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ANGEFASST Dell XPS 18
Für internen Gebrauch – Dell-Tablet mit 18-Zoll-Display im Hands-on
von Robert Tischer am Mi, 13.03.2013



Erster Eindruck des Dell XPS 18

Das Dell XPS 18 ist ein Tablet, das mit einem All-in-One konkurrieren kann. Ein Vergleich mit einem 10-Zoll-Tablet verbietet sich, weil das XPS 18 mit einem 18-Zoll-Touchscreen viel größer und schwerer ist. Laut Dell lässt sich das XPS 18 im privaten sowie im geschäftlichen Umfeld einsetzen. Dell gibt an, man könne das Dell XPS 18 tagsüber als Geschäftsrechner im Home-Office benutzen, bevor das Kind abends mit dem Tablet Windows-8-Games spielt. So ganz überzeugen konnte uns dieses Nutzungsszenario nicht.

Dell XPS 18
Bild: Dell
Das Dell XPS 18 kostet mindestens 1000 Euro und ist ab April 2013 verfügbar.

Das Dell XPS 18 ist schwarz und auf der Aluminium-Rückseite gummiert. Die Stabilität des vorgestellten Vorseriengerätes war sehr gut. Das große Tablet sperrt sich gegen Verwindungsversuche, knarzt nicht und vermittelt dadurch einen wertigen Eindruck. Um den Premium-Anspruch der Dell XPS-Serie gerecht zu werden, setzt Dell beim XPS 18 neben Aluminium auf Gorilla Glas.

Dell XPS 18
Bild: notebookjournal.de
Die Rückseite des Dell XPS 18 ist schwarz und gummiert.

Die Nahtstellen zwischen Display und Gehäuse waren beim Vorseriengerät ungenau verarbeitet, was sich bis zur Serienfertigung ändern kann. Mutmaßlich unverändert bleibt der fingernagelbreite Spalt zwischen Display und Gehäuse, worin sich Schmutz sammeln kann.

Der Touchscreen des Dell XPS 18 soll laut Angaben von Dell 350 cd/m² hell leuchten. Die Hintergrundbeleuchtung des Vorseriengerätes ist subjektiv viel dunkler. Besser sind die Blickwinkel des 18-Zoll-Displays. Inhalte erkennt man aus großen Betrachtungswinkeln sehr gut. Nur in der Vertikalen verblasst die Darstellung ab etwa 50 Grad. Die Spiegelungen auf dem Display stören. Eine Entspiegelung oder matte Version kommt für Dell nicht in Frage, weil darunter die Empfindlichkeit des Touchscreens leiden würde. Beim Ausprobieren reagiert der 18-Zoll-Touchscreen, der bis zu zehn Finger gleichzeitig erkennt, schnell und genau. Nur der Windows-Button unterhalb des Bildschirms nimmt nicht jeden Befehl an.

Dell XPS 18
Bild: notebookjournal.de
Das IPS-Display des Dell XPS 18 weist großzügige Blickwinkel auf.

Als Hardware kommen Intel-Prozessoren mit einer TDP von 17 Watt zum Einsatz. Die Abwärme der CPUs erfordert den Einsatz eines Lüfters, der beim Vorseriengerät kaum hörbar arbeitet. Dafür werden Rückseite und Touchscreen spürbar warm, selbst wenn die Hardware nicht ausgelastet ist. Beim dauerhaften Schoßbetrieb kann das stören. Erfreulich ist, dass die Festplatte keine Vibrationen auf das Gehäuse überträgt.

Dell XPS 18
Bild: notebookjournal.de
Das Dell XPS 18 steht wie ein All-in-One, wenn die Füße ausgeklappt sind.

Das Dell XPS 18 ist zu schwer, um es mit einer Hand halten und mit der anderen bedienen zu können, wie man es von Tablets gewohnt ist. Um das Dell XPS 18 als All-in-One nutzen zu können, stellt man es auf. Dafür hat Dell zwei magnetisch fixierte Klappen an der Rückseite im unteren Viertel angebracht, die aufgeklappt als Standfüße dienen. Dann steht das XPS 18 um etwa 110 Grad geneigt. Bei Bedienung des Touchscreens wackelt das Dell XPS 18 etwas nach. In dieser Position ist das XPS 18 instabil. Die Seriengeräte sollen mit überarbeiteten Klappfüßen ausgeliefert werden und standfester sein. Alternativ kann das Tablet auf die Klappfüße gelegt werden. Dann ist das XPS 18 leicht zum Nutzer geneigt und der Windows-Button liegt über dem Bildschirm. Ein Lagesensor steuert die korrekte Ausrichtung des Bildinhaltes.

Dell XPS 18
Bild: notebookjournal.de
Die ausklappbaren Standfüße neigen das Dell XPS 18 in eine ergonomische
Position.

Der Standfuß kann als Ladegerät verwendet werden. Er ist massiv und erlaubt eine variable Anpassung des Displaywinkels, wie es mit den magnetischen Klappfüßen nicht möglich ist. Die Verstellung des Winkels sollte mit Vorsicht und zwei Händen vorgenommen werden, weil sonst das Dell XPS 18 aus der Halterung fallen kann. Ist der Winkel eingestellt, sitzt das XPS 18 fest. Auf Finger-Taps reagiert das XPS 18 mit langem Nachwippen, wenn es im Standfuß sitzt. Für den All-in-One-Betrieb ist die Nutzung der kabellosen Tastatur und Maus empfehlenswert, da lediglich zwei USB-Ports zur Verfügung stehen.

Dell XPS 18
Bild: notebookjournal.de
Mit dem Standfuß kann das Dell XPS 18 geneigt werden.

Fazit

Bigger is better scheint das Credo, das Dell mit dem XPS 18 in die Praxis umgesetzt hat, beim Nutzer aber ein Umdenken erfordert. Die typische Nutzung eines Tablets auf dem Schoß ist mit dem schweren und großen XPS 18 ungemütlich. Für die Nutzung unterwegs ist es nicht geeignet, sondern bestenfalls um es von einem Zimmer zum anderen zu tragen. Die Bedienung des 18-Zoll-Touchscreens erfordert einen langen Arm, funktioniert aber reibungslos. Die Hardware ist für Office-Arbeiten und Entertainment ausgelegt.

Eine gute Verarbeitung und eine sehr gute Stabilität sowie die Materialen Aluminium und Gorilla Glas sorgen für eine gute Haptik. Dass das XPS 18 auch als All-in-One genutzt werden kann, ist praktisch. Allerdings hapert es an der Umsetzung. Mit den ausklappbaren Füßen und dem externen Standfuß muss man das XPS 18 vorsichtig bedienen.

Dell XPS 18
Bild: notebookjournal.de
Das Dell XPS 18 ist ein Tablet, das mit dem Standfuß zu einem All-in-One
umfunktioniert wird.

Für die Basisausstattung des Dell XPS 18 verlangt Dell 1000 Euro. Empfehlenswert sind die Ausstattungen mit Intel Core-i5-Prozessoren, die mindestens 200 Euro Aufpreis kosten. Das ergibt das einen Preis, für den ein leistungsfähigerer Desktop-PC inklusive zusätzliches 10-Zoll-Tablet erhältlich sind.

UPDATE 13.03.2013
Entgegen erster Aussagen wird das Dell XPS 18 mit einer kabellosen Tastatur und Maus sowie dem Standfuß, der auch als Ladegerät genutzt wird, ausgeliefert. Der Text wurde angepasst.




 


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999 €

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Voraussichtliches Erscheinungsdatum
April 2013