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TEST Fujitsu Siemens Amilo M1451G
Allround-Notebook zum günstigen Preis
von Dirk Petermann am Fr, 04.11.2005



Unser Fazit:
Das Amilo M1451G von Fujitsu Siemens Computers (FSC) macht es einem nicht leicht, eine endgültige Position zu beziehen. Es ist ein echtes Allround-Notebook ohne echte Stärken und

Bild: Notebookjournal.de/RT
FSC Amilo M1451G: Das Zierstreifen wertet das FSC-Notebook optisch auf.
Schwächen. Das schlanke Design in schwarzer und silberner Farbe ist typisch FSC und trotz des netten Silberstreifens auf dem Displaydeckel kein Designwunder. Die Verarbeitung ist ordentlich und entspricht den Erwartungen, die wir in ein Notebook der Preisklasse um 1000 Euro setzen. Das 16:10-Display ist recht leuchtstark, spiegelt aber auch sehr. Es schafft eine native WXGA-Auflösung, stellt also 1280 x 800 Pixel dar. Allerdings sollte man es mit Vorsicht behandeln, denn bereits leichter Druck auf den Deckel löst starke Bildstörungen aus. In einem voll gepackten Rucksack sollte man darauf achten, dass sich kein Gegendstand von vorn gegen den Deckel drückt, sonst wird man wohl nicht lange Freude am Display haben.

Auch das Innenleben und die Schnittstellenausstattung zeigt nichts ungewöhnliches. Die Kernkomponenten sind schnell genug, um jegliche Office-Jobs problemlos bewältigen zu können, werden von wirklich fordernden Anwendungen aber wohl schnell an ihre Grenzen geführt werden. Die Akkuleistung reicht zur Überbrückung kurzer Wartezeiten in der Flughafen-Lounge, ein echtes mobiles Leben ist mit der gebotenen Akkulaufzeit aber nicht drin. Sobald man multimediale Mobilität fordert, gehen die Lichter nach spätestens 2 Stunden aus. Bei Spielen oder beim DVD-Playback ist nach spätestens 90 Minuten Schluss. Dem gegenüber steht eine Ladezeit von 3 Stunden 40 Minuten.


Bild: Notebookjournal.de/RT
FSC Amilo M1451G: Kein Designwunder, aber auch nicht häßlich.
Auch der Geräuschepegel und die Wärmeentwicklung, die in den Office- und Internetanwendungen kaum merklich waren, nehmen bei solchen Anwendungen deutlich zu. Wer nur schreibt und surft sollte sich mit dem manuell zuschaltbaren Silent Mode vertraut machen, der die Akkulaufzeit steigern hilft und das Betriebsgeräusch und die Erwärmung minimiert.

Insgesamt ist das Amilo M1451G ein solides und preiswertes Allround-Notebook, auf das man sich jederzeit verlassen kann, wenn man keine allzu abgehobenen Ansprüche stellt.

Standard-Design mit kleiner Überraschung
Schon der erste Blick zeigt auf, dass das Amilo M1451G ein klassischer Vertreter eines FSC-Multimedia-Notebooks ist. Es kommt es mit einem silbernen Deckel und einem schwarzen Chassis daher und hinterlässt auf Grund seiner zum User hin abgeflachten Form optisch einen schlanken Eindruck. Die

Bild: Notebookjournal.de/RT
FSC Amilo M1451G: Die Audio-Schnittstellen sind in der Front versteckt.
silberne Farbe lässt uns einen Augenblick an eine Magnesiumlegierung denken. Aber eine kleine abgeplatzte Ecke am Deckel unseres Testgerätes verrät uns, dass nicht nur unten Kunststoffe verarbeitet wurde. Aus dem gleichen Material ist auch der der Verschluss. Dieser ist, wie bei vielen anderen um die 1000 Euro teuren Notebooks, relativ schwach. Seine Feder klingt zudem blechern, was zusammen mit den Kunststoffrasten nicht gerade den Eindruck eines ultrasicheren Verschlusses macht.

Wie es sich für ein angehendes Multimedia-Notebook gehört, integriert das Amilo M1451G ein 15,4-zölliges CristalView-Display, natürlich im 16:9-Breitbildformat. Seine Aufhängung ist in einem lackierten Sockel untergebracht, der auf den Unterbau aufgesetzt ist und auch die acht Status-LEDs beherbergt. Nettes Detail: Auch bei Fujitsu Siemens Computers (FSC) geht man mit der Zeit. Im Gegensatz zu den meisten anderen Amilo-Notebooks bietet das M1451G nämlich in Form eines silbernen Zierstreifens und einem aufgedrucktem FSC-Logo auf der Rückseite des Gehäusedeckels eine kleine optische Spielerei, die die Einheitsform gleich ein wenig auflockert.

Beim Heben des Deckels stellen wir fest, dass FSC immer noch nichts an der Verwindungssteifigkeit getan hat. Zudem lässt sich der Deckel ohne großen Kraftaufwand eindrücken, womit man sofort massive Bildstörungen auf der Sichtseite des Displays provoziert. Diese Störungen treten nicht nur lokal

Bild: Notebookjournal.de/RT
FSC Amilo M1451G: ExpressCard/54 ersetzt den alten PCMCIA-Standard.
an der Druckstelle auf, sondern ziehen sich teilweise über das ganze Display, solange der Druck anhält. Das Spiegelungsverhalten des Displays ist bei normalem Tageslicht als klassenüblich einzuschätzen. Indirektes Licht stört kaum, Lichtquellen im Rücken werden dagegen stark spiegelnd abgebildet. Die Rückstellkräfte der Scharniere könnten besser sein, denn schon bei leichtem Schütteln im hochgehobenen Zustand federt das Display nach hinten weg. Aber dafür knarrt es so gut wie nicht. Die Leuchtstärke bewegt sich mit knapp 146 cd/m² in der Klasse der Office-Notebooks im Spitzenfeld, selbst bei den Multimedia-Notebooks würde das Amio M1451G noch im guten Mittelfeld mitschwimmen.

Auf dem silbernen Frontteil sind der Power-Button, die Silent Mode- sowie die Internet-Schnellstarttaste eingebettet. An der schwarzen Tastatur scheint FSC endlich einmal Hand angelegt zu haben, sie lässt einen klaren Druckpunkt immerhin erahnen und biegt sich nicht durch. Lediglich die Befestigung der Tasten auf ihren Unterkonstruktionen muss ernsthaft bemängelt werden, denn vor allem die großen Tasten sind sehr beweglich gelagert. An die außen und vor der Strg-Taste liegende Fn-Taste wird man

Bild: Notebookjournal.de/RT
FSC Amilo M1451G: Statt drögem Plastikgrau ein Chromblitzen am Horizont.
sich vor allem als Neueinsteiger wohl schnell gewöhnen können. Ein weiteres, wenn auch kleines Manko ist die sehr flache Abschrägung der einzelnen Tasten, was die Grenzen zwischen den Tasten „verschwimmen“ lässt. Wer die klaren Abgrenzungen bei Desktop-Tastaturen gewöhnt ist, wird sich hier erst eingewöhnen müssen.

Das Touchpad wirkt recht schlicht. Es implementiert neben der reinen Zeigefunktion als Mausersatz keine weiteren Extras wire Scoll-Balken oder ähnliches. Die beiden Pad-Tasten haben einen guten Druckpunkt und reagieren sofort, klicken aber ziemlich laut.

Die Frontseite des recht schmalen Chassis beherbergt die Zugänge für Kopfhörer und Mikrofon sowie die An- und Abschalttaste des WLAN-Moduls. Links finden wir zwei USB-Schnittstellen, einen Slot für SecureDigital-Speicherkarten, den Laufwerksschacht des DVD-Brenner im Slim-Format und den Anschluss des 56K-Modems. An der Rückseite des Notebooks befindet sich ein Kensington-Lock-Slot für die Anbringung von Sicherheitslösungen, ein VGA-Anschluss, der LAN-Slot und der Zugang für das Netzteil. Die restlichen zwei USB-Ports, eine Firewire- und eine S-Video-Schnittstelle sowie ein ExpressCard/54-Slot sind an der rechten Seite untergebracht. Im Vergleich zu vielen anderen Amilo-Modellen verzichtet FSC

Bild: Notebookjournal.de/RT
FSC Amilo M1451G: Die Qualität der Tastatur wurde von FSC verbessert.
auf einen DVI-Schnittstelle und baut einen VGA-Ausgang ein – schade. Aber immerhin nutzt FSC bereits die moderne ExpressCard-Schnittstelle und integriert nicht wie viele Konkurrenten den alten PCMCIA-Schacht.

Wir drehen zum Schluss das Notebook auf den Kopf und finden links und rechts in der Nähe der Front die im Gehäuseboden eingelassenen Boxen. Wohl nicht gerade die optimale Position, aber bei der gebotenen klanglichen Qualität auch kein Manko. Eine Positionierung auf der oberen Gehäuseschale hätte zwar das Design aufgelockert, aber DEN Sound sicher nicht verbessert...

Gut für das Büro, aber kaum für Spiele geeignet
Leistung bietet das Amilo M1451G zur Genüge. Ein Intel Pentium M 740 mit 1,73 GHz Taktfrequenz und zwei je 256 MByte große und flinke DDR2-533-Speicherriegel, die

Bild: Notebookjournal.de/RT
FSC Amilo M1451G: Druck auf den Deckel produziert Bildstörungen.
grafikseitig von einer ATI Mobility Radeon X300 unterstützt werden, liefern eine für ein Office-Notebook sehr gute Performance ab. Diese Power reicht fraglos aus, um im Büro eine gute Figur zu machen oder entspannt auf den Wellen des Internets zu surfen. Die X300 ist im Chipsatz integrierten Onboard-Grafikchips überlegen, macht aber deutlich weniger Dampf, als eine ausgewachsene 3D-Grafikkarte wie beispielsweise eine Nvidia Geforce Go 6600 oder eine ATI Mobility Radeon X700. Sie bringt 32 MByte Vidfeospeicher mit und kann zusätzlich bis zu 128 MByte des Arbeitsspeichers genehmigen. Für modernste 3D-Speiel reicht ihre Leistung zwar nicht aus, aber für ein bis zwei Jahre alte 3D-Games oder aktuellere Strategiespiele ist sie potent genug. Für Bastler dürfte sich die Belegung beider Speicherbänke durch ein je 256 MByte großes Modul als nachteilig erweisen, da bei einem Speicherupgrade mindestens einer der Riegel entfernt werden muss.

An Speichermedien mangelt es dem Amilo M1451G ebenfalls nicht. 60 GByte Festspeicher genügen völlig, um die im Büro anfallenden Datenmengen zu beherbergen und nebenbei noch ein kleines Foto- oder MP3-Archiv zu unterhalten. Wird der Platz knapp, können Daten mittels des Double-Layer-kompatiblen DVD-Brenners zum Beschreiben 9 GByte fassender DVD+R9-Medien ausgelagert werden. Und für die Besitzer von Digicams und anderen mobilen Kleingeräten bietet das Notebook einen

Bild: Notebookjournal.de/RT
FSC Amilo M1451G: Das Display ist für ein Office-Gerät sehr leuchtstark.
4in1-Cardreader, der die gängigsten Formate unterstützt. Die Mindestanforderung an ein modernes Kommunikationsgerät werden mit Modem, LAN und Wireless-LAN nach dem 802.11g-Standard ebenfalls erfüllt. Vermisst man Bluetooth und Infrarot, wird man mit externen Geräten nachrüsten müssen.

Aber erst einmal testen wir eine Belastung mit real existierenden Anwendungen des täglichen Gebrauchs. Als erstes holen wir uns die neuesten Updates von Microsoft. Gleichzeitig öffnen wir das Wordpad und beschreiben schon einmal unseren optischen Eindruck. Parallel dazu downloaden wir noch Adobes Acrobat Reader 7.0 – und weil uns das Schreiben so früh am morgen noch ein bisschen schwer fällt, spielen wir nebenbei noch ein paar Flash-Games. Das alles geht locker gleichzeitig und lockt den Prozessor kaum über 800-MHz-Marke, also seine Leerlauftaktung. Das Notebook ist dabei sehr leise und bleibt angenehm kühl. Nur das externe Netzteil erwärmt sich deutlich. Der Gehäuseboden erwärmt sich ebenfalls, aber nicht über Gebühr.


Bild: Notebookjournal.de/RT
FSC Amilo M1451G: Unter dem Kühler pocht ein 1,73 GHz schnelles Herz.
Jetzt spielen wir noch schnell eine Audio-CD an, mit der wir die Boxen testen können. Ein Blick unseres Chefredakteurs lässt uns wissen: Kopfhörer müssen her. Und er hat recht: Der Sound der im Gehäuseboden integrierten Stereoboxen klingt dünn und blechern. Audiophile Gemüter sollten für hochwertigen Musikgenuss definitiv auf ein externes Boxensystem umschalten oder sich einen guten Kopfhörer zulegen.

Natürlich wollen wir auch wissen, wie sich unser Testkandidat so beim Spielen macht. Wir schieben mit Hitman 2 ein älteres 3D-Game in den schlanken DVD-Brenner. Es dauert knapp eine halbe Minute, bis unsere elektronische Intelligenz merkt, dass er ein Spiel laden soll. Und jetzt hören wir zum ersten Mal den Lüfter. Nicht wirklich laut, aber er ist da. Die rechte obere Ecke und das Chassis darunter werden warm. Die Installation dauert knapp zwei Minuten. Wir müssen das Spiel in 1024 x 768 Pixel Auflösung spielen, da das Game noch keine Widescreen-Auflösungen anbietet. Die zur nativen WXGA-Auflösung (1280 x 800 Pixel) des Displays „fehlenden“ Pixel werden aber optisch recht sauber interpoliert. Das Spiel läuft mit Standardeinstellungen der Grafikdetails zumeist flüssig. Nur wenn man zu schnell agiert pixelt es ein wenig an den feineren Texturen und ab und zu gibt es auch einen Ruckler. Ansonsten macht sich das Amilo M1451G ganz gut.


Bild: Notebookjournal.de/RT
FSC Amilo M1451G: Bei leichter Last hält der Akku rund zweieinhalb Stunden.
Wir spielen das Spiel noch einmal im Akkubetrieb an, kommen aber nur auf 1 Stunde und 20 Minuten, bevor der Bildschirm dunkel wird. Nach erneutem Laden des Akkus probieren wir die Laufzeit im Office-Betrieb aus. Wir surfen, schreiben, kopieren, brennen und sehen uns ein paar Software-CDs an. Das eine oder andere Programm wird auch installiert. Hier ist nach knapp 2 Stunden Schluss. Mit verringerter Displayhelligkeit und aktivierten Stromsparoptionen dürfte noch ein bisschen mehr Laufzeit herauszukitzeln sein. Alternativ kann man bei solchen Arbeiten auch den Silent Mode aktivieren, was die Laufzeit ebenfalls verlängert.




 


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Kategorie:
Office-Notebooks

Testergebnis
Office-Notebooks
Fujitsu Siemens Amilo M1451G
gut
Test vom 01.07.2006



PRO KONTRA

hohe Leistung
leuchtstarkes Display
geringe Erwärmung
niedriges Betriebsgeräusch bei geringer Last
manueller Silent Mode für extraleisen Betrieb
empfindlicher Displaydeckel
hohes Betriebsgeräusch bei Volllast



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