Das Fujitsu Siemens Amilo Si 1520 erweist sich als solides Core-Duo-Notebook mit hoher Rechenleistung. Die Ausstattung ist für diese Preisklasse üppig und lässt kaum Wünsche
FSC Amilo Si 1520: Leistungsstarkes Subnotebook mit grandiosem...
offen. Besonders erfreulich ist vor allem die Integration eines digitalen DVI-Anschlusses zur Ansteuerung hochwertiger externer Bildschirme, der bei vielen anderen Notebooks schmerzlich vermisst wird.
Im mobilen Betrieb liefert das knapp 2 Kilogramm leichte Amilo Si 1520 eine grundsolide Leistung ab. Es ermöglicht fernab der Steckdose über dreieinhalb Stunden produktives Arbeiten und stört sowohl im Netz- als auch im Akkubetrieb nie durch eine nervige Geräuschkulisse. Leider drosselt Fujitsu Siemens im Akkubetrieb die Helligkeit des 12-Zoll-Widescreen-LCDs merklich. Für Einsätze bei Tageslicht eignet sich das Notebook dadurch kaum noch – schade. Farbneutralität und Darstellungsqualität des kleinen Displays sind hingegen hervorragend – in dieser Preisklasse eine Seltenheit.
Die beiden größten Kritikpunkt des kleinen Amilos stellen weiterhin die mäßigen Eingabegeräte und die hohe Wärmeentwicklung des Notebooks dar. Kritikpunkte, die wir
bisher bei vielen Notebooks der Amilo-Serie feststellen mussten. Ob sich daran in Zukunft wohl noch etwas ändern wird?
Unterm Strich bietet das Fujitsu Siemens Amilo Si 1520 insgesamt gesehen sehr viel Leistung und Ausstattung fürs kleine Geld. Wer sich mit den genannten Kritikpunkten abfinden kann, erhält für einen derzeitigen Marktpreis von rund 1.150 Euro einen leistungsstarken Begleiter, dem so schnell nicht die Puste ausgeht.
FSC Amilo Si 1520: Das Design ist sowohl von hinten...
Das 29,9 x 3,1 bis 3,4 x 22 Zentimeter kleine Fujitsu Siemens Amilo Si 1520 lässt sich dank seiner kompakten Abmessungen problemlos in den meisten Taschen und Rucksäcken verstauen. Der Gewichtsvorteil gegenüber einem ausgewachsenen 15-Zoll-Notebook fällt hingegen eher gering aus. Während das Si1520 ohne Zubehör rund 2 Kilogramm auf die Waage bringt, sind es beim 15-zölligen Samsung X60 mit 2,50 Kilogramm oder dem Lenovo ThinkPad T60 mit 2,60 Kilo kaum mehr. Dafür bringen beide aber auch ein erheblich größeres Display und - alleine schon durch den Größenunterschied bedingt - deutlich angenehmere, da mit größeren Einzeltasten bestückte Tastaturen mit. Das Verfassen längerer Texte auf der kleinen Tastatur eines kleinen 12-Zoll-Geräts ist nämlich nicht jedermanns Sache. Vor dem Kauf eines Subnotebooks sollten daher Vor- und Nachteile gegenüber voluminöseren Fullsize-Notebooks stets genau abgewogen werden. Denn nicht alles, was auf den ersten Blick klein und schick daherkommt, erweist sich später im täglichen Einsatz auch automatisch als wirklich praktisch.
... als auch von vorne betrachtet als ansprechend zu beurteilen.
Neben dem eigentlichen Notebook findet sich im Karton des Amilo Si 1520 noch ein dickes Software-Bundle. Fujitsu Siemens legt unserem Testgerät Ahead Nero 6, WinDVD 7, Norton Internet Security 2006 und als kleines Highlight Microsofts aktuelle Office-Suite Works 8.5 bei. Windows XP Home liegt auf einer nahezu unmodifizierten Recovery-CD vor, die eine freie Partitionierung erlaubt und bei Bedarf auch auf anderen Rechnern problemlos funktioniert. Schlussendlich fehlt natürlich auch die obligatorische Treiber-CD nicht, mit der sich in wenigen Minuten alle wichtigen Treiber für das Betriebssystem nachinstallieren lassen. Während immer mehr Hersteller dazu übergehen ihren Notebooks gar keine Recovery-CDs mehr beizulegen und vom Anwender erwarten, dass sich dieser seine Recovery-Medien gefälligst selbst erstellt, sticht Fujitsu Siemens somit äußerst positiv aus der Masse hervor und bietet dem Käufer einen echten Mehrwert. Hoffentlich folgen diesem Vorbild auch bald wieder die anderen großen Fabrikanten. Im Sinne des Käufers wäre es allemal.
FSC Amilo Si 1520: Gutes Software-Bundle inklusive!
Das neue FSC Amilo Si 1520 ist durch den typischen silber-schwarzen Kunststoffmix schon auf den ersten Blick als Notebook aus FSCs Amilo-Serie identifizierbar. Im Gegensatz zu den meisten der bisher getesteten Fujitsu-Siemens-Geräte kann dem kleine Amilo Si 1520 aber eine durchaus ansprechende Optik attestiert werde. Viele abgerundete Kanten, eine interessante Frontpartie und nicht zuletzt die noble Chromleiste unterhalb der Tastatur hinterlassen einen positiven, hochwertigen Eindruck.
Weniger gut ist es um die Stabilität des Display-Deckels bestellt. Wie schon beim MSI Megabook S262 und beim Nexoc Osiris S609 schützt auch der Deckel des Amilo Si 1520 das in ihm verbaute LCD kaum vor stärkerem Druck von der Außenseite. Außerdem lässt sich die gesamte Konstruktion schon mit mäßigem Kraftaufwand bedenklich stark verbiegen – unschön. An den
FSC Amilo Si 1520: Displayverschluss ohne Verriegelungsharken.
Displayscharnieren gibt es im Gegenzug nichts auszusetzen. Sie halten das Display bombensicher im eingestellten Neigungswinkel fest ohne dabei übertrieben schwergängig zu sein. Den Displayverschluss hat Fujitsu Siemens ohne die sonst üblichen Verriegelungshaken und auch ohne Magneten realisiert. Senkt man den Deckel gen Chassis, schnappt er auf den letzten zwei Zentimetern Weg automatisch Richtung Chassis. Das sieht zwar einerseits schick aus, andererseits ist ungewiss, ob diese Methode das Display auch noch in ein paar Jahren sicher am Chassis fixiert. An dessen Verarbeitung gibt es wiederum insgesamt recht wenig zu mäkeln. Auch wenn man den günstigen Preis des Notebooks schnell an den im Chassis verwendeten Kunststoffen festmachen kann, bietet es eine durchweg gute Stabilität. Einzig im Bereich des optischen Laufwerks und des ExpressCard-Steckplatzes lässt sich die Oben- und Unterschale um einige Millimeter eindrücken, was von einem lauten Knarren begleitet wird. Mit ähnlichen Problemen haben aber auch teils deutlich teurere Geräte zu kämpfen.
die Tastatur ist Fujitsu Siemens abermals nicht wirklich gut gelungen. Wie schon bei früher getesteten Fullsize-Geräten der Amilo-Reihe lässt auch beim Si 1520 der Tippkomfort zu wünschen übrig, auch wenn sich die Qualität der Tastatur gegenüber den großen Modellen verbessert hat. Die Tasten besitzen einen ungewöhnlich kurzen Tastenweg, federn stark
und erweisen sich als teils recht seiteninstabil. Dass sich die gesamte Tastaturfläche beim Schreiben um einige Millimeter durchbiegt, ist von früheren Modellen ebenfalls hinreichend bekannt. An die kleinen Pfeiltasten und die Vertauschung der linken Strg- und Fn-Taste müssen sich Umsteiger erst gewöhnen. Das Amilo Si 1520 integriert ferner insgesamt fünf Easy-Launch-Tasten, die einen schnellen Zugriff auf den Windows Media Player, sowie den voreingestellten Browser und das Mailprogramm ermöglichen. Außerdem lässt sich darüber auch ein spezieller Silent Mode aktivieren, in dem die Leistung des Notebooks zugunsten einer geringen Geräuschentwicklung merklich gesenkt wird. Es empfiehlt sich daher, diesen Betriebsmodus nur bei anspruchslosen Officearbeiten zu verwenden.
Mit dem silbernfarbenen Touchpad lässt sich der Mauszeiger in Windows ausreichend präzise über den Bildschirm navigieren. Über den Treiber lassen sich im rechten und
FSC Amilo Si 1520: Das breitflächige Touchpad arbeitet recht präzise.
unteren Rand zwei Scrollleisten konfigurieren, die wie ein Mausrad funktionieren und die Navigation erleichtern können. Die beiden Touchpad-Tasten besitzen einen annehmbaren Druckpunkt, das billige Plastik hätte Fujitsu Siemens aber besser durch ein hochwertigeres Material ersetzen sollen.
Zusammengefasst erweist sich das Fujitsu Siemens Amilo Si 1520 als solides Subnotebook im ansprechenden Design. Die allgemeine Qualitätsanmutung und vor allem die Tastatur sind aber selbst für diese Preisklasse nur durchschnittlich.
Unter der Haube kommt im Fujitsu Siemens Amilo Si 1520 neueste Technik aus dem Hause Intel zum Einsatz. Als Hauptprozessor dient dem Notebook eine schnelle Core-Duo-CPU (Codename Yonah) in Zusammenarbeit mit Intels 945GM-Chipsatz. Der Intel T2300 verfügt über zwei je 1,66 GHz schnelle Prozessorkerne und kann auf insgesamt zwei Megabyte L2-Cache zurückgreifen. Allerdings kann der Prozessor seine volle Leistung in vielen Anwendungen noch nicht voll entfalten. Erst wenn zwei oder mehr rechenaufwändige Applikationen zur selben Zeit ausgeführt werden, kann er aktuell seinen Vorgänger Pentium M und den einkernigen Turion64 von Intel-Konkurrent AMD deutlich abhängen. Bis zum Test eines Notebooks mit dem ebenfalls doppelkernigen Turion64-X2 darf die Core-Duo-Serie sich somit als unbestritten schnellster Mobilprozessor rühmen. Dies unterstreicht der im Amilo Si 1520 zum Einsatz kommende, momentan kleinste Vertreter der Serie in unseren Benchmarks eindrucksvoll. Im Office-basierten Business Winstone 2004 1.0.1 (BW2004) erzielt das kleine Subnotebook gute 21,2 Punkte und Multimedia Content Creation Winstone 2004 1.0.1 (MCC2004) erreicht es sogar 28,8 Punkte – mehr als das Nexoc Osiris S609 mit höher getaktetem T2400-Prozessor. Im Allround-Benchmark PCMark 05 von Futuremark erlangt das Notebook hingegen nur 2.827 Punkte - die durchschnittlich schnelle Festplatte und vor allem die im Chipsatz integrierte Grafikkarte verhindern hier eine deutlich höhere Wertung.
Die Chipsatzgrafik Graphics Media Accelerator 950 (GMA 950) von Intel legt in Office- und Multimediaanwendungen natürlich eine ausreichende
... kommt man leicht an alle wichtigen Komponenten.
Performance an den Tag, bei aktuellen 3D-Spielen muss sie aber meist kapitulieren. Das liegt einerseits an der generell schwache Leistung und dem Fehlen eines dedizierten Grafikspeichers, anderseits ist die mäßige Treiberunterstützung seitens Intel nicht ansatzweise mit der von ATI oder Nvidia zu vergleichen. Dafür verbraucht Intels Grafiklösung im Vergleich mit einer dedizierten Grafikkarte aber auch deutlich weniger Strom, was der Akkulaufzeit zu Gute kommt.
Damit die schnelle Napa-Plattform nicht durch Speichermangel eingebremst wird, ist unser Testgerät mit einem satten Gigabyte Arbeitsspeicher bestückt. Das Fujitsu Siemens Amilo Si 1520 ist somit nicht nur für alle anstehenden Office- und Multimediaarbeiten gut gerüstet, sondern ermöglicht auch in der aktuellen Betaversion von Microsofts kommendem Betriebssystem Windows Vista verzögerungsfreies Arbeiten. Ab Werk sind bei unserem Testgerät beide Speicherbänke belegt. Vorteil: Auf die beiden DDR2-Module wird dank des Dual Channel Modus gleichzeitig zugegriffen und die Geschwindigkeit etwas gesteigert. Nachteil: Möchte der Anwender später den Speicher weiter aufstocken, muss mindestens eines der beiden vorhandenen Speichermodule weichen.
FSC Amilo Si 1520: Der DVD-Brenner beherrscht alle wichtigen Formate.
Für den Massenspeicher zeichnet im Fujitsu Siemens Amilo Si 1520 eine 80 GByte fassende Festplatte mit Serial-ATA-Schnittstelle von Seagate verantwortlich. Die HDD der Momentus 5400.2-Serie arbeitet mit einer Rotationsgeschwindigkeit von 5.400 U/min und verfügt über einen 8 MByte fassenden Cache. Sie erreicht in SiSoft SandrasFilesystem-Benchmark dennoch nur einen eher durchschnittlichen Wert von 20,5 MByte/s. Das Betriebsgeräusch ist dafür kaum hörbar – sehr schön.
Der DVD-Brenner unseres Testgeräts stammt von NEC und beschreibt CDs mit maximal 24-facher Geschwindigkeit, während DVD-Rohlinge mit maximal 8-facher Geschwindigkeit mit Daten befüllt werden können. Doppelschichtige DVD+/-R-DL-Rohlinge stellen für das Laufwerk ebenfalls kein Problem dar.
Generell verhält sich das Amilo Si 1520 beim Thema „Geräuschemissionen“ vorbildlich. Während typischer Officearbeiten und dem Surfen im Netz springt der Lüfter auch bei Zimmertemperaturen jenseits der 25 Grad nur äußerst selten an und geht meist auch schon nach wenigen Sekunden
... dafür erwärmt sich die komplette rechte Seite stark.
wieder aus. Wird dem Prozessor mehr Leistung abverlangt, muss der Prozessorlüfter natürlich aktiver zu Werke gehen, bleibt dabei aber stets unauffällig im Hintergrund. Diese vorbildliche Leistung erkauft Fujitsu Siemens allerdings durch eine hohe Gehäusetemperatur. Während das Notebook bei geringer Auslastung noch recht kühl bleibt, wird das Gerät nach längeren Perioden unter Volllast vor allem in der rechten Gerätehälfte unangenehm warm. Der Temperatursensor der Festplatte meldete unterdessen eine Temperatur von bis zu 58 Grad – und laut Seagate sind nur 55 Grad Umgebungstemperatur erlaubt. Um die Wärmeentwicklung im Zaun zu halten, kann der Anwender beispielsweise den bereits angesprochenen Silent Mode aktivieren. Das Si 1520 kühlt sich in diesem Betriebsmodus selbst unter Volllast deutlich ab. Natürlich geht damit auch ein deutlicher Performanceverlust einher. Statt 2.827 erreicht das Notebook im PCMark 05 dann nur noch schlappe 1.538 Punkte.
Dass das Fujitsu Siemens Amilo Si 1520 sich auch fürs Arbeiten fernab einer Steckdose eignet, musste es abschließend im Battery Mark 2004 unter Beweis stellen. Unter Testbedingungen – also mit maximaler Displayhelligkeit und manueller Deaktivierung aller Stromsparmechanismen – ging dem Akku im Test erst nach knapp dreieinhalb Stunden der Saft aus. Im typischen Praxiseinsatz dürfte die reelle Akkulaufzeit daher noch etwas länger ausfallen. Diese gute Leistung wird auch durch das automatische Abdimmen des LCD-Displays im Akkubetrieb unterstützt.
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Kommentare zum Artikel
( 5 Antworten ) Zur Diskussion im Forum
So, es ist vollbracht, das 1520 befindet sich in meinem Besitz. Ich hatte mich ja eigentlich schon für ein MSI 262 entschieden, mag aber gerne an Sachen herumfummeln, bevor ich sie kaufe. Und die MSI S-Serie findet man eben nicht in den herkömmlichen Läden. Außerdem konnte ich die freundlichen Jungs bei Saturn von 1.299,- auf 1.099,- herunterhandeln, also wurde es...
Sehr nett, in der Tat. Ein weiteres Gerät, das mir die Auswahl erschwert. Meine Frage ist jetzt natürlich, wie schlägt er sich im direkten Vergleich mit der Konkurrenz? Sollte man nicht doch lieber zum MSI S262 greifen?
Ist der MSI mit seinem Magnesiumgehäuse deutlich stabiler, ist die FSC Tasta wirklich so unterirdisch, sollte ich lieber die diversen Krankheiten...
Ja, siehe [URL=http://www.notebookjournal.de/tests/datasheet/124]Datenbla tt[/URL] und Artikeltext: ;)
[/quote]
aja, muss ich wohl übersehen haben. sorry! danke!
[quote=Kristian Kübeck]
Ob wir bald eines der beiden Asus-Notebooks testen, kann ich Dir leider nicht sagen. Zum "Beschaffen" neuer Testgeräte ist bei uns die Chefredaktion zuständig. Du kannst Dir...