Der deutsche Notebook-Vertreiber Schenker aka MySN bezieht seine Produkte von dem taiwanesischen Hersteller Clevo - ergo sind viele der Produktbezeichnungen im Internet auch als Clevo „xyz“ zu finden. MySN hat das Prinzip von Dell vor ein paar Jahren aufgegriffen und bietet dem Kunden dank mass-customization individuelle Konfigurationsmöglichkeiten an.
Dies bewirkt vor allem, dass sich aus den neuesten Hardwarekomponenten Notebooks zusammenstellen lassen. Heute teste ich das MySN XMG A501, dessen Vorgänger im Notebookjournal-Ranking unter den Multimedia-Notebooks unter 16-Zoll mit einem "SEHR GUT" abgeschnitten hat. Das heutige Testgerät versucht es mit neuer Sandy Bridge CPU i5-2410M und Nvidia Geforce GT 540M dem älteren Kumpanen den Rang abzulaufen.
- Intel Core i5-2410M (2,3 – 2,9 GHz)
- 4096 MB DDR3 RAM
- 320 GB Festplatte (7.200 rpm)
- 15,6-Zoll HD-Ready-Display (1600 x 900 Pixel, matt)
- Nvidia Geforce GT 540M (1024 MB GDDR3) / Optimus
- 2 x USB 2.0, 2 x USB 3.0, E-SATA, HDMI, VGA, Kartenleser
- 3x Audio, DVD Laufwerk, 2.0 MP Webcam
- WLAN 802.11 a/b/g/n, Bluetooth, Gigabit-Ethernet
- Windows 7 Home Premium 64 Bit
Optik und Verarbeitung
Rein äußerlich ist das XMG A501 wenig spektakulär. Das komplett aus schwarzem Kunststoff bestehende Gehäuse verzichtet weitgehend auf Designelemente, einzig der silberne XMG-Schriftzug auf dem Displaydeckel bietet Abwechslung. Meine Aversion gegenüber plumpen Designs scheint paradox, wenn man bedenkt, dass ich ThinkPad-Nutzer bin, dennoch kann ich mich mit dem schlichten Chassis des XMG A501 nicht anfreunden.
Die vertiefte Tastaturmatte ist das einzige Zugeständnis an eine verbesserte Ergonomie. Auf den ersten Blick bin ich von der Optik und Verarbeitung wenig überzeugt und mache mich auf die Suche nach Fehlern und unsauberen Stellen. Die Kanten sind teilweise etwas scharf und insbesondere das optische Laufwerk wirkt sehr billig.
Trotzdem kann von mangelhafter Verarbeitung nicht die Rede sein. Einzig die scharfen Kanten wirken unsauber verarbeitet. Die Handballenauflage ist sehr hart und lässt sich nicht eindrücken. Die Tastaturmatte federt aber insbesondere im rechten Drittel leicht durch, was bei vielen Consumer-Notebooks zu beobachten ist. Während ich das Gehäuse mit einem Mikrofasertuch abfahre, bleibe ich an keiner Stelle hängen, was sehr positiv ist. Der subjektiv schlechte Eindruck scheint also auf den verwendeten Kunststoff zurückzuführen zu sein, denn die Basiseinheit besitzt auf der Oberseite eine sehr gute Grundstabilität und Verwindungssteifheit. Auf der Unterseite darf der Kunststoff aber ruhig etwas dicker sein.
Der Deckel, welcher auf mich einen höherwertigen Eindruck macht, ist überraschender Weise nicht so stabil. Er lässt sich leicht und stark verbiegen und auch Druck auf dessen Rückseite zeichnet sich leicht auf dem Panel ab. Die Scharniere erlauben nur geringes Nachwippen und sind auch groß genug dimensioniert, aber ein Plus an Festigkeit wäre nicht unangebracht.
Um möglichst objektiv zu sein, kann die Verarbeitung, abgesehen von den scharfen Kanten, nur als gut bezeichnet werden. Schließlich finden sich weder abstehende Teile, noch unregelmäßige Abstände oder knarzende Gehäusestellen. Die Optik ist im wahrsten Sinne des Wortes Ansichtssache und soll deshalb nur am Rande bewertet werden.
Eingabegeräte
Clevo hat das 16:9 Format genutzt, um einen Nummernblock neben der Tastatur zu verstauen. Da sich die Lautsprecher auf der Gehäuseunterseite befinden, wird nahezu die gesamte Breite genutzt und es entsteht eine angenehm große Schreibfläche.
Die Tasten haben einen guten Druckpunkt, aber klappern beim schnellen Tippen sehr stark und die schwache Tastaturmatte macht sich hier deutlich bemerkbar. Zudem fehlt es an Tastenhub und für ständige Schreibarbeiten ist diese Tastatur offensichtlich nicht konzipiert.
Das Touchpad ist ziemlich groß und erkennt auch Mehrfinger-Eingaben mühelos. Die glatte Oberfläche verfügt über gute Gleiteigenschaften und die Cursor-Steuerung geht zügig und präzise vonstatten. Die Maustasten haben ebenfalls einen guten Druckpunkt, aber es fehlt ihnen an Tastenhub. Zudem kommt der Druckpunkt erst, nachdem man sie bereits zu drei Vierteln gedrückt hat.
Die Eingabegeräte des XMG A501 sind also eine deutliche Schwäche. Für Dauertipper ist eine externe Tastatur empfehlenswert, denn das Klappern der Tasten irritiert schnell. Dessen ungeachtet handelt es sich hierbei nicht um ein Office-Notebook, sondern um ein leistungsstarkes Multimedia-Notebook mit Fokus auf Unterhaltung. Wichtiger ist also, dass letztere Ansprüche erfüllt werden. Ob das gelingt werde ich im nächsten Abschnitt verraten.
Also bei meinen bisherigen Tests mit einem 2520 ist mir aufgefallen, das die CPU scheinbar nicht das Problem für die Kühlung ist, aber sehr wohl die Graka. Denn wenn ich die CPU voll belaste wird der Lüfter bei weitem nicht so laut, als wenn ich die Graka voll belaste.
Bei nem QuadCore kann das natürlich schonwieder ganz anders aussehen. Ich nehme jetzt einfach mal an...
Hab mir das Notebook am Di bestellt und bin mal gespannt, was mich erwartet.
Hab net so die Ahnung aber wie ist den die wärme Entwicklung bei dem i-7? Die müsste doch noch häftiger ausfallen?
XMG A501 ADVANCED Gaming Notebook 39,6cm (15.6") - CeBIT HAMMER
• 39,6 cm (15.6") HD (1600*900) Non-Glare
• NVIDIA GeForce GT 540M 1024MB GDDR3
• Intel Core i7-2630QM | 2,00...
Auch wenn es bestimmt nicht geändert wird, im Datenblatt sind auch einige falsche Fakten! Schenker bietet Pickup&Return und das Notebook hat nen S/PDIF out.
Was mir erst jetzt, bei nochmaligem Lesen aufgefallen ist:
[quote]
Im BatteryEater Reader Test ließ sich die Laufzeit um beinahe anderthalb Stunden von 127 Minuten (dediziert) auf 291 Minuten...
Was ist eine Aktuelle Note?
Notebookjournal errechnet jede Nacht eine Aktuelle Note. Das ist die Note nach den derzeit gültigen Maßstäben. Sie zeigt an, ob sich ein älteres Modell noch wacker hält oder ob es bereits eine Vielzahl besserer Notebooks gibt. Letzteres ist der Fall, wenn die Aktuelle Note niedriger als die ursprüngliche Note ist.
Es geht um die Vergleichbarkeit
Mit der technischen Weiterentwicklung müssen sich Notebooks an immer höheren Maßstäben messen. Erreichten Gaming 17-Zöller Ende 2006 höchstens 5500-3DMarks06, so waren es Ende 2007 schon 9200! Ein sechs Monate altes Sehr-Gut kann also nicht mit einem Sehr-Gut von vor einer Woche verglichen werden.
Aus Gründen der Vergleichbarkeit haben wir uns auch im Vergleich (Link) für die Nutzung der aktuellen Note entschieden.
Zusammenfassung:
Schenker Notebooks XMG A501
"Aktuelle Note: gut"
Die aktuelle Note des Schenker Notebooks XMG A501 wurde am 19.05.2013 errechnet.