TEST
Fujitsu Siemens Amilo PA 1510
Günstiges Widescreen-Notebook

Arbeiten und Surfen ja, Spielen niemals Im Inneren des Pa 1510 schlägt als Herz des AMD Turion 64 X2 TL-52. Der Turion 64 X2 ist AMDs aktuelle Zweikern-Prozessor für Notebooks. Die CPUs sind im Gegensatz zu Intels Core Duo 64-Bit-fähig und haben zweimal 128 KByte L1-Cache sowie zweimal 512 KByte L2-Cache. Zum Vergleich: Intels Core-Duo-CPUs haben doppelt so viel L2-Cache. Die Bezeichnung TL-52 bedeutet in diesem Fall, dass der Kern mit 1,6 GHz getaktet wird. Das ist für jegliche Art von Office-Anwendung schnell genug und auch die DVD-Wiedergabe macht keine Probleme.
Hinsichtlich des Arbeitspeichers gibt sich das Amilo mit 1 GByte keine Blöße. Auch die Festplatte kann mit ihren selten anzutreffenden 120 GByte Speicherplatz punkten.
Für die Grafikdarstellung ist ein Chip von ATI zuständig, der Mobility Radeon Xpress 1100.
Die Karte hat keinen eigenen Speicher und knappst sich bis zu 256 MByte vom Arbeitsspeicher ab. Aber ganz gleich wie viel Speicher der Chip belegt, die Spieleperformance ist indiskutabel. Selbst bei einer niedrigen Auflösung von 640 x 480 Pixeln ruckt Quake 4 mit unspielbaren 11,7 Frames pro Sekunde über das Display.
Zudem spielt das Hardware-Ensemble nicht gerade energiesparend auf. Denn es saugt den 4000-Milliampere-Stunden-Akku in zwei Stunden und vier Minuten aus. Kein berauschender Wert.
Das 15,4-Zoll-Display zeigt 1280 x 800 Pixel an und ist mit 172 Candela pro Quadratmeter ordentlich hell. Der Kontrast ist mit 201:1 ebenfalls gut. Erkauft wird er allerdings durch ein spiegelndes Display. Denn auch das Amilo 1510 hat einen Schirm mit spiegelnder Displayoberfläche. Dies macht sich insbesondere dann störend bemerkbar, wenn der Bildschirminhalt hauptsächlich dunkle Flächen darstellt.
Anschlussfreudig und mit Software gespickt Geschickt verteilt sind die Anschlüsse: Bis auf den Schlitz für das Kensington-Schloss sind alle Ports wie 3x USB, Firewire, LAN, VGA, Express-Card und S-Video gut zugänglich an den Seiten verteilt. Ein Speicherkartenleser für Memory Stick, Memory Stick Pro, SD- und MMC-Karten ist ebenfalls an Bord. Zwar fehlt ein DVI-Anschluss, die Anschlussmöglichkeiten geben aber sonst keinen Anlass zur Klage.
An der Vorderseite finden sich zwei Klinkenstecker, die jeweils zwei Aufgaben haben: Der Mikrofoneingang arbeitet auch als Line-In, der Kopfhörerausgang fungiert auf Wunsch auch als 7.1-SPDIF-Port.
Beim Auspacken findet der Amilo-Käufer neben Notebook und Akku die üblichen Beilagen: Das Ladekabel, die Windows-Broschüre, Garantieheftchen und Anleitung, CDs mit der teilweise schon vorinstallierten Software und eine – löblich - Windows-Recovery-CD.
Fans von sauberen, minimalistischen Softwareinstallationen müssen beim Amilo nach der Ersteinrichtung erst mal aufräumen. Yahoo-Messenger, zig Setup-Programme (T-Online, Tiscali, AOL et cetera), Magix Media Suite und manch andere Programme sind bereits vorinstalliert und belegen zusammen mit Windows schon fast 16 GByte Speicherplatz. Fujitsu Siemens gibt sich aber große Mühe, dem Käufer schon vom Start weg eine ordentliche Softwareausstattung an die Hand zu geben.
Angenehme leise und kühl
Das Notebook sehr leise und im Betrieb nicht zu hören. Der Lüfter schaltet sich alle fünf bis zehn Minuten kurz ein und stört auch dann kaum. Zusätzlich kann der Benutzer noch den integrierten Silent Mode aktivieren, der die Lautstärkeentwicklung noch einmal zusätzlich reduziert.
Wärme gibt das Gerät nur auf der rechten Gehäuseseite ab. Dafür aber sowohl auf der Ober- als auch auf der Unterseite, die Tastatur erwärmt sich genauso wie der Boden. Hier liegen mehrere Lüftungsschlitze und ein Lüfter, der die Abwärme aus den rechts liegenden Abluftschlitzen bläst. Zur Wärmeableitung werden Kupferbauteile eingesetzt, dadurch ist das Gehäuse des Gerätes bei normalem Office-Betrieb auch akzeptabel warm – die Wärme ist zwar spürbar, aber nicht unangenehm.
Fazit: Ideal fürs Homeoffice Wegen der schwachen Grafikkarte machen Spieler besser einen Bogen um das Amilo 1510. Dank der soliden Ausführung, der großen, angenehmen Tastatur, dem kontrastreichen Display, der großen Platte und dem flotten Dual-Core-Prozessor kann man das Notebook aber bedenkenlos für den Homeoffice-Gebrauch einsetzen. Auch für den gelegentlichen Filmgenuss empfiehlt es sich dank Widescreen-Display und der sehr guten Lautsprecher.
Nicht zuletzt wegen der angenehm geringen Lautstärke und der geringen Abwärme ist das Arbeiten mit dem Pa 1510 recht komfortabel. Hält man sich obendrein den niedrigen Preis von 850 Euro vor Augen, wird das Notebook nochmals attraktiver, da für diesen Preis eine ganze Menge geboten wird.
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Kommentare zum Artikel
( 4 Antworten )
Zur Diskussion im Forum
AW: Quo vadis?
von
uries
am Fr, 10.11.2006 15:31 Uhr
Hallo slapdapsh,
ja, es war ein Standard vorhanden. Der war jedoch längst nicht mehr zeitgemäß. Die Benchmarks waren weder Multi-Core-tauglich noch Vista-fähig. Insofern war es dringend Zeit zu renovieren.
Mit den neuen Benchmarks sind wir ohne großen Ärger in der Lage, auch mit Windows Vista zu testen.
Zumal die neuen Benchmarks jetzt auch die Leistungsfähigkeit...
Quo vadis?
von
slapdash
am Di, 07.11.2006 08:01 Uhr
Komm ab- und zu mal hier vorbeigesurft um nachzuschauen, wann das Notebookjournal endlich mal aus den Puschen kommt. Qualitativ besser geworden ist es seit dem "Führungswechsel" jedenfalls nicht. Ein guter Standard mit einheitlichen Datenblättern, Benchmarks und Messwerten (Displayhelligkeit etc.) war doch vorhanden?! Diese Rubriken sind ja schon seit längeren außer...
AW: Günstiges Widescreen-Notebook
von
uries
am Mo, 06.11.2006 17:10 Uhr
Hallo SR500,
danke für die Hinweise! Mir sind da tatsächlich zwei Flüchtigkeitsfehler passiert.
Dass das Datenblatt leer ist, hat technische Gründe. Wir stellen im Moment die Datenbank hinter den Tests um, damit wir bald all die schönen neuen Messwerte online stellen können. Von dieser Änderung ist leider auch das Datenblatt betroffen, da es aus der gleichen...
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Kategorie: Multimedia-Notebooks bis 16,4 Zoll
Multimedia-Notebooks bis 16,4 Zoll
Fujitsu Siemens Amilo PA 1510
befriedigend
3D-Leistung
Ausstattung
Display
Leistung
Mobilität
Service & Support
Was ist eine Aktuelle Note?
Notebookjournal errechnet jede Nacht eine Aktuelle Note. Das ist die Note nach den derzeit gültigen Maßstäben. Sie zeigt an, ob sich ein älteres Modell noch wacker hält oder ob es bereits eine Vielzahl besserer Notebooks gibt. Letzteres ist der Fall, wenn die Aktuelle Note niedriger als die ursprüngliche Note ist.
Es geht um die Vergleichbarkeit
Mit der technischen Weiterentwicklung müssen sich Notebooks an immer höheren Maßstäben messen. Erreichten Gaming 17-Zöller Ende 2006 höchstens 5500-3DMarks06, so waren es Ende 2007 schon 9200! Ein sechs Monate altes Sehr-Gut kann also nicht mit einem Sehr-Gut von vor einer Woche verglichen werden.
Aus Gründen der Vergleichbarkeit haben wir uns auch im Vergleich (Link) für die Nutzung der aktuellen Note entschieden.
Zusammenfassung:
Fujitsu Siemens Amilo PA 1510
"Aktuelle Note: mangelhaft"
Die aktuelle Note des Fujitsu Siemens Amilo PA 1510 wurde am 24.05.2012 errechnet.
Fragen, Anregungen, Kritik? redaktion@notebookjournal.de
PRO KONTRA
Flotter Dualkernprozessor
Große Platte
Guter Sound
Kein DVI-Anschluss
Tastatur biegt sich etwas durch
Kein Bluetooth
Anbieter
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(018 05) 999 71 31
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