Zur Startseite
ANGEFASST Asus Taichi
IFA 2012: Windows-8-Ultrabook mit zwei Displays
von Oliver Bünte am Do, 06.09.2012



Zwei Displays

Im Vergleich zu anderen Notebooks, die sich über diverse Klapp-, Schiebe- oder Drehmechanismen zum Tablet umwandeln lassen, verfügt das Taichi über zwei IPS-Displays, die innen und außen im Displaydeckel untergebracht sind. Die Displays lassen sich unabhängig voneinander ansteuern, sodass unterschiedliche oder gleiche Inhalte darauf dargestellt werden können. Damit ist es beispielsweise möglich, auf dem äußeren Display Präsentationen vorzuführen, wenn ein Kunde einem gegenüber sitzt.

Asus Taichi
Bild: notebookjournal.de
Der Displaydeckel des Asus Taichi lässt sich weit genug aufklappen.

Die Umschaltung zwischen den verschiedenen Anzeige-Modi der Displays erfolgt per Software oder über eine linksseitig angebrachte Taste. Subjektiv ist die Farbwiedergabe beider Displays unterschiedlich. Die Helligkeit beider Displays ist gut. In hellen Arbeitsumgebungen dürften allerdings Grenzen erreicht werden, denn die Beleuchtung kann die Reflexionen der spiegelnden Displayabdeckung des äußeren Displays nicht komplett überstrahlen. Das innere Display ist dagegen matt ausgeführt, sodass sich Reflexionen in Grenzen halten. Beide Displays verfügen über eine eigene Beleuchtungseinheit. Entsprechend stromhungrig dürfte sich das Taichi bei gleichzeitigem Einsatz beider Displays geben.

Asus Taichi
Bild: notebookjournal.de
Das innere Display des Asus Taichi spiegelt weniger stark.

Der Deckel des Taichi lässt sich in etwa in einem Winkel von 135 Grad aufklappen. Im zusammengeklappten Zustand befindet sich das Asus Taichi im Tablet-Modus. Ausgestattet mit Windows 8 und Touchscreen erfolgt die Bedienung bequem mit den Fingern. Im Hands-on wurden Eingaben zügig umgesetzt. Das innere Display unterstützt keine Touch-Eingaben.

Asus Taichi Display außen
Bild: notebookjournal.de
Das stark spiegelnde Außendisplay wird im zusammengeklappten Zustand benutzt.
Das Asus Taichi kann dann als Windows-8-Tablet genutzt werden.

Optik und Haptik

Optisch lehnt sich das Taichi am Zen-Design der anderen aktuellen Asus Ultrabooks an. Das Gehäuse besteht aus dunklem Aluminium und ist hervorragend verarbeitet. Trotz der schlanken Bauweise erweist sich die Base-Unit des Vorserienmodells als stabil. Der Displaydeckel mit den beiden eingebauten Displays lässt sich leicht verwinden und knirscht dabei. Im praktischen Einsatz dürfte das jedoch keine Rolle spielen. Die Displayaufhängung wackelt geringfügig, was auch dem Vorserienstatus geschuldet sein kann. Zwei kleine Standfüße an der Unterseite des Displaydeckels sorgen im aufgeklappten Zustand für einen festen Stand.

Asus Taichi
Bild: notebookjournal.de
Im Tablet-Modus kann das Asus Taichi auch hochkant genutzt werden.

Schnittstellenausstattung

Sämtliche Schnittstellen sind an den Seiten des Asus Taichi verbaut: Jeweils eine USB-3.0-Schnittstelle links und rechts, ein Mini-HDMI- und ein Mini-VGA-Anschluss sind vorhanden. Ein Headset-Anschluss und eine Tastenwippe zur Regulierung der Lautstärke befinden sich genauso an der linken Seite wie eine Taste zur Bildschirmumschaltung.

Asus Taichi Anschlüsse
Bild: notebookjournal.de
An den Seiten des Asus Taichi sind die wichtigsten Schnittstellen und eine
Lautstärkewippe verbaut.

Eingabegeräte

Die Tasten verfügen über einen kurzen Hub, spürbaren Druckpunkt und einen weichen Tastenanschlag, sodass kaum Tippgeräusche zu hören sind.

Asus Taichi Arbeitsfläche
Bild: notebookjournal.de
Die Tastatur des Asus Taichi überzeugt auf ganzer Linie.

Das Clickpad setzt Multitouch-Eingaben schnell und zuverlässig um. Der Schutz zur unbeabsichtigten Auslösung durch den Handballen funktionierte im kurzen Test sehr gut. Die beiden integrierten, leichtgängigen Tasten bestätigen Eingaben mit einem dezenten Knacken.

Innenleben

Über CPU und Grafik des Ausstellungsmodells wollte Asus noch keine genauen Angaben machen. Es werden allerdings mobile Prozessoren bis maximal Intel Core i7 der aktuellen Ivy-Bridge-Generation verbaut sein.

Asus Taichi Unterseite
Bild: notebookjournal.de
Die Abwärme des Asus Taichi wird unter anderem über Lüftungsschlitze im Boden
reguliert.

Im Hands-on zeigte sich das Taichi an den Oberflächen zwar nicht besonders warm, allerdings sprang dafür der Lüfter bereits nach kurzer Zeit im Idle-Modus an und drehte hörbar auf.

Als Massenspeicher kommt eine SSD mit Größen von 128 bis 256 GB zum Einsatz.

Fazit

Asus bringt mit dem Taichi mit zwei Displays eine weitere Variante der Ultrabook-Convertibles auf den Markt. Ob der Einbau von zwei Displays angesichts des zu erwartenden Strombedarfs eine gute Alternative zu einem einzelnen Displays ist, muss ein späterer Praxistest zeigen. Die Anwendungsszenarien, in denen die beiden Displays gleichzeitig eingesetzt werden, dürften übersichtlich sein. Zumindest im Business-Einsatz bei Präsentationen ist eine sinnvolle Anwendung gegeben.

Asus Taichi
Bild: notebookjournal.de
Das stark spiegelnde Außendisplay des Asus Taichi kann separat angesteuert
werden.

Wenn Asus die gute Verarbeitungsqualität des Vorserienmodells in die Verkaufsversion übernimmt und noch ein wenig an Details wie beispielsweise das Wärme-Management feilt, dürfte eine gute Basis für ein hochwertiges Ultrabook zur Verfügung stehen.

Asus Taichi Display innen
Bild: notebookjournal.de
Das Asus Taichi wird mit Windows 8 ausgeliefert.

Das Asus Taichi soll im Zuge des Windows 8 Starts Ende Oktober erhältlich sein. Der Einstiegspreis steht genausowenig fest wie die unterschiedlichen Ausstattungsvarianten. Angesichts der beiden verbauten Displays sollte der Preis deutlich über 1600 Euro liegen.




 


Kommentare zum Artikel ( 0 Antworten )
Zur Diskussion im Forum


Kategorie:
Subnotebooks, Ultrabooks, Ultrathins



 Artikel
 Galerie




Service Hotline
01805 / 010920 (Euro 0,14/Min)

Links zum Hersteller
Homepage
Websupport

Voraussichtliches Erscheinungsdatum
Oktober 2012