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TEST Kensington Proximo Starter-Set
Finder – iPhone, Schlüssel und Taschen vor Verlust schützen
von Oliver Bünte am Do, 21.03.2013



Lost

Vor ein paar Jahren hatte ich mein Smartphone in einem Museum verloren. Es war mir bei einer chilligen Pause aus der Hosentasche gerutscht. Immerhin kostete das Gerät knapp 500 Euro. Wiedergesehen habe ich das gute Stück nicht. Anscheinend sind Museumsbesucher keine besseren Menschen.

Kensington Proximo Starter-Set
Bild: notebookjournal.de
Trio mit zwei Transpondern: iPhone 5 und die beiden Proximo Transponder.

Wer häufiger etwas verliert oder einfach nur vergisst, der sollte seine Wertgegenstände schützen. Kensington bietet mit Proximo ein Starter-Set aus zwei Transpondern an, die einen warnen, wenn man sich zu weit vom eigenen Smartphone entfernt. Umgedreht warnt das Smartphone, wenn beispielsweise ein mit Proximo geschützter Schlüssel oder eine Tasche zu weit vom eigenen Standort entfernt ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob man sich selbst von einer Tasche entfernt oder aber die Tasche gestohlen wird. Ist etwas verloren gegangen, unterstützt Proximo beim Auffinden.


Angebote vom 21.03.2013

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Vorbereitungen

Das Proximo Starter-Set besteht aus zwei Transpondern. Beim Fob handelt es sich um einen aktiven Transponder, der Signale senden und empfangen kann und zusätzlich mit einem Taster ausgestattet ist. Er ist 50 x 28,9 x 9,3 mm groß. Der passive, runde Transponder Tag kann nur senden. Er misst 38,4 mm im Durchmesser und ist 9,8 mm dick. Die Transponder sind so klein und mit je 10 g so leicht, dass sie an einem Schlüsselbund oder einer Taschen nicht auffallen. Beide Transponder werden mit einem iPhone 4S mit iOS 5 oder 6, einem iPhone 5 oder ab iPad 3 mit iOS 6 über Bluetooth 4.0 verbunden. Das System nutzt dabei die stromsparende Version Bluetooth Low Energy. Andere Geräte und Betriebssysteme unterstützt Proximo derzeit nicht, eine App für Android soll aber bald folgen.

Über die kostenfreie App stellt man eine Verbindung zu den Transpondern her. Dabei reicht es aus, Bluetooth am iPhone einzuschalten und die Transponder in einen Erkennungsmodus zu versetzen. Die App erledigt den einmaligen Pairing-Vorgang automatisch. Fortan verbinden sich Smartphone und Transponder selbstständig. Bis zu drei weitere Transponder kann man mit dem iPhone gleichzeitig verwenden. Sie kosten je 35 Euro in der aktiven und 20 Euro in der passiven Variante.

Kensington Proximo Starter-Set
Bild: notebookjournal.de
Der aktive Fob verfügt über einen Button,…

Kensington Proximo Starter-Set
Bild: notebookjournal.de
… der passive Tag nicht.

Fob und Tag: Piep, piep, didelüp

Jedem Transponder gibt man über die App einen passenden Namen wie beispielsweise „Schlüssel“, „Tasche“ oder „Rucksack“. Wer mag, versieht die Transponder mit eigenen Signaltönen. Geht etwas verloren, kann man den jeweiligen Gegenstand über die Bezeichnung und individuellem Ton einfacher mit dem iPhone orten. Über die App stellt man außerdem Zonen ein, ab wann man gewarnt werden möchte. Allerdings funktioniert das nicht metergenau. Es hängt von der Stärke des Bluetooth-Signals ab, die von der Umgebungsbeschaffenheit wie Wände beeinflusst wird. Insgesamt können fünf Alarmzonen eingestellt werden. Praktisch: Die App zeigt über Farben an, in welcher Alarmzone sich der Transponder gerade befindet.

Kensington Proximo Starter-Set
Bild: notebookjournal.de
Über die Proximo App vergibt man Namen, …

Kensington Proximo Starter-Set
Bild: notebookjournal.de
… vergibt individuelle Alarmtöne und …

Kensington Proximo Starter-Set
Bild: notebookjournal.de
… richtet Alarmzonen ein.

Kensington Proximo Starter-Set
Bild: notebookjournal.de
Die Farben zeigen an, in welcher Alarmzone sich der jeweilige Transponder gerade
befindet.

Den aktiven Transponder sollte man am Schlüsselbund befestigen, da man einen Schlüssel meist bei sich trägt. Vergisst man beispielsweise das iPhone und entfernt sich aus der Wohnung oder dem Büro, dann schlägt der Fob am Schlüsselbund Alarm. Eine blinkende LED warnt optisch. Der aktive Fob piepst mit maximal 80 dB(A) Lautstärke. Gleichzeitig meldet sich auch das vergessene iPhone. Hat man das iPhone verlegt, drückt man einfach auf die Taste des Fob und das iPhone meldet sich mit einem Alarmton. Wird das iPhone gestohlen und aus der definierten Zone entfernt, schrillen beim iPhone und dem Transponder die Alarmglocken. Der passive Transponder funktioniert auf die gleiche Weise und ist maximal 60 dB(A) laut, kann aber beim iPhone keinen Alarm auslösen.

Kensington Proximo Starter-Set
Bild: notebookjournal.de
Die Proximo App zeigt die letzte Position eines Transponders in einer Karte an.

Einen Nachteil hat das System: Lässt man beispielsweise in einer größeren Wohnung den Schlüssel oder die Tasche mit dem Transponder in der Diele liegen und geht mit dem iPhone in ein weiter entferntes Zimmer oder ein anderes Stockwerk, dann löst der Alarm aus. Entweder man stellt dann die Zone größer und nimmt in Kauf, dass der Alarm erst auf größere Entfernung auslöst, oder man muss die App vollständig beenden und bei Bedarf wieder einschalten. Letzteres ist sicherlich keine gute Methode, denn wenn man vergisst, die App wieder zu starten, funktioniert das System nicht. Umständlich ist auch, dass man die einzelnen Transponder gegebenenfalls in der App deaktivieren muss, wenn man beispielsweise ohne Tasche aus dem Haus gehen will. Denn sonst schlägt das iPhone sofort Alarm.

Kensington Proximo Starter-Set
Bild: notebookjournal.de
Den aktiven Transponder Fob sollte man an einem Schlüsselbund befestigen. Über
den Button kann man das iPhone auffinden.

Das iPhone zeichnet in regelmäßigen Abständen die Position der Transponder auf. Dabei wird genau genommen nur die GPS-Position des iPhones gespeichert und den in Reichweite befindlichen Transpondern zugeordnet. Hat man einen Gegenstand verloren, schaut man über die Proximo App in einer Karte nach, wo der verlorene Gegenstand das letzte Mal in Reichweite war und kann gezielt danach suchen. Bei Diebstahl nützt die letzte Position allerdings nichts, denn dann dürfte der gestohlene Gegenstand bereits längst vom letzten Standort entfernt worden sein.

Akku- und Batterielaufzeit

Die Proximo Transponder arbeiten mit handelsüblichen CR2032 Knopfzellen. Aufgrund des kurzen Testzeitraums konnten wir nicht bestimmen, wie lange die Batterien durchhalten. Kensington gibt eine Laufzeit von etwa sechs Monaten an. Danach muss eine neue Transponder-Batterie her, die knapp 50 Cent kostet. Zusätzlich beeinträchtigt die ständig aktive Bluetooth-Verbindung und das gelegentliche Ermitteln des Standorts über GPS die Laufzeit des iPhones. Im Test verzeichneten wir einen Akkuverlust von etwa fünf Prozent über einen gesamten Tag bei aktiver Bluetooth-Verbindung und im Hintergrund laufender App gegenüber ausgeschaltetem Bluetooth und geschlossener Proximo App.

Kensington Proximo Starter-Set
Bild: notebookjournal.de
Die Transponder Fob und Tag werden von Knopfzellen mit Energie versorgt.

Fazit

Proximo verhindert wirkungsvoll, dass man einen gesicherten Gegenstand zu Hause vergisst. Den Diebstahl verhindert es nicht, warnt aber zuverlässig. Im Betrieb muss man ein paar Abstriche in Kauf nehmen und gegebenenfalls über Fehlalarme hinwegsehen, wenn man sich mit dem iPhone absichtlich außerhalb der Alarmzone bewegen möchte. Dann muss man einzelne Transponder abschalten oder die Alarmzonen und damit die Empfindlichkeit verändern.

Kensington Proximo Starter-Set
Bild: notebookjournal.de
Im Team funktionieren iPhone und Proximo gut.


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Die Akkulaufzeit des iPhone geht bei aktivem Proximo-System pro Tag um etwa 5 Prozent zurück. Das mag wenig klingen, aber der Verlust an Akkulaufzeit kann entscheidend sein, wenn man dauernd auf sein Mobiltelefon angewiesen ist.

Wer vergesslich ist oder einfach nur etwas mehr Sicherheit benötigt, für den sind die rund 50 Euro für das Kensington Proximo Starter-Set gut angelegt.




 


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