Im
Fokus des Interesses stehen meist Notebooks, die in der einen oder anderen Form
Außergewöhnliches bieten; also Exemplare, die besonders schick, besonders flach, besonders leicht, besonders günstig, besonders teuer oder aber mit einer besonders hohen Rechenleistung ausgestattet sind.
Die Mehrzahl der Schreibtische jedoch wird von unauffälligen, aber soliden und
günstigen Arbeitstieren bevölkert. Grund genug für uns, auch mal einen Vertreter der vermeintlich grauen Office-Klasse ins Rampenlicht zu rücken.
Das
6715s überzeugt gleich auf den ersten Blick durch seine
klare Linienführung und sein schlichtes Design. Auf unnötige Verschönerungen wird ebenso verzichtet wie auf überflüssige Sondertasten. Der gestresste Office-User soll schließlich durch nichts von seiner eigentlichen Arbeit abgelenkt werden.
"Hässlich wie ein Klotz", würde unsere Grafikerin jetzt sagen,
"zurückhaltend elegant" aber lautet die
Meinung der Redaktion.
Auch die
Verarbeitung kann überzeugen. Das Gehäuse ist
verwindungssteif, die Handballenauflage
sehr stabil, und die Scharniere erlauben ein leichtes Verstellen der Displayposition.
Wirklich
hervorragend sind die
Eingabegeräte – die stabile Tastatur vermittelt ein deutliches Anschlaggefühl, und ermöglicht präzises und ermüdungsfreies Schreiben; Touchpad und Mausersatztasten reagieren präzise auf die Eingaben des Benutzers.
Verbesserungswürdig ist hingegen der
Schließmechanismus des Displays. Zugegeben, bei sachgemäßer Behandlung schließt das Display korrekt, und verbindet den Deckel sicher und fest mit dem Chassis.
Im
rauen Arbeitsalltag jedoch (und dafür sollte das 6715s ja in erster Linie ausgelegt sein) wird das Display meist nur mit einer unachtsamen Handbewegung zugeklappt - und das ist für den Verschluss des GR656ET zu wenig:
Der
Deckel schließt nicht richtig, und lädt achtlos in der Tasche herumfliegende Gegenstände wie Kugelschreiber oder Schlüsselbund ein, sich zwischen Chassis und Deckel zu mogeln. Resultat: das Panel
könnte beschädigt werden.
Als echten Ausfall muss man nur die Verkleidung des Displaydeckels bezeichnen: Das viel
zu dünne, empfindlich anmutende Material gibt sehr leicht nach. Es dürfte von sorglosen Benutzern sehr bald durch
Kratzer verschönert werden.