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TEST Fujitsu Siemens Amilo Xi 1546
Leistungsfähiges Multimedia-Monster mit Macken
von Dennis Winter am Fr, 28.07.2006



Unser Fazit

Bild: notebookjournal.de/ DW
Das Xi 1546 bietet Multimedia-Fans ein leuchtstarkes, aber glänzendes Display.
Das Fujitsu Siemens Amilo Xi 1546 genügt dank der überaus flotten ATI Mobility Radeon X1800 in erster Linie den Ansprüchen der Multimedia-Fans mit leichtem Spieltrieb. Allerdings eignet sich das Desktop-Replacement mit 17"-Display zum einen schon wegen des Kampfgewichts von vier Kilogramm eher weniger für den mobilen Einsatz, zum anderen fordern hohe 3D-Grafikleistung und die Energieversorgung für zwei Festplatten ihren Tribut: Der Akku des Amilo Xi 1546 ist somit, trotz des energiesparendem Intel Core Duos, bereits nach zwei Stunden des mobilen Multimediagenusses ein Fall für das klobige Netzteil in Kombination mit einer Steckdose.

Doch für den Kaufpreis von rund 1.500 Euro erhält der Amilo Xi 1546-Besitzer ein durchschnittlich verarbeitetes, leistungsstarkes Multimedia-Notebook mit 1.024 MB DDR2-557-Speicher, wohlklingendem Soundsystem mit Stereolautsprechern und integriertem Subwoofer sowie ein leuchtstarkes, aber stark spiegelndes 17"-Display mit einer nativen Auflösung von 1.440 x 900 Pixeln.

Frei von Kinderkrankheiten ist jedoch auch dieser Multimedia-Koloss nicht. So liegt die sehr helle LED in der Taste zum Deaktivieren des Touchpads ständig im Sichtfeld und der Einsatz des "Silent Mode" führt zu keinem registrierbaren Ergebnis. Doch diesen Modus macht das ohnehin sehr ruhige Lüfterverhalten des Amilo Xi 1546 nahezu überflüssig, was jedoch in einer deutlichen Portion Wärme auf den Handballenauflagen resultiert.

Kleiner Dual Core-Prozessor gepaart mit großer 3D-Grafikkarte
Das Amilo Xi 1546 soll laut Hersteller in Varianten mit Hauptprozessoren von Intels Core Duo T2300 bis hin zum T2700 (mit 2.33 GHz) verfügbar sein. In unserem Probanden werkelte die kleinste Variante, der T2300, welcher sich trotz einer Taktfrequenz von lediglich 1.66 GHz dank zweier Rechenkerne längst nicht als lahme Ente erwiesen hat. Auffällig war bei unseren Versuchen jedoch, dass der Prozessor unseres Testgerätes recht großzügig mit dem Energiesparmodus umging. Folglich arbeitete er selbst im Netzstrombetrieb mit deaktiviertem "Silent Mode" (dazu später mehr) nahezu dauerhaft mit 980 MHz und steigerte seine Taktfrequenz nur dann auf 1.66 GHz, wenn eine hohe Prozessorlast dies nach einiger Zeit verlangte. Nach einem Utility zum manuellen Definieren von Energie- oder Taktfrequenz-Schemata haben auf dem Amilo Xi 1546 sowie in dessen Lieferumfang vergeblich gesucht.


Bild: notebookjournal.de / DW
Oblivion sieht auf dem Amilo Xi 1546 schick aus und läuft sogar flüssig.
Die ATI Mobility Radeon X1800 mit 256 MB dediziertem GDDR3-Speicher rühmt sich zwar nicht damit, eine reinrassige Spielegrafikkarte zu sein, ist aber durchaus flott genug um selbst aktuelle 3D-Spiele flüssig auf dem Breitbilddisplay darstellen zu können. Dementsprechend erzielt das Amilo Xi 1546 beim 3D-Benchmark 3DMark06 3.017 Punkte und liegt damit weit hinter der Hochleistungsgrafikkarte GeForce Go 7900 GTX von nVIDIA. Trotzdem reicht die gebotene 3D-Leistung aus, um beispielsweise die Grafikpracht von Bethesda's Rollenspielkracher "The Elder Scrolls IV: Oblivion" bei einer Auflösung von 1.280 x 720 Pixeln in vollem Maße genießen zu können. Hierbei dürfen die Schieberegler für Sichtweite und Details getrost auf den Maximalwert eingestellt und die HDR-Überblendeffekte (High Dynamic Range) genossen werden, wenn man sich mit einer konstanten Framerate von 30 Bildern zufrieden gibt. Ansonsten wirkt der Verzicht auf ressourcenhungrige Bildverbesserungsmethoden (Anti Aliasing und Anisotropische Filter) wahre Wunder, was übrigens auch für die anderen aktuellen 3D-Spiele gilt, deren Demos wir auf dem Amilo Xi 1546 getestet haben.

Das leucht- und kontrastsstarke, überwiegend gleichmäßig ausgeleuchtete Display steigert das Multimediavergnügen noch weiter. Lediglich am unteren Bildschirmrand scheint die Hintergrundbeleuchtung etwas heller durch, was jedoch nur bei dunklen Bilddarstellungen auffällt. Als viel störender erweist sich die starke Spiegelung, sodass Amilo Xi 1546-Benutzer bei hellem Umgebungslicht, beispielsweise im Freien, ihre eigenen Konturen und das Geschehen hinter sich auf der Displayoberfläche ausmachen können.


Bild: notebookjournal.de/ JN
Rechts neben dem großen Lüfter-Eingang ist der Subwoofer zu erkennen.
Mit 1.024 MB ergänzt der Arbeitsspeicher zwar die ansehnliche Ausstattung des Desktop-Replacements von Fujitsu Siemens, allerdings werden beide vorhandenen Speichersteckplätze durch jeweils einen Riegel DDR2-Speicher mit einer Taktfrequenz von 557 MHz (PC4200) belegt. Eine Aufrüstung kann also unter Umständen teuer werden. Ferner kommt nicht der geringfügig flottere DDR2-667-Speicher (PC5300) zum Einsatz, wie es bei vielen anderen Notebookmodellen selber Leistungsklasse bereits der Fall ist.

Doppelter Datenspeicher dank zweier Festplatten
Laut Fujitsu Siemens soll das Amilo Xi 1546 in Ausführungen mit jeweils zwei Festplatten des Herstellers Fujitsu in den Kapazitäten zwischen 60 und 120 GB verfügbar sein. Unser Testgerät war mit zwei 100 GB fassenden S-ATA-Festplatten ausgestattet, welche im laufenden Betrieb kaum zu hören waren und angesichts einer Umdrehungsgeschwindigkeit von 5.400 u/min sehr agil arbeiteten. Dies resultierte in Leseraten von bis zu 40 MB/s. Als optisches Laufwerk kommt ein Doublelayer-DVD-Brenner zum Einsatz, welcher Rohlinge der Formate DVD+ und DVD- mit einer Kapazität von bis 8,5 GB sowie mit bis zu 8facher Geschwindigkeit brennt, mit DVD-RAMs jedoch nicht zurecht kommt.


Bild: notebookjournal.de / JN
Der riesige Lüftungsausgang täuscht: Das Xi 1546 arbeitet erstaunlich leise.
Insbesondere unter Volllast ist eine deutliche Erwärmung der Handballenauflage sowie des Unterbodens zu registrieren. Im Office-Betrieb mit wenig ressourcenhungrigen Anwendungen läuft der Lüfter fast ständig mit geringer Drehzahl und ist dadurch zwar etwas hörbarer als das Arbeiten der beiden Festplatten, aber trotzdem angenehm ruhig. Unter Last bläst der Lüfter die warme Luft zeitweise lauter nach hinten hinaus, ist aber selbst dabei durchaus erträglich. Nur in unregelmäßigen Abständen dreht er kurz richtig auf, verstummt aber wenige Sekunden später wieder, sodass das Notebook in einer gemäßigten Umgebung sehr selten zu hören ist. Sollte die vom Amilo Xi 1546 dargebotene Geräuschkulisse trotzdem als störend empfunden werden, lässt sich das Gerät per Knopfdruck in den "Silent Mode" versetzen, welcher laut Hersteller die Prozessor- und Grafikkartentaktfrequenz sowie den Lüfterbetrieb verringern soll, in unserem Test allerdings weder Wirkung auf Prozessor- und Grafikkarten-Takt, noch auf das Lüfterverhalten zeigte.


Bild: notebookjournal.de / JN
Dieser 4400 Watt-Akku versorgt das Xi 1546 knapp zwei Stunden lang mit Strom.
Wärme bedeutet auch immer Energieverbrauch und folglich ging dem sechszelligen Lithium-Ionen-Akku mit einer Leistung von 4.440 mAh bei unserem Test im Bürobetrieb (Nutzung von Office-Software und WLAN) nach zwei Stunden und vier Minuten der Saft aus und das Gerät verlangte nach dem klobigen Netzteil in Kombination mit einer Steckdose. Denkbar war auch, dass die Verwendung des überflüssigen "Silent Mode" keine relevante Veränderung der Akkulaufzeit mit sich bringt.


Bild: notebookjournal.de / JN
Die LED der Taste zum Abschalten des Touchpads liegt ständig im Sichtfeld.
Leider war unser Amilo Xi 1546 bereits im Auslieferungszustand mit einer Menge, überwiegend zu Werbezwecken von Drittanbietern dienender Software ausgestattet. So ließen sich auf dem Desktop unter anderem Verknüpfungen zu den Zugangssoftwares zweier namhafter Internetprovider und einem Programm zum kostenpflichtigen Herunterladen von Musikvideos finden. Ordnungsbewusste Benutzer mit gesundem Konsumverhalten werden daher vermutlich zunächst zum mit "Recovery-CD/DVD" beschrifteten Silberling greifen, welcher sich als ganz normale Windows XP Home-CD entpuppt und nach deren Installation noch allerlei Gerätetreiber verlangt, die Fujitsu Siemens auf einer separaten CD beigelegt hat.




 


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Kommentare zum Artikel ( 6 Antworten )
Zur Diskussion im Forum

AW: Leistungsfähiges Multimedia-Monster mit Macken
von Mantion am Di, 05.12.2006 00:26 Uhr

@HD DVD User @Eifelturm Ich habe selbst das Amilo X 1546
und 5.1 Dolby funktioniert 100% über den den S/pdif Ausgang.
:eek: Ich benutze [U]ein [/U] Toslink Kabel (optisches
Digitalkabel - Klinke-Buchse) zur Verbindung zu meinem Denon
Receiver. Damit auch ein richtiges 5.1 Signal zum
Verstärker gelangt muss in der Abspielsoftware (beim Amilo
dabei CyberLink...
AW: Leistungsfähiges Multimedia-Monster mit Macken
von Eifelkino am Fr, 13.10.2006 14:28 Uhr

Hallo ihr, ich habe bei Fujitsu Siemens per E-Mai angefragt
ob das Problem des Dolby Digital ev. durch ein Treiberupdate
aus der Welt zu schaffen ist. Ich bekam die Antwort dass sie
als Bestellhotline diesbezüglich keine Informationen haben ich
möchte mich bezüglich Treiberupdates an den Support für
Amilo-Systeme wenden unter Angabe der Telefonnummer. Ich
also da...
Titel einfügen
von Dope4you am Di, 03.10.2006 07:37 Uhr

Hallo, Ich habe mit großem Interesse eueren Test zum Amilo Xi
1546 gelesen. Was ich jedoch nicht ganz verstehe wie man bei
diesem Book so ubertrieben auf minimale Fehler eingehen kann
und das extrem gute Preis-Leistungsverhältnis so wenig
herrausstellt. Das manche Tasten etwas schmal sind liegt
daran das eine komplette numerische Tastatur vorhanden ist, man
kann...

Kategorie:
Multimedia-Notebooks ab 17 Zoll



PRO KONTRA

Großes, leuchtstarkes Display
Hohe 3D-Leistung
Guter Klang durch integrierten Subwoofer
Angenehm stiller Lüfter
Hohes Gewicht
Kurze Akkulaufzeit
Display spiegelt
Teilweise sehr schmale Tasten



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Voraussichtliches Erscheinungsdatum
Mai 2006