Dells Subnotebook verfügt dank der verwendeten Sonoma-Plattform über optimale Voraussetzungen für ein ausgewogenes Verhältnis von Gewicht, Abmessungen und Leistung. Intels 915GM-Chipsatz (Codename Alviso) liefert in Kombination mit dem 1,86 GHz schnellen Pentium M
Dell Latitude D410: Der untere Speicherslot ist leicht zugänglich.
750 mit 533er FSB ordentlich Dampf in allen Lebenslagen. Dells Flunder verfügt erfreulicherweise über einen 512 MByte großen DDR2-Hauptspeicher, der mit zwei 400er DDR2-Speichermodulen mit je 256 MByte Kapazität realisiert wird. Ein 256-MByte-Modul sitzt bequem erreichbar in einem Slot auf der Geräteunterseite, der zweite Speicherriegel aber in einem kompliziert zugänglichen Slot unter der Tastatur. Ungeübte Hobbybastler dürften sich anfangs einen Wechsel des zweiten Moduls wohl nicht zutrauen. Immerhin bietet Dell auf seinen Supportseiten im Internet eine prima bebilderte Anleitung hierfür an. Für den Zugang zum Speicherslot unter der Tastatur muss zuerst die Abdeckung des oberen zentralen Kontrollfeldes mit Ein-/Aus-Schalter, Lautstärke- und Lautsprechertasten und Status-LEDs abgehoben werden und danach die Tastatur entfernt werden. Erst danach steht einem Wechsel des Speicherriegels nichts mehr wirklich im Weg.
Trotz der gebotenen sehr hohen Performance des D410 bleiben dem Anwender nervige Lüftergeräusche beim Arbeiten am Latitude D410 weitgehend erspart. Trotz einer zum Teil recht kräftigen Erwärmung der linken Gehäuseseite und des Geräteunterbodens bleibt das Lüftergeräusch sehr dezent und leise. Im direkten Vergleich zum Asus W5 macht sich der Lüfter aber bei einer starken Beanspruchung der Kernkomponenten - beispielsweise bei intensiver Grafikarbeit - akustisch deutlicher bemerkbar. Muss er wohl auch, denn beim Rendern von Fotoalben wurde die Geräteunterseite richtig heiß.
Leider verfügt das Latitude D410 über kein internes optisches Laufwerk. Dell liefert fürs D410 ein externes Combo-Laufwerk in einem externen Gehäuse mit. Diese so
D410: Das externe D-Bay mit ihrem integrierten Philips CDD5263.
genannte D-Bay mit ihrem integrierten Philips CDD5263 belegt zwei USB-Anschlüsse an der linken Gehäuseseite des D410 und kann CDs und DVDs lesen, aber nur CDs brennen. Dies aber immerhin mit bis zu 24facher Geschwindigkeit. Alternativ bietet Dell aber auch einen vollwertigen DVD-Brenner mit 8facher Brenngeschwindigkeit für die D-Bay an. Wer mag, kann die beiden Laufwerke auch in einer so genannten Media Base nutzen, die an die Unterseite des Notebooks angeflanscht wird. Dadurch erhöhen sich aber Bauhöhe und Gewicht deutlich, das lohnt sich nur für feste Arbeitsplätze.
Die nur 40 GByte große Festplatte bietet nicht allzu üppigen Speicherplatz für umfangreiche Archivierungs- und Speicheraufgaben. Ab Werk kann das D410 aber auch mit 60 oder 80 GByte Speicherplatz geordert werden, das sollte Engpässe vermeiden helfen. Die verbaute HDD ist als eine einzige, rund 38 GByte große Partition konfiguriert und beinhaltet keine versteckte Partition mit einem Festplatten-Recovery. Bei einer Neuinstallation des Betriebssystems muss also alles wieder von den mitgelieferten CDs eingespielt wird. Einen nützlichen Speicherkartenleser für die mittlerweile überall anzutreffenden Flash-Speichermedien sucht man ebenfalls vergeblich. Unterm Strich verfügt man mit den gebotenen Massenspeichern beim Latitude D410 über ausreichend Speicherplatz für typische Office-Jobs. Ein internes optisches Laufwerk fürs Schmökern in Enzyklopädien und kurzweilige Ansehen von DVD-Videos auf Reisen wäre jedoch eine feine Sache. Ein Speicherkartenleser sollte in einem modernen, ultraportablen Reisebegleiter auch nicht fehlen.
Komplizierte Neuinstallation sorgt für Verdruss
Sollte man das Betriebssystem neu installieren müssen, sollte man sich gleich genügend Zeit einplanen und gute Nerven mitbringen. Die Neuinstallation des Betriebssystems gestaltet sich ja noch recht simpel, aber es müssen ja auch
Latitude D410: Das 12,1-zöllige XGA-Display bietet einen klasse Farbkontrast.
noch diverse Treiber für die einzelnen Notebookkomponenten neu eingebunden werden. Nach Abschluss der Installation des Betriebssystems legt man die Treiber- und Support-CD von Dell ein, die auch automatisch startet und in einem sich automatisch öffnenden Browserfenster alle installierten Komponenten schön übersichtlich und mit einem grünen Häkchen versehen anzeigt.
Eigentlich erwartet man nun irgendwo einen Button, mit dem man die automatische Treiberinstallation aller gefundenen Systemkomponenten starten kann. Doch weit gefehlt: Die Treiber müssen einzeln und für jede einzelne Systemkomponente separat installiert werden. Eine kleine Tortur, da zudem eine bestimmte Reihenfolge bei der Installation einzuhalten ist und genau genommen nach jedem einzelnen Treiber ein Reboot durchzuführen ist. Kommt man bei der Neuinstallation einmal nicht weiter, helfen wenigstens die freundlichen Dell-Hotliner schnell und kompetent weiter. Trotzdem wäre ein automatisiertes Installationsprogramm für die Treiber sehr wünschenswert und ein echter Service-Pluspunkt.
Unterwegs kann der Anwender problemlos das ab Werk integrierte Wireless-LAN-Modul nutzen und ausgiebig die
Seele beim entspannten Surfen im Internet baumeln lassen. Das WLAN lässt sich per FN-Tastenkombination oder via Symbol in der Taskleiste abschalten, einen separaten Schalter zum schnellen Ein-/Ausschalten gibt es leider nicht. Im Test überzeugte das WLAN-Modul mit einer guten Reichweite und einer stets hohen Übertragungsgeschwindigkeit. Bluetooth gibt es nur optional, wer also Wert auf Bluetooth-Unterstützung legt sollte für einen geringen Aufpreis das entsprechende Modul beim Kauf gleich mitbestellen. Eine Infrarot-Unterstützung für die Synchronisation und Datenverbindung mit Handys und PDAs ist aber bereits ab Werk an Bord.
Linke Seite mit heissem Lüfterauslass, die Geräuschkulisse bleibt aber dezent.
Positiv überraschte uns das Latitude D410 mit seinem 12,1-zölligen XGA-Display, das maximal 1.024 x 768 Bildpunkte darstellt. Zwar bietet das LCD des Latitude D410 kein Breitbildformat und großzügigen Anzeigeplatz für mehrere Dokumente nebeneinander, besticht aber mit einem überdurchschnittlich guten Farbkontrast, einer vergleichsweise geringen horizontalen Blickwinkelabhängigkeit und brillanten Farben. Die vertikale Blickwinkelabhängigkeit ist dagegen nur durchschnittlich. Ist der LCD aber im Neigungswinkel erst einmal eingestellt, lassen sich damit beispielsweise digitale Fotos schon unterwegs prima beurteilen und erste Retuschen durchführen, ohne zwingend auf den heimischen Profi-Bildschirm angewiesen zu sein.
Die subjektiv recht homogene Helligkeitsverteilung des
Latitude D410: Das Display hat uns überrascht - brillant und spiegelt wenig.
Displays bestätigt sich auch in unserer 9-Zonen-Leuchtdichtemessung im Testlabor. Das XGA-Display leistet sich bis auf einen kleinen Ausrutscher in der rechten unteren Bildecke (111,4 cd/m² im Netz- und 108,3 cd/m² im Akkubetrieb) keine Schwächen. Die Werte für die Leuchtdichte pendeln beim Netzbetrieb zwischen 120,2 und 137,4 cd/m² und 117,6 und 134,8 cd/m² bei Akkulast. Im Test war eine leichte Helligkeitsabnahme von oben nach unten und eine Zunahme der Helligkeit von links nach rechts festzustellen. Beim Praxiseinsatz vermittelte das LCD des D410 aber subjektiv einen weitaus besseren und homogeneren Bildeindruck, als viele Breitbildboliden und größeren LCDs vergleichbarer Subnotebooks. Der subjektive Helligkeitseindruck des Displays ist dank des guten Kontrasts zudem besser, als es die reinen Testwerte vermuten lassen. Starke Fleckenzeichnung oder grobe Helligkeitsunterschiede sucht man zum Glück vergeblich.
Trotz der hohen Systemleistung und Displayhelligkeit hält
Dell Latitude D410: Lithium-Ionen-Akku Y6142 mit Ladezustands-LEDs.
das D410 im Batterietest immerhin mehr als 3 Stunden und 20 Minuten durch. Der flache 6-zellige Lithium-Ionen-Akku mit einer Leistung von 53 Wh (4.800 mAh) verfügt über eine integrierte LED-Ladezustandsanzeige. So kann man auch mal schnell den Ladezustand bei abgenommen Akku prüfen: Ein kurzer Tastendruck aufs Symbol neben der LED-Zeile genügt. Optional bietet Dell auch einen Powerriegel mit einer Kapazität von satten 80 Wh an, der zwar eine erheblich längere Akkulaufzeit bietet, aber mit über 170 Euro den Geldbeutel kräftig belastet.
Fazit:
Das Dell Latitude D410 ist ein Subnotebook mit einer sehr guten Gesamtperformance. Leistungsfähige Systemkomponenten erlauben auch unterwegs
Dell Latitude D410: Leistungsfähiger und leichter Reisebegleiter für Jedermann.
unbeschwertes Arbeiten am ultraportablen Notebook. Mit seinen kompakten Abmessungen und dem geringen Gewicht ist das D410 ein treuer Wegbegleiter und kann praktisch immer mit auf Reisen gehen. Der für ein Subnotebook vergleichsweise günstige Preis von derzeit rund 1.400 Euro in der Version mit dem schnellen Pentium M 750 hilft, die kleinen Schwächen des Geräts zu verschmerzen. Das D410 bietet ein sehr gutes Display mit homogener Helligkeitsverteilung und brillantem Farbkontrast. Abstriche sind bei den Massenspeichern und dem optischen Laufwerk hinzunehmen, einen Speicherkartenleser vermisst man ebenfalls. Das D410 leistet sich im Test keine gravierenden Schwächen und empfiehlt sich somit als günstiger, aber leistungsfähiger und leichter Reisebegleiter für Jedermann.
Zum Abschluss noch ein Kauftipp: Das Latitude D410 gibt es im Moment auch als Sonderangebot für 1507 Euro. Die CPU ist die gleiche, aber die Festplatte ist mit 80 GByte doppelt so groß wie bei unserem Testgerät. Auch der RAM wurde auf 1024 MByte verdoppelt. An Stelle des Combo-Laufwerks findet sich ein DVD-Brenner und dem Paket liegt zusätzlich noch ein kostenloser, 512 MByte großer USB-Stick bei. Für 95 Euro Aufpreis ein absolut empfehlenswertes Paket.
Praxiseindruck: Daryush Ghassemi (Callcenter-Mitarbeiter):
Das Dell Latitude D410 gefällt mir von Tag zu Tag besser. Die Tastatur bietet ein gutes Anschlaggefühl.Das Touchpad ist auch gut, aber ich persönlich arbeite lieber mit einer
Dell Latitude D410: Schlug sich wacker im Duell mit dem W5.
Maus. Positiv finde ich, daß das Latitude D410 neben den Touchpad auch einen Trackball vorzuweisen hat. Das Display ist mit 12,1 Zoll für meinen Geschmack einen Tick zu klein, aber dies kann man nicht negativ werten, denn schließlich ist das D410 ja auch als leichter Reisebegleiter gedacht. Die Qualität des Displays ist jedenfalls exzellent.
Das Gehäuse ist gut verarbeitet und weist ein edles Design auf. Die Displayscharniere halten das Display fest an Ort und Stelle, so daß man auch in "ruckeliger" Umgebung (etwa im Zug) gut arbeiten kann. Der Lüfter springt nur äußerst selten bei sehr hoher CPU-Last an und ist selbst dann in normaler Büroumgebung nicht zu hören. Positiv finde ich auch, daß das Notebook angenehm kühl bleibt.
Fazit für mich: Das D410 ist ein leichtes, relativ schlankes, ergonomisches und gut verarbeitetes Notebook. Empfehlenswert!
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