für ein Notebook mit derart schnellen Kernkomponenten bemerkenswert niedrig. Der CPU-Lüfter hält selbst bei den intensiven CPU-, Memory- und Grafiktests einen moderaten Laufgeräuschspegel. Bei den täglichen Umgebungsgeräuschen im Büro ist das Dell Inspiron 9400 in dieser Geräteausstattung praktisch kaum zu hören. Lediglich in den stilleren Abendstunden und beim ganz genauen Hinhören ist ein leises niederfrequentes Rauschen aus den Lüftergittern zu vernehmen. Da fällt noch eher das leicht
schleifend klingende Laufgeräusch der Festplatte auf. Aber auch bei der Bewertung der Temperaturpegel des Dell Inspiron 9400 verdient sich das 17-Zoll-Notebook angesichts der gebotenen Leistung sehr gute Bewertungsnoten. Selbst bei leistungsintensiven Anwendungen wie den 3D-Grafiktests stellen wir auf der Oberschale des Chassis subjektiv keine nennenswerte Temperaturerhöhung fest. Aber auch an der Geräteunterseite verbrennt sich der Anwender keinesfalls die Finger. Selbst die thermisch stark belasteten Speicher-Slots und der Bereich um die Festplatte bleiben angenehm kühl – vorbildlich!
Kommode Geräteausstattung und viele Schnittstellen
Inspiron 9400: Dell hat ein Festplatten-Recovery drauf und...
Bei der Geräteausstattung haben uns gleich mehrere Dinge besonders gut gefallen. Zum einen das vorinstallierte Festplatten-Recovery mit zusätzlichen CD-Datenträgern, zum anderen die zahlreichen Gimmicks rund um das Thema Multimedia. Beim Festplatten-Recovery konnten wir unser Dell Inspiron 9400 dank einer 4,63 GByte großen speziellen Recovery-Partition blitzschnell zurück in den Auslieferungszustand versetzen. Beim Booten des Notebooks genügte bei Erscheinen der blauen Dell Inspiron 9400-Leiste am oberen Bildrand das schnelle gleichzeitige Drücken von Strg+F11 um in den Dialog des Programms zur Systemwiederherstellung Symantec Dell Recovery 1.0 zu gelangen. Nach nur rund fünf (!) Minuten konnten wir bereits
...liefert optional zum kleinen Preis auch Datenträger mit - so muss es sein.
wieder mit einem taufrischen Windows inklusive installierter Treiber weiterarbeiten. Zusätzlich war bei unserem Dell Inspiron 9400 aber auch je eine Recovery- und Treiber-CD sowie eine Works-7.0-CD von Microsoft dabei – klasse! Da können sich andere Notebookhersteller wie Acer und Sony, die rigoros bei den Datenträgermedien einsparen, gerne vom Inspiron 9400 ein paar Scheiben abschneiden – die Kunden würden dies sicher honorieren. Allerdings liefert auch Dell seine Notebooks in der Standardkonfiguration ohne Recovery-CDs aus. Für einen geringen Obolus von 5,80 Euro bekommt man das Notebook dann aber mit System-Recovery-CD, was sich allemal empfiehlt.
Inspiron 9400: Der Fernsteuerungsempfänger wird am USB-Port eingesteckt.
Zum anderen bietet das Dell Inspiron 9400 aber dank Dells MediaDirect und Microsofts Media Center Edition auch einige doch ganz nette Spielereien zum kurzweiligen Zeitvertreib an. Auch im ausgeschalteten Zustand steht das Dell Inspiron 9400 schon buchstäblich „Gewehr bei Fuss“. Ein leichter Druck auf die kleine MediaDirect-Taste links oben über der Tastatur genügt und sofort startet das Inspiron 9400 dank einer weiteren versteckten und rund 70 MByte großen Partition auch ohne Hochfahren des Windows-Betriebssystems in den Multimediamodus von Dell MediaDirect. Damit kann der Anwender seine letzten Urlaubsbilder ansehen, kurzweilige DVD-/Video-Filme genießen oder einfach nur ganz entspannt seiner Lieblings-Musik lauschen. Leider muss der Anwender aber im MediaDirect-Modus auf den Komfort der mitgelieferten Fernsteuerung (Aufpreis: 40,60 Euro) des Dell Media Center verzichten und alle Eingaben entweder über die Tastatur des Dell Inspiron 9400 selbst oder per Touchpad vornehmen. Mit gestartetem Windows-Betriebssystem übernimmt dann das Dell Media Center die Funktion des Computer-Entertainment-Centers. Dell liefert hierzu einen
Inspiron 9400: Die Fernsteuerung für das Dell Media Center hat viele Funktionen.
kleinen Infrarotsender (IR, Klinke) zum Anschluss an den Fernsteuerungsempfänger (USB) mit (gehört zum Lieferumfang der Fernbedienung). Damit kann der Anwender dann beispielsweise die Fernsehkanäle einer digitalen Kabelfernsehbox oder eines Satellitenreceivers via Fernbedienung wechseln. Je nach Ausstattungsvariante kann für die Nutzung von Fernsehfunktionen aber eine separate TV-Tuner-Karte notwendig sein. Im Zweifel sollte sich der Anwender über diesbezügliche Möglichkeiten und Voraussetzungen schon vor dem Kauf vom Dell-Support beraten lassen. Natürlich kann der Anwender aber mit dem Dell Media Center auch CDs und DVDs erstellen und wiedergeben oder digitale Fotos und Videos von der Kamera betrachten.
Bei der Kommunikations- und Schnittstellenausstattung kommt der Anwender beim Dell Inspiron 9400 ebenfalls nicht zu kurz. So bietet das Inspiron 9400 dem Anwender für Kabel-Netzwerke neben Fast-Ethernet (100 MBit/s) auch das obligatorische 56K-Modem an. Drahtlos lassen sich Datenpakete dank dem bis zu 54 MBit/s schnellen WLAN ebenfalls senden und empfangen. Bluetooth integriert unser Testgerät ebenfalls, allerdings muss diese empfehlenswerte Option im „Online-Konfigurator“ mitbestellt werden. Bei den Schnittstellen nutzt das Dell Inspiron 9400 seinen Größenvorteil geradezu schamlos aus. Neben sechs (!) USB-2.0-Schnittstellen stehen dem Anwender auch ein S-Video-Port (ohne Adapter für Composite-Video),
Inspiron 9400: Der 5in1-Kartenleser verarbeitet populäre Flash-Speicher.
Firewire und die üblichen Anschlüsse für Mikrofon und Kopfhörer zur Verfügung. Neben dem Anschluss für einen analogen VGA-Monitor kann der Besitzer eines Inspiron 9400 dank eines zusätzlichen DVI-D-Ports auch hochwertige digitale Monitore ohne Qualitätsverluste durch Analog-Digital-Wandlung direkt ansteuern. Ein 5in1-Kartenleser, der mit Flash-Speicherkarten des Typs MemoryStick (MS), MemoryStick-Pro (MS-Pro), MultiMediaCard (MMC), SecureDigital (SD) und xD PictureCard (xD) umgehen kann, sowie ein zukunftssicherer Steckplatz für ExpressCards beider Kartentypen (34 und 54 mm) runden das Anschlusssegment beim Dell Inspiron 9400 positiv ab.
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Kategorie: Multimedia-Notebooks ab 17 Zoll
Testergebnis
Multimedia-Notebooks ab 17 Zoll Dell Inspiron 9400 Deluxe (N04945)