Heutzutage haben es Bücherwürmer und Leseratten nicht mehr so schwer wie noch vor wenigen Jahren als Viel-Leser noch innerhalb weniger Monate ihr, doch Platz beschränktes, Bücherregal bis ans Limit auffüllen mussten, wollten sie die Bücher nicht zurückgeben. Innerhalb weniger Jahre verwandelte sich so oft wertvolle Wohnfläche in halbe Dorf-Bibliotheken. Und Wohnfläche ist ja nicht gerade billig. Doch zum Glück nahte Hilfe in Form der praktischen E-Book Reader, die Benutzern, die man als Bücherwurm bezeichnen könnte, helfen, mehr Platz ihr eigen zu nennen. Die kleinen, praktischen Geräte können nicht nur Platz und Kilos einsparen, sondern auch viel Geld. Um euch das zu zeigen, hat notebookjournal.de den Kobo Reader getestet.
Der Kobo Reader bietet für seine 150 Euro auf einem 6 Zoll Display einen integrierten Büchershop, der durch WLAN erreichbar ist, über das man auch im restlichen Internet surfen kann. Wir erinnern uns, dass gerade das Fehlen dieses Features gerne beim ansonsten perfekten
Sony Reader PRS-650 kritisiert wurde. Weitere nicht unbedingt notwendige, aber spaßige Extras, sind das Scetchbook, das der Leser ohne Stift benutzen kann. Ganz einfach mit den Fingern zeichnen und schreiben. Sowie ein Sudoku-Spiel in allen Schwierigkeitsstufen.
Der Kobo (11,3 x 0,6 x 16,5 cm) ist sichtbar kleiner als ein normales Taschenbuch und passt in wirklich jede Tasche. Mit seinen 190 g ist er sehr leicht. Das Gehäuse ist stabil und fühlt sich durch das wellige Kunststoff-Material der Rückseite angenehm an. Dabei macht die in Rauten mit gewölbten Oberflächen gemusterte Rückseite den Reader auf angenehme Weise griffig. Das Tastenfeld im Gehäuse besteht nur aus einem Button aus Metall unten in der Mitte und dem Ein und Aus-Schalter am oberen Rand.
Doch der erste Eindruck war alles andere als gut. Die Bedienung hat ihre Tücken. Das Schließen einiger Features, durch das „ X“, macht Probleme, da man es mehrmals drücken muss - und beim Surfen im Internet muss man erst ganz groß heran zoomen – was dazu führen kann, dass man den Überblick völlig verliert – bevor der Benutzer den Button drücken kann.
Es braucht eine gute halbe Stunde Auseinandersetzung mit dem Gerät, bevor klar wird, wie der Reader richtig funktioniert. Doch dann kann sich jeder Besitzer freuen. Denn die Quintessenz, also das Lesen, geht einfach und vor allem schnell von statten. Das Umblättern der Seite braucht weniger als eine Sekunde (und ist schneller als z.B. beim
Oyo Reader). Das Schriftbild (d.h. Schriftgröße, Zeilenabstand und Schrift) ist frei wählbar. Wirklich überzeugt hat jedoch die Markier-Funktion. Markieren ist möglich durch langes auf ein Wort drücken. In Folge kann man die Markierung ziehen und kürzen wie es beliebt. Die angestrichenen Wörter kann man dann durchs Wörterbuch jagen, das einem auf die Sekunde genau eine Antwort liefert. Man kann sich nicht nur Fremdwörter erklären, sondern auch einen Englisch – Deutsch Übersetzer zur Hilfe nehmen.
Auch die spielerischen Extras brauchen nicht lange zum Laden und funktionieren gut. Erstaunlicher Weise macht es keine Schwierigkeiten, im Scetchbook, ohne Stift, zu zeichnen oder sich Notizen zu machen. Da der Stift fehlt, lassen sich im Gegensatz zum Sony Reader PRS 650 keine Randnotizen und Anstreichungen im Text vornehmen. Der Internetbrowser ist für E-Book-Reader relativ flink und das Laden von Seiten wie Google oder Facebook braucht keine Minute.
Wenn man funktionierendes W-Lan hat, kann man direkt auf dem Gerät den
Kobo Shop nach seinen Lieblingsbüchern durchforsten.
Durch den Internetbrowser kann der Benutzer jedoch auch auf Online Shops wie Thalia zu greifen und so kann der Leser jedes EPub-Book kaufen, das es gibt. Wer aber die Kobo-Tastatur nicht dafür einsetzen möchte, kann sich natürlich auch per PC die Bücher herunter laden. Einfach den Reader mit dem dazu gehörigen Kabel in den USB Port stecken und ab auf die Homepage, auf der ihr gerne E-Books kauft. Doch zum Download ist die „Abobe Digital Editions“ von Nöten. Nicht weiter schlimm, denn die ist fix heruntergeladen und installiert. Nur noch anmelden und auf die Literatur stürzen. Und hier ist ein weiterer Vorteil für Bücherwürmer: Die runter geladenen Bücher sind im Preis günstiger als im Laden gekaufte.
Der 6 Zoll große Bildschirm ist, wie vorher schon erwähnt, mit E-Papier von E-Ink ausgestattet. Ein Vorteil, den es auf dem i-Pad nicht gibt. Aber warum ist es ein Vorteil?
Eine Studie legt nahe, dass das elektronische Papier, das weder leuchtet noch flimmert (unser Testgerät „leuchte“ mit 0,01 cd/m²), bei langem Drauf-sehen im Gegensatz zu leuchtenden Displays den Leser mehr schont.