Intel weicht seine Ultrabook-Vorgaben etwas auf, und prompt ist Hardware-Gigant Acer – wie schon beim Aspire S3 Ultrabook seinerzeit – der erste Kämpfer auf neuem Felde.
Acer Aspire Timeline Ultra M3 heißt das neue, 15,6-Zoll große Ultrabook. Wobei man sich bei diesen neuen Dimensionen erst noch an den Namen „Ultrabook“ gewöhnen muss. Denn nun sind auch 15,6-Zoll-Notebooks mit dedizierter Grafikkarte und Intel Core i-Prozessoren zugelassen, solange sie einige Richtlinien wie Akkulaufzeit, schnelles Hochfahren und Maximalwerte bei Gewicht und Abmessungen erfüllen. Dass Acer in diese Richtung plant, konnten wir schon auf der CES 2012 feststellen, als uns das Schwestermodell M5 gezeigt wurde.
Im März berichteten wir auch schon über das hier getestete Timeline Ultra M3, damals waren aber die Spezifikationen noch nicht bekannt. Nun kommen die ersten Geräte in den Handel, unsere Testversion mit Intel Core i5-2467M, Nvidia GT 640M und 500 Gigabyte HDD plus 20 Gigabyte SSD stellt dabei das mittlere Modell dar.
Zusätzlich ist ein Einsteigermodell mit i3-2367M und konventionellen HDDs plus 20 Gigabyte SSD ab 599 Euro erhältlich, die Version mit Intel Core i7-2637M und 256 Gigabyte SSD für 1.199 Euro markiert das Spitzenmodell. Neben den jetzt erhältlichen Sandy Bridge-Prozessoren soll ein Update auf Ivy Bridge erfolgen, sobald diese verfügbar sind.
Als Erstes seiner Art kann man das Acer Aspire Timeline Ultra M3 eigentlich nicht vergleichen, aber abgesehen vom flachen Formfaktor gibt es ja einige Multimedia-Notebooks mit ähnlicher Ausstattung. Die Nvidia GeForce GT 640M mit der neuen Kepler-Architektur ist allerdings zum ersten Mal verbaut. Kann das Aspire Timeline Ultra M3 also auch dementsprechend in der Anwendungsleistung punkten? Das soll unser Test herausfinden.
Das Acer Aspire Timeline Ultra M3 wirkt auf den ersten Blick recht edel, daran ist der mattschwarze Aludeckel mit silbernem Acer-Logo schuld. Leider zieht diese matte Oberfläche Fett-Tapper und Schmutz an und zeigt dies auch relativ schnell, putzen gehört also hier zum Tagesgeschäft.
Der Displaydeckel ist halbwegs verwindungssteif, das können aber Reinmetall-Vertreter wie das Apple MacBook Pro 15 besser.
Der innere Display-Rahmen aus mattschwarzem Kunststoff besitzt sechs kleine Gummilitzen zum sauberen Abschluss auf der Base-Unit, außerdem sitzen hier auch die 1,3 Megapixel-Webcam sowie das Mikrofon. Die Base-Unit aus schwarzem Kunststoff gibt sich auch recht widerstandsfähig, lässt sich im Bereich des Touchpads nur etwas eindrücken, das anthrazitgrau gefärbte Tastaturbett gibt aber vor allem im hinteren, mittleren Bereich deutlich nach. Hier hätte ein fünfter Standfuß Abhilfe geschaffen. Auch über dem optischen Laufwerk kann man die Base-Unit sichtbar eindellen.
Laut Acer soll das Gehäuse aus einer „Black Aluminium“ getauften Alu-Legierung bestehen, hier sind wir aber skeptisch, denn das Anfassen spricht eine andere Sprache.
Die Unterseite aus matt geschwärztem Kunststoff ist ausreichend stabil und bietet neben den Stereo-Lautsprechern im vorderen Segment und diversen Lüftungsschlitzen auch eine große, einfach zu öffnende Wartungsklappe. Darunter verbirgt sich die 2,5-Zoll HDD, der Slot für den Arbeitsspeicher sowie der 20 Gigabyte große via mSata angebundene, sogenannte Acer Instant On SSD-Cache für extrem schnelle Startzeiten, außerdem die WLAN-Karte. Somit ließe sich auch eine größere SSD via SATA II oder mSata nachträglich einbauen.
Die Verarbeitung ist durchwachsen. Ist der Displaydeckel aus angenehm edel wirkendem Material, so scheint er leider nicht komplett gerade zu sein, was man im zugeklappten Zustand an den sehr ungleichmäßigen Spaltmaßen an der Vorderseite erkennen kann. Ansonsten geben diese keinen Grund zur Beanstandung. Obwohl man das Notebook an vielen Stellen leicht eindrücken kann, knarzt und knackt nichts – außer im neuralgischen Bereich des optischen Laufwerks.
hab das mittlerweile in mehreren foren gelesen dass es wohl bei einigen gpus gehen soll... die sind ja im allgemeinen ehh noch dafür ausgelegt auch ein analoges vga signal auszugeben und bei den meisten notebooks wo das wohl geht werden von den "überflüssigen" hdmi pins einfach 2 als analogsignalpins verwendet...
zugegeben bisl off-label aber dvi war ursprünglich auch...
Wie kommst du denn drauf, dass man den Output der Grafikkarte an diesem Port einfach "analog schalten" könnte? Mir ist kein Notebook bekannt, bei welchem das wirklich so funktioniert. Bin mir nicht einmal sicher, ob dann die Spezifikation für analoge Signale auf den Pins überhaupt standardisiert ist...
Was ist eine Aktuelle Note?
Notebookjournal errechnet jede Nacht eine Aktuelle Note. Das ist die Note nach den derzeit gültigen Maßstäben. Sie zeigt an, ob sich ein älteres Modell noch wacker hält oder ob es bereits eine Vielzahl besserer Notebooks gibt. Letzteres ist der Fall, wenn die Aktuelle Note niedriger als die ursprüngliche Note ist.
Es geht um die Vergleichbarkeit
Mit der technischen Weiterentwicklung müssen sich Notebooks an immer höheren Maßstäben messen. Erreichten Gaming 17-Zöller Ende 2006 höchstens 5500-3DMarks06, so waren es Ende 2007 schon 9200! Ein sechs Monate altes Sehr-Gut kann also nicht mit einem Sehr-Gut von vor einer Woche verglichen werden.
Aus Gründen der Vergleichbarkeit haben wir uns auch im Vergleich (Link) für die Nutzung der aktuellen Note entschieden.
Zusammenfassung:
Acer Timeline Ultra M3-581TG-52464G52Mnkk
"Aktuelle Note: gut"
Die aktuelle Note des Acer Timeline Ultra M3-581TG-52464G52Mnkk wurde am 21.05.2013 errechnet.