Die Verarbeitungsqualität des Chassis ist gut und liegt auf dem Niveau eines Asus G74 Modelles. Allerdings kann es nicht mit einem
Alienware M17x mithalten. Der taiwanische Notebookhersteller Clevo hat beim Chassis ganze Arbeit geleistet. Die Stabilität des Gehäuses ist sehr gut.
Die mattschwarze Oberfläche ist mit einem gummierten Überzug versehen – ähnlich dem Asus G73. Fingerabdrücke haben keine Chance. Das Gehäuse trumpft mit Zurückhaltung. Auf riesige Klavierlackoberflächen wie z.B. beim neuen
Medion X6816 wurde verzichtet. Einzig der Displayrahmen und das XMG Logo auf der Oberseite des Deckels heben sich optisch hervor.
Lest auch unseren ausführlichen Test zum Schenker P501 mit einer Nvidia GTX 485M.
Der mit schwarzem Klavierlack überzogene Displayrahmen ist sehr anfällig und scheint den Staub der Klimaanlage magisch anzuziehen. Hier muss oft gewischt werden. Auch die Fingerabdrücke, die beim Öffnen und Schließen des Deckels entstehen bleiben für die Nachwelt erhalten. Die Tastatur im Isolation-Design und das Touchpad mit Multi-Touch-Unterstützung arbeiten zuverlässig.
Das 15,6- Zoll große Display bietet eine Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten und gehört zur Gattung der spiegelnden Glare-Displays. Es ist baugleich zum
XMG P501 mit der GTX 580M. Durchschnittlich leuchten uns knappe 202 Candela entgegen. Die Kontrastwerte sind für ein Gaming-Notebook angemessen, Ausflüge ins Freie fallen aber dank Glare-Display flach. Dass es deutlich besser geht, zeigt Asus bei seinem neuen
Asus G74-TZ024V.
Mobilität zählt nicht zu den Stärken von Gaming-Notebooks. Viel zu schnell ist der Akku aufgezehrt. So auch beim unserem P501. Bereits nach knapp 3 ¼ Stunden (193 Minuten) verabschiedete sich das Schenker Notebook im Battery Eater Reader´s Test.
Akkulaufzeit unter Last [Minuten]Akkulaufzeit
Kategorie:
Gaming-Notebooks bis 16,4 Zoll
Mit Optimus-Technologie hätte man mehr erreichen können. Bei häufiger Nutzung hält es knappe 113 Minuten durch. Klasse ist die Kombination aus SSD (80GB) und HDD (750 GB). Diese war bereits im Medion X6812 vorhanden.
Dank dieser Hybrid-Technologie lässt es sich im Windowsbetrieb flott arbeiten und erzielt im System-Test gute Ergebnisse. Die SSD von Intel liefert eine durchschnittliche Übertragungsrate von 241,9 MB/s.
Performance Test (Pass Mark Rating) [Punkte]Passmark Performance Test
Kategorie:
Gaming-Notebooks bis 16,4 Zoll
Auf der großen 750 GB Platte von Seagate ist genug Platz für allerlei Spiele und Filme. Da die zweite Festplatte den Einbau eines integrierten DVD-Laufwerks verhindert, haben wir uns noch einen externen DVD-Brenner von Samsung mit dazu bestellt.
Dank des durchdachten Chassis ergibt sich eine sehr geringe Wärmeentwicklung. Im Windows Betrieb konnten wir keine Temperaturen oberhalb von 33° C messen. Die Abwärme wird zügig durch die hinteren Lüfter hinausbefördert. Dies sorgt allerdings auf der anderen Seite für ein erhöhtes Betriebsgeräusch. Mancher könnte sich an den 36 Dezibel im IDLE stören. Der Lüfter geht zwar kurz aus und gibt Ruhe, springt aber innerhalb von wenigen Sekunden wieder an.
Unter Last dröhnen volle 44,8 Dezibel durch die Redaktionsflure. Man merkt es also, wenn das P501 ordentlich zu arbeiten hat.
Vorbildlich ist die große Anschlussvielfalt. Das Schenker XMG P501 hat sowohl S/PDIF, als auch Firewire mit an Bord und bietet zwei USB 3.0 Anschluss. Für ein 15-Zoll Gerät ist das Angebot an Anschlüssen wirklich gut.
Dies ist allerdings nicht bei jedem Hersteller der Fall. Erst neulich ist uns bei der Testung der Asus G74 Modelle der fehlende S/PDIF und Firewire Anschluss sauer aufgestoßen.
Erfreulicherweise entsteht in unserer Konfiguration mit dem Intel Core i7-2720QM und einer Nvidia Geforce 560M kein CPU-Throttling unter Vollast. Der Takt der vier Kerne pendelt sich auf 2,4-2,5 GHz ein. Dafür zieht er mit 174,1 Watt einen recht hohen Wert aus der Leitung und dem Geldbeutel.
Den Cinebench 9.5 Parkour erledigt der flotte Prozessor in nur 8 Sekunden. Die Nvidia GTX 560M leistet ganze Arbeit im Department für Spaß und Spiele. Das System absolviert alle Spiele mit ausgezeichneten Ergebnissen. Selbst anspruchsvollere Kandidaten wie Crysis 2 sind in hohen Details flüssig spielbar. Dabei schiebt sich das P501 knapp über das von uns bereits getestete
Asus G74SX-TZ024V.
Dank stärkerem Prozessor hat man in der Voreinstellung „sehr hohe Details“ in Full-HD 5 Frames mehr. Bei Call of Duty Black Ops kann es sich sogar knapp über das
Eurocom Cougar retten, welches mit einer AMD Mobility HD 6970M aufwarten konnte. Der stärkere Prozessor macht hier den Unterschied aus. Bei dem DirectX 11 Benchmark Heaven hingegen liegt die HD 6970M wieder ein Stück vorne.
Neben guter Spiele und Anwendungsleistung überzeugt die gehobene Anschlussvielfalt, eine geringe Wärmeentwicklung und die, in fast allen Bereichen, gute Verarbeitung. Besonders schön ist, ähnlich wie beim Medion X6812, die Möglichkeit auf Wunsch eine zweite Festplatte einzubauen.
Aktuelle Angebote (02.08.2011):
Schenker XMG P501(mysn.de)- ab 1.049 Euro
Schenker XMG P501 Pro-5OR (notebooksbilliger.de) -
1379 Euro
Diese Hybridlösung sorgt einerseits – dank SSD - für ein schnelles Betriebssystem (das auf der SSD seinen Platz findet), andererseits - dank der Verbindung mit einer großen 750 GB HDD-Platte - für reichlich Platz für allerlei Spiele, Filme und vieles mehr.
Dank der zahlreichen Konfigurationsmöglichkeiten kann man sich ein wirklich gutes System zusammenstellen. In dieser Konfiguration mit externem USB-DVD-Brenner und vorinstalliertem Windows 7 zahlt man 1780 Euro. Ein guter Preis für vernünftige Leistung.