Das 17,3-Zoll große Notebook von Hewlett-Packard hat eine kleine Modellpflege erhalten. Ausgestattet ist die jüngste Variante des großen Multimediakünstlers mit einem Intel Core i5-2430M, dem Nachfolger des im letzten Jahr verbauten i5-2410M. Der taktet nun mit 2,4 anstelle 2,3 GHz, doch ansonsten unterscheidet sich die Zentraleinheit nicht groß vom Vorgänger.
Kosmetik auch für den Rest des Unterhaltungsboliden: vier GByte RAM, nun aber in einem Riegel, die AMD Radeon HD6490M mit einem GByte VRAM anstelle einer HD 6470M. Die Ausstattung ist ansonsten gleich. Mit 630 Euro werden heute im Schnitt zehn Euro mehr für das Gerät verlangt. Ob sich das CPU-Upgrade gelohnt hat?
Spezifikationen HP ProBook 4740s
- 17,3-Zoll HD+ Display (1600 x 900 Pixel); blendfrei
- Intel Core i5-2430M (2,4 – 3 GHz)
- AMD Radeon HD 6490M, 1 GByte VRAM
- 4 GByte DDR3-RAM (ein Slot belegt)
- 640 SATA 3.0-Festplatte (5400 RPM)
- 4 x USB 2.0, Kartenleser
- HDMI, VGA, Webcam
- W-LAN (b/g/n), Bluetooth 3.0, Gigabit-Ethernet
- Gesichtserkennung
- 3 kg inkl. Akku
Um es kurz zu machen: nicht unbedingt. Im Vergleich liegen beide Maschinen ziemlich auf gleicher Höhe. Dennoch sind Leistungszuwächse vorhanden. Gute 300 Zähler mehr im Futuremark 3DMark06 sprechen für die neue Radeon. Bezogen auf die CPU ist die Verbesserung marginal. Eine halbe Minute rechnete die Intel Core i5-2430M schneller als ihre Vorgängerin, lediglich eine Sekunde toppte sie in den beiden Benchmarks von Cinebench.
Futuremark 3DMark 2006 [Punkte] Kategorie: Multimedia ab 17"
Für den geringfügigen Gewinn spricht gleichermaßen die mit 459,4 Zählern um etwas mehr als acht Punkte verbesserte Platzierung in der Geekbench. Wesentlich besser hat HP scheint's die Komponenten ausgewählt und aufeinander abgestimmt. Die Durchläufe der Passmark-Performancesuite erbrachten eine Steigerung von satten 600 Zählern.
Performance Test (Pass Mark Rating) [Punkte] Kategorie: Multimedia ab 17"
Hier scheint auch die Festplatte eine Hauptrolle zu spielen, denn die Western Digital liest und schreibt einfach schneller. Allerdings wurde das frischere Notebook heißer und verbrauchte auch mehr Strom.
Bei hoher Last (3D Spiel) [Watt] Kategorie: Multimedia ab 17"
Die Temperaturentwicklung des HP ProBook 4730s unten unter Last
Display / Eingabegeräte
An Bauweise (rückseitig beleuchteter, matter LED-Bildschirm) und Auflösung hat HP nichts geändert: HD+, mehr ist nicht drin. Jedoch gibt es ein neues Bauteil. Das Samsung Panel von einst wich einer Philips-Variante. Das ging auf Kosten der Luminanz, nicht aber des Kontrasts. Subjektiv schafft der Bildschirm eine halbwegs farbgetreue Wiedergabe.
Schwarz wirkt so, wie es soll. Den flauen, grauen Nebel, den manche, preislich höher rangierende Geräte einem zumuten, gibt’s hier nicht. Eine voll ausgebaute Tastatur bietet das HP ProBook 4730s an. Ihre Spaltmaße sind auffällig groß. Kurzer Hub, die Tasten wackeln jedoch nur ein kleines bisschen in den Fassungen, sind ansonsten recht leise. Gegenüber den zumeist angenehmeren, langhubigen Konkurrenten ist das Tippen vergleichbar wie zwischen einer luxuriös hydropneumatisch gefederten DS von Citroën zu einem blattgefederten Lkw aus der Nachkriegszeit. Aber das ist Geschmackssache.
Fakt ist, dass das Auge erst einmal schauen muss, wo die Finger bleiben, denn die Abstände sind doch recht groß geraten. Die vertikalen Pfeiltasten sind zu klein, so winzig im Verhältnis zum Gehäuse, dass gern daneben gegriffen wird. Überhaupt muss der Benutzer große Wege zurücklegen. Ergonomisch ist das nicht unbedingt.
Ausstattung
Leider hat sich am doch recht bassarmen SRS-Soundsystem nichts getan. Im nun betrachteten Laptop brachte Kraftwerks "Expo2000", von der CD abgespielt, die Töner zum verzerrenden Klirren bei nicht einmal voller Lautstärke. Das geht besser.
Im Unterschied zum ersten Testgerät der Reihe vermissten wir diesmal keinen USB 3.0-Port, denn immerhin einer ist verbaut worden. Mit einem freien Platz RAM entsteht Zufriedenheit, denn der ist immerhin vier GByte groß. Ansonsten stimmt die Ausstattung weitgehend mit der des Vorfahren überein.
Die Einschätzung des HP ProBook 4730s im Oktober-Bericht kann weiterhin bestehen bleiben. Für knapp über 600 Euro erhält der Käufer ein multimediataugliches Notebook, das als Desktop-Ersatz durchaus seine Funktionen erfüllt.
Wer nicht allzu große Performance-Ansprüche stellt, lässt den 17,3-Zöller auch an Foto- und Designarbeiten heran, denn der natürlich wirkende Bildschirm ist in seiner Klasse DTP-tauglicher als die Konkurrenz. Nachbessern muss HP beim Sound. Der ist nach wie vor unbefriedigend.
Das Tastaturlayout könnte ebenfalls eine Überarbeitung vertragen. Ansonsten ist das Gerät im Prinzip in allen Belangen zwar besser, aber nur ein kleines bisschen schneller geworden.
Was ist eine Aktuelle Note?
Notebookjournal errechnet jede Nacht eine Aktuelle Note. Das ist die Note nach den derzeit gültigen Maßstäben. Sie zeigt an, ob sich ein älteres Modell noch wacker hält oder ob es bereits eine Vielzahl besserer Notebooks gibt. Letzteres ist der Fall, wenn die Aktuelle Note niedriger als die ursprüngliche Note ist.
Es geht um die Vergleichbarkeit
Mit der technischen Weiterentwicklung müssen sich Notebooks an immer höheren Maßstäben messen. Erreichten Gaming 17-Zöller Ende 2006 höchstens 5500-3DMarks06, so waren es Ende 2007 schon 9200! Ein sechs Monate altes Sehr-Gut kann also nicht mit einem Sehr-Gut von vor einer Woche verglichen werden.
Aus Gründen der Vergleichbarkeit haben wir uns auch im Vergleich (Link) für die Nutzung der aktuellen Note entschieden.
Zusammenfassung:
Hewlett Packard ProBook 4730s
"Aktuelle Note: sehr gut"
Die aktuelle Note des Hewlett Packard ProBook 4730s wurde am 22.05.2013 errechnet.