Schon seit Jahren versorgt Medion mit seiner Erazer-Reihe Gamer mit kleinem Geldbeutel. Beim Blick auf das Datenblatt wird schnell klar, dass beim Medion Erazer X6821 nicht an der Ausstattung gespart wurde. Die Komponenten sind durchweg leistungsstark und auf dem neuesten Stand.
Während die Konkurrenz zum Teil sehr umfangreiche Beleuchtungen der Base-Unit einsetzt, verzichtet Medion auf eine Tastaturbeleuchtung. Einzig aus den schmalen Gittern an der Vorderkante leuchtet diskret blaues LED-Licht heraus.
Den Geekbench-Test beendet der einzelne Kern mit hohen 840 Punkten. Das gesamte System punktet mit ordentlichen 2310 Zählern im PassMark-Performance-Test.
Performance Test (Pass Mark Rating) [Punkte] Kategorie: Gaming bis 16,4"
Der Vierkernprozessor bietet genug Leistung für alle gängigen Multimedia-Aufgaben, aber auch rechenintensives Rendern wird schnell ausgeführt.
Die 3D-Leistung von Intel Core i7-3610QM und Nvidia GeForce GTX 670M wird in den synthetischen Benchmarks Aquamark 03 und 3DMark 06 mit hohen 199.992 Punkten und 20.727 Punkten bewertet. Der 3DMark 11 schließt im Performance-Test mit 2980 Punkten ab.
In der Praxis kann sich die Spieleleistung ebenso sehen lassen. „Need for Speed: The Run“, „Dirt Showdown“ und „Dirt 2“ sind mit Frameraten von über 40 FPS bei höchsten Details und maximaler Auflösung bestens spielbar.
"Dirt Showdown" ist auf dem Medion Erazer X6821 bei jeglichen Einstellungen problemlos spielbar.
Für die grafiklastigen Spiele „Battlefield 3“ und „Crysis 2“ reicht die Leistung allerdings nicht ganz, um sie bei vollen Grafikeinstellungen flüssig darzustellen. Mit zweithöchstem Detailgrad in „Battlefield 3“ und „Crysis 2“ ermittelten wir durchschnittlich spieltaugliche 31 FPS und 29 FPS. Wem die Bildwiederholraten zu niedrig sind, muss die Auflösung reduzieren.
Mit verringerten Einstellungen kann "Crysis 2" mit dem Medion Erazer X6821 gespielt werden.
Trotz dieser Leistungswerte fallen die Akkulaufzeiten für ein 15,6-Zoll-Gaming-Notebook sehr lang aus. Im Idle-Betrieb mit minimaler Helligkeitsstufe, deaktivierter Nvidia-GPU und ausgeschaltetem WLAN-Modul schaltet sich das Medion Erazer X6821 erst nach 510 Minuten (8:30 Stunden) ab. Mit aktiver dedizierter GPU sinkt die Betriebszeit auf 310 Minuten (5:10 Stunden). Unter Last, bei maximal 50 Prozent CPU-Auslastung, beträgt die Akkulaufzeit mit der Intel-GPU lange 218 Minuten (3:38 Stunden). In der Praxis kann bei sparsamem Arbeiten mit einer Akkulaufzeit von etwa 4 Stunden gerechnet werden.
Emissionen
Die Kühlung der Bauteile ist im Medion Erazer X6821 gut bemessen und effizient. Im Idle erwärmen sich Ober- und Unterseite des Chassis nur geringfügig auf 29 °C im Bereich des Einschalters und 31 °C am Luftauslass.
Die Unterseite des Medion Erazer X6821 erwärmt sich im Idle kaum.
Unter Volllast tritt an der Oberseite als Höchstwert 42 °C links vom Einschalter auf. Die Temperatur von Tastatur und Touchpad bleiben dagegen bei niedrigen 32 °C und 29 °C, was bei intensivem Spielen kaum auffällt. Die Unterseite hat im Bereich des Luftauslasses, hinten links, seinen Hotspot mit bis zu 45 °C. Folglich kommt es zu einer Erwärmung des Tisches. Das Netzteil selbst erwärmt sich bei Volllast auf hohe 52 °C.
An der Unterseite des Medion Erazer X6821 wird es unter Last nur an den Kühlkörpern sehr heiß.
Die Geräuschemission beträgt im Akkubetrieb bei aktivem Stromsparmodus leise 29,7 dB(A), die nur in einem ruhigen Raum auffällt. Im Idle-Betrieb schwankt die Lautstärke der Lüfter zwischen 29,7 dB(A) und 33,8 dB(A). Erst unter Volllast steigt die Geräuschkulisse auf 48,8 dB(A), wird aber bei aktiven Lautsprechern übertönt. Bei aufgesetztem Headset bemerkt man ohnehin kein Lüftergeräusch. Alles in allem sind das passable Werte für ein 15,6-Zoll-Gaming-Notebook.
Im Stresstest und somit paralleler Belastung von CPU und GPU erreichen die Komponenten knapp über 80 °C. Obwohl die Bauteile die Temperaturwerte ohne Probleme wegstecken können, drosselt die CPU ihren Takt alle paar Sekunden von 3,1 GHz auf lediglich 1,2 GHz.
Der CPU-Takt des Medion Erazer X6821 schwankt im Stresstest zwischen 1,2 GHz und 3,1 GHz.
Da aber kaum eine Anwendung CPU und GPU gleichzeitig voll auslastet, wird somit ein Leistungseinbruch ausbleiben. Die getesteten Spiele zeigen selbst bei maximalen Einstellungen keine Auffälligkeiten.
Display
Das matte Display des Medion Erazer X6821 kann in hohem Maße punkten. Das Panel liefert mit durchschnittlich 288 cd/m² eine hohe Luminanz, die allerdings mit 275 cd/m² unten in der Mitte und 310 cd/m² im Zentrum recht unausgewogen ausfällt.
Die hohe Leuchtdichte des Medion Erazer X6821 Displays ist ungleichmäßig verteilt.
Durch die hohe Luminanz und das matte Panel kann das Medion Erazer X6821 in heller Umgebung genutzt werden. Der Kontrast bietet mit einem Verhältnis von 476:1 bei einer Helligkeit von 100 cd/m² und 515:1 bei maximaler Ausleuchtung kräftige Farben. Die Blickwinkel sind gerade in der Horizontalen durchgehend gut einsehbar und auch in der Vertikalen dunkelt das Bild erst spät ab.
Fazit
Alles in allem ist es Medion erneut gelungen, ein preiswertes 15,6-Zoll-Gaming-Notebook zu entwickeln. Das solide Gehäuse bietet eine umfangreiche Ausstattung und reichlich Schnittstellen. Die Tastatur und Touchpad ermöglichen präzise Eingaben.
Alternative Ausstattungen: Medion Erazer X6821 (t-online.de) - 1149 Euro (8 GB RAM, 1 TB HDD) Intel Vierkernprozessor und Nvidia High-End-Grafik liefern eine beachtliche Performance. Einzig in grafiklastigen Spielen wie „Battlefield 3“ und „Crysis 2“ müssen die Grafikdetails leicht vermindert werden. Bei der Wahl der Komponenten hat Medion beim Display alles richtig gemacht. Eine sehr hohe Leuchtdichte kombiniert mit einem ordentlichem Kontrast überzeugen.
Die Oberflächen des Medion Erazer X6821 sind fast komplett mattschwarz gehalten.
Für günstige 1299 Euro ist das Medion Erazer X6821 (MD 98056) zu haben. Hauptsächlich die fehlende Tastaturbeleuchtung unterscheidet äußerlich das Erazer X6821 vom Schenker XMG P502 und MSI GT60. Allerdings gibt es das Medion Erazer X6821 derzeit nur mit der Nvidia GeForce GTX 670M. Das Schenker XMG P502 und das MSI GT60 sind mit der noch leistungsstärkeren GTX 675M erhältlich. In der Basiskonfiguration kostet das Schenker XMG P502 1094 Euro und kann frei konfiguriert werden. Das MSI GT60 setzt preislich in günstigster Ausführung bei 1399 Euro an.
Naja, da MSI wieder dafür sorgt, das die GTX670M im Akkubetrieb nicht über 70Mhz geht, aus Angst das Akku zu beschädigen, wird sich da nicht viel tun bei den Akkulaufzeiten.
4h sind relasitisch beim normalen surfen mit Wlan, das bekomme ich sogar problemlos mit meinem X6819 ohne Nvidia Optimus bei mittlerer Helligkeit hin.
Ein Absatz zu den Akkulaufzeit folgt in Kürze, danke für diesen Hinweis. ;)
Wenn auf alle Sparmaßnahmen geachtet wird, kann bei geringer Auslastung (Textverarbeitung, Surfen) mit einer Akkulaufzeit von 4 - 5 Stunden gerechnet werden.
Das GT60 hat ein paar Besonderheiten, die bereits auf der CeBIT zu sehen waren. Dazu das...
Was ist eine Aktuelle Note?
Notebookjournal errechnet jede Nacht eine Aktuelle Note. Das ist die Note nach den derzeit gültigen Maßstäben. Sie zeigt an, ob sich ein älteres Modell noch wacker hält oder ob es bereits eine Vielzahl besserer Notebooks gibt. Letzteres ist der Fall, wenn die Aktuelle Note niedriger als die ursprüngliche Note ist.
Es geht um die Vergleichbarkeit
Mit der technischen Weiterentwicklung müssen sich Notebooks an immer höheren Maßstäben messen. Erreichten Gaming 17-Zöller Ende 2006 höchstens 5500-3DMarks06, so waren es Ende 2007 schon 9200! Ein sechs Monate altes Sehr-Gut kann also nicht mit einem Sehr-Gut von vor einer Woche verglichen werden.
Aus Gründen der Vergleichbarkeit haben wir uns auch im Vergleich (Link) für die Nutzung der aktuellen Note entschieden.
Zusammenfassung:
Medion Erazer X6821 (MD 98056)
"Aktuelle Note: sehr gut"
Die aktuelle Note des Medion Erazer X6821 (MD 98056) wurde am 20.05.2013 errechnet.