Einleitung, Spezifikationen, Gehäuse und Verarbeitung
Die Qual der Wahl: Brauche ich ein Notebook oder ein Tablet oder eigentlich beides? Für Anwender, die sich nicht entscheiden können, bieten immer mehr Hersteller Convertibles an. Sie vereinen Tablet und Notebook. Das Dell XPS 10 mit Windows RT präsentiert die derzeit beliebteste Umsetzung dieser Idee: Man nehme ein Tablet und verbinde es mit einem Tastatur-Dock. Im Handumdrehen hat man sich so ein Notebook zusammengebastelt.
Das Dell XPS 10 N00X1006 Convertible besteht aus Tablet und Tastatur-Dock, die man zu einem Notebook zusammensetzen kann.
Das System besitzt zwei Akkus: einen im Tablet und einen im Tastatur-Dock. Zusammen mit der für den mobilen Einsatz entwickelten ARM-Architektur verspricht das eine besonders lange Akkulaufzeit für Dells Convertible.
Damit könnte das Dell XPS 10 besonders für Office-Arbeiter interessant sein, denn Microsoft liefert mit Windows RT fast vollständige Versionen von Word, PowerPoint und Excel aus. Verzichten muss man hingegen auf klassische Windows-Software, denn man ist auf das Angebot in Microsofts App Store zwingend angewiesen.
Spezifikationen Dell XPS 10 N00X1006 (Tablet)
Display: 10,1-Zoll, IPS ( 1366 x 768 Pixel), glänzend Prozessor: Qualcomm Snapdragon S4 (1,5 GHz) Arbeitsspeicher: 2 GB RAM Massenspeicher: 64 GB eMMC Schnittstellen: microSD, Micro-USB, Kartenleser (SD, MS) Konnektivität: WLAN (a/b/g/n), Bluetooth 4.0 Abmessungen / Gewicht: 275 x 9,7 x 179 mm / 630 g Sensoren: Gyroskop, Kompass, Umgebungslichtsensor, Beschleunigungssensor Sonstige Ausstattung: 2-Megapixel-Webcam (vorne), 5-Megapixel-Kamera (hinten)
Schwarz kommt nie aus der Mode: Dell hüllt das Convertible XPS 10 in mattes Schwarz. Die Arbeitsoberfläche sowie der Boden des Tastatur-Docks bestehen aus einer Magnesium-Legierung und sind wenig fingerabdruckanfällig. Den Mut zur reinen Farblosigkeit besaß der Hersteller dann aber doch nicht und legt um Arbeitsfläche und Tablet-Rand einen silberfarbenen Rahmen. Auch das wulstige Displayscharnier ist silberfarben.
Die Rückseite des Dell XPS 10 N00X1006 ist in mattem Schwarz gehalten. Die Magnesium-Legierung fühlt sich angenehm an.
Die Verarbeitung wirkt auf den ersten Blick hochwertig. Das Tastatur-Dock lässt sich nur mit Kraftaufwand verwinden. Handballenauflage und Tastaturbett lassen sich kaum durchdrücken. Die Tablet-Einheit kann man leichter verwinden. Der Deckel lässt sich auf der Höhe des Dell-Logos eindrücken.
Das Dell hat eine Delle: Auf dem Tastatur-Dock links oberhalb der Tastatur schließt der silberfarbene Rahmen nicht bündig ab, sondern zeigt sich bei unserem Testgerät leicht ausgebeult. Das dürfte aber ein Einzelfall sein.
Zwei Laschen arretieren das Tablet im Tastatur-Dock. Zusätzlich sorgt der Dock-Connector des Dell XPS 10 N00X1006 für etwas Halt.
Der Hersteller liefert Tablet und Tastatur-Dock getrennt aus. Der Anwender muss sie erst zusammensetzen. Das führte zu einer ersten Irritation, denn ein Zusammenstecken gelingt erst nach einer kleinen „Operation“: Der freudige Erstanwender muss zwei kleine Plastikabdeckungen entfernen, in der die Laschen des Tastaturdocks einrasten. Mit spitzen Fingernägeln gelingt das. Ist diese Anfangshürde gelöst, funktioniert das Zusammenstecken und Trennen von Tablet und Tastaturdock weitgehend problemlos. Mit einem kleinen, leicht zu bedienenden Schiebeschalter lässt sich die Verrieglung lösen und das Tablet entnehmen. Etwas hakeliger gestaltet sich das Zusammenfügen, denn man muss die richtige Position „erwischen“. Eine kleine Markierung auf dem Scharnier hilft dabei. Nach einiger Übung gelingt die Steckoperation aber gut.
Die Gummileisten auf der Rückseite des Dell XPS 10 N00X1006 bieten nur wenig Grip.
Beim Öffnen des Convertibles hebt das Displayscharnier die Base-Unit an. Tablet und Tastatur-Dock sind fast gleich schwer, dadurch kann das Notebook leicht nach hinten kippen. Nachteilig wirkt sich beim Transport die dicke Scharnierwulst aus, die deutlich übersteht.
Zwei lange Gummistreifen auf der Unterseite der Base-Unit sollen für Halt auf glatten Flächen sorgen. Das gelingt ihnen nur teilweise. Das Gerät lässt sich leicht verschieben. Das Problem ist dabei die geringe Tiefe der Handballenauflage. Die Handballen ruhen auf der Vorderkante, wodurch man beim Tippen das Dell XPS 10 unbeabsichtigt verrückt.