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TEST Apple Macbook Pro 13,3'' (Early 2011)
Hör mal wer da drosselt
von Stefan Trunzik am Sa, 26.02.2011



Eingabegeräte & Leistung
Touchpad und Tastatur gelten – ebenso wie die Verarbeitung – zu den Alleinstellungsmerkmalen unseres Testgeräts. Neben einem beleuchteten Isolation Keyboard (freistehende Tasten) setzt Apple ein weiteres Mal auf das großflächige Multitouch-Trackpad, welches die Tasten in der sensitiven Fläche integriert hat. Vielschreiber und –scroller werden sich über die Eingabegeräte freuen. Mehr Details zum Funktionsumfang und zum Aufbau der Tastatur und des Trackpads könnt ihr ebenfalls aus unseren Vorjahresberichten herauslesen.

Link: Apple Macbook Pro 13,3" (2010)
Link: Apple Macbook Pro 13,3" (2009)

Anwendungs- & Grafikleistung
Das unserer Meinung nach spannendste Update erhält das Apple Macbook Pro 13,3-Zoll im Inneren. Statt den eingestaubten Intel Core 2 Duo Prozessoren, arbeiten nun die aktuellen Zweikern-CPUs der Core i5- und Core i7-Serie unter der Aluminium-Motorhaube. Hinzu kommt der Intel HD Graphics 3000 Grafikprozessor, der auf dem gleichen Chip liegt wie das Herzstück Intel Core i7-2620M. Um das komplette System so gut wie möglich bewerten zu können, ziehen wir unseren Benchmark "PassMark Performance Test 7.0" heran. Dieser hat das Vorgängersystem von 2010 mit 832 Punkten – im Subnotebook-Bereich – hoch eingestuft. Unser aktuelles Testgerät kann diesen Wert nochmals toppen und kommt mit 1075 Punkten aus dem Testparcours.

Performance Test (Pass Mark Rating) [Punkte]
Check der System-Leistung
Kategorie: Subnotebooks, Ultrabooks, Ultrathins
0
400
800
1.200
1.910

Der Großteil dieser 30 prozentigen Steigerung ist dem Prozessor zuzuschreiben. Das Simulieren von Prozessorkernen (Hyper Threading) und die daraus resultierende Leistungssteigerung konnten die damaligen Intel Core 2 Duo CPUs nicht liefern. Dafür verbraucht unser Core i7-2620M auch 10 Watt mehr als der vorher getestete C2D P8800. Mit Hilfe des Turbo Boost 2.0 hätte Apple sogar noch mehr Leistung abfragen können, doch diese durchaus sinnvolle Technologie will Steve Jobs den Nutzern wohl vorenthalten. In allen synthetischen und praxisnahen Szenarien bleibt die Taktrate unseres Sandy Bridge Prozessor bei 2,7 GHz. Eine erhoffte Steigerung auf 3,2 GHz oder gar 3,4 GHz bleibt aus, selbst wenn nur ein Kern belastet wird. Das gleiche Verhalten haben wir unter Mac OS X 10.6 festgestellt.

Povray 3.6 (CPU) [Sekunden]
Check der Prozessor-Leistung
Kategorie: Subnotebooks, Ultrabooks, Ultrathins
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1.000
2.000
3.000
4.733

Das Problem spitzt sich weiter zu, wenn die Recheneinheit ausgelastet ist – zum Beispiel beim Beschneiden von Filmen oder beim Entpacken von ZIP-Archiven. Innerhalb von wenigen Sekunden heizt sich der Prozessor so stark auf (95°C – 100°C), dass das System eine Taktraten-Drosselung vornimmt. So stehen wir während unserer Arbeit immer wieder mit einer maximalen Taktfrequenz von extrem niedrigen 800 MHz da. Apple stiehlt uns dadurch 70 Prozent der Rechenleistung. Neben dem Unterschlagen von innovativen Technologien, hat es der Hersteller also bis heute nicht geschafft die Hitzeprobleme und die darauf folgende Drosselung des Prozessors in den Griff zu bekommen. Im Übrigen hat Apple im Geschäftsjahr 2010 einen Netto-Gewinn von 10,2 Milliarden Euro eingefahren! Vielleicht werden dafür ja fähigere Mitarbeiter eingestellt, die auch vorhandene Technologie nutzen und diese nicht wegen Hitzeproblemen deaktivieren.

Doch von einer scheinbar startenden Hetzjagd gegen Apple ("Nein, wir hassen sie nicht!") kommen wir nun zur neuen Grafiklösung Intel HD Graphics 3000. Das mit diesem Chip eine enorme Leistung abgefragt werden kann ist gar keine Frage mehr – bereits im Vorfeld konnten wir die neue Grafikgeneration von Intel testen. Doch langt das auch zum Zocken? Nein. Zwar werden in Benchmarks wie 3DMark06 oder Aquamark gute Werte erreicht, dafür kann das Komplettsystem in unserem Referenz-Spiel World in Conflict nur mit niedrigen Details überzeugen. Bei mittlerem Detailgrad oder Auflösungen über 1024x768 Pixel gerät das Spiel bereits ins Stocken.


Intel protzt zwar mit marketingtauglichen Leistungssteigerungen, legt aber gleichzeitig die Zielgruppe fest. So ist die HD Graphics 3000 nicht etwa für Spieler gedacht sondern für Multimedia-Nutzer, die flüssige HD-Inhalte bei YouTube und Co. erwarten und ab und zu die Gaming-Klassiker heraus kramen. Im Vergleich zum Vorgänger Macbook Pro (13,3'') muss sich die aktuelle Grafikeinheit geschlagen geben. Die vorher eingesetzt Nvidia Geforce 320M konnte nicht nur in den synthetischen Benchmarks mehr überzeugen, auch im Gamecheck holte die Nvidia-Grafik bis zu 30% mehr FPS heraus.

Zusammengefasst erhaltet ihr also ein Notebook mit einer guten Anwendungsleistung, deaktivierten Technologien und extremen Hitzeproblemen. Hinzu kommt eine schwächere Grafiklösung und eine eher durchschnittliche Festplattenlösung (64 MB/s read ; 50 MB/s write). Das können andere Hersteller besser, auch wenn diese zeitgleich wegen CPU-Drosselungen kritisiert werden.


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Kommentare zum Artikel ( 110 Antworten )
Zur Diskussion im Forum

AW: Apple Macbook Pro 13,3'' (Early 2011) - Hör mal wer da drosselt
von Redirion am Mo, 21.03.2011 22:55 Uhr

MacBook Pro´s werde sehr heiß, da gebe ich Dir recht - aber
das hat ja auch seinen Grund, die Wärme muss irgendwie
abgestrahlt werden, und das geht am besten über das Alu
Gehäuse.[/QUOTE] Die Wärme wird beim Macbook nicht über das
Gehäuse abgeleitet. Wäre dies der Fall, hätte Apple ein
Konvektionskühlung im Einsatz. Dafür müssten Heatpipes direkt
mit dem Gehäuse...
AW: Apple Macbook Pro 13,3'' (Early 2011) - Hör mal wer da drosselt
von upperaust am Mo, 21.03.2011 21:03 Uhr

Hi Necrosis, dein ASUS ist sicher ein tolles Notebook, und
wenn das wirklich so ist das von den vielen Schlitzen und
Lufteinlässen am Boden Deinen Notebooks keine Blockade der
Zirkulation entsteht ist das ja auch gut so, nur wozu dann die
Lufteinlässe? MacBook Pro´s werde sehr heiß, da gebe ich Dir
recht - aber das hat ja auch seinen Grund, die Wärme muss
irgendwie...
AW: Apple Macbook Pro 13,3'' (Early 2011) - Hör mal wer da drosselt
von Necrosis am Mo, 21.03.2011 00:00 Uhr

okay. Teilweise gute Argumentation. Teilweise aber auch überaus
schwer nachzuvollziehen, oder sogar eindeutig falsch. Ich
fange hinten an: Ist das MBP 13" ein Subnotebook? Meist
werden alle 13" Modelle als Subnotebook eingestuft. Denn
hierbei wird viel Wert auf Mobilität gelegt, und genau das ist
prinzipiell der einzige Grund, ein 13" Notebook zu...

Kategorie:
Subnotebooks, Ultrabooks, Ultrathins

Testergebnis
Subnotebooks, Ultrabooks, Ultrathins
Apple Macbook Pro 13,3'' (Early 2011)
befriedigend
Test vom 26.02.2011


Aktuelle Note: befriedigend  Erklärung

PRO KONTRA

gute Anwendungsleistung
sehr gute Verarbeitung
großes Multitouch-Trackpad
Tastatur mit freistehenden Tasten
Firewire + Thunderbolt Port
vergleichsweise kurze Akkulaufzeit
CPU-Drosselung unter Last
keine Taktänderung im Energiesparmodus
fest integrierter Akku
hoher Stromverbrauch im Office
Temperatur- & Lautstärkeentwicklung



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Marktpreis


Anbieter-Preis
ab 1379 €

Hersteller-Preis
1449 €

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Voraussichtliches Erscheinungsdatum
Februar 2011