Im HP Pavilion dm1-4055eg präsentiert sich uns der stärkste Fusion-Kern aus der E-Serie. AMD liefert hier einen Zweikernprozessor mit einem Takt ab Werk von 1,65 GHz. Mit auf dem Chip ist auch direkt die Grafikeinheit - eine AMD Radeon HD 6320M. Hier hat die vorliegende AMD E-450 APU seinen Geschwistern etwas voraus, denn der Standardtakt der Grafikeinheit hebt sich per Turbotakt von 500 MHz auf 600 MHz an.
Optisch entspricht das HP Pavilion dm1-4055eg nicht ganz dem bereits getesteten Vorgänger
Pavilion dm1-3101eg. Eine leichte Abwandlung des Chassis lässt es jetzt eher mit dem
HP Mini 210 vergleichen - jedoch mit einer Diagonalen von 11,6 Zoll. Bei der Verarbeitung bleibt der Eindruck - ähnlich wie beim Pavilion dm1-3101eg - solide. Neu ist, dass unter dem Akku ein SIM-Kartenfach angedeutet ist. Momentan ist aber noch keine Version des Pavilion dm1 mit UMTS Modul erhältlich (Stand 12.02.2012).
Weiterhin setzt HP auf seine Tastatur im Island-Style Design. Nicht nur die Tasten der Tastatur, sondern auch das Multi-Touchpad fallen äußerst groß aus, sodass es sich gut arbeiten lässt.
Spezifikationen HP Pavilion dm1-4055eg
- 11,6 Zoll HDready LED Display (1366x768 Pixel,
glare)
- AMD E-450 Fusion APU (1,65 GHz)
- AMD Radeon HD 6320
- 4 GByte DDR3 Arbeitsspeicher
- 500 GByte Festplatte (5.400 U/min)
- 3x USB 2.0, HDMI, VGA, 2x Audio
- GBit-Lan, WLan b/g/n, Bluetooth
- Kartenleser, Webcam
- Windows 7 Home Premium 32-Bit
Link: mehr Details im Datenblatt
Der Fusion-Kern von AMD setzt in der Kategorie „Netbooks / Mini-Notebooks“ neue Leistungsmaßstäbe. Der Dual-Core lässt mit 180 Punkten im Geekbench und kurzen 2.968 Sekunden im POV-Ray Test die Intel Atom Konkurrenz weit hinter sich.
Povray 3.6 (CPU) [Sekunden]Kategorie:
Netbooks0
2.000
4.000
6.000
8.000
13.709
Nicht anders zeigt sich das Bild im Cinebench R9.5. Bereits nach 112 Sekunden ist der Single Core Render Test abgeschlossen - im Multiple Core Render Test sind es gar nur 60 Sekunden. Das gesamte System kann sich schließlich mit 423 Punkten im PassMark Performance Test rühmen.
Performance Test (Pass Mark Rating) [Punkte]Kategorie:
Netbooks
Aber auch etwas Spieleleistung offenbart die Fusion-Plattform. Hohe 35.346 Punkte im Aquamark03 und 2.700 Punkte im 3DMark06 sprechen für sich. Unterstrichen wird das vom Grafiktest in World in Conflict. So lässt sich World in Conflict bei sehr niedrigem Detailgrad mit 36 FPS im Schnitt und 18 FPS minimal durchaus schon spielen.
Sehen lassen können sich zudem die Transferraten der Festplatte. Die 500 GByte fassende HDD von Samsung liest mit stolzen 102,8 MByte/s und schreibt mit 86,6 MByte/s. Die Plattern rotieren mit ruhigen 5.400 U/min.
Die leistungsstarke Ausstattung heizt dem kleinen Chassis unter Last ordentlich ein. Hier messen wir bis zu 38 °C an der Oberseite und 44 °C an der Unterseite. Besser sieht es im Idle-Betrieb aus - maximal 33 °C und 36 °C an Ober- und Unterseite sind vollkommen akzeptabel.
Sehr ruhig verhält sich die Lautstärke der Kühlung. Lediglich 27,6 dB(A) bei Akkubetrieb und aktivem Stromsparmodus und nur 28,7 dB(A) sind im Idle kaum zu hören. Unter Volllast beträgt die Geräuschkulisse noch angemessene 39,9 dB(A). Bei genauem Betrachten der Unterseite fällt auf, dass sie komplett plan ist und die einzigen Lüftungsschlitze sich linksseitig befinden.
Die Mobilität bleibt trotz höherem Strombedarf der AMD Fusion- gegenüber der Intel Atom-Plattform angemessen. Die Akkulaufzeiten entsprechen somit 522 Minuten (8:42 h) im Idle-Betrieb und 287 Minuten (4:47 h) unter Last. Das Gewicht ist nicht unerheblich und schlägt - zusammen mit dem Akku - mit 1.525 Gramm zu Buche. Durch die kompakte Bauweise findet das Pavilion dm1-4055eg dennoch in jeder Tasche Platz.
Gewicht inklusive Akku [g]Kategorie:
Netbooks
Das Display von nur 11,6 Zoll Diagonale löst mit angemessener HDready-Auflösung auf. Das Panel (CMO N116B6-L04) ist nicht entspiegelt, was gerade bei einem recht mobilen Gerät unvorteilhaft ist. Die Helligkeit wartet mit annehmbaren 181 cd/m² im Schnitt auf - genügt aber nicht um einem sonnigen Tag etwas entgegenzusetzen.
durchschnittl. Luminanz [cd/m²]Kategorie:
Netbooks
Ebenso schafft es der Kontrast mit 190:1 bei maximaler Helligkeit und mit 172:1 bei 100 cd/m² nur zum Mittelmaß. Verbleiben noch die Blickwinkel, die links und rechts recht stabil sind, dafür jedoch oben und unten schnell die Farben invertieren lassen.