Dell erneuert die 17-Zoll Notebooks Namens Inspiron 17R und spricht damit den privaten Haushalt sowie den geschäftigen Selbstständigen an. Als Ersatz für den Desktop-PC ist das Inspiron 17R eine Überlegung wert, denn mit dem vielfältigen Zubehör und dem Build-To-Order Prinzip (BTO) könnte der 17-Zoller umfangreichen individuellen Ansprüchen gerecht werden.
Doch ein individuell, den Wünschen entsprechend, konfiguriertes Komplettsystem reicht nicht aus um die Kunden an Land zu ziehen. Zu stark und vielfältig ist die Konkurrenz im Segment der großen Multimedia-Notebooks. Sogar ein alteingesessenes und imageträchtiges IT-Unternehmen wie Dell kann sich Fauxpas wie in der jüngsten Vergangenheit nicht lange leisten. Und nach den letzten Problemen bei den Studio-Notebooks (starke Wärmeentwicklung, gedrosselte CPUs) werden wir auch das neue Inspiron 17R ins Schwitzen bringen und beobachten, ob der 17-Zoller dieselben Probleme aufweist.
Natürlich werden wir auch die Praxis näher beleuchten und unsere Finger auf den Eingabegeräten tanzen lassen, die Verteilung der Steckplätze einschätzen und das Display aus allen Ecken betrachten.
Datenblatt Dell Inspiron 17R:
- 17-Zoll Display; HD+ (1600 x 900 Pixel)
- Intel Core i5-430M (2,27 – 2,53 GHz)
- 4 GByte DDR3 Arbeitsspeicher
- 500 GByte Festplatte (5.400 rpm)
- 3x USB 2.0, 1x eSATA/USB, HDMI, VGA
- Speicherkartenleser, DVD-Brenner, Audio In & Out
- WLAN (b/g/n), Gigabit-LAN, Bluetooth 2.1, Webcam, Mikrofon
- 3,2 kg, 6-Zellen Akku (48Wh)
- 749 Euro (Testgerät)
Der auffälligste Unterschied zu den älteren Inspiron 17 Modellen befindet sich bei der Schnittstelle zwischen Display und Chassis. So rutschte das geöffnete Display bei den älteren Inspiron Reihen hinter das Gehäuse. Die Neuauflage zeigt nun schon fast bieder wirkende Scharniere, welche auf dem Chassis sitzen. Wie beim Asus G73 zieht sich das Chassis hinter dem Display noch zwei Zentimeter weiter, vergrößert damit die Abmessungen und schränkt den Besitzer eventuell auch bei der Wahl einer Laptoptasche ein.
Dell stellt dem Kunden auch bei den neuen Inspiron 17R mehrere Farboptionen zur Verfügung. Unser Testgerät ist mit einem blauen Deckel ausgerüstet und im Inneren dominiert eine silber-glänzende Fläche. Unterbrochen wird diese nur von der schwarzen Tastatur und dem dunklen Touchpad. Auf eine extra Multimedia-Leiste verzichtet Dell bei den neuen Inspiron 17R und die Lautsprecher sitzen an der Unterseite.
An der vorderen Kante ist von der Unterseite kaum etwas zu sehen, zumindest aus der normalen Sitz- und Arbeitsposition vor dem Notebook. Das Gehäuse wird nach hinten hin dicker und lässt das Inspiron 17R nicht massig sondern eher filigran und schwebend erscheinen.
Trotz des glänzenden Finishs haben wir kaum Probleme mit Fingerabdrücken. Die hellen Farben sind dabei eine große Hilfe. Wer sich für eine schwarze Variante entscheidet, der wird sehr oft nach einem Putztuch greifen wollen, welches bei unserem Testgerät nicht im Zubehör zu finden war. Alle lackierten Flächen zeigen ein gebürstetes Finish und bringen so etwas Abwechslung. Die helle Arbeitsumgebung kann in sonnigen Umgebungen schnell zum Blendwerk verkommen und auch der Klavierlack tragende Rahmen des Displays zeigt in hellen Umgebungen schnell Reflexionen.
An der Stabilität des Chassis haben wir nichts auszusetzen. Selbst bei starkem Zerren und Biegen zeigt das Gehäuse keine Reaktionen. Auch die Oberfläche ist sehr stabil und zeigt keine Auswirkungen gröberer Behandlung. Nur minimal gibt der Nummernblock bei stärkerem Druck nach. Der Grund dafür ist das darunter befindliche DVD-Laufwerk, welches nicht so große Stabilität bietet wie der Rest des Chassis. Die brettharte Stabilität des Gehäuses endet hinter den Scharnieren.
Das Display liegt in einem sehr verwindungsschwachen Deckel. Schon ein abgelegtes Handy auf dem geschlossenen Notebook bewirkt eine Vertiefung. Wer den Deckel an einer Ecke anfasst und das Notebook öffnen möchte, der wird die Verbiegungen gut sehen können. Ein Druck auf das Dell-Logo zeigt Druckstellen auf dem eingeschalteten Display. Somit ist klar, ein übermäßig starker Druck auf die Deckelrückseite könnte das Panel beschädigen.
Meine Güte, Dell und die Lüfterproblematik bleibt ja echt eine neverending-story... :rolleyes:
Schade, ansonsten gefallen mir die Dell Notebooks, vor allem, dass man anfängt, das Display wieder auf das Chassis zu setzen und nicht dahinter finde ich mehr als gelungen.
Werd mir Aufgrund des nervösen Lüfters trotzdem keins mehr kaufen.
Was ist eine Aktuelle Note?
Notebookjournal errechnet jede Nacht eine Aktuelle Note. Das ist die Note nach den derzeit gültigen Maßstäben. Sie zeigt an, ob sich ein älteres Modell noch wacker hält oder ob es bereits eine Vielzahl besserer Notebooks gibt. Letzteres ist der Fall, wenn die Aktuelle Note niedriger als die ursprüngliche Note ist.
Es geht um die Vergleichbarkeit
Mit der technischen Weiterentwicklung müssen sich Notebooks an immer höheren Maßstäben messen. Erreichten Gaming 17-Zöller Ende 2006 höchstens 5500-3DMarks06, so waren es Ende 2007 schon 9200! Ein sechs Monate altes Sehr-Gut kann also nicht mit einem Sehr-Gut von vor einer Woche verglichen werden.
Aus Gründen der Vergleichbarkeit haben wir uns auch im Vergleich (Link) für die Nutzung der aktuellen Note entschieden.
Zusammenfassung:
Dell Inspiron 17R
"Aktuelle Note: befriedigend"
Die aktuelle Note des Dell Inspiron 17R wurde am 18.05.2013 errechnet.