Zur Startseite
HomeTestsSmartphones > HTC One
ANGEFASST HTC One
Augenfällig – Highend Smartphone HTC One im Hands-on
von Oliver Bünte am Mo, 25.02.2013



Einleitung

HTC hat mit dem HTC One X+ ein hervorragendes Android Smartphone im Programm. Allerdings konnte das One X+ bisher nicht den Stellenwert eines Samsung Galaxy S3 oder eines iPhone 5 erreichen. Mit dem One will HTC den Spitzen-Smartphones mit Android-Betriebssystem und dem iPhone das Fürchten lehren. Wir konnten auf einem Event in Hamburg einen ersten Blick auf das HTC One werfen und antesten.

HTC One ONEM7grey
Bild: htc.de
Mit dem HTC One ONEM7grey tritt der taiwanische Hersteller gegen die
Spitzen-Android-Smartphones an.

Spezifikationen HTC One

Display: 4,7 Zoll, 1920 x 1080 Pixel, glänzend
Prozessor: Qualcomm S4 Snapdragon, Quad-Core (1,7 GHz)
Grafik:Adreno 320
Betriebssystem: Android 4.1.2 Jelly Bean (Update auf 4.2 möglich)
Arbeitsspeicher: 2 GB RAM
Massenspeicher: 32 GB
Schnittstellen: Micro-USB, Audio
b>Konnektivität: LTE, WLAN (a/b/g/n), Bluetooth 4.0, NFC
Sensoren: Kompass, Geschwindigkeitssensor, Gyroscope, Lagesensor, Lichtsensor
Abmessungen / Gewicht: 137 × 68 × 9 mm / 143 g
Sonstige Ausstattung: 4,1-Megapixel-Kamera (hinten), 2,0-Megapixel-Kamera (vorne), Blitz, GPS


Angebote vom 25.02.2013

HTC One Grey (notebooksbilliger.de) - 670 Euro (vorbestellbar)
HTC One Grey (cyberport.de) - 679 Euro (vorbestellbar)

Altermative Ausstattungen

HTC One Schwarz (notebooksbilliger.de) - 670 Euro (vorbestellbar)
HTC One Schwarz (cyberport.de) - 679 Euro (vorbestellbar)


Leistung und Bedienoberfläche

Um es vorweg zu nehmen: HTC enttäuscht die geschürten Erwartungen nicht. Das Smartphone bietet Technik, die State of the Art ist. Zwar wird "nur" ein Quad-Core-Prozessor verbaut, allerdings zeigen erste Quadrant-Benchmark-Werte, dass der mit 1,7 GHz getaktete Qualcomm S4 Snapdragon Prozessor mehr Leistung bietet als andere SoCs in Top-Smartphones. Das HTC One ist dem Samsung S3 damit deutlich überlegen. Intern verfügt das Smartphone von HTC über einen üppigen 2 GB großen Arbeitsspeicher. Die Grafikausgabe übernimmt der integrierte Adreno 320 Chip.

HTC setzt auf dem Testgerät die Android-Version 4.1.2 Jelly Bean ein und stülpt darüber die runderneuerte HTC-Sense-Oberfläche in Version 5.0. Ob zum Verkaufsstart Android 4.2 installiert sein wird, muss offen bleiben. Die bisher dominanten Homescreens und Widgets treten unter Sense 5.0 stärker in den Hintergrund. Stattdessen kommt mit BlinkFeed eine Thread-Ansicht zum Einsatz, in der alle Informationen zusammenlaufen. Neben Mails, Social Media und Nachrichten werden Termine und neue Fotos in BlinkFeed gebündelt. Die Nachrichtenkanäle kann der Nutzer aus einem vorgegebenen Pool von Content-Partnern aussuchen. Normale RSS-Feeds können nicht integriert werden. Wer nicht nur Mainstream-Medien, sondern auch Blogs nutzten will, muss dann doch wieder einen separaten RSS-Reader benutzen. Trotzdem fällt der erste Eindruck von BlinkFeed positiv aus.

HTC One ONEM7
Bild: notebookjournal.de
Das Display des HTC One ONEM7grey bietet auf 4,7 Zoll Full HD und schlägt damit
deutlich die Pixeldichte vom iPhone 5.

Insgesamt überzeugt die Power des HTC One. Während man bei bisherigen Android-Smartphones immer wieder das Gefühl hatte, dass es ruhig noch einen Tick schneller gehen und alles flüssiger laufen dürfte, vermittelt das HTC One den Eindruck von Leistung satt. Sowohl die Navigation als auch Apps laufen ohne jegliche Ruckler. Die angetesteten Games bestätigen diesen Eindruck. Die integrierte Grafik erledigt ihren Job sehr gut.

Display

Zur Spitze gehört das 4,7 Zoll große Display mit Full-HD-Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten. Damit erreicht das Display mit 468 dpi eine über 40 Prozent höhere Pixeldichte als das Retina-Display des iPhone 5. Einzelne Pixel sind aus dem gängigen Betrachtungsabstand von etwa 40 cm auf dem Display des One nicht mehr auszumachen - auch dann nicht, wenn man das Display sehr dicht vor die Augen hält. Der Kontrast ist hoch, die Farben lebendig. Bei einem größeren Display spielen die Blickwinkel eine große Rolle. So liefert beispielsweise das aktuelle Sony Xperia Z nur sehr maue Werte. Beim HTC One kann man dagegen Entwarnung geben. Ab etwa 20 Grad Abweichung vom optimalen Blickwinkel wird das Display lediglich geringfügig dunkler und der Kontrast lässt nach. Invertierungen treten keine auf. Das Display spiegelt wie bei fast allen Smartphones. Im Showroom waren Spiegelungen zu erkennen, beeinträchtigten das Ablesen aber nicht besonders stark. Entsprechend werden bei der Benutzung im Freien zwar Reflexionen auftreten, aufgrund der hohen Luminanz der Hintergrundbeleuchtung sollte das Display trotzdem gut ablesbar sein.

Kamera

Im Vorfeld der Präsentation des HTC One X gab es viele Spekulationen zur Fotokamera. Die gute Cam des HTC One X+ hatte Hoffnungen geweckt und einige Aussagen von HTC im Vorfeld der Präsentation eine Über-Smartphone-Kamera erwarten lassen. Der Megapixelwahn wurde (glücklicherweise) nicht erfüllt. Im Gegenteil: 4,1 Megapixel sind für ein Smartphone, das in der Highend-Klasse mitspielen will, sehr wenig.

HTC One ONEM7grey
Bild: notebookjournal.de
Weniger, aber größere Pixel auf der Sensorfläche sollen beim HTC One ONEM7grey
für bessere Bilder sorgen.

HTC setzt allerdings auf einen großen Bildsensor. Auf ihn lassen sich entweder viele Pixel unterbringen oder man macht die Pixel größer und erhöht dadurch die Lichtempfindlichkeit. HTC hat sich für den zweiten Weg entschieden und nennt diese Technik "UltraPixel". Bei schlechten Lichtverhältnissen sollen Fotos heller sein und weniger rauschen. Im kurzen Test konnten wir im Vergleich zu einer Aufnahme mit dem iPhone 5 keine großen Unterschiede oder deutliche Verbesserungen erkennen: Dunkle Aufnahmen werden aufgehellt, rauschen aber trotzdem sichtbar. Bei guten Lichtverhältnissen gelingen weitgehend naturgetreue Aufnahmen, die aber etwas blass wirken.

HTC hat seine Kamera-App aufgewertet. Mit HTC Zoe werden bei der Fotoaufnahme ein paar Sekunden Video aufgenommen, die mit dem Foto verknüpft werden. Sieht man sich das Foto später an, wird auch gleich das kurze Video gezeigt. Beim Durchblättern mehrerer Fotos können die Videoschnipsel allerdings nach kurzer Zeit nerven. Wer will, lässt sich aus ausgewählten Fotos und Clips vom HTC One automatisch ein Video mit Sound-Untermalung erstellen.

Speicher und sonstige Ausstattung

Durch die geringere Bildauflösung werden beim HTC One die Fotodateien kleiner und benötigen nicht soviel Platz im Speicher. Das ist auch gut so, denn der interne Speicher ist lediglich 32 GB groß. Für den Normalgebrauch ist das ausreichend, allerdings wollen Nutzer von Highend-Android-Smartphones immer eine Erweiterungsmöglichkeit in petto haben. Ein microSD-Karteneinschub fehlt dem HTC One aber. Benötigt man mehr Speicher, so muss man in die Cloud ausweichen. 50 GB Speicher bei Dropbox soll inklusive sein. Zur Nutzung des Cloud-Speichers wird schnelles Internet vorausgesetzt. Das One unterstützt im Gegensatz zum iPhone 5 alle in Deutschland gängigen LTE-Frequenzbänder 800 und 2600 MHz.

HTC One ONEM7grey
Bild: notebookjournal.de
Das HTC One ONEM7grey besitzt einen Micro-USB-Anschluss, aber keinen
microSD-Kartenslot.

Auf der Vorderseite hat HTC sehr dominant zwei Lautsprecher platziert, die für eine laute Beschallung gut sein sollen. Laut HTC ist ein zusätzlicher Verstärker eingebaut. Die Lautstärke wird über eine Tastenwippe geregelt. Feststellen konnten wir die Qualität und Lautstärke im lauten Showroom allerdings nicht.

Äußerlichkeiten

Auf das Design scheint HTC besonders Stolz zu sein, denn es wurde immer wieder explizit darauf hingewiesen. Das Unibody Gehäuse besteht aus einem Stück Aluminium und ist nur 9 mm flach. Die Rückseite ist leicht gekrümmt und liegt gut in der Hand, aber weniger gut auf einem Tisch. Das Aussehen verbindet moderne Elemente mit Retro-Style. Bei den Bedienelementen konnte man sich anscheinend nicht auf eine Linie einigen: Der Power-Button ist schwarz, die Lautstärkewippe silberfarben mit konzentrischen Kreisen. Das mag alles nicht so richtig zusammenpassen.

In der Power-Taste ist eine Infrarot-Diode eingelassen. Mit einer passenden App wird aus dem HTC One eine anlernbare Fernbedienung, die beispielsweise TV und HDD-Rekorder ansteuern können soll. Selbst eine Aufnahmeprogrammierung über einen Electronic Program Guide (EPG) soll sich realisieren lassen. Auf der Rückseite des HTC One sind mit grauem Kunststoff aufgefüllte Rillen eingelassen. Vermutlich verlaufen darin die Antennen. Ein Praxistest wird zeigen, wie gut die Empfangs- und Sendeleistung ausfällt. Bei Unibody-Gehäusen aus Metall können hier durch Abschirmeffekte leicht Probleme auftreten. Ebenfalls nicht ganz gelungen ist der rote BeatsAudio-Schriftzug. Weniger wäre hier mehr gewesen. Das Aussehen wird aber sicherlich seine Liebhaber finden.

Erster Eindruck

HTC One ONEM7grey
Bild: htc.de
Das Gehäuse des HTC One ONEM7grey wird aus Aluminium gefräst und fühlt sich gut
an.

HTC hat mit dem One ein technisch sehr gutes Smartphone auf die Beine gestellt. Ein genauer Test mit Benchmarks und weiteren Messwerten sollten das bestätigen. Das Full-HD-Display ist hervorragend. Prozessor- und Grafikleistung versprechen viel. Die Ausstattung bewegt sich insgesamt auf einem hohen Niveau, wenngleich der nicht-erweiterbare Speicher einige Android-Freunde abschrecken könnte. Das Aussehen ist Geschmacksfrage.

Das rund 670 Euro teure HTC One ist bereits vorbestellbar und soll im März ausgeliefert werden. Es wird dann auch mit dem für den 14. März angekündigten Samsung Galaxy S4 konkurrieren. Einen ausführlichen Test des HTC One liefern wir nach, sobald uns ein Testgerät vorliegt.


Angebote vom 25.02.2013

HTC One Grey (notebooksbilliger.de) - 670 Euro (vorbestellbar)
HTC One Grey (cyberport.de) - 679 Euro (vorbestellbar)

Altermative Ausstattungen

HTC One Schwarz (notebooksbilliger.de) - 670 Euro (vorbestellbar)
HTC One Schwarz (cyberport.de) - 679 Euro (vorbestellbar)





 


Kommentare zum Artikel ( 0 Antworten )
Zur Diskussion im Forum


Kategorie:
Smartphones



 Artikel
 Galerie




Links zum Hersteller
Homepage
Websupport