Vor einigen Tagen hatten wir die Möglichkeit, euch einen ausführlichen Testbericht zu Asus neuem Kandidaten in der Republic of Gamers Sparte präsentieren zu können – das
Asus G74SX-TZ024V.
Das 17-Zoll große und im matten schwarz gehaltene Prachtstück konnte dank starker Leistung und sehr gutem Display die Testnote „Sehr Gut“ einheimsen. Neben der 2D-Variante bekommt man für knapp 200 Euro Aufpreis das Modell mit einem 120 Hz matten 3D-Display.
Ob sich dieser Aufpreis lohnt und inwieweit die Spiele-Leistung durch die 3D-Darstellung beeinflusst wird, erfahrt ihr in diesem Kurztest.
Datenblatt Asus G74SX-TZ024V
- 17,3“ Display; Full-HD(1920x1080 Pixel); non-Glare
- Intel Core i7-2630QM (2,0 – 2,9 GHz)
- Nvidia Geforce GTX 560M (3 GB GDDR5)
- 2x 750 GB HDD
- 8 GB RAM (4 Slots insgesamt, 2 Slots belegt mit 2x4 GB DDR3)
- 3x USB 2.0, 1x USB 3.0, HDMI, VGA
- 8in1 (SD/miniSD/MMC/MS/MS Pro/MS Duo/MS Pro Duo/xD)
- EAX 3D Gaming Audio, Altec Lansing Lautsprecher + Subwoofer
- WLAN 802.11 b / g / n, Gigabit LAN, Bluetooth
- Blu-ray Disc Combo-Laufwerk BD ROM/ DVD+-RW/+-R/ DL/ RAM
- 5200 mAh Akkuleistung
- Gewicht 4,55 kg
- Windows 7 Home Premium 64bit
- Ab 1945 Euro im Preisvergleich
Die Verarbeitungsqualität liegt auch in der 3D-Variante des Asus G74 auf einem hohen Niveau. Die schlichte OOberfläche des Chassis ist von gummiertem Schwarz überzogen und frei von Hochglanzelementen. Das Touchpad ist leichtgängig und die Tasten verfügen über einen guten Druckpunkt. Auch bei der Wärmeentwicklung ergeben sich keine Unterschiede. Werte über 35 Grad Celsius haben wir nicht gemessen.
Ein Bereich, an dem viele gute Notebooks scheitern, ist das Display. Entweder ist die Helligkeit zu gering, der Kontrastwert miserabel oder ein Glare-Display stört mit nervigen Spiegelungen. Asus ist in keines dieser Fettnäpfchen getreten.
Das 17,3-Zoll große Display kann mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixel aufwarten und bietet somit eine native Auflösung, die sich ausgezeichnet für Spiele und Multimedia-Wiedergaben eignet.
durchschnittl. Luminanz [cd/m²]Helligkeit
Kategorie:
Gaming-Notebooks ab 17 Zoll
Der Hersteller setzt auf ein 3D-fähiges 120-Hertz Display mit entspiegelter Oberfläche. Die guten Helligkeitswerte der 2D-Variante (Glare) wurden noch bei weitem übertroffen. So strahlen uns die 344 cd/m² entgegen, die auch beim blassesten Kellerkind eine gesunde Färbung erzeugen. Einsätze im Freien sind somit durchaus möglich, durch das matte Panel ergeben sich auch keine unangenehmen Spiegelungen. Auch die Kontrastwerte können sich sehen lassen. Bei voller Helligkeit ergibt sich ein ausgezeichnetes Kontrastverhältnis von 726:1. Erst ab einem vertikalen Blickwinkel von über 30° entstehen starke Farbverfälschungen.
Die Akkulaufzeit leidet etwas unter dem hellen und kontrastreichen Display. Mit 124 Minuten im Batter Eater Classic Test macht der Asus Laptop eine halbe Stunde früher schlapp als die 2D-Variante.
Akkulaufzeit unter Last [Minuten]Akkulaufzeit
Kategorie:
Gaming-Notebooks ab 17 Zoll
Die Anwendungsleistung liegt gleichauf mit dem
G74SX-TZ024V. Dank baugleicher Hardware ergeben sich hierbei keine Unterschiede. Die Asus G74 arbeiten sich flott durch alle Bereiche und werden dabei niemals unangenehm laut oder heiß.
Die Drosselungs - Problematik hat auch vor dem 3D-Modell nicht haltgemacht, wirkt sich aber im Anwendungs- und Spielebereich nicht störend aus.
Anders als beim
Dell XPS 17 L702X gehört eine entsprechende Nvidia-Vision Brille zum Lieferumfang. Das freut den Nutzer, der sofort in den Genuss dreidimensionaler Inhalte kommt. Wie schon die wesentlich schwachbrüstigeren Notebooks
Dell XPS 17 L702X und das
Sony F21 gezeigt haben, sind Bilder und Videos in 3D problemlos darstellbar. Schwieriger wird es bei Spielen. Hier sind die Leistungsgrenzen der Nvidia Geforce GTX 560M in höheren Auflösungen schnell erreicht.
Ausflüge in die dritte Dimension bei Spielen sind ein Erlebnis für sich, kosten aber auch richtig viel Leistung. Einbrüche um mehr als 50 % sind da keine Seltenheit. Dies trifft auch auf das G74 zu. Im Beispiel Call of Duty Black Ops brach die Leistung von 56 Bildern (2D) unter Full-HD auf magere 24 Bilder im 3D-Modus ein.
Bei Crysis 2 war es uns leider nicht möglich, den neuen DX11 Modus in Verbindung mit 3D-Vision zu testen. Bis zum Ende der Testphase warteten wir vergeblich auf eine Reaktion der Crytek Pressestelle
(Hinweise im Forum sind willkommen) . Ohne DirectX 11 erreichten wir mit 36 Bildern pro Sekunde bei einer Auflösung von 1366 x 768 Bildpunkten eine gute Spielbarkeit. Unter Full-HD brach die Leistung allerdings auf 22 Bilder ein. Hier müssen im Bereich der Details Abstriche gemacht werden, um die höchste Auflösung zu genießen.
Das Angebot an Steckplätzen ist nicht ganz zeitgemäß. USB 3.0 ist mit an Bord, aber nur mit einem Anschluss. Die weiteren drei müssen sich noch mit dem 2.0 Standard begnügen. S/PDIF, Firwire oder ein eSATA/USB-Kombinations-Port fehlen auch.
Knapp 2000 Euro schlagen ganz schön auf den Geldbeutel. Dafür erhält man bereits das
Asus VX7-SZ083V Lamborghini mit 16 GB Arbeitsspeicher, aber auch eine schlechtere Grafikkarte und
"nur" ein zweidimensionales 15-Zoll Display.
Wer auf der Suche nach einem Desktopreplacement ist und sich an der dritten Dimension erfreut, könnte das Asus G74SX-91079V in die engere Wahl ziehen. Die Verarbeitung ist durchdacht und stimmig; die 3D-Technik ist ausgereift und funktioniert tadellos.
Aktuelle Angebote(23.07.2011):
Asus G74SX-91079V bei hoh.de -1949 Euro
Asus G74SX-91079V bei cyperport.de - 1959 Euro
Das matte Display kann mit einer ausgezeichneten Helligkeit von durchschnittlichen 387 Candela und einem Kontrastverhältnis von 726:1 aufwarten. So etwas möchten wir in Zukunft bitte häufiger zu sehen bekommen.
Das Leistungsvermögen in 2D-Anwendungen ist gut, doch die Ausflüge in den dreidimensionalen Bereich kosten bei Spielen viel Leistung. Aktuelle Spiele sind in hohen Settings immer noch eine Ruckelpartie. Der Grafikkarte geht in höheren Auflösungen einfach die Puste aus. Die Frame-Raten brechen um mehr als 50 % ein. Die gebotene Anschlussvielfalt ist nicht berauschend. Ein USB 3.0 Slot mehr und ein Anschluss für Firewire und eSATA hätten nicht geschadet.