XPS steht für „Extreme Performance Series“ und die gibt es von Dell schon seit 1993. Im Vergleich zu anderen Consumer-Notebooks des Herstellers (Inspiron, Studio) ist die Leistung und Verarbeitung der XPS-Modelle höher angesiedelt. Die neuen 15-Zoll Geräte haben neben Intels Sandy Bridge Prozessoren und Mittelklasse Nvidia Grafikkarten das „neue“ Design (existiert seit Oktober 2010) verpasst bekommen.
Dieses Testgerät wurde uns freundlicherweise von Cyberport.de zur Verfügung gestellt.
Mehr Marketing-Gag als ernst zu nehmende Auszeichnung ist die Skype-Zertifizierung der neuen Modelle – laut Dell ist das XPS 15 das erste Notebook mit dieser Auszeichnung. Da unser Testmodell vorrangig ein Multimedia Notebook ist, dürften vor allem die JBL Lautsprecher mit Subwoofer von Interesse sein. Da sich die Intel-Notebooks dieser Preiskategorie nur wenig im Leistungs- und Grafikbereich unterscheiden, sehen wir es immer wieder gerne, wenn sich Hersteller mit anderen Merkmalen von der Masse abheben.
Das heutige Testgerät kommt mit der Einstiegskonfiguration daher: Intel Core i3-2310M und Nvidia Geforce GT 525M. Gegen Aufpreis steht fast die gesamte Sandy Bridge-Palette bis hin zum Intel Core i7-2820QM und einer Nvidia Geforce GT 540M mit 2 GB Speicher zur Auswahl.
Technische Daten Dell XPS 15 L502x-4864
- 15,6-Zoll HDready Display (1366 x 768 Pixel, glänzend)
- Intel Core i3-2310M (2,1 GHz)
- 4 GB DDR3 Arbeitsspeicher
- Nvidia Geforce GT525M (1024 MB) + Intel HD Graphics 3000
- Mini-DisplayPort, HDMI, 2x USB 3.0, USB 2.0/e-SATA
- 2.0 MP Webcam, 2x Kopfhörer, SPDIF, CD/DVD-Brenner
- Windows 7 Home Premium 64 Bit
- Im Preisvergleich ab 734 Euro
Während die Vorgängermodelle (vor Oktober 2010) noch mit sehr viel schwarzem Klavierlack und dem dazugehörigen Putzaufwand auskommen mussten, hat die jüngste Generation überwiegend matte Oberflächen. Auf der Unterseite steht groß „Colour: Aluminium“, was den metallischen Silberton des Displaydeckels und der Gehäuseunterseite sehr gut beschreibt. Die Handballenauflage und der Rahmen um die Tastatur sind aus einer anthraziten Aluminiumplatte. Der Rest des Gehäuses ist aus schwarzem Kunststoff.
Die hellen, matten Flächen sind sehr praxisfreundlich, erfordern sie doch kein ständiges Putzen wegen Staub und Fingerabdrücken. Das Zusammenspiel der Farben und Designelemente – Schwingungen an der Seite, Buckel hinter dem Display, Lautsprecherblenden – ist gut gelungen und sorgt für ein harmonisches Äußeres.
Alleine schon wegen des hohen Gewichts von 2.750 Gramm macht das XPS 15 einen massiven Eindruck. Die Basiseinheit ist auf der Oberseite sehr stabil. Im Bereich der Handballenauflage gibt die Aluminiummatte nur minimal nach. Die gestanzten Lautsprecherblenden bleiben vom Druck meiner Finger ebenfalls unbeeindruckt. Etwas schwächer ist die Tastaturmatte, was der Gehäuseverstärkung in diesem Bereich und dem optischen Laufwerk zuzuschreiben ist.
Grobe Schwachstellen an der Basiseinheit gibt es somit nur auf der Unterseite. Das Material unter dem optischen Laufwerk ist sehr dünn und deshalb wenig stabil, und die mit Schrauben montierte Wartungsabdeckung wirkt ebenfalls filigran.
Dell XPS 15: sehr gut, aber nicht perfekt bei der Verarbeitung
Die Verarbeitung der Basiseinheit ist gut. Die passgenaue Aluminiumplatte und deren Aussparungen für Tasten, Touchpad und Lautsprecher lassen keinen Grund zur Beanstandung. Die Verbindung von Unterseite und Oberseite ist aber nicht perfekt gelungen. Besonders auf der Vorderseite ragt die silberne Wanne etwas nach vorne – fällt nicht sofort auf, ist aber vorhanden. Ein Mangel ist das nicht, aber eben ein Grund kein „sehr gut“ zu verleihen.
Der Displaydeckel lässt sich leicht verbiegen, was normalerweise zum Punktabzug führt. Beim Testgerät kann aber selbst mit viel Kraft – und damit einhergehender, starker Verbiegung – keine „Pfützenbildung“ auf dem Panel erkannt werden. Auch starker Druck auf den Displaydeckel wirkt sich überhaupt nicht auf das Display aus. Der beschützende Deckel wird von den zwei breiten Scharnieren fest in Position gehalten, die einen maximalen Öffnungswinkel von ca. 130 Grad erlauben.
Vielen Dank für deinen sehr ausführlichen Erfahrungsbericht :)
Du hast ja geschrieben, dass du mit der "GT 550M" gespielt hast. Meintest du eher die GT 540M? Denn die GT550M ist ja nur im 17 Zöller verfügbar.
Ich finde es aber gut, dass du Dells Preispolitik ansprichst. Eigentlich ist ja Dell nicht immer teuer, nur bei manchen Dingen könnte man sich wirklich die Haare...
ich hab das XPS15 L502X in der größtdenkbaren Ausstattung, incl dem FullHD und Extended RGB Display, Q2830 CPU, 8 GB, 750er HD mit 7200 RPM, beleuchteter Tastatur und großem Akku. Ich hab nur zwei Details weggelassen: 1.) die UMTS Karte - weil der Aufpreis geradezu unverschämt war und 2.) Blueray - da wo ich gerad lebe gibts ohnehin keine Bluerays und es wäre auch...
Verstehe eure Probleme nicht: mein L502x ist im Idle absolut leise, hat beim Gamen maximal 65-70 Grad für GPU und CPU und die Tastatur sitzt bombenfest!
Was ist eine Aktuelle Note?
Notebookjournal errechnet jede Nacht eine Aktuelle Note. Das ist die Note nach den derzeit gültigen Maßstäben. Sie zeigt an, ob sich ein älteres Modell noch wacker hält oder ob es bereits eine Vielzahl besserer Notebooks gibt. Letzteres ist der Fall, wenn die Aktuelle Note niedriger als die ursprüngliche Note ist.
Es geht um die Vergleichbarkeit
Mit der technischen Weiterentwicklung müssen sich Notebooks an immer höheren Maßstäben messen. Erreichten Gaming 17-Zöller Ende 2006 höchstens 5500-3DMarks06, so waren es Ende 2007 schon 9200! Ein sechs Monate altes Sehr-Gut kann also nicht mit einem Sehr-Gut von vor einer Woche verglichen werden.
Aus Gründen der Vergleichbarkeit haben wir uns auch im Vergleich (Link) für die Nutzung der aktuellen Note entschieden.
Zusammenfassung:
Dell XPS 15 L502X
"Aktuelle Note: befriedigend"
Die aktuelle Note des Dell XPS 15 L502X wurde am 24.05.2013 errechnet.