Das Amilo A1667G von Fujitsu-Siemens reiht sich optisch in die Phalanx der Intel-basierten M143x-Serie ein. Wie das Amilo M1437G integriert das Amilo A1667G mit der Mobility Radeon X700 zwar die gleiche
FSC Amilo A1667G: Volksnotebook und Allrounder mit solider Leistung.
leistungsfähige Grafiklösung aus dem Hause ATI, als Prozessor nutzt das Amilo A1667G aber statt einer Intel-CPU die Zentraleinheiten von AMD. Das Amilo A1667G soll mit dem derzeit schnellsten AMD Athlon 64 Prozessor 4000+ (CPU-Core-Takt: 2,6 GHz) an Bord Spielerherzen höher schlagen lassen, lässt aber schon in der von uns getesteten Version mit dem etwas leistungsschwächeren Athlon64 3400+ in unseren Tests kaum Wünsche offen. Im direkten Vergleich zur Amilo 143x-Serie können wir allerdings bei der getesteten 3400+-Variante des Amilo A1667G keine nennenswerten Leistungsvorteile ausmachen. Die volle Leistungsausbeute des Amilo A1667G wird wohl erst mit 64-Bit-Betriebssystem und -Software möglich sein.
Die hohe Grundhelligkeit des Amilo M1439G erreicht das 15,4-zöllige Crystal-View-Breitbilddisplay des Amilo A1667G bei unserer 9-Zonen-Leuchtdichtemessung leider nicht. Das LCD des Amilo A1667G bietet mit rund 141,8 cd/m² (Mittelwert Netz- und Akkubetrieb) bei der Grundhelligkeit eher einen in etwa äquivalenten Wert zum Amilo M1437G - das reicht für einen Platz
FSC Amilo A1667G: Hohe Erwärmung dank starker Kernkomponenten.
im vorderen Mittelfeld. Positiv: Die hohe Farbbrillanz und der eindrucksvolle Kontrastumfang des Panels. Negativ: Die starken Spiegelungen von hellen Lichtquellen im Display und eine leichte Gelbstichigkeit im rechten Displaybereich. Entschädigt wird der Anwender aber durch eine ganz passable Helligkeitsverteilung und die im Klassenvergleich geringe Blickwinkelabhängigkeit des WXGA-Displays.
Das Amilo A1667G mit AMD Athlon 64 Prozessor wird während dem intensiven Test-Dauerbetrieb im Bereich von Tastatur und Touchpad mit rund 45 Grad sehr warm, die Laufzeit von 2 Stunden 26 Minuten mit Akkustrom liegt zwischen den Werten der beiden Intel-basierten Amilos.
Das Amilo A1667G wird derzeit übrigens von FSC im Zusammenspiel mit Bild.T-Online als „Volksnotebook“ angeboten. Dieses Modell basiert dann auf einer Turion64-CPU, bietet mit einem GByte RAM die Hälfte des Arbeitsspeichers unseres Testgerätes und hat mit einer 80-GByte-HDD eine etwas kleinere Festplatte.
Bekanntes Design für Top Speed no Limits
Fujitsu Siemens Computers (FSC) hat unter dem Motto „Topspeed no Limits“ für die Games Convention 2005, einem jährlich wiederkehrenden Messehighlight der Spiele-, Info- und Edutainmentbranche,
FSC Amilo A1667G: Nicht die robusteste Tastatur, dafür passables Tippgefühl.
verschiedene Scaleo Multimedia PCs und ein Amilo-Notebook präsentiert. Allen Modellen gemeinsam: Der Prozessor stammt vom Chipgigant AMD. Beim Gehäusedesign und beim Notebookchassis präsentiert das Amilo A1667G hingegen nichts Neues. Ganz konträr zum allgemeinen Casemodding-Trend in ambitionierten Notebook-Zockerkreisen (Dell XPS, Alienware) kommt das Amilo A1667G optisch wie das Intel-basierte Amilo M1437G und dessen Nachfolger, das Amilo M1439G daher. Nichts zu sehen von „konfigurierbarer Notebookbeleuchtung“ und „individuell anpassbarem LCD-Deckel-Cover“. FSC verpackt das für den Spielebetrieb propagierte A1667G in das für verwöhnte Spieleraugen wohl recht bieder wirkende schwarz-silberne Gehäuse der M143x-Serie. Allerdings befreit sich das Amilo A1667G durch den Verzicht auf derlei verspielten Schnick-Schnack auch elegant von oftmals recht kurzlebigen modischen Trends und übt sich in Understatement – Wolf im Schafspelz eben.
So ist es auch wenig verwunderlich, dass das Amilo A1667G mit einem Gewicht von 3,2 Kilogramm in die Fußstapfen der bereits getesteten Amilos der M143x-Serie tritt. Wer das Amilo A1667G zur nächsten LAN-Party mitnehmen möchte, darf auf das reine Notebookgewicht nochmals rund 0,7 Kilogramm für das voluminöse Netzteil draufpacken. Vielspieler werden sich aber über die mit rund 2,2 Zentimetern Fronthöhe recht flache und zum Anwender hin leicht abfallende Bauform freuen, da die Handgelenke auch beim intensiven Zocken nicht vorschnell verkrampft kapitulieren dürften. Intensiver Spielbetrieb fordert die Tastatur bei vielen Games gerade im Bereich der oft genutzten W-, A-, S- und D-Taste sowie der
FSC Amilo A1667G: Illuminierte An- und Abschalttaste für das Touchpad.
linken Shift- und Strg-Taste. Leider biegt sich die Tastaturfläche in Bereich der genannten oberen Tasten beim Amilo A1667G rund einen Millimeter durch. Auch die ungewöhnliche Anordnung der Fn- vor der Strg-Taste erfordert anfänglich wohl etwas Eingewöhnung. Für Vielschreiber bietet das Amilo A1667G natürlich grundsätzlich die gleichen Einschränkungen, dafür wird der schreibende Anwender aber das passable Tippgefühl mit ordentlichem Tastenanschlag honorieren. Dank der über dem großflächigen Touchpad positionierten Zusatztaste lässt sich beim Benutzen einer schnellen optischen Spieler-Maus das Touchpad ganz bequem an- und abschalten. Im abgeschalteten Zustand ist diese Zusatztaste zudem grün illuminiert – gerade bei dämmrigem Ambiente auf der LAN-Party eine feine Sache.
Unterm Strich bietet das Amilo A1667G beim Gehäusedesign optisch wenig Augenschmaus für verwöhnte Spiele-Enthusiasten, die eine Vorliebe fürs Casemodding haben. Für die durchschnittliche Nutzung bei der täglichen Arbeit im Büro erscheinen die Gehäusematerialien als solide genug. Für ambitionierte Vielspieler dürften allerdings sowohl die Tastatur als auch die verbauten Kunststoffmaterialien des Chassis durchaus etwas robuster ausfallen.
Satte Leistung durch dicke AMD-CPU
Vorweg: Bei unserem Amilo A1667G handelte es sich um ein Erstserien-Notebook, Unterschiede hinsichtlich der Leistungsentfaltung sowie dem Lüfter- und Temperaturverhalten sind bei den in den Handel gelangenden Seriennotebooks daher nicht auszuschließen. Während die Scaleo-Desktop-PCs auch mit stromhungrigen AMD-CPUs bis hin zum Athlon64 X2 Dual-Core bestückt werden, muss sich das
FSC Amilo A1667G: Soll es auch mit AMD Athlon64 4000+ und 2,6 GHz Takt geben.
Amilo A1667G mit den hinsichtlich Stromverbrauch genügsameren AMD-Mobilprozessoren des Typs Mobile AMD Athlon64 und Turion64 bescheiden. Da AMD neben FSC als Sponsor verschiedener Turnierserien im eSport-Bereich auftritt, liegt eine Kooperation eigentlich nahe. Folgerichtig nutzt das Amilo A1667G statt einer Intel-CPU also einen aktuellen AMD-Prozessor als Antrieb, in unserem Testgerät einen Mobile AMD Athlon64 3400+ mit einer Taktung von 2,2 GHz. Das Amilo A1667G soll aber auch mit anderen AMD-CPUs und Prozessortaktraten erhältlich sein. Das Prozessorangebot soll von AMD-Sempron-CPUs über Strom sparende AMD-Turion64-Modelle bis hin zum derzeit schnellsten AMD Athlon64 4000+ mit 2,6 GHz Taktfrequenz reichen. Das aktuell von FC in Zusammenarbeit mit Bild.T-Online angebotene so genannte „Volksnotebook“ ist zum Beispiel mit einem AMD Turion64 M-32 ausgestattet, der nominal weniger Leistung als der Athlon64 unseres Testgeräts hat, aber den mobilen Charakter des Geräts unterstreicht. Unter dem Motto „Topspeed no Limits“ hatte Fujitsu-Siemens als einer der ersten Anbieter bereits auf der Games Convention 2005 den brandneuen AMD Athlon 64 Prozessor 4000+ im Amilo A1667G präsentiert.
Schon mit der etwas leistungsschwächeren 3400+-CPU lässt das Amilo A1667G bei unseren Tests weder hinsichtlich der Leistungsentfaltung in üblicher Büro-Software noch bei der erzielbaren Performance in 3D-Tests Wünsche offen und platziert sich in seiner Klasse auf den Spitzenplätzen, was multimediale und Office-Leistung angeht. Unser Testgerät verfügte zudem bereits über den maximal möglichen
FSC Amilo A1667G: Mit 2 GByte RAM lassen sich auch anspruchsvolle Spiele zocken.
Hauptspeicherausbau von satten 2 GByte RAM. Damit ist der Hauptspeicher des Amilo A1667G für alltägliche Büro- und Grafikarbeiten zwar schon fast überdimensioniert, Speicher fressende Spieletitel wie Battlefield 2 (BF2) lassen sich so aber wirklich ganz entspannt und ohne das gefürchtete Ruckeln beim Nachladen zocken. Die Fujitsu-Festplatte vom Typ MHU2100AT stellt mit einer Speicherkapazität von 100 GByte zudem mehr als genug Massenspeicher für Spiele und andere Softwareapplikationen bereit. Zwar rotiert die MHU2100AT von Fujitsu „nur“ mit einer Umdrehungsgeschwindigkeit von 4.200 U/min, entpuppt sich aber bei den Datentransferwerten als echter kleiner Giftzwerg. Im Festplattentest von SiSoft Sandra erreicht die MHU2100AT hohe Datentransferleistungen von rund 18 MByte/s. Beim Transfer unseres Testdatenmixes aus großen und kleinen Dateien gibt sich die 100-GByte-HDD mit ebenfalls guten 8 MByte/s ebenfalls keine Blöße. Gerade in Verbindung mit dem möglichen Ausbau mit einem Athlon64 4000+ würde sich der leistungshungrige Anwender aber wohl noch etwas mehr Dampf in Form einer noch flotteren und um rund 2 MByte/s durchsatzfreudigeren 5400er Festplatte wünschen.
Bei der reinen 3D-Leistung entpuppt sich das Amilo A1667G nicht gerade als Überflieger. Das Amilo A1667G liefert zwar dank der ATI Mobility Radeon X700 mit 128 MByte eigenem Video-RAM
FSC Amilo A1667G: Das Netzteil belastet den Träger mit satten 0,71 Kilogramm.
eine ordentliche Grafikleistung in aktuellen 3D-Shootern und -Simulationen ab, könnte aber als speziell auf den Spielebetrieb hin ausgerichtetes Notebook durchaus etwas mehr Grafikpower, beispielsweise in Form einer Geforce 6800 oder 6800 Ultra von Nvidia oder einer X800XT von ATI, unter der Haube haben. Das dürfte allerdings angesichts der knappen Gehäuseabmessungen und der hohen thermalen Belastung des bisherigen Notebook-Chassis ein Ding der Unmöglichkeit sein. Das Amilo A1667G erreicht bei den 3D-Benchmarks mit dem installierten ATI-Treiber in der Version 6.14.10.6553 eine für Notebooks mit ATIs X700-Grafik, klassenübliche 3D-Performance. Beim 3DMark 2003 erzielt die X700 je nach Qualitätsstufe zwischen 2.155 und 4.903 Punkte. Eine Übertaktung der GPU und Erhöhung des Memory-Taktes um rund 18 bis 20 Prozent ergab zwar ein nochmaliges Leistungsplus von annähernd 11 Prozent, dürfte der Haltbarkeit der Komponenten im Dauereinsatz auf Grund der hohen Gehäusetemperaturen aber nicht gerade förderlich sein.
Hohe Temperaturen, leiser Lüfter
Bei der Überprüfung der Erwärmung erreicht das FSC Amilo A1667G bei Umgebungslufttemperaturen von 22 Grad und im Leerlauf an der Geräteoberseite rund 38 Grad. Bei den
FSC Amilo A1667G: Schnellzugriffstasten und Taste zum Abschalten des Lüfters.
3D-Benchmarks steigt die Temperatur im Bereich der rechten Tastaturhälfte und des Touchpads schnell auf rund 45 und an der Chassisunterseite sogar auf etwa 55 Grad an. Das ist im Klassenvergleich recht happig und liegt in etwa auf gleich hohem Niveau wie die Werte der FSC-Notebooks Amilo M1437G und Amilo M1439G.
Die Geräuschentwicklung ist beim Amilo A1667G subjektiv und im direkten Vergleich (beide Notebooks stehen nebeneinander) zum Amilo M1439G geringfügig höher. Das niederfrequente Rauschen des an sich recht leise laufenden Lüfters ist in den Officetests deutlich hörbar, im Leerlauf nur mit gespitzten Ohren. Bei den 3D-Tests ist der Unterschied zum Amilo M1439G deutlicher zu vernehmen, der
FSC Amilo A1667G: Der Akku mit 47,5 Watt Leistung hält rund 2,5 Stunden durch.
Lüfter des Amilo A1667G erhöht im Vergleich zum M1439G-Pendant deutlich hörbar die Umdrehungszahl. Allerdings gehört auch dann der Geräuschpegel im Vergleich noch zu den angenehmeren Lüfterkulissen dieser Notebookklasse.
Beim Batterietest landet das Amilo A1667G mit einer Akkulaufzeit von 2 Stunden und 26 Minuten rechnerisch zwischen dem Amilo M1437G mit knapp drei Stunden und dem Amilo M1439G mit etwa 2 Stunden Laufzeit unter Akkustrom. Da die Stromspar-Funktion den Prozessor im Batteriebetrieb aber automatisch heruntertaktet, wird beim Zocken wohl sowieso stets das Netzteil angestöpselt sein. Wer auch mit Akkustrom die Höchstleistung bei reduzierter Akkulaufzeit abfordern will, kann dies mittels externer CPU-Tools durchaus bewerkstelligen.
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Kategorie: Multimedia-Notebooks bis 16,4 Zoll
Testergebnis
Multimedia-Notebooks bis 16,4 Zoll Fujitsu Siemens Amilo A1667G