Wir konnten uns einen ersten Eindruck von MSIs 12-Zoll Mini U200 machen. MSI stellte sein neues Subnotebook nicht nur in Taipeh, sondern auch in Frankfurt am Main vor. Notebookjournal.de war für euch dabei.
Ist der Wind U200 ein Netbook? Klares Nein. Weder die Hardware noch der vorrausichtliche Preis sprechen für ein Mini-Notebook. Technisch haben wir ein Subnotebook mit Intel ULV-Prozessor, aktuellem Centrino Chipsatz (GM45) und Vista OS vor uns. Der Preis wird bei 600 bis 700 Euro liegen. Für ein Atom basiertes System wäre das viel Geld, für ein Subnotebook ist es jedoch günstig.
Notebooks, welche auf Produkt-Shows ausgestellt werden, sind fast immer „Engineering Samples“. Bei MSI ist das eine kleine Produktionscharge von 100 Stück. Diese Notebooks entstehen in derselben Produktionsstraße wie die späteren Serienmodelle.
Dennoch können diese Geräte Fehler haben, welche in der Serie so nicht mehr auftreten. Dies kann die Konstruktion, die Spaltmaße oder auch die Funktion elektronischer Bauteile betreffen. Die Aussagen dieses HandsOn haben daher nur eine beschränkte Aussagekraft.
Optik und Verarbeitung
Der Eindruck der Notebookjournal-Tester ist positiv. Das Chassis liegt fest in der Hand, der Deckel hat einen sicheren Halt. Das Gehäuse selbst können wir jedoch mit beiden Händen etwas verwinden. Die Verformung ist aber so gering, dass sie in unseren Augen nicht ins Gewicht fällt. Unterboden wie Handballenauflage des Samples lassen sich an keiner Stelle eindrücken.
Auch der Deckel überzeugt uns durch Festigkeit. Ein Grund dafür ist das Frameless-Display. Ein Kunststoffglas sitzt vor dem Panel und ersetzt den Rahmen. Das Frameless Design wird auf Grund der Optik verbaut. So passiert es bspw. bei Dell Studio XPS und Samsung Q320 Modellen. Bei bisherigen Modellen mit diesem Look störten sich die Tester immer wieder an den starken Reflektionen. Die treten vor allem unter Sonnenlicht und bei hellen Hintergründen auf.
Die Scharniere sind schwergängig, der Redakteur brauchte beide Hände zum Öffnen. Dafür sitzen sie aber fest in ihrer Verankerung und geben einen robusten Eindruck.
Absolut einverstanden.
Aber ich finde den Preis auch nicht verglichen mit Atom-Systemen zu teuer, sondern verglichen mit Core 2 Solo SU3500-Notebooks, die den gleichen Chipsatz, leicht bessere Leistung und niedrigere Leistungsaufnahme als der Celeron ULV haben (5,5 W gegenüber 10 W).
Der Celeron dürfte um ein Vielfaches schneller sein als der single core Atom. Immerhin bekommt man hier 8 mal so viele Transistoren. Direktvergleich:
[SIZE="1"]http://ark.intel.com/Compare.aspx ?ids=35635,36685,[/SIZE]
Auch der X4500 Grafikkern in 65nm Lithographie ist viel effizienter (und moderner?) als der zusammen mit dem Atom verbaute GMA 950. Allerdings...
Dafür, dass es "nur" Celeron ULV ist, finde ich das Gerät mit 600-700 Euro ganz schön teuer. Soweit ich weiß, hat der Celeron kein Speedstep oder? Also unnötiger Strommehrverbrauch.
Und das 13-Zoll Acer Timeline-NB gibt es mit "richtigen" Core 2 Solo ja bald für 599 Euro. Wieso sollte man also mehr ausgeben für einen schlechteren Prozessor?