Das 12-Zoll-Breitbild-Display des Fujitsu Siemens Amilo Si 1520 stellt eine maximale Auflösung von 1.280 x 800
Bildpunkten (WXGA) dar und überzeugt unsere Testredakteure von der ersten Minute an durch seine hervorragende Bildqualität. Das kleine LCD liefert auf Anhieb satte und leuchtende Farben und muss sich im direkten Sichtvergleich diesbezüglich nicht hinter unserem Referenz-TFT Viewsonic VP2030b verstecken. Die Referenzportraits werden auf dem kleinen LCD durchweg mit hoher Farbneutralität und knackigen Kontrasten dargestellt und bestechen durch eine nahezu perfekte Hauttonwiedergabe. Das Amilo Si 1520 eignet sich somit durchaus auch für anspruchsvolle Fotobearbeitung – klasse!
Auch bei der Betrachtung der Blickwinkelabhängigkeit gibt sich das kleine Panel mit
CrystalView-Technologie keine Blöße. Es erlaubt im Klassenvergleich zumindest in der Horizontalen erstaunlich weite Betrachtungswinkel, vertikal laufen die Kontraste wie bei allen Notebooks etwas schneller
zu. Die Helligkeit ist mit gerundeten 146 cd/m² im Netzbetrieb ausreichend hell für kommodes Arbeiten und lässt das recht starke Spiegeln des Displays im täglichen Betrieb kaum zur Geltung kommen. Damit der Anwender unter wechselnden Lichtbedingungen nicht ständig die Helligkeit neu regulieren muss, integriert das Amilo Si 1520 zusätzlichen einen kleinen Lichtsensor. Ist dieser aktiv, passt er die Leuchtstärke des LCDs automatisch an das Umgebungslicht an – praktisch. Im Akkubetrieb dimmt das LCD seine Helligkeit automatisch auf maximal 112 cd/m² herab. Seitens des Benutzers gibt es leider auch keine Möglichkeit, die Leuchtstärke wieder auf den ursprünglichen Wert zu steigern. Gerade beim mobilen Einsatz unter freiem Himmel wirkt sich dies negativ aus: Während im Netzbetrieb noch ein akzeptables Ergebnis erzielt wird, kann man mit Akkustrom nur noch eingeschränkt im Freien arbeiten – schade.
Abschließend haben wir uns der Helligkeitsverteilung des Panels gewidmet. Mittels objektiver 9-Zonen-Leuchtdichtemessung bestimmen wir eine maximale Abweichung von rund 24 Prozent zwischen hellstem (Bildmitte) und dunkelstem (links unten) Bildbereich – ein
klassenübliches Ergebnis. Eine Überraschung offenbarte sich unseren Testredakteuren erst bei der subjektiven Beurteilung. Neben dem recht fleckigen Bildeindruck stellen wir am oberen Rand des Displays zehn (!) symmetrisch angeordnete, halbkreisförmige Hell-/Dunkelpunkte mit jeweils 1,5 Zentimeter Durchmesser fest – ein sehr seltsames Verhalten, dass wir bei noch keinem anderen Notebook feststellen konnten. Diese hellen Spots fallen vor allem beim Betrachten von Filmen negativ auf und lassen sich auf den nebenstehenden Fotos bei genauem Hinsehen ebenfalls erkennen. Dieser Effekt kommt im Akkubetrieb weniger stark zur Geltung als im Netzbetrieb.
Zusammengefasst liefert das kleine Widescreen-Display dennoch eine sehr gute Darstellungsqualität ab, die auch gehobenen Ansprüchen genügt. Die einzigen beiden Mankos des 12-Zoll-Panels stellen die reduzierte Leuchtstärke im Batteriebetrieb und das befremdlich wirkende Durchschlagen der Hintergrundbeleuchtung dar.
Eine besondere Stärke des kleinen Subnotebooks stellt seine reichhaltige Ausstattung dar. Neben einem 4in1-Kartenleser, der mit Speicherkarten des Typs MMC (MultiMediaCard), SD (SecureDigital), MS (MemoryStick) und MS-Pro (MemoryStick-Pro) umgehen kann, werden dem Anwender gleich vier (!) schnelle USB2.0-Anschlüsse und Firewire geboten. Externe Bildschirme finden an einem digitalen DVI-Ausgang Anschluss, der vor allem bei hohem Auflösungen auf LCDs und anderen digitalen Bildschirmen eine sichtbar bessere Bildqualität ermöglicht als ein analoger VGA-Ausgang. Natürlich liegt dem Notebook auch noch ein kleiner DVI-VGA-Adapter bei, den man beispielsweise für eine Verbindung zu den meisten Beamern zwingend benötigt. TV-Geräte können über die S-Video-Schnittstelle an der Rückseite des Amilo Si 1520 angesteuert werden – sehr schön.
Damit neben der Bild- auch die Audioqualität stimmt, stellt es außerdem noch einen hochwertigen optischen Audioausgang zu Verfügung. Spätere Erweiterungen können neben den vier USB-Ports auch über den integrierten ExpressCard-Steckplatz realisiert werden. Auch wenn diesem Format wahrscheinlich die Zukunft gehört, geht sein Praxisnutzen momentan noch gegen null. Entsprechende Karten sind im Gegensatz zu den bewährten und vielfach angebotenen PCMCIA-Karten bisher nämlich kaum im Handel verfügbar. Wer beispielsweise noch eine PCMCIA-ISDN-Karte sein Eigen nennt, wird sie hier nciht einsetzen können.
An der Kommunikationsausstattung hat Fujitsu Siemens ebenso wenig gespart. Neben dem obligatorischem Modemanschluss bietet das Notebook einen schnellen Gigabit-LAN-Port, Bluetooth und WLAN. Letzteres wird – wie bei bisher allen Notebooks der dritten Centrino-Generation – über Intels Pro/Wireless 3945ABG Karte realisiert, die mit allen drei weltweit verbreiten WLAN-Standards umgehen kann und der
überdies eine überdurchschnittliche Signalqualität bescheinigt werden kann. Selbst unter widrigen Empfangsbedingungen hält das Amilo Si 1520 somit problemlos die Verbindung zum Access Point – klasse! Wird die WLAN-Karte nicht gebraucht, sollte sie vom Anwender aber zwingend über die Funktionstaste oberhalb der Tastatur abgeschaltet werden. Das senkt nicht nur den Stromverbrauch und ermöglicht folglich im Akkubetrieb auch eine geringfügig längere Laufzeit, sondern schont gleichzeitig auch die Nerven des Anwenders. Sobald das Amilo Si 1520 nämlich ein Funknetz in Reichweite aufspürt, fangen zwei helle WLAN-Status-LEDs wie wild zu blinken an. Das kann auf Dauer selbst sanftmütige Naturen auf die Palme bringen. Die LEDs beruhigen sich erst, wenn der Anwender sich mit einem der verfügbaren Drahtlosnetzwerke verbindet oder er eben die WLAN-Funktionalität des Notebooks deaktiviert – nervig.