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TEST Fujitsu-Siemens Amilo M3438G
Leistungsstarkes 17-Zoll-Notebook mit RAID
von Ronald Tiefenthäler am Fr, 22.07.2005



Hohe Leistung dank schneller CPU, RAID-System und flinker Grafikkarte
Unser Amilo M3438G basiert auf Intels aktuellem Alviso-Chipsatz 915PM und einer sehr schnellen M-760-CPU mit

Bild: Notebookjournal.de/RT
FSC Amilo M3438G: Neben zwei Festplatten noch mächtig viel drin.
2,0 GHz. Lediglich der Pentium M 770 mit 2,13 GHz ist noch schneller, aber gleichzeitig nur in homöopathischen Dosen am Markt verfügbar. Ein leistungsstarker DDRII-533-Speicherriegel mit satten 1.024 MByte Kapazität (!) sollte dem User auch bei speicherintensiven Applikationen ordentlich Luft verschaffen. Beide Speicher-Slots liegen an der Geräteunterseite und sind somit bequem zugänglich. Einer der beiden Slots bleibt für Upgrades frei. Wem also selbst ein Gigabyte RAM noch nicht reichen sollte, kann dem M3438G sofort noch ein zusätzliches Modul einpflanzen. Vorher müssen allerdings wie beim M1437G noch neun (!) Schrauben des linken Gerätebodens entfernt werden. Dann liegt aber nicht nur der RAM-Bereich frei, sondern praktisch das komplette Innenleben.

In Punkto Massenspeicher kann unser Amilo M3438G richtig punkten: Es hat gleich zwei agile S-ATA-Festplatten von Fujitsu an Bord, die mit je 80 GByte Kapazität und einer Rotationsgeschwindigkeit von 5.400 U/min höchste Performance

Bild: Notebookjournal.de/RT
FSC Amilo M3438G: Gleich zwei Festplatten als RAID 0 oder RAID 1.
versprechen. Diese werden von einem RAID-Controller im Zaum gehalten, der als Optionen entweder RAID 0 als Stripe-Set für kürzere Zugriffszeiten und höhere Performance oder RAID 1 durch Mirroring (Spiegelung) mit mehr Sicherheit bietet. Dazu auf der nächsten Seite mehr.

Allerdings können die beiden Festplatten auch ganz normal als einzelne Laufwerke betrieben werden, ohne auf die Vorteile einer RAID-Konfiguration zurückzugreifen. Und in genau diesem Zustand kam das Amilo M3438G auch in unserer Redaktion an. Unverständlich, da gerade unbedarfte Anwender eigentlich ein fertig konfiguriertes Notebook erwarten dürften und die Nichtnutzung der RAID-Funktionen das Potential des starken Notebooks deutlich beschneidet.

Die ersten Tests führten wir also mit zwei getrennt operierenden Festplatten durch. Beim HDD-zu-HDD-Kopiertest mit 4,37 GByte Datenvolumen betrug die Transferleistung ohne RAID satte 13,4 MByte/s. Beim Kopieren der gleichen Dateien

Bild: Notebookjournal.de/RT
FSC Amilo M3438G: Ob WLAN- oder HDD-Transfer, 800 MHz ist das Maß.
vom DVD-Laufwerk zur HDD C: (ohne RAID) betrug die Datentransferrate knapp 5,2 MByte/s. SiSoft Sandra’s synthetischer Benchmark attestiert den HDDs mit einem guten Wert von 19.363 KB/s ebenfalls eine starke Leistung. Dabei lief bei einer Umgebungslufttemperatur von 23 Grad der Lüfter entweder überhaupt nicht, oder zum Schluss der Tests ganz niederfrequent leise. Dafür erwärmte sich die rechte Handballenauflage auf 39,4, die linke Handballenauflage auf 36,3 und das Touchpad auf 44,2 Grad. Interessanterweise blieb der CPU-Takt des Amilo M3438G ohne irgendeine Art der Lüftersteuerung und ohne jegliches Heruntertakten während dieser Datentransfers stoisch auf 800 MHz. In der Praxis bietet das Amilo M3438G aber auch bei der Festplattenleistung genügend Leistungsreserven für den Alltag. Das unterstreichen neben den üblichen PC-Business-Test-Ergebnissen auch die Resultate beim PCMark04 mit 4.168 und beim PCMark05 mit 3.073 Punkten eindrucksvoll.

Für die Grafik ist beim Amilo M3438G wie beim Dell 9300 eine Nvidia Geforce Go 6800 mit 256 MByte Video-RAM zum Einsatz. Die PCI-Express-Grafikkarte hat ordentlich Dampf unter der Haube. Mit einem Wert von

Bild: Notebookjournal.de/RT
FSC Amilo M3438G: Zeigt auch bei "Hoher Qualität" gute Testwerte.
8.465 Punkten (Hohe Qualität, HQ) und 8.529 (Qualität, Q) im Future 3DMark 2003 lässt so manchen ausgewachsenen Desktop-Computer blass aussehen. Und das wohlgemerkt mit den mitgelieferten Standardtreibern, die wir lediglich auf unsere Standardeinstellungen brachten (kein Anti-Aliasing oder Anisotropisches Filtering, höchste Grafikqualität, V-Sync ein). Bei den Grafiktests taktete die CPU auch auf die vollen 2,0 GHz hinauf, um nach Abschluss des jeweiligen Tests wieder mit 800 MHz seine Runden zu drehen. Prima: Endlich mal ein Hersteller, der die SpeedStep-Funktionalität auch wirklich nutzt und damit Wärmeverhalten und Lüftergeräusch positiv beeinflusst.

Auch in den weiteren 3D-Standardtests schneidet das Amilo M3438G sehr gut ab: Im Vergleich ermittelten wir beim 3DMark2001 bei der HQ-Einstellung 19.692, die sogar etwas höher lagen als im Quality-Modus (Q: 19.537 Punkte), und

Bild: Notebookjournal.de/RT
FSC Amilo M3438G: Der Akku ist zwar voluminös, hat aber nur 65,12 Watt.
beim 3DMark2005 immerhin noch 3.431 Punkte (Stufe: HQ) respektive 3.468 (Q). Im AquaMark3 Triscore generierte die Grafik im HQ-Modus ein Gesamtergebnis von satten 56,7 fps (56.693 Punkte , GFX: 7.800, CPU: 10.377, 17.667.704 tps). Mit Einstellung Quality erreichte die Geforce Go 6800 mit 56.718 Punkten nur minimal höhere Werte. Neben den eindrucksvollen Leistungswerten hat die Geforce Go 6800 aber noch ein kleines Goodie. Wem das 17-Zoll-Display im Amilo M3438G nicht reichen sollte, wird sich sicherlich über die Option freuen, dass man zwei externe Bildschirme anschließen kann. Neben einem analogen Anschluss stellt Nvidias Geforce 6800 Go auch einen digitalen DVI-Port zur Verfügung – eine feine Sache.

Viel Leistung fordert auch Ihren Tribut bei der Akkuleistung. Zwar wird wohl niemand das Amilo M3438G angesichts der 3,9 Kilogramm Lebendgewicht ständig herumschleppen wollen, aber das Amilo M3438G hält auch für diesen Fall der Fälle immerhin 1 Stunde 58 Minuten abseits der Steckdose durch.

Unkonfiguriertes Festplatten-RAID verschenkt Leistung oder Sicherheit
Kurz nach dem Kauf wird sich der Besitzer eines Amilo M3438G recht schnell eine wichtige Frage zu stellen haben, die durch die beiden Festplatten und den integrierten RAID-Controller bedingt ist. Soll man die Platten als

Bild: Notebookjournal.de/RT
FSC Amilo M3438G: Ein kleiner Größenvergleich, das Amilo ist riesig!
separate Einheiten arbeiten lassen oder sie als RAID Level 0 oder RAID Level 1 konfigurieren? Es bleibt den persönlichen Präferenzen des Anwenders überlassen, für welche Form der Festplattenverwaltung er sich letztlich entscheidet. Das Amilo M3438G aber unkonfiguriert zu belassen, verschenkt ein interessantes und nützliches und letztendlich sowieso schon bezahltes Ausstattungsmerkmal.

Der schon recht betagte Begriff „RAID“ ist die Abkürzung für den englischen Ausdruck Redundant Array of Inexpensive Disks. Das bedeutete „Mehrfach vorhandene Anordnung von preiswerten Festplatten“. Heute wird RAID aber meist als Redundant Array of Independent Disks übersetzt, was so viel wie „Mehrfach vorhandene Anordnung von (untereinander) unabhängigen Festplatten“ bedeutet. RAID gibt es in den verschiedensten Konfigurationen für unterschiedlichste Einsatzzwecke, so genannten Leveln. Die im Home-User-Segment gebräuchlichsten Konfigurationen sind Level 0 (Striping) und Level 1 (Mirroring), die auch von dem RAID-Controller des M3438G unterstützt werden.

RAID Level 0 ist genau genommen eigentlich gar kein „echtes“ RAID, da die Redundanz fehlt. Zum Anlegen werden mindestens zwei Festplatten benötigt, es können aber auch mehr sein. Empfehlenswerterweise sollten die Festplatten die gleiche Größe haben, da die Einzelplatten auf den kleinsten gemeinsamen Nenner beschnitten werden. Eine 40- und eine 60-GByte-Platte würde in einem Level-0-RAID also 80 GByte groß sein, 20 GByte der 60-GByte Platte würden sinnlos vergeudet werden. Um Inkompatibilitäten möglichst

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FSC Amilo M3438G: Voluminöser Kühler und großer Lüfter, aber leise.
auszuschließen, sollten die Festplatten am besten absolut identisch sein. RAID Level 0 ermöglicht durch den Zusammenschluss mehrerer physikalischer Festplatten zu einer logischen Einheit deutlich verbesserte Transferraten (bei guten Controllern und Platten fast die addierte Leistung der Einzelplatten), da Schreib- und Leseoperationen auf allen HDDs parallel durchgeführt werden (englisch „striping“). Wichtig beim Striping ist die Größe der einzelnen Datenblöcke, die als „Striping-Granularität“ bezeichnet wird und auch beim Amilo M3438G im VIA-RAID-Tool beim Anlegen des RAID Level 0 definiert werden muss. Obwohl auch die Lesevorgänge bei Level-0-RAIDs beschleunigt werden, profitierten die Zugriffszeiten dennoch nicht davon und bleiben auf dem Niveau einer einzelnen Festplatte. Haarig wird es bei Defekten: Fällt eine der für den Levl-0-RAID-Verbund genutzten HDDs zum Beispiel wegen eines physikalischen Fehlers dauerhaft aus, sind alle Daten auf dem kompletten (!) RAID-Verbund nicht mehr rekonstruierbar – Pech gehabt. Striping-Sets werden daher von Profis oft als schnelle Systempartition oder als großvolumige Festplatte unwichtiger Daten genutzt, aber nie (!) als Datenspeicher wichtigen Materials. Denn im Fall der Fälle eine Plattenausfalls ist ein Level-0-RAID ein Datengrab.
Bei RAID 0 gilt also: Geschwindigkeit statt Sicherheit!

Für ein Level-1-RAID benötigt man immer paarweise Platten, um es anzulegen. Die Zahl der Platten kann steigen, allerdings wird immer eine durch 2 teilbare Anzahl benötigt. Bei RAID 1 werden je 2 Festplatten als logische Einheit verwaltet. Im Betrieb werden alle Datenoperationen der primären Platte komplett auf der sekundären Platte nachvollzogen, so dass alle Daten immer doppelt vorhanden sind. Im Fachjargon nennt man das eine „Spiegelung“ (engl.. Mirroring), woher das Level-1-RAID auch seinen Namen hat. Sind mehr als zwei Festplatten beteiligt, wird die Hälfte der Platten als sekundärer Spiegel benutzt und die andere

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FSC Amilo M3438G: Bass-Subwoofer und Lüfter liegen links.
Hälfte als eine einzige große logische primäre Einheit genutzt. Ist mehr als ein Controller an dem RAID beteiligt, nennt man das Ganze auch „Duplexing“. Fällt eine der beiden Festplatten aus, so sind die Daten immer noch vollständig und eigenständig auf der zweiten HDD vorhanden. RAID 1 bietet daher eine sehr hohe Ausfallsicherheit, was es zum perfekten Datenspeicher macht. Zum Totalverlust der Daten führt erst der Ausfall aller Platten.

Beim Auswählen der Stripe Size bei einem Level-0-RAID kann der Anwender entweder kleine Blöcke von 4 KByte oder eine größere Blockgröße bis 64 K-Blöcke auswählen. Wer sich genauer zur Stripe-Size und zu RAIDs generell informieren will, findet über in Internet-Suchmaschinen unzählige Abhandlungen, Hinweise und Tipps zum Thema, die aber den Rahmen dieses Testberichts sprengen würden. Wir haben uns für eine Stripe-Size von 64K-Blöcken entschieden, die unserer Meinung nach eine ausgewogene Größe zwischen Leistung und CPU-Last bei mittleren und größeren Dateien darstellt. Zum Einrichten eines RAIDs kann beim Booten durch Drücken der Tab-Taste in das Menü des VIA Tech. RAID BIOS Ver. 4.70 gesprungen werden. Dort findet man wie beim Windows-Pendant die Möglichkeit zum Erstellen und Löschen eines Arrays, zur Auswahl des Boot-Arrays und zum Ansehen der Seriennummer der jeweiligen Festplatte. So viel zur grauen Theorie – nun zur Praxis.

Die Leistung des RAID-0-Verbundes
Fast genau 72 Minuten haben wir für die Neukonfiguration der beiden HDDs unter Windows via den VIA-RAID-Tools und ohne Neuformatierung und Datenverlust auf HDD C: (Daten auf Laufwerk D: gehen wegen der Migration verloren) benötigt. Nach einem Neustart sehen wir im Windows Explorer nach, ob

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FSC Amilo M3438G: Nach rund 73 Minuten ist die Migration auf RAID 0 fertig.
die RAID-0-Konfiguration erfolgreich beendet wurde. Das vorher vorhandene Laufwerk D: ist verschwunden, es existiert nur noch Laufwerk C:. Aber hoppla: Die Kapazität stimmt noch nicht, wieso ist denn Laufwerk C: immer noch 80 GByte groß? Das VIA-RAID-Tool bestätigt uns aber, dass alles so ist, wie es sein sollte. RAID 0 mit insgesamt knapp 153 GByte. Ein kurzer Blick auf die FSC-Downloadseite und wir laden das rund 92 KByte kleine Programm „extend.exe“ (Programm zum Maximieren der HDD-Größe) auf das Amilo M3438G und starten es. Voilà – nun zeigt uns auch der Windows Explorer eine akzeptable Größe von rund 150 GByte. Sicherheitshalber noch schnell einen Reboot und weiter geht es im Test.

Wir beginnen erneut die Tests mit dem DVD-zu-HDD-Test, diesmal aber mit RAID-0-Konfiguration. Mit 5.239,81 KByte/s

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FSC Amilo M3438G: Synthetische Benchmarks sind oftmals optimistisch.
blieb die gemessene Transferleistung des 8fach-DVD-Brenner NEC ND-6500A praktisch gleich, hier limitiert das optische Laufwerk. Ohne RAID bescheinigt SiSoft Sandra den Fujitsu-Festplatten schon gute 19.363 KB/s, gespannt warten wir auf das Ergebnis mit RAID 0. Hier spuckt Sandra einen Drive Index von fantastischen 41.890 KB/s aus – das lässt für den Praxistest mit echten Dateien hoffen. Doch schon nach dem ersten Kopiervorgang des rund 4,37 GByte großen und bunt gemixten Datenpaketes macht sich Ernüchterung bei der Testcrew breit. Synthetische Benchmarks zeigen wie so oft offensichtlich Werte an, die in der Praxis bar jeglicher Realitätsanmutung zu sein scheinen.

Beim HDD-zu-HDD-Test der DVD-Dateien mit 4,37 GByte Datenvolumen betrug die Transferleistung mit RAID 0 nur noch 12,6 MByte/s – also weniger als ohne RAID 0. Wir wiederholten den Test zur Sicherheit mehrere Male und erhielten keinen besseren Transferleistungswert. Zur Abgrenzung kopierten wir noch drei Spieledemos mit einer

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FSC Amilo M3438G: Wenn man diese Werte auch in der Praxis hätte...
gemeinsamen Größe von rund 1,25 GByte, da das Stripe-Size gerade größere Dateien wie großvolumige Video- und Datenbankfiles begünstigen sollte. Aktuellste VIA Treiber, soweit bei FSC verfügbar, waren installiert. Hier war dann zur Ehrenrettung des RAID-0-Verbunds doch noch ein praxistauglicher Zuwachs auf immerhin 15,1 MByte/s festzustellen. Korrekterweise müssen wir aber zugeben, dass uns zu den Spiele-Demos ein Vergleichswert ohne RAID fehlt.

Festzuhalten bleibt, dass synthetische Benchmarks bei einer UM(!)konfiguration zwar einen immensen Zuwachs vorgaukeln, der reale Leistungszuwachs im RAID 0 aber fraglich bis nicht vorhanden ist. Momentan wird das Notebook als Level-0-Konfiguration komplett neu aufgesetzt und neu installiert da wir vermuten, dass der Fehler in der Umkonvertierung von Einzelplatten- auf Raid-0-Betrieb liegt. Wir liefern die dann anfallenden Testwert und Erfahrungen nach.

Fettes 17-Zoll-Breitbilddisplay im WXGA+-Format
Das Amilo M3438G pfeift auf herkömmliche Desktop-PCs und

Bild: Notebookjournal.de/RT
FSC Amilo M3438G: Bei gedimmter Helligkeit sieht es schlechter aus.

Bild: Notebookjournal.de/RT
FSC Amilo M3438G: Volle Helligkeit und recht homogener Bildeindruck.
präsentiert stolz sein riesiges 17-zölliges WXGA+-Display mit satten 1.440 x 900 Bildpunkten. Ab Herbst soll es laut FSC dann auch das Modell Amilo M4438G mit einem ebenfalls 17 Zoll großen LCD geben. Das löst dann aber im Atem beraubenden WUXGA-Format mit 1.920 x 1.200 Pixeln auf und lässt normale 17-Zoll-TFTs mit 1.280 x 1.024 Bildpunkten mickrig aussehen.

Doch wie sieht es mit dem Bildeindruck des fein auflösenden Displays aus? Angesichts der riesigen Anzeigefläche möchte man das 17-zöllige WXGA+-Display nach kurzer Zeit kaum mehr missen. Bei der praktischen Arbeit mit dem Amilo M3438G muss man bei dem Riesendisplay dennoch ein paar Abstriche hinzunehmen. Die Blickwinkelabhängigkeit ist horizontal akzeptabel, die Kontraste laufen wenig zu, die Farbsättigung

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FSC Amilo M3438G: Die Hintergrundbeleuchtung "schlägt" durch.
lässt hingegen recht schnell nach. Vertikal ist der Kontrastumfang durch recht enge Blickwinkel sichtbar geringer. Veränderungen des Kippwinkels des LCDs sollte man also bei Fotoarbeiten tunlichst unterlassen, will man nicht unterschiedliche Bildresultate beim Kontrastabgleich der Urlaubsfotos erhalten. Die Helligkeitsverteilung des WXGA+-Displays ist bei helleren Bildhintergründen subjektiv recht homogen und durchaus sehenswert. Beim Dimmen des 17-Zöllers fällt dann aber die auch messtechnisch vorhandene Abschattung im linken mittleren Bildsegment auf. Trotzdem wirkt das LCD des Amilo M3438G bei weitem nicht so fleckig, wie beispielsweise das des Dell Inspiron 9300. Die Schärfe fällt im direkten Vergleich zum Dell etwas ab. Auch die Farbbrillanz wirkt etwas flau, die Farben der Referenzbilder wirken fast schon etwas ungesättigt. Ansonsten kann man mit dem Bildeindruck des Amilo M3438G ganz zufrieden sein. Ganz und gar nicht passt da die Wiedergabequalität bei schwarzen Hintergründen, in diesem Punkt wird das Display des Amilo M3438G fast unansehnlich. Die Hintergrundbeleuchtung zeichnet sich als helle Streifen am oberen und heftig am unteren Rand ab, das Schwarz wirkt sehr fleckig – das schmälert den ansonsten recht ansprechenden subjektiven Bildeindruck doch etwas.

Unsere 9-Zonen-Leuchtdichtemessung im Testlabor zeigte einen Helligkeitsunterschied von der Mitte des Displays zu linkem mittlerem Bildsegment von 30,2 bei Netz- und 28,9 Prozent

Bild: Notebookjournal.de/RT
FSC Amilo M3438G: Etwas kraftlose Farben und wenig Brillanz.
bei Akkubetrieb. Subjektiv fällt dieser Unterschied aber erst bei gedimmten Display den Messwerten entsprechend auf. Die durchschnittliche Leuchtdichte von 135,4 cd/m² im Netzbetrieb rangiert im Vergleich zum Dell Inspiron 9300 auf etwa gleichem Niveau. Beim Akkubetrieb erzielt das Amilo M3438G mit 135,5 cd/m² ein praktisch gleiches Ergebnis.

Zusammengefasst spiegeln die Messungen in etwa auch den subjektiv wahrgenommen Helligkeitslevel wieder. Bei gedimmter Displayhelligkeit könnten die etwas stärker wahrnehmbaren Abschattungen stören, bei voller Helligkeit wirkt der LCD aber recht passabel ausgeleuchtet. Als echtes Manko sehen wir hingegen das starke Durchscheinen der Hintergrundbeleuchtung bei schwarzem Hintergrund an.

Gute Kommunikations- und Multimediaausstattung
Das Amilo M3438G hat sich seine Kommunikations- und Multimediaausstattung wohl beim kleinen Bruder, dem M1437G, abgeschaut. Auch das Amilo M3438G integriert kabelloses Wireless LAN durch Intels Pro/Wireless 2200 BG, was bei

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FSC Amilo M3438G: Bei Zugriffen auf den Massenspeicher gibt es nur 800 MHz.
guten Umgebungsbedingungen drahtlose Netzwerkverbindungen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 54 MBit/s erlauben soll. Bei unserem Praxistest blieb die durchschnittliche WLAN-Transferleistung aber mit durchschnittlich 10,9 MBit/s beim Transfer unserer 4,37 GByte großen Testdateien auf dem zu erwartenden Durchschnittswert. Auf kabellose Bluetooth- und Infrarotunterstützung muss man wie beim M1437G verzichten. Beim Einsatz an Gigabit-Kabelnetzwerken bietet das Amilo M3438G aber dank des integrierten Gigabit-LANs ein zusätzliches Geschwindigkeitsplus.

Die Lautsprecher klingen bei niedrigen Lautstärkepegeln recht passabel. Das Amilo M3438G hat an der linken Gehäuseseite ein unbeschriftetes Rädchen, mit dem man die Lautstärke einstellen kann. Das funktioniert allerdings nur unter Windows. Sobald man übrigens die InstantOn-Funktion

Bild: Notebookjournal.de/RT
FSC Amilo M3438G: Die Lautsprecher klingen nicht einmal schlecht.
nutzt, hat das Rädchen keine Funktion mehr. InstantOn startet per Fernbedienung und erlaubt dann das bequeme Playback von Musik, ohne erst das Notebook und auch das Betriebssystem starten zu müssen. .Regelt man dann mit der Fernbedienung die Lautstärke ein, hat man bis zu 9 Pegelbalken als Onscreen-Anzeige auf dem Display. Bis etwa Lautstärkepegel 7 klingt die aktuelle VIVA-CD bei den auf der CD enthaltenen unterschiedlichen Musiktiteln recht passabel und kommt auch laut rüber. Bass vermisst man aber trotz des an der Geräteunterseite integrierten Mini-Subwoofers. Die Mittel- und Hochtöne klingen sogar relativ differenziert, bei Instrumentals kann man die einzelnen Klanginstrumente mit etwas Phantasie zumindest passable räumlich orten. Zur Heim-HiFi-Anlage mutieren die kleinen Lautsprecher deswegen natürlich noch nicht. Spätestens ab Pegelstufe 8 bis 9 verzerrt selbst die etwas ruhigere Sade-CD, ganz zu schweigen von Scooter's „Hardcore“. Bei Funk- oder Soul-Stücken wird die Bass-Schwäche natürlich ebenfalls rigoros hörbar. Wer sich also vom Mini-Subwoofer knackige und satte Bässe erwartet, sollte vielleicht zuerst einen Blick auf die kleinen Abmessungen desselben werfen. Als Resümee können wir am Ende unseres kleinen Soundchecks feststellen: Gar nicht mal so schlecht!

Die drahtlose Fernbedienung im Scheckkartenformat haben wir ebenfalls bereits beim Amilo M1437G beschrieben. Bei Nichtgebrauch verschwindet sie an der rechten Seite im

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FSC Amilo M3438G: Die Fernbedienung steckt im ExpressCard-Slot.
ExpressCard-Slot. Die Funktionalität ist ebenfalls äquivalent zu der des kleinen Bruders. Im ausgeschalteten Zustand lässt sich das Notebook auch via Fernsteuerung aktivieren und unter Zuhilfenahme von CyberLink’s InstantOn als CD-Spieler verwenden, der ohne ein Booten des Betriebssystems Musik-CDs abspielt. Bei unserem Testgerät war InstantOn nicht installiert. Das Amilo M3438G weigerte sich zu starten, obwohl das Gerät offensichtlich ausgeschaltet war. Zum Starten des CyberLink Programms darf sich das Notebook nämlich nicht in einem der Ruhemodi befinden. Nach dem drücken der Taste auf der Fernbedienung erscheint daher folgende Fehlermeldung: „Can not find PCML, please turn off power.“ Laut FSC ist unter Windows von der Driver&Utility-DVD folgende Software zu installieren: PowerCinema Linux V4.0. Nach der Installation der

Bild: Notebookjournal.de/RT
FSC Amilo M3438G: Hat auch einen DVI-I-Port an Board.
Software und dem Ausschalten des Notebooks steht dann die CyberLink-Software als InstantOn zur Verfügung. Wir machten nach der Installation die Probe auf das Exempel und CyberLinks PowerCinema (Linux) startete auch ohne Probleme.

Auch das Amilo M3438G verfügt über einen DVI-I-Port für den Anschluss hochwertiger externer Monitore, ein Adapterkabel hierfür lag unserem Testgerät aber nicht bei. Statt auf den PCMCIA-Standard setzt FSC konsequent auf den zukunftsweisenden ExpressCard-Slot. So verfügt auch das Amilo M3438G über das zum bisherigen PCMCIA-Standard nicht kompatible ExpressCard-Format. Sowohl die kleine schmale ExpressCard/34 mit einer Breite von 34 Millimetern als auch die größere L-förmige ExpressCard/54 mit 54 Millimetern Breite werden vom Slot des Amilo M3438G unterstützt.

Wärmeverhalten und Geräuschentwicklung
Das Amilo M3438G hat uns wirklich überrascht. Zum einen ist das Amilo M3438G ein echtes und leistungsstarkes

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FSC Amilo M3438G: Bei Zugriffen auf den Massenspeicher gibt es nur 800 MHz.
Desktop-Replacement-Notebook und muss daher bezüglich des Temperatur- und Lüfterverhaltens anders beurteilt werden als leistungsschwächere Geräte. Zum anderen darf aber auch ein Leistungsbolide ruhig leise daherkommen. Das Amilo M3438G hat uns bei allen unseren Tests durch ein fast schon zu leises Lüftergeräusch überrascht, da über weite Strecken der Tests praktisch kein Lüftergeräusch zu hören war. Da die Tests in einer sehr ruhigen Umgebung stattfanden (Man hört die Uhr ticken) schöpften wir gar Argwohn, ob sich der Lüfter des Amilo M3438G überhaupt dreht. Und in der Tat drehte sich der große CPU-Lüfter bei den Festplatten- und DVD-Tests bei 21 bis 22 Grad Umgebungslufttemperatur wenn überhaupt, dann extrem leise. Allerdings zeigte das mitlaufende grafische Protokoll auch eine stoische CPU-Frequenz von nur 800 MHz an. Die separat zuschaltbare Lüfteroption haben wir zu diesem Zeitpunkt nicht aktiviert.

Ob es sich bei der geringen Grundtaktung von 800 MHz unseres Amilo M3438G um ein gewolltes Feature - also eine konsequente Umsetzung von Intels SpeedStep - seitens FSC handelt, können wir in der uns zur Verfügung stehenden Zeit nicht erschöpfend klären. Neben der geringen Grundtaktung im

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FSC Amilo M3438G: Beim 3DMark darf die CPU wieder mit 2 GHz Gas geben.
Leerlauf und beim Massenspeicherzugriff fiel uns auch die selbstständige Dimmung des LCDs beim Batterietest auf. Nach einer gewissen Zeit der Inaktivität dimmte der LCD automatisch auf einen niedrigeren Helligkeitswert ab, um den 65,12 Watt starken Akku etwas zu schonen. Die 800-MHz-Taktung dürfte hauptverantwortlich für den erstaunlich ruhigen Lauf des Amilo M3438G sein. Wer sich mit der geringen Leerlauftaktung oder der gleich niedrigen Frequenz bei Festplatten- und DVD-Zugriffen nicht anfreunden kann, wird sicher das eine oder andere Tool wie beispielsweise RM-Clock einzusetzen wissen. Die Gerätekomponenten erwärmten sich allerdings auch unter diesen Bedingungen schon recht ansehnlich. Trotz einer Lufttemperatur von nur 21 bis 22 Grad haben wir via berührungsloser Infrarotmessung an der Geräteunterseite als Hitzeherd die Speicherslots mit einer Spitzentemperatur von weit über 60 Grad gemessen (bis zu 67 Grad). Die linke und rechte Handballenauflage wurde bei dieser niedrigen Lufttemperatur mit über 40 Grad schon mehr

Bild: Notebookjournal.de/RT
FSC Amilo M3438G: Warm bei Leerlauf, unter Last wird es heiß.
als handwarm. Das Touchpad wird vor allen beim Spielen sowie CPU- und Grafik-lastigen Anwendungen bei so manchem Zeitgenossen für schwitzige Finger sorgen: Laut Thermometer erreicht das Pad über 45 Grad. Hardcore-Spieler und Leistungsfetischisten werden dies aber wohl gerne in Kauf nehmen beziehungsweise gleich eine externe Maus nutzen.

Das Betriebsgeräusch ist im normalen Büroalltag und dem dabei typischem Geräuschpegel praktisch unhörbar. Nur bei Volllast wie beim Spielen von 3D-Games und intensiver Grafikarbeit erhöht der Lüfter bei unserem Testgerät seine Geschwindigkeit. Allerdings bleibt er sehr niederfrequent und schont dadurch auch dann die Nerven, wenn aus dem Kopfhörer oder den Lautsprechern kein Untermalung eines 3D-Geballeres dröhnt. Unterm Strich zollen wir unserem Testgerät in punkto Lüftergeräusch durchaus Respekt. Bedenklich erscheint jedoch die zum Teil recht heftige Erwärmung bei bereits moderaten Lufttemperaturen von 21 bis 22 Grad und bei bereits geringer CPU-Taktung von 800 MHz.

Fazit:
Mit 3,9 Kilogramm gehört das Amilo M3438G in die Schwergewichtsklasse. Dafür bietet es aber auch gehörig Dampf in allen Testdisziplinen und punktet dank der integrierten Hochleistungsgrafik Nvidia Geforce Go 6800 und starker CPU mit sehr guten Leistungen, insbesondere im 3D-Bereich. Für die gebotene Leistung bleibt das Amilo

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FSC Amilo M3438G: Atlas-Rücken des Breitbildboliden.
M3438G ungewöhnlich leise, zeigt sich allerdings bei der Erwärmung des Gehäuses - insbesondere an der Geräteunterseite, den Eingabegeräten und den Handballenauflagen - als echter Heißsporn. Die Tastatur sollte für ein Notebook dieser Klasse allerdings qualitativ hochwertiger ausfallen.

Die Domäne des Amilo M3438G ist neben anspruchsvollen Grafik- und Officeapplikationen auch das ambitionierte Zocken aktueller 3D-Spiele. Die beiden 80 GByte großen S-ATA-Festplatten überzeugen auch ohne Leistung steigerndes RAID 0 mit einer guten Gesamtleistung. Wer Sicherheit über Leistung stellt, kann die Festplatten auch als RAID 1 zur permanenten Spiegelung der Daten konfigurieren. Der integrierte 17-Zöller im Breitbildformat reiht sich bei der Leuchtdichtemessung in dieser Klasse im Mittelfeld ein. Das Display punktet weniger bei der Farbbrillanz, Farbneutralität und dem Betrachtungswinkel, sondern bei der subjektiv recht homogenen Helligkeitsverteilung. Mit der stärkeren Neigung zu Spiegelungen muss man beim Display des Amilo M3438G leben. Das Amilo M3438G bietet einen Marken-DVD-Brenner von NEC mit Unterstützung für Double-Layer-Medien, einen zukunftsweisenden ExpressCard-Slot, einen integrierten 4in1-Kartenleser für populäre Flash-Speicherkarten und eine Infrarot-Fernbedienung im Scheckkartenformat.

Obwohl die Lüftergeräusche bei einem Desktop-Replacement und Leistungsboliden wie dem Amilo M3438G eher eine untergeordnete Rolle spielen, hält sich Amilo M3438G in diesem Punkt angenehm zurück. Der permanent laufende Lüfter

Bild: Notebookjournal.de/RT
FSC Amilo M3438G: Man ahnt es nicht, was alles unter der Haube ist.
arbeitet bei täglicher Büroarbeit angenehm leise. Eine Option zur Senkung der Lüfterdrehzahl via Zusatztaste ist auch gegeben. Nicht ganz überzeugen kann das Amilo M3438G bei der zum Teil heftigen Temperaturentwicklung, die trotz aggressiven Heruntertaktens auf 800 MHz und einer niedrigen Umlufttemperatur von 21 bis 22 Grad nicht jedermann Geschmack sein wird. Die Akkulaufzeit von 1 Stunde 58 Minuten ist zwar nicht berauschend, aber angesichts der gebotenen Leistung und der Konzeption als Festgerät absolut okay. Unterm Strich eignet sich das Amilo M3438G als vollwertiger PC-Ersatz und starkes Gamer-Notebook mit der gewissen Option zur Mobilität.




 


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Kategorie:
Multimedia-Notebooks ab 17 Zoll

Testergebnis
Multimedia-Notebooks ab 17 Zoll
Fujitsu-Siemens Amilo M3438G
gut
Test vom 24.07.2006



PRO KONTRA

abschaltbares Touchpad
WLAN über Schiebeschalter zu- und abschaltbar
homogene Helligkeitsverteilung des 17-Zoll-Displays
Nvidia Geforce Go 6800 mit starker 3D-Power
kabellose Fernsteuerung mit vielen Steuermöglichkeiten
S-ATA-RAID für Geschwindigkeit (RAID0) oder Sicherheit (RAID1)
für diese Leistungsklasse sehr leises Lüftergeräusch
integrierter Bass-Subwoofer
DVD-Brenner verarbeitet auch DL-Medien
recht gut klingende Lautsprecher
rund 3,9 Kilogramm schwer
Tastatur biegt sich durch, Leertaste & Pfeiltasten verzogen
unübliche Anordnung diverser Tasten
laut klickende Touchpadtasten
RAID-System nicht vorkonfiguriert
zu geringer Leistungszuwachs bei RAID 0
Display-Hintergrundbeleuchtung hebt sich stark ab
stark spiegelndes Display
starke Erwärmung der Geräteober- und unterschale



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