Toshiba bringt mit dem Satellite Z830-10J sein Zugpferd in der Ultrabook-Klasse - und möchte damit natürlich gehörig mitmischen in dem hart umkämpften Genre.
Man rufe sich Intels Mindestanforderungen an Ultrabooks kurz ins Gedächtnis: Klein, unter 1,4 Kilogramm leicht, mit einem aktuellen Intel-Prozessor ausgestattet, ohne optisches Laufwerk, Flashspeicher ist angeraten, maximal 21 Millimeter hoch… Eine lange Liste, die Toshiba gewissenhaft abgearbeitet hat.
„ULTRALEICHT. ULTRADÜNN. Das dünnste und leichteste Ultrabook der Welt!“ – So markig bewirbt Toshiba seine Ultraflunder. Und hat damit bis dato auch Recht, denn mit 1,1 Kilogramm und 17 bis 20 Millimetern Bauhöhe besetzen die Japaner mit dem Z830 die Spitzenposition.
Auf den ersten Blick scheint das stahlgrau-metallic-farbene Gehäuse im Alu-Hairline-Finish-Look sehr gediegen und wertig aus. Laut Toshiba soll es aus Magnesium bestehen, unserer Einschätzung nach aber eher aus Plastik – wenn auch aus sehr Stabilem. Das graue Gehäuse wird durch einige Chrom-Highlights veredelt: Die Touchpad-Tasten sowie deren schmaler Rahmen, der auch diverse Status-LEDs beheimatet, ebenso die Display-Scharniere und die Powertaste nebst obligatorischem Firmen-Logo auf dem Display-Deckel. Das der Base-Unit gleichfarbige Touchpad wurde leicht versenkt verbaut.
Die matt-schwarze Tastatur kann illuminiert werden – und das sogar per Timer gesteuert. Bekannt ist das Eingabegerät schon aus dem genetischen Vorbild Portégé R830-10V, das wir bereits im Sommer 2011 getestet haben. Von diesem Businessvertreter hat das nunmehr in Toshibas Consumer-Sparte Satellite angesiedelte Ultrabook wohl noch mehr geerbt, außerdem bekam das Z830-10J einige bisher eher klassenunübliche Anschlüsse mit, doch dazu später mehr.
Die Base-Unit ist dank einer internen Wabenstruktur und einem fünften, mittig platzierten Gummifuss relativ standfest und gibt unter Druck kaum nach. Ebenso tadellos sind die gleichmäßigen Spaltmaße ringsum. Erschreckend instabil gibt sich der Display-Deckel, der sich sehr stark verwinden lässt. Der Widerstandsfähigkeit bei Stürzen ist das jedoch eher zuträglich.
Sehr negativ fiel uns die Empfindlichkeit der Oberflächen – gerade des Display-Deckels und dem Boden – auf: Schon nach einem kurzen Testzeitraum mit normaler Nutzung trug unser Gerät sichtbare Kratzspuren davon. Gerade für ein mobiles Gerät ist das natürlich unschön, immerhin legt Toshiba eine schwarze Stofftasche bei. Die ist jedoch nicht stabil oder gar gepolstert ausgeführt, also kein wirklicher Schutz bei Stürzen.
Das weitaus größere Ärgernis, speziell bei Nutzung unterwegs, dürften aber die extrem labberigen Scharniere sein. Schon wenn man das Subnotebook mit einem Ruck hochhebt, geben die nach bis zum Anschlag – von holperigen Zug- oder Busfahrten ganz zu schweigen. In dieser Rubrik zieht also die versammelte Ultrabook-Konkurrenz locker vorbei. Zumindest schließt der Deckel dank einer nur horizontal über der Webcam durchgezogenen Gummilippe ordentlich, das Öffnen desselben will aber nicht immer leicht gelingen. Das ist wohl auch der zu kleinen Ausbuchtung in der Base-Unit geschuldet.
Was ist eine Aktuelle Note?
Notebookjournal errechnet jede Nacht eine Aktuelle Note. Das ist die Note nach den derzeit gültigen Maßstäben. Sie zeigt an, ob sich ein älteres Modell noch wacker hält oder ob es bereits eine Vielzahl besserer Notebooks gibt. Letzteres ist der Fall, wenn die Aktuelle Note niedriger als die ursprüngliche Note ist.
Es geht um die Vergleichbarkeit
Mit der technischen Weiterentwicklung müssen sich Notebooks an immer höheren Maßstäben messen. Erreichten Gaming 17-Zöller Ende 2006 höchstens 5500-3DMarks06, so waren es Ende 2007 schon 9200! Ein sechs Monate altes Sehr-Gut kann also nicht mit einem Sehr-Gut von vor einer Woche verglichen werden.
Aus Gründen der Vergleichbarkeit haben wir uns auch im Vergleich (Link) für die Nutzung der aktuellen Note entschieden.
Zusammenfassung:
Toshiba Satellite Z830-10J
"Aktuelle Note: gut"
Die aktuelle Note des Toshiba Satellite Z830-10J wurde am 19.06.2013 errechnet.