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KURZTEST Samsung NC10 Plus JP05
Klassiker mit Antriebsschwäche
von AndreasK am Mi, 19.10.2011



Jetzt schon ein Klassiker?
Beim Samsung NC10-JP05 handelt es sich um ein mattes 10-Zoll Netbook, das es auf der Samsung-Homepage nicht mehr gibt. Gibt man diese Bezeichnung ein, so wird man zum N145 Plus JP05 geleitet, das dieselben Spezifikationen besitzt. Für das NC10-JP05 hat also der Ausverkauf begonnen. Lohnt es sich noch?

Spezifikationen Samsung NC10-JP05

- 10-Zoll Display (1024x600 Pixel); non-Glare
- Intel Atom N455 (1,66 GHz)
- Intel GMA 3150
- 320 GB Festplatte
- 1 GB RAM
- 3x USB 2.0, VGA, 2x Audio, Kartenleser
- 100 MBit Ethernet, WLAN (a / b / n), Bluetooth
- Windows 7 Starter

Samsung NC10-JP05
Bild: notebookjournal.de
Samsung NC10-JP05

Für ca. 250 Euro bekommt man mit dem NC10-JP05 bzw. dem N145 Plus JP05 ein relativ robustes Netbook mit Netbook-typischen Speicherlösungen (320 GB Festplatte, 1GB RAM - DDR3), in dem – und das ist für diese Preislage der stärkste Kritikpunkt – nur ein inzischen schon fast veralteter Ein-Kern Prozessor (Intel Atom N455) mit 1,6 GHz taktet. Zusammen mit der integrierten GMA 3150 Grafik und einem etwas zäh laufendem Windows 7 Starter (wie wir anhand des Asus X101 sahen, läuft ein vergleichbares System unter Linux um einiges flüssiger), macht das Testgerät einen etwas müden Eindruck. Was vor einigen Jahren als Innovation eingeführt wurde - nämlich die Atom-CPUs im Allgemeinen, kämpft jetzt um seine Existenzberechtigung. Trotz Hyperthreading gehört der noch in 45 nm Technik produzierte N455 zu den derzeit schwächsten CPUs auf dem Markt.

Samsung NC10-JP05
Bild: notebookjournal.de
Samsung NC10-JP05

Zusammen mit der integrierten GMA 3150-Grafikkarte handelt es sich um eine Kombination, von der man nicht viel Leistung erwarten kann. Auf der oft zäh reagierenden Windows 7-Starter Oberfläche werden komplexere Anwendungen zum Geduldsspiel. Was jenseits einfacher Office-Arbeiten und simpler Internet-Aufgaben liegt – wie Multitastking bzw. HDs Videos oder grafikaufwendige Spiele – sollte lieber erst gar nicht versucht werden. So benötigt Povray endlos scheinende 5400 Sekunden. Aquamark benotet die Grafikleistung des Systems mit schlechten 5300 Punkten. Der Performance Test vergibt dem gesamten System schlappe 230 Punkte. Die 320 GB Festplatte ist dagegen mit Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von um die 85 MByte/s guter Durchschnitt.

Samsung NC10-JP05
Bild: notebookjournal.de
Samsung NC10-JP05

Der positive Aspekt dieser reduzierten Leistung, nämlich einerseits der geringe Stromverbrauch (der N455 hat eine TDP von 6,5 Watt, das ganze System verbraucht unter maximaler Belastung 15 Watt) konnte uns im Test überzeugen. Unter Belastung hielt das Gerät mehr als 7 Stunden durch. Das ist ein sehr guter Wert.

Samsung NC10-JP05
Bild: notebookjournal.de
Samsung NC10-JP05

Positiv fällt andererseits auf, dass das Gerät unter Last weder sehr warm, noch sehr laut wird. Mit maximal 28 Dezibel gehört es zu den leiseren Netbooks. Hier schöpft Samsung durch eine gelungene Lüftertechnik die Möglichkeiten des N455 voll aus.

Samsung NC10-JP05
Bild: notebookjournal.de
Samsung NC10-JP05

Im Test hielt das matte Display die auf der Samsung-Homepage versprochene Luminanz von 200 Candela. Da beim NC10-JP05 die Farben ziemlich schnell Invertieren, wäre ein Displaydeckel vorteilhaft, den man möglichst weit aufklappen kann. Doch bei ca. 130° geht es nicht mehr weiter - ein nicht idealer Winkel, wenn man das Netbook gerne auf dem Schoß benutzen möchte.

Samsung NC10-JP05
Bild: notebookjournal.de
Samsung NC10-JP05

Das Gehäuse macht einen relativ stabilen Eindruck. Samsung wirbt auf der Homepage mit dem Begriff „Duracase Gehäuse“, womit ein Gehäuse mit einer besonders robusten Gehäusearchitektur bezeichnet wird – inklusive einer unempfindliche Oberfläche. Bis auf die nicht gerade vertrauenserweckenden, weil spindeldürren Scharniere, konnte unser Test dieses Versprechen aufrechterhalten.

Samsung NC10-JP05
Bild: notebookjournal.de
Samsung NC10-JP05

Mit drei USB 2.0 Anschlüssen, einem VGA-Monitor-Anschluss, je einem Kopfhörer-, Mikrophon- und LAN-Anschluss ist das Samsung NC10-JP05 zwar üppiger ausgestattest als das Asus X101, ist dafür jedoch auch um einiges dicker.

Samsung NC10-JP05
Bild: notebookjournal.de
Samsung NC10-JP05

Die Tasten sind klein, lassen sich jedoch trotzdem gut tippen. Das Touchpad und die Mausersatztasten weisen keine Verarbeitungsmängel auf.

Fazit

Wer ein Windows-Netbook mit einem Ein-Kern-Atom sucht, ist sicherlich mit dem NC10-JP05 bzw. dem N145 Plus JP05 nicht schlecht beraten. Vor dem Kauf sollte man jedoch bedenken, dass in derselben Preisklasse Netbooks mit Dualcore-Atom zu haben sind, die um einiges schneller sind.

Samsung NC10-JP05
Bild: notebookjournal.de
Samsung NC10-JP05

Wer dagegen nur ein billiges Netbook für einfache Office-Aufgaben und Internet-Nutzung sucht, dem sei eher das Asus X101 empfohlen. Denn das ist nicht nur billiger und aufgrund des Linux-Betriebssystems schneller, sondern auch um einiges dünner und daher schicker - dafür passt nur ein kleiner Akku hinein. Wer mehr Leistung von einem Netbook erwartet, sollte lieber zu einem Gerät mit Ion-Grafik bzw. AMD-350er APU greifen, findet das aber nur in Netbooks mit 11-Zoll Displays.

Aktuelle Angebote (19.10.2011):
Samsung NC10-JP05 (notebooksbilliger.de) - 249 €
Samsung NC10-JP05 (cyberport.de) - 259 Euro
Samsung NC10-JP05 (amazon.de) - 262 Euro

Samsung NC10-JP05
Bild: notebookjournal.de
Samsung NC10-JP05


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Kategorie:
Netbooks

Testergebnis
Netbooks
Samsung NC10 Plus JP05
gut
Test vom 19.10.2011


Aktuelle Note: gut  Erklärung

PRO KONTRA

leise
mattes Display
langsamer Prozessor
Grafik nicht HD fähig



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