Lenovos IdeaPads sind bekannt dafür, dass sie sich insbesondere äußerlich von den biederen ThinkPads abgrenzen. Die Leistung im Inneren kann zumindest bei der Y-Serie als high-end zertifiziert werden, das Design besticht hingegen bei allen und braucht sich vor Red-Carpet-Notebooks wie Apple und Sony nicht zu verstecken. Die Diva unter den IdeaPads ist zweifelsohne das U260. Auf den ersten Blick merkt man, dass Lenovo hiermit auf den Laufsteg will.
Dieses Testgerät wurde uns freundlicherweise von cyberport.de zur Verfügung gestellt.
Optisch kann dieses Subnotebook also schon trumpfen, nur wie sieht es mit der Hardware aus? Lenovo hat einen Intel Core i5-470UM verbaut, also einen low-Voltage Prozessor der mit bis zu 1,86 GHz taktet. Zusammen mit 4 GB sollte man bei alltäglichen Aufgaben (ohne 3D Grafik) also nicht gebremst werden. Viel wichtiger sind bei einem Subnotebook aber wohl die Mobilitätswerte, und gerade hier zeigen viele der sogenannten Ultraportables erhebliche Schwächen. Hoffen wir, dass das U260 trotz der schlanken Figur genügend Energiereserven für mobile Menschen mit sich bringt.
- Intel Core i5-470UM (1,86 GHz)
- 4 GB DDR3 RAM
- 320 GB Festplatte (5.400 rpm)
- 12,5-Zoll Display (HD-ready, 1366 x 768, matt)
- Intel HD Grafik
- 2 x USB 2.0, HDMI, VGA, Mikrofon-Kopfhörer-Kombi-Port, Webcam
- WLAN 802.11 b/g/n, Bluetooth, Gigabit LAN
- Windows 7 Home Premium 64 Bit
Liebe zum Detail
Das U260 kann ich ohne nachzudenken zu den 3 schönsten Laptops zählen, die ich bislang gesehen habe – neben MacBook Air (2010) und Sony Vaio VPC-X11S1 (2009). Alleine schon die metallic, bronze-ocker-farbene Oberfläche ist eine Augenweide. Diese schmückt sowohl den Displaydeckel, als auch die Unterseite, auf der sie von Lüftungsaussparungen in hyroglyphischem Muster durchbrochen wird. Die beiden Magnesiumplatten vermitteln eine sehr hochwertige Haptik und lassen diesen Ultraportabel im geschlossenen Zustand wie ein Buch aussehen – dabei ist es gerade einmal 18mm dick.
Aufgeklappt legt das U260 nochmal einen drauf, indem es unseren Handballen mit einer Lederauflage verwöhnt. Diese Form der Handballenauflage gab es vor ca. 3 Jahren schon einmal bei Asus (u.a. F8P, U1F, S1F), wurde seitdem aber leider nicht mehr von den Herstellern aufgegriffen. Umso mehr freut es mich, dass Lenovo den Mut hatte dieses elegante Detail neu aufzulegen.
Die Tastaturmatte sowie der Bildschirmrahmen sind aus schwarzem Hochglanzkunststoff und daher besonders anfällig für Schmutz, Staub und Fingerabdrücke. Glücklicherweise endet hier das Klavierlack-Faible, das sich trotz vieler Beschwerden überall einzuschleichen scheint.
Die verschiedenen Status-LEDs hat Lenovo ebenso wie die Lautsprecher mit einer Perforation oberhalb der Tastatur kombiniert, was das puristische Understatement dieses Designer-Notebooks sehr schön akzentuiert.
Die Verarbeitung ist sehr sauber gelungen. Alle Kanten sind abgerundet und alle Gehäuseteile reihen gleichmäßig aneinander. Die verwendeten Materialien stehen nirgends über und sind exakt aneinander angepasst.
In puncto Stabilität kann das U260 trotz der leichten Bauweise dank Magnesiumlegierung gute Ergebnisse erzielen. Die Handballenauflage ist sehr hart und Druck wird lediglich auf die Gummifüße auf der Unterseite verteilt. Auch sonst findet man an der Basiseinheit keine instabilen Stellen oder knarzende Teile.
Das filigrane Display wird von den Scharnieren fest genug in Position gehalten, was aber mehr an dessen geringen Abmessungen liegt, als an der Stärke der Scharniere. Letztere sind etwas klein geraten und lassen das Display nachwackeln. Das Display selbst ist nur wenig verwindungssteif und lässt sich sehr leicht verbiegen.
Insgesamt ist es Lenovo gelungen, sowohl optisch als auch verarbeitungstechnisch, aus diesem Notebook das Maximum herauszuholen. Edle Materialien, ungewöhnliche, aber gute Farbwahl und erstklassige Verarbeitungsqualität lassen das IdeaPad U260 ein klares Zeichen an die Konkurrenz setzen.
Was ist eine Aktuelle Note?
Notebookjournal errechnet jede Nacht eine Aktuelle Note. Das ist die Note nach den derzeit gültigen Maßstäben. Sie zeigt an, ob sich ein älteres Modell noch wacker hält oder ob es bereits eine Vielzahl besserer Notebooks gibt. Letzteres ist der Fall, wenn die Aktuelle Note niedriger als die ursprüngliche Note ist.
Es geht um die Vergleichbarkeit
Mit der technischen Weiterentwicklung müssen sich Notebooks an immer höheren Maßstäben messen. Erreichten Gaming 17-Zöller Ende 2006 höchstens 5500-3DMarks06, so waren es Ende 2007 schon 9200! Ein sechs Monate altes Sehr-Gut kann also nicht mit einem Sehr-Gut von vor einer Woche verglichen werden.
Aus Gründen der Vergleichbarkeit haben wir uns auch im Vergleich (Link) für die Nutzung der aktuellen Note entschieden.
Zusammenfassung:
Lenovo IdeaPad U260 (M5922GE)
"Aktuelle Note: ausreichend"
Die aktuelle Note des Lenovo IdeaPad U260 (M5922GE) wurde am 23.05.2013 errechnet.