- 17,3-Zoll HD+ Display (1600 x 900 Pixel); Glare
- Intel GMA HD
- Intel Core i3-350M (2,26 GHz)
- 320 GB S-ATA HDD (5.400 rpm)
- 2 GB DDR3 RAM (1 von 2 Slots belegt; auf maximal 8 GB aufrüstbar)
- 4x USB 2.0, HDMI, VGA, DVD-Laufwerk, 3in1 Card Reader (MMC / SD / MS)
- WLAN 802.11 b / g / n, Gigabit Ethernet
- Windows 7 Home Premium 64-Bit
- 4400 mAh Lithium-Ion Akku
- ab 399 Euro im Preisvergleich
Das Chassis entspricht dem von uns bereits getesteten
Asus K72JK-TY001V. Der Displaydeckel ist in einem glatten lackierten Schwarz gehalten und zieht Fingerabdrücke magisch an. Er lässt sich stark durchdrücken. Die Scharniere machen einen ordentlichen Eindruck, aber man braucht zwei Hände um den Deckel zu heben, und er wippt lange nach. Die Chiclet-Tastatur ist von einer glänzenden Klavierlackschicht umgeben und bietet einen angenehmen Tastenhub. Die Tasten sind angenehm leise und verursachen kein lautes Klackern.
Eingaben über das Touchpad werden zügig und tadellos umgesetzt. Dank der strukturierten Handballenauflage, die sich auch auf dem Touchpad fortsetzt, haben die Hände einen guten Halt. Die durchgängige Wipptaste unterhalb des Touchpads ist gewöhnungsbedürftig. Vor allem die linke Maustaste klickt unverhältnismäßig laut und man muss mit erhöhtem Kraftaufwand rechnen, um sie zu betätigen.
Kommen wir nun zum Display. Das 17,3-Zoll große LED-Display (Panel: Samsung LTN173KT01000) bietet eine Auflösung von 1600 x 900 Bildpunkten. Bei einem 17-Zoll Multimedia Gerät erhofft man sich ein kontraststarkes und helles Bild für das Betrachten von Videos, Filmen oder Fotos. Damit kann das Asus leider nicht dienen. Die durchschnittliche Helligkeit von knappen 194 cd/m² ist nicht berauschend, könnte man aber noch akzeptieren. Das Problem ist das schlechte Kontrastverhältnis. Mit 180:1 bei voller Helligkeit ist der Kontrast leider unter dem Durchschnitt, subjektiv gesehen wirkt er aber dank Glare-Panel etwas besser.
Die Blickwinkelstabilität kann auch nicht überzeugen. Da man annehmen kann, dass beim Betrachten von Multimediainhalten nicht immer nur eine Person vor dem Display sitzt, fällt dieser Punkt besonders ins Gewicht. Ab einem horizontalen Winkel von 25-30° treten deutliche Farbverfälschungen auf.
Positiv hervorzuheben ist der niedrige Energieverbrauch. Beim normalen Surfen und einigen nebenbei geöffneten Programmen haben wir nur 21,3 Watt an Verbrauch gemessen. Unter Volllast waren es 59.5 Watt. Damit ergibt sich eine für ein 17-Zoll Gerät sehr anständige Akkulaufzeit von 295 Minuten im Batterie Eater Readers´ Test, was knapp 5 Stunden bei sporadischer Nutzung entspricht. Im Classic Test ergab sich eine gute Laufzeit von 132 Minuten.
Akkulaufzeit unter Last [Minuten]Akkulaufzeit unter Last
Kategorie:
Office
Der Arbeitsspeicher ist mit 2 GB knapp bemessen. Glücklicherweise ist nur einer der beiden Slots belegt, somit lässt sich durch einen geringen Aufpreis von etwa 30 Euro eine Aufrüstung auf 4 GB vornehmen . Direkt vor Ort erledigen viele kulante Händler das innerhalb von Minuten.
Ebenso wie beim
Asus K72JK-TY001V fällt die Temperaturentwicklung durchweg positiv aus. Da man nun auf eine dedizierte Grafikkarte verzichtet hat und stattdessen auf die integrierte Intel GMA setzt, ist sie sogar noch gefallen. Die Handballenauflage bleibt auch unter Last angenehm kühl. Mit maximal 34 Grad liegt sie deutlich unter anderen 17-Zoll Geräten. Die wärmsten Punkte entstehen auf dem die Tastatur umfassenden Rahmen im Bereich der Tabulator- und Escapetaste. An dieser Stelle wird die Abwärme seitlich aus dem Gehäuse geblasen. Auf der Unterseite bleibt die Temperatur im IDLE-Betrieb im Bereich von 29 bis 33 Grad und unter Last bei 30-38° C.
Charakteristisch für das K72JK ist die ausgewogene Lüfter Steuerung. Es muss nicht mit plötzlichem Hochdrehen des Lüfters gerechnet werden. Dadurch ist es sehr laufruhig und in lauteren Arbeitsumgebungen nicht zu hören. Im Windows ergeben sich knappe 29 dB(A) und unter Last 31.9 Dezibel. Damit ist es deutlich leiser als das
Asus K72JK-TY001V welches unter Last mit gut 37 dB(A) zugeschlagen hat.
Nicht nur bei der Hardware, sondern auch beim Gewicht wurde abgespeckt. Mit Akku kommt der 17-Zöller auf 3,05 Kilo und könnte fast als Leichtgewicht durchgehen. Und auch der Preis ist deutlich geschrumpft. Im Vergleich zum Asus K72JK-TY001V, welches zum Testzeitpunkt mit dedizierter Grafikkarte, mehr RAM und größerer Festplatte knappe 750 Euro gekostet hat (Stand 19.04.2010), kann Asus mit einem sehr günstigen Preis von 399 Euro aufwarten. Damit ist es das günstigste 17-Zoll Multimedia Notebook, das wir in der letzten Zeit in den Fingern hatten.
In unserem Kurztest zeigt sich das Asus K72F-TY016V als extrem preisgünstiges Einstiegsmodell im 17-Zoll Sektor. Für den Heimbereich steht ausreichend Leistung vorhanden, der verbaute Intel Core i3-350M stellt zwar einen der schwächeren Kandidaten in Intels LineUp da und besitzt keine Turbo Boost Funktion, doch die 2.26 GHz Taktfrequenz sind für normale Aufgaben ausreichend. Die Verarbeitungsqualität und die gute Akkulaufzeit können voll überzeugen und es wäre ein rundum gelungenes Gerät, wenn da nicht das Display und der Gehäusedeckel wären. Gerade im Multimedia Bereich wäre ein kontrastreicherer und hellerer Bildschirm schön.
Aktuelles Angebot (Stand 11.07.2011)
Asus K72F-TY016V (notebooksbilliger.de) -
399 Euro
Alles in allem stimmt aber das Preis-Leistungsverhältnis und die positiven Aspekte überwiegen bei weitem die negativen.