Ein wenig erinnert das Alienware M18x an die Rennwagen der Autorennserie Nascar. Schwere Autos, bunt beklebt, rasen auf ovaler Strecke um die Wette. Wenn man das nüchtern betrachtet, besteht die einzige Aufgabe der Rennwagen darin, schnell nach links und auch mal ein paar Meter geradeaus zu fahren. So selten wie diese Raser eine Rechtskurve meistern müssen – und folglich auch nicht darauf geeicht sind, so wenig traut man dem 18-Zoller Alienware M18x mobile Qualitäten zu. Doch der 18-Zoll Bolide beweist Ausdauer - trotz des stromhungrigen Grafikkartengespanns aus zwei AMD Radeon HD 6970M. Und der grassierende CPU-Drosselungs-Virus? Kein Thema. Doch die angedeutete Frage bleibt im Raum stehen. Wer braucht so ein Notebook? Wir werden mit diesem Testbericht gar nicht erst versuchen die Frage zu beantworten. Wir zeigen nur auf, was das Alienware M18x zu leisten vermag, und was nicht.
- 18,4 Zoll Display, Full HD (1920 x 1080 Pixel), Glare
- Intel Core i7-2630QM (2,0 – 2,9 GHz)
- 2x AMD Radeon HD 6970QM (CrossfireX / 2x 2.048 MB GDDR5)
- 500 GByte Festplatte + 4 GByte Flash
- 2x USB 3.0, 2x USB 2.0, 1x eSATA/USB 2.0, Kartenleser
- VGA, HDMI 1.4 in, HDMI 1.3 out, MiniDisplay, 4x Audio, 3 MP Webcam
- 5,6 kg inkl. Akku (97 Wh)
- ab 1.999 Euro bei dell.de
Wie üblich kann bei Alienware eine Wunschkonfiguration geordert werden. Wir haben uns an dem Einstieg orientiert – außer bei der Wahl der 3D-Beschleuniger. Hier fiel die Entscheidung auf die AMD Radeon HD 6970M CrossfireX Lösung für 599 Euro Aufpreis. In der Summe erreicht unser Testgerät einen Preis von 2.694 Euro. Ein Jahr Vor-Ort-Garantie am nächsten Arbeitstag inklusive.
Optik
Man mag es kaum glauben, aber das Alienware M18x sieht gar nicht so groß aus, wie es tatsächlich ist. Zu verdanken ist das dem glatten Design. Bestimmt werden jetzt einige den Finger heben und widersprechen, aber betrachtet man nur das Gehäuse mit deaktiviertem LED-Bling-Bling, dann steht das Alienware da wie eine Eins. Die Oberflächen sind glatt und das Notebook wird nach hinten nicht größer. Es ist also vorne wie hinten 5,5cm hoch - genauso wie das Clevo P170HM, das jedoch vorne flacher ist. Die Folge: Das Clevo wirkt unruhiger als das geschliffene Alienware, trotz dem beide über die gleiche Maximalhöhe verfügen. Sicherlich hilft auch das größere Display dazu, dass die Breite und Tiefe des M18x dem Clevo P170HM deutlich überlegen sind und damit das Alienware M18x proportionaler erscheinen lassen. Doch machen wir uns nichts vor. Spätestens beim Anheben wird einem bewusst, dass das M18x in einer eigenen Liga spielt. 5,6 Kilogramm inklusive Akku sind bisher unerreicht. 20-Zoll und Ruggedized Notebooks mit Militär-Standards ausgenommen.
Das Alienware ist optional in schwarz und rot erhältlich. Unser Modell in „Nebula Red“ verfügt über eine schwarze Innenfläche und Unterseite. Nebula Red ist nur am Displayrücken und an den Seiten der Base-Unit angebracht. Die beiden Scharniere sitzen sehr weit in der Mitte und aufgrund des (angedeuteten) ungleichseitigen Sechsecks als Grundform, entstehen an den Seiten nach außen hin wachsende Freiflächen zwischen Base-Unit und Deckel.
Am auffälligsten sind sicherlich die unzähligen Lampen an dem Notebook. Allein die Tastatur kann in vier verschiedenen Farben gleichzeitig beleuchtet werden. Daneben können die Makro-Tasten mit einer weiteren Farbe versehen werden. Die insgesamt 20 verschiedene Farben können auch das Touchpad umrahmen und die Mediensteuertasten, den Alienware-Schriftzug unter dem Display und die berühmten Alienware-Köpfe sowie die beiden Lautsprecher an der Front beleuchten.
Zahlreiche Effekte und auch selbst erstellbare Profile lassen sich im AlienFX-Center einstellen. Unzählige Stunden können mit der Individualisierung verbracht werden.
Verarbeitung
Wer einen Sinn für Details hat, der wird sich an Kanten und Materialübergängen ergötzen können. Alles ist stimmig und deutet auf eine lange Lebenszeit hin. Man könnte behaupten, nur mit der Lupe sind unsaubere Spaltmaße erkennbar, doch das stimmt nicht ganz – sie sind schon mit dem bloßen Auge sichtbar, aber die Suche dauert lange. Wer sich weniger für das beeindruckende Handwerk interessiert, der wird wohl nur die extrem harten Oberflächen bemerken. Mit Ausnahme der Tastatur, die über die gesamte Breite etwas nachgibt, ist das M18x steinhart.
Weiterhin beweist Alienware einen eigenen Sinn für Details auch mit der Klavierlack-Schicht an der Front. Feiner Staub kann ohne Bedenken abgewischt werden. Kratzer sind hier kaum Thema. Das Alienware M18x bietet also eine Verarbeitungsqualität, die von einem Notebook zu einem Grundpreis von 1.999 Euro erwartet werden darf. Apples MacBook Pro 17 darf nach Hause gehen. Der neue Meister ist gekürt.
Reichlich verrücktes Gerät, aber mal spannend den Test zu lesen! :) Wisst ihr schon wann ihr das m14x reinbekommt? Fände ich noch spannender vom Preis und Gewicht her
Was ist eine Aktuelle Note?
Notebookjournal errechnet jede Nacht eine Aktuelle Note. Das ist die Note nach den derzeit gültigen Maßstäben. Sie zeigt an, ob sich ein älteres Modell noch wacker hält oder ob es bereits eine Vielzahl besserer Notebooks gibt. Letzteres ist der Fall, wenn die Aktuelle Note niedriger als die ursprüngliche Note ist.
Es geht um die Vergleichbarkeit
Mit der technischen Weiterentwicklung müssen sich Notebooks an immer höheren Maßstäben messen. Erreichten Gaming 17-Zöller Ende 2006 höchstens 5500-3DMarks06, so waren es Ende 2007 schon 9200! Ein sechs Monate altes Sehr-Gut kann also nicht mit einem Sehr-Gut von vor einer Woche verglichen werden.
Aus Gründen der Vergleichbarkeit haben wir uns auch im Vergleich (Link) für die Nutzung der aktuellen Note entschieden.
Zusammenfassung:
Alienware M18x
"Aktuelle Note: sehr gut"
Die aktuelle Note des Alienware M18x wurde am 24.05.2013 errechnet.