Allerdings birgt der Alltag eines wirklich mobil genutzten Notebooks auch eine Menge Gefahren. Die mit am häufigsten auftretenden Probleme sind Erschütterungen und Stöße, die einerseits das Gehäuse belasten und andererseits eine nicht zu unterschätzende Gefahrenquelle für die verbaute Festplatte und damit zwangsläufig
Kein Designwunder, aber solide gebaut und für den Außeneinsatz gut geeignet.
auch für die auf ihr gespeicherten wertvollen Daten darstellt. HPs Mobile Data Protection System soll dagegen exakt diese Gefahrenquelle nach Möglichkeit ausschließen, denn es wurde entwickelt, um Vibrationen und Stößen ihren Schrecken zu nehmen und Festplattenbeschädigungen vorzubeugen. Entdeckt der integrierte Sensor eine über das vom Hersteller vorgegebenen Limit hinausgehende Beschleunigung, wird automatisch der Schreib-Lese-Kopf von der Festplattenoberfläche entfernt um so die gefürchteten Head-Crashs zu unterbinden. Störenden Vibrationen von schnell laufenden optischen Laufwerken oder zitternden Untergründen setzt HP eine gepufferte Festplattenhalterung entgegen, die die Übertragung von Vibrationen an die Festplatte verringern soll.
Im Hinblick auf praktischen Nutzen wurde auch die von HP kreierte Software designt. Die Local-Recovery-Software erlaubt das unproblematische Anlegen von Festplatten-Images, die eine flinke Wiederherstellung irrtümlich gelöschter Daten oder zum Beispiel durch Viren beschädigter Betriebssystembereiche ermöglichen. Die HP Protect Tools sollen dagegen das Notebook sicherer
Das leicht zum User hin geneigte Design unterstützt ergonomisches Arbeiten.
machen und gleichzeitig dem User trotz erhöhtem Sicherheitsstandard mehr Bequemlichkeit bieten. Bestes Beispiel ist das Single Sign On. Mit einem einzigen Passwort loggt man sich in die Software ein und identifiziert sich als der autorisierte User - und schon wird man auf allen möglichen Webseiten, Anwendungen oder Netzwerk-Ressourcen automatisch angemeldet. Das ist einerseits bequem, weil man sich nicht mehr für jede mögliche Anwendungen ein anderes Passwort merken muss und steigert auf der anderen Seite die Sicherheit, da man damit auf den einzelnen Ressourcen wirklich sichere, „krumme“ Passwörter vergeben kann – denn man muss sie ja nicht mehr im Kopf behalten, was sonst oft zur Vergabe unsicherer, weil leicht zu merkender oder nachzuvollziehender Passwörter führt.
Wer sein Notebook zum Beispiel an einem öffentlich zugänglichen Terminal oder Empfangstresen oder beispielsweise auf Messen physikalisch sichern will, wird dank des integrierten Kensington-Lock-Anschlusses damit keine Probleme haben.
Hohe Leistung in Office- und Multimediaanwendungen
Das nx8220 baut auf Intels neuer Centrino-Plattform auf, die auch unter dem Codenamen Sonoma bekannt ist. Ihre Kernkomponente ist Intels i915-Chipsatz (Alviso), der den Einsatz von PCI-Express-Hardware im Notebook ermöglicht und die
Neben Wireless LAN findet sich auch Bluetooth an Bord des HP-Notebooks.
Geschwindigkeit der Kernkomponenten dank des nun 533 MHz und vorher 400 MHz schnellen Front Side Bus theoretisch um satte 33 Prozent anhebt.
Als Herz pumpt ein 1,86 GHz schneller Intel Pentium M 750, der ebenfalls mit 533er FSB läuft und auf 2 MByte Level-2-Cache zurückgreifen kann. Das nx8220 verbaut damit einen der schnellsten verfügbaren Mobilprozessoren der neuen Generation; nur der 2 GHz schnelle Pentium M 760 und der 2,13 GHz taktende Pentium M 770 sind noch stärker. Dem alten Pentium M 765 mit 2 GHz Taktfrequenz und 400 Mhz FSB ist der verbaute Prozessor mindestens ebenbürtig. Die CPU integriert zudem mit Enhanced Intel SpeedStep eine effektive Stromspartechnologie, die die Akkulaufzeit des Notebooks auf einem sehr hohen Niveau hält.
Die Sonoma-Plattform ermöglicht auch den Einsatz des neuen DDR2-Arbeitsspeichers, der mit ebenfalls schnellerer Taktung für einen spürbar höheren Speicherdurchsatz sorgt und so einen der schlimmsten Flaschenhälse im System merklich erweitert. HP verbaut zwar „nur“ den 400 MHz schnellen DDR2-RAM und lässt die rasanteren 533er Versionen außen vor, aber ist immer noch deutlich schneller als die zuletzt 333 MHz schnellen normalen DDR-Arbeitsspeicher. Zudem verbrauchen DDR2-Speicher weniger Energie als DDR-RAMs, was sich beim nx8220 positiv auf die Akkulaufzeit auswirkt.
HP spendiert dem Notebook 512 MByte RAM, die allerdings in Form von zwei 256-MByte-Riegeln installiert sind. Das ist einer der
Das nx8220 integriert sogar einen Smartcard-Reader - ungewöhnlich.
kleinen Nachteile des Notebooks, da ein Speicher-Upgrade so unnötig verteuert wird. Denn wenn man aufrüsten will, wird einer der beiden originalen Riegel weichen müssen. Der Vorteil dieser Konstellation liegt andererseits in der höheren Performance. Denn beim Einsatz von zwei Speichermodulen wird die Performance des Speicherinterfaces des i915-Chipsatzes noch einmal beschleunigt.
Trotz der hohen Leistung der Kernkomponenten ist das Notebook erstaunlich leise. Die CPU- und Grafiklüftung ist zwar konstant aktiv, bleibt aber auf einem kaum wahrnehmbaren Niveau. Hier hat HP einen erstklassigen Job geleistet, denn als störend oder bewusst wahrnehmbar kann man das Betriebsgeräusch absolut nicht bezeichnen. Und das ist für ein Notebook dieser Leistungsklasse alles andere als selbstverständlich.
Schnelle 3D-Grafik für flüssiges Gameplay
Für ein eigentlich als Business-Notebook konzipiertes Gerät bringt das nx8220 einen erstaunlich hochwertigen und schnellen
Das 15,4-zöllige 16:10-Widescreen-Display stellt 1280 x 800 Bildpunkte dar.
Grafikchip mit. ATIs Mobility Radeon X600 ist eine potente Grafiklösung mit eigenen Video-RAM, die nicht nur flüssiges Arbeiten in anspruchsvollen und bildgewaltigen Multimediaanwendungen garantiert, sondern auch in modernen 3D-Spielen eine durchaus gute Figur macht.
Die Grafikkarte nutzt das PCI-Express-Interface des Alviso-Chipsatzes, um das Senden und Empfangen von Daten im Vergleich zur herkömmlichen AGP-Schnittstelle über den Systembus deutlich zu beschleunigen. Im direkten Vergleich zu AGP 8x ist PCI-E x16 um den Faktor 2 schneller. Allerdings nutzt noch keine aktuelle Grafikkarte diesen Vorteil voll aus, aber die X600 ist auf jeden Fall einen guten Tick schneller als die Mobility Radeon 9700, ihr Pendant im AGP-Bereich. Zum entspannten Spielen reicht die Leistung allemal, wenn nicht gerade die allerneuesten 3D-Games mit den höchsten Detaileinstellungen gefahren werden sollen.
ATI optimiert die Karte zudem softwareseitig weiter. Die LCD Enhanced Engine soll laut ATI interne Widescreen-Displays und externe LCD-Monitore mit hoher Auflösung voll ausreizen und ideal ansteuern. Ein dazu passendes Feature ist die Automatic Display Configuration, die sich automatisch auf angeschlossene Projektoren einstellt. Eine Präsentations-Schnellzugriffstaste unterhalb des Displays ermöglicht auch die manuelle Kontrolle von Darstellungen auf externen Geräten oder lässt das automatische Starten von Anwendungen oder Dokumenten zu, die dann sofort extern dargestellt werden. Hier können auch die Anzeige- und Energieverwaltungseinstellungen für eine optimale Darstellung am Beamer konfiguriert werden.
Aber externe Geräte werden deutlich seltener zum Einsatz kommen als das interne Display. Das verbaute 15,4-zöllige Panel kann maximal 1280 x 800 Pixel darstellen, was der WXGA-Spezifikation entspricht. Das Widescreen-Display ist demzufolge ein 16:10-Gerät, was besonders bei Office-Anwendern und beim Anschauen von
Ein Cardreader für SD-Speicherkarten ist ebenfalls fest integriert.
Videos sehr angenehm ist. Wer dagegen ernsthaft spielen will, sollte sich das Ganze noch einmal überlegen. Erstens ist das nx8220 kein Spiele-Notebook und zweitens sind die meisten Spiele im 4:3-Format angelegt. Auf dem Widescreen-Display werden sie daher oft gestaucht dargestellt, da sich nur die wenigsten Spiele automatisch darauf einstellen oder manuell darauf einstellen lassen.
Die Displayhelligkeit ist mit rund 115 cd/m² in der höchsten Auflösung okay, aber nicht Welt bewegend. Zum lockeren Arbeiten reicht es allemal, aber einen Vergleich mit beispielsweise Sonys extrem hellen X-Black-Displays hält es keine Sekunde lang aus.
Gigabit-LAN, Bluetooth und WLAN für umfassende Kommunikation
Die Ausstattung im Speichersektor ist für ein Gerät dieser Preisklasse in Ordnung. Eine 60 GByte große Festplatte sorgt im Office für absolut ausreichenden Speicherplatz. Wer sich dagegen
Ein Gigabit-LAN-Port kann Daten mit 1000 MBit/s verschicken und empfangen.
zu den digitalen Jägern und Sammlern zählt und MP3s, Videos, Bilder und CD-Images auf der Platte hortet, wird nicht um eine Erweiterung in Form einer portablen Festplatte herumkommen. Die Fujitsu-Platte ist sehr schnell und leise und überzeugt in allen Lebenslagen.
Für optische Medien integriert HP beim Modell PG802ET einen durchschnittlich schnellen Multi-DVD-Brenner, der mit allen gängigen CD- und DVD-Rohlingen problemlos klarkommt. Double-Layer-Medien beschreibt er allerdings noch nicht. Wer darauf verzichten kann, findet in dem von Matshita gefertigten Laufwerk einen zuverlässigen Partner, dem eine hohe Medienkompatibilität nachgesagt wird.
Was die Connectivity angeht ist das nx8220 auf jeden Fall vorne mit dabei. Die interne LAN-Schnittstelle zur Verbindung mit dem Firmen- oder Privatnetzwerk ist Gigabit-kompatibel, überträgt also mit bis zu 1000 MBit/s. Voraussetzungen dafür ist natürlich ein kompatibles Endgerät, dass den gleichen Standard unterstützt. Da der Broadcom-Chip aber hundertprozentig abwärtskompatibel ist, ist auch die Kommunikation mit älteren 10-MBit- oder aktuelleren 100-MBit-Geräten überhaupt kein Problem. Ein Modem ist ebenfalls integriert, man ist also auch in der Berghütte nicht komplett vom Web abgeschnitten.
Für kabellose Aktionen ist das Notebook ebenfalls gut gerüstet. Um überhaupt als Centrino-Plattform durchzugehen muss es natürlich
Der DVD-Brenner kommt mit fast allen Medien außer Double-Layer-Rohlingen klar.
auch eine Intel-WLAN-Karte an Bord haben. Hat es auch, und zwar in Form einer Pro/Wireless 2200 BG, die den aktuellen IEEE802.11b/g-Standard unterstützt. Damit sind bis zu 54 MBit/s schnelle Datentransfers möglich, die das mobile Arbeiten oder private Surfen im Restaurant in der Innenstadt zum kabellosen Vergnügen machen. Die Karte ist natürlich auch abwärtskompatibel, so dass man auch mit älteren Geräten des IEEE802.11b-Standards ungestört mit 11 MBit/s kommunizieren kann.
Mit WLAN ist aber nicht Schluss, denn das Notebook integriert auch eine Bluetooth-Schnittstelle der Klasse 2, die bis zu 10 Meter Reichweite haben soll. Damit ist die Verbindungsaufnahme zu PDAs oder anderen kleinen externen Helferlein problemlos möglich. WLAN und Bluetooth lassen sich übrigens per Knopfdruck auf den unterhalb des Displays lokalisierten Buttons ein- und ausschalten.
4 Stunden Akkulaufzeit überbrücken einen kompletten Arbeitstag
HP integriert aber auch weitere interessante Details, die nicht unbedingt selbstverständlich sind. Ein Smartcard-Reader erlaubt die Nutzung diverser Smartcards, die zum Beispiel beim
Die U-förmige Travel Battery wird einfach an den Gehäuseboden angeflanscht.
Online-Banking oder beim Identitätsmanagement zum Einsatz kommen. Ein Cardreader für das SecureDigital-Speicherkartenformat findet sich auch, aber in dieser Hinsicht bieten viele Konkurrenzprodukte mittlerweile Multiformat-Reader. Die beim nx8220 realisierte Laut-Leise-Buttonsteuerung mit zusätzlicher Stummschaltungstaste ist dagegen auch in dieser Preisklasse noch lange nicht bei allen Geräten Standard. So lässt sich mit einem Finger die Lautstärke auf die Schnelle locker einstellen. Praktisch sind auch die auf der Gehäuseoberseite beschrifteten seitlichen Anschlüsse, die praktisch ein „blindes“ Anschließen externer Geräte erlauben.
Eine intelligente Lösung ist dagegen der manuell ein- und ausschaltbare Lichtsensor, der die Intensität des Umgebungslichts wahrnimmt und die Displayhelligkeit dementsprechend automatisch einregelt.
Auch die Akkulaufzeit des Geräts ist beeindruckend gut. Im Test schrammte es knapp an der 4-Stunden-Marke vorbei. Aber auch „nur“ 3 Stunden und 59 Minuten sind ein herausragend guter Wert, wenn man die Potenz des Notebooks dazu ins Verhältnis stellt. Wem das dennoch nicht reicht, kann die von HP für das Notebook
WLAN und Bluetooth lassen sich auf Knopfdruck ein- und ausschalten.
vorbereite Travel Battery nachkaufen, die einfach an den Boden des Notebooks zusätzlich angeflanscht wird. In den ersten Testsdurchläufen kamen wir mit dieser Kombination auf eine Laufzeit von mehr als 7 Stunden und 15 Minuten, was für einen kompletten Arbeitstag ausreicht. Denn da unsere Tests unter Abschaltung aller Stromsparmaßnahmen erfolgen, ist die reelle Laufzeit im Officebetrieb meist noch etwas höher.
Wer übrigens eine Docking Station einsetzen möchte, kann das mit dem nx8220 problemlos tun. HP bietet mehrere Docking Stations an, die sogar mit angeflanschter Travel Battery funktionieren.
Fazit
HPs nx8820 ist ein leistungsstarkes, ausgewogenes Notebook auf Basis der Sonoma-Technologie. Es bietet hohe Performance, ist aber dennoch leise und Strom sparend, was sich in einer hohen Akkulaufzeit von 4 Stunden niederschlägt. Es bietet umfassende Kommunikationsmöglichkeiten und leistet sich im Test keine einzige wirkliche Schwäche.
Praxiseindruck: Marco Schulz (Produktmanager):
Das Notebook arbeitet sehr leise und wird nicht heiß. Der Akku hat eine lange Laufzeit von circa dreieinhalb Stunden. Die Tastatur ist sehr hochwertig und hat einen sehr guten Tastenanschlag. Zudem entspricht die Tastatur dem Standard-Layout, ist intuitiv bedienbar und kann auch von großen Menschen locker mit 10 Fingern genutzt werden. Das Touchpad ist ebenfalls gut zu bedienen und folgt den Bewegungen flüssig. Eine Scroll-Funktion ist ebenfalls in das Pad integriert. Die Touchpad-Tasten sind ohne großen Kraftaufwand bedienbar und haben ein angenehm griffiges Gefühl.
Das Display ist bis in die Ecken gut ausgeleuchtet und hat einen überzeugenden Kontrast. Bei Tageslicht lässt sich mit dem Notebook gut arbeiten, auch die Farben sehen natürlich
Kraftvoll, schlicht und dennoch elegant: Das HP compaq nx8220.
aus. Das Widescreen-Display erleichtert das tägliche Arbeiten, lässt sich aber auch auf die Standardeinstellungen zurücksetzen.
Das Notebook hat eine insgesamt sehr gute Verarbeitungsqualität und fühlt sich dank hochwertiger Materialien auch gut an. Insgesamt hinterlässt das nx8220 so einen schlichten, eleganten Eindruck. Das Gewicht des Notebooks geht für seine Leistungsklasse absolut in Ordnung.
Zahl und Art der Anschlüsse sind okay, allerdings könnte noch ein vierter USB-Anschluss vorhanden sein. Als Erweiterungsmöglichkeit lässt sich aber jederzeit eine Dockingstation anschließen. Alle Anschlüsse sind seitlich positioniert und somit einfach erreichbar. Am Notebook ist auch ein Firewire-Anschluss vorhanden, zum Auslesen von Speicherkarten steht ein SD-Cardreader zur Verfügung. Nett: WLAN und Bluetooth lassen sich mit einem Knopfdruck problemlos an- oder abschalten.
Der Lüfter arbeitet wirklich sehr leise, was ein absoluter Vorteil an diesem leistungsstarken Notebook ist. Dank seiner Ausstattung arbeitet das Notebook sehr zügig und zeigt auch beim Betrieb mehrerer Programme keine Schwächen.
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Kategorie: Multimedia-Notebooks bis 16,4 Zoll
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Multimedia-Notebooks bis 16,4 Zoll HP compaq nx8220