Als Innovation preist FSC das Display an. Tatsächlich handelt es sich um einen
Touch-Screen der schon länger aus dem PDA-Bereich bekannt ist. Für die Steuerung der Maus ist kein magnetischer Spezialstift notwendig. Jeder beliebige Gegenstand reicht für die Kontrolle aus. Für die Navigation per Finger ist das 8,9 Zoll große spiegelnde TFT jedoch weniger geeignet.

Bild: Notebookjournal/SM
Der Navigations-Stift kann durch jeden anderen Gegenstand ersetzt werden. Die
Navigation per Finger gestaltet sich aber sehr schwierig.
Zum einen ist ein relativ großer Druck auf das Display notwendig und zum anderen fallen Displayelemente bei einer
Auflösung von 1280x720 Pixel einfach viel zu klein aus. Selbst mit dem mitgelieferten Stift ist die
Navigation der Maus sehr gewöhnungsbedürftig.
Der Käufer sollte unbedingt vor der ersten Benutzung eine
Kalibrierung der Eingabe vornehmen. Dazu liefert FSC ein eigenes Programm, denn die in Windows Vista integrierte Routine funktioniert nicht.
Dauerhaftes Arbeiten mit der nativen Auflösung
strengt schon nach kurzer Zeit sehr an, da die Schriften und Symbole extrem klein dargestellt werden.
Das Display leuchtet maximal mit 178 cd/m² mittelmäßig hell und überzeugt durch ein
ausgezeichnetes Kontrastverhältnis von 1:506. Farben werden sehr leuchtend wiedergegeben, auch wenn die Helligkeit in den unteren Ecken bis auf 150 cd/m² abfällt.
Leider leidet der Arbeitskomfort im Tablett-Modus durch die Gesamtdicke von 3,7 cm.
Das auf Mobilität getrimmte FSC Lifebook P1620 muss natürlich hinsichtlich der Leistungswerte zurückstecken. Der
Ultra Low Voltage U7600 Prozessor aus der Intel Core 2 Duo Familie mit 1,2 GHz benötigt 2258 Sekunden im Povray Benchmark.
Im Vergleich zu einem Intel Core 2 Duo T8300 (2,4 GHz) wie er beispielsweise im
MacBook Pro verbaut ist, sind das 1.200 Sekunden mehr.

Bild: notebookjournal.de/ST
Abgeschlagen von der Konkurrenz reiht sich das Lifebook P1620 im Passmark
Performance Test auf dem vorletzten Platz ein.
Auch im PassMark Performance-Test schafft das Lifebook P1620 lediglich 243,5 Punkte. Die
100 GByte große Festplatte dreht mit 4200 RPM. Verständlicherweise werden Daten deshalb nur mit 23,4 MByte/s von der Harddisk gelesen (Sequential Read). Immerhin wird der magnetische Datenträger noch mit 22,7 MByte pro Sekunde beschrieben (Sequential Write). Beides sind unterdurchschnittliche Werte.
Trotzalldem reicht diese Leistung für das mobile Arbeiten aus. Selbst
Windows Vista läuft überraschend flüssig. Für leistungsintensivere Anwendungen oder Spiele ist das Lifebook P1620 jedoch nicht zu gebrauchen.