Als wir das ThinkPad Edge zum ersten Mal in unserer Redaktion testen konnten (wir berichteten!), galt dieses noch als Exot unter den ThinkPads. Der einstige Bruch mit den klassischen ThinkPad Designelementen hat sich im Hause Lenovo inzwischen gut eingelebt und eine neue Nische unter den konservativen Business-Notebooks geschaffen. Am großen Ganzen hat sich wenig geändert, weshalb wir uns heute mit einem Kurztest begnügen werden. Detaillierte Einzelheiten findet ihr in unserem ausführlichen Test aus dem Frühjahr 2010.
Dieses Testgerät wurde uns freundlicherweise von notebooksbilliger.de zur Verfügung gestellt.
Das heutige ThinkPad Edge 13 richtet sich wohl eher an die „Professionals“ unter den Subnotebook-Nutzern. Die lebhafte rote Lackierung musste daher einem biederen Schwarz weichen. Welche Änderungen noch vorgenommen wurden, und ob das Schwarze mehr zu bieten hat als das Rote, wollen wir im Folgenden untersuchen.
Datenblatt Lenovo Thinkpad Edge 13 658D842:
- AMD Turion II Neo K625 (1,5 GHz)
- 2 GB DDR3 Arbeitsspeicher
- 320 GB S-ATA Festplatte(5.400 rpm)
- ATI Mobility Radeon HD 4220 (bis zu 256 MB VRAM)
- 2x USB 2.0 (1x powered USB), E-SATA/USB-Kombiport, Kopfhörer-Mikrofon-Kombianschluss, 5-in-1 Kartenleser, VGA, HDMI
- Gigabit Ethernet, WLAN 802.11b/g/n-Draft, Bluetooth
- Ohne Betriebssystem
- Im Preisvergleich ab 399 Euro
Optik und Verarbeitung
Das peppige Rot unseres ersten ThinkPad Edge 13 Testmodells findet man mittlerweile nur noch auf dem i-Punkt des Logos und auf den Eingabegeräten - klassisch ThinkPad eben. Die Deckel-Farbgebung ist diesmal ein mattes Schwarz, welches sich dennoch von den traditionellen ThinkPad-Strukturen unterscheidet. Er ist nämlich von einer silbernen Leiste umrandet, welche charakteristisch für die Edge-Modelle sein soll. Eine ähnliche Silberleiste schmückt die gesamte Seitenfläche des Thinkpads, so dass alle Anschlüsse von dieser eingefasst werden.
Schön anzusehen ist das rot beleuchtete i-Tüpfelchen im ThinkPad Schriftzug.
Die Verarbeitung des Edge 13 ist vorbildlich und lässt wenig Raum für Kritik. Alle Teile wurden sauber und gleichmäßig verbaut und vermitteln eine hohe Wertigkeit. Die Stabilität ist sehr gut und wieder einmal dem fehlenden Laufwerk zu verdanken. Nur im Zentrum der Tastatur gibt es Verbesserungsbedarf. An dieser Stelle gibt das Gehäuse bei stärkeren Druck nach, Schreibarbeiten werden dadurch jedoch nicht behindert.
Tastatur und UltraNav
Die Eingabegeräte des ThinkPads sind tadellos und können sich mit denen höherer Preisklassen erhaben messen. Die Tastatur ist nach wie vor mit isolierten Tasten versehen – eine weitere Besonderheit der Edge-Modelle. Die UltraNav-Eingabegeräte – bestehend aus rotem Trackpoint und Touchpad – symbolisieren die Klassenzugehörigkeit jedoch unmissverständlich.
Die Tasten haben einen guten Anschlag und einen kurzen Tastenhub und zählen zweifelsohne zu den Klassenbesten – die etwas instabile Mitte kann den guten Gesamteindruck nur unwesentlich mindern. Für Mausbewegungen stehen Touchpad und Trackpoint zur Verfügung, welche beide sehr gut reagieren. Das Touchpad ist Multitouch-fähig, jedoch haben die Tasten des Trackpoints einen besseren Druckpunkt.
Display und Mobilität
Das spiegelnde Display unseres heutigen Testgerätes kann dem „Roten“ ThinkPad Edge leider nicht das Wasser reichen. Mit durchschnittlich nur 177 cd/m² mangelt es an Helligkeit und ein Arbeiten in sehr hellen Umgebungen ist nicht zu empfehlen. Der niedrige Kontrast von 166:1 bei maximaler Helligkeit ändert daran selbstverständlich nichts. Dies ist enttäuschend wenn man bedenkt, dass unser Februar-Testgerät noch eine Luminanz von 211cd/m² aufweisen konnte.
Die vertikale Blickwinkelstabilität fällt sehr gering aus, denn bei Abweichungen ab 20° wird der Bildschirminhalt nicht mehr farbgetreu wiedergegeben. Dies gilt für vertikale sowie horizontale Blickwinkelveränderungen.
Bei unseren Lautstärkemessungen konnten wir keine großen Veränderungen feststellen. Unter Volllast bläst das ThinkPad Edge mit bis zu 35 dB(A) vor sich hin, aber im Idle-Betrieb ist die Lautstärke wesentlich erträglicher und mit ca. 27 d(B)A nur bedingt wahrnehmbar.
Die Wärmeentwicklung ist punktuell immer noch sehr hoch. So zum Beispiel auf der Unterseite an den Lüftungsschlitzen, wo wir 42,3 °C messen. Auf der Oberseite beträgt die maximale Temperatur jedoch nur 36 °C, was akzeptabel ist.
Die Akkulaufzeit beträgt unter Last nur 131:07 Minuten, was für ein Subnotebook nicht sehr viel ist. Im Reader-Test hielt das Gerät jedoch ganze 419 Minuten durch, was zwar keinem Spitzenwert entspricht, aber durchaus erwähnenswert ist. Im Praxistest erreicht das 13-Zoll Thinkpad Edge circa 3 Stunden. Hierbei wurde per WLAN gesurft, die Displayhelligkeit war auf 50% eingestellt und Abschnitte dieses Testberichts wurden geschrieben. Das Februar-Gerät schnitt jedoch in allen Laufzeit-Disziplinen besser ab.
Akkulaufzeit unter Last [Minuten] Battery Eater Classic Mode Kategorie: Subnotebooks, Ultrabooks, Ultrathins
Hallo,
ich bin auch Besitzer eines Edge13 mit dieser Ausstattung.
Die Angaben zur Laufzeit in diesem Test stimmen definitiv nicht. Wurde der richtige Grafikkartentreiber installiert?
Aus meiner Erfahrung: Mit dem von Win7 angebotenen Grafiktreiber hatte ich auch erst eine schlechte Laufzeit, aber mit den aktuellen von der AMD-Seite in alles ok.
Im Praxisbetrieb sind 4h...
Hallo erstmal,
als wir das Notebook getestet haben, war dieses noch in mehreren Shops verfügbar. Und auch jetzt hat mir Google ohne weiteres z.B. [URL="http://www.cyberport.de/?DEEP=1C30-24G&APID=204"]diesen [/URL]Shop oder [URL="http://www.notebooksbilliger.de/lenovo+thinkpad+edge+13+b lack+smooth?refcampaign_id=0c59b7c191b6f18a10b2b1e157b4f1a8"]di esen[/URL]...
Hallo..
Seit wann werden Notebooks getestet, die in der getesteten Konfiguration, als AMD-CPU, nicht mehr hergestellt werden ? :confused:
Das 13" Edge mit dem Turion II Neo K625 gibt es nur noch im Abverkauf. In der ursprünglichen Originalkonfiguration von Lenovo (Turion II Neo/4GB RAM/Win7pro) habe ich es nirgends mehr gefunden, nur noch abgespeckt. Kann ich von...
Was ist eine Aktuelle Note?
Notebookjournal errechnet jede Nacht eine Aktuelle Note. Das ist die Note nach den derzeit gültigen Maßstäben. Sie zeigt an, ob sich ein älteres Modell noch wacker hält oder ob es bereits eine Vielzahl besserer Notebooks gibt. Letzteres ist der Fall, wenn die Aktuelle Note niedriger als die ursprüngliche Note ist.
Es geht um die Vergleichbarkeit
Mit der technischen Weiterentwicklung müssen sich Notebooks an immer höheren Maßstäben messen. Erreichten Gaming 17-Zöller Ende 2006 höchstens 5500-3DMarks06, so waren es Ende 2007 schon 9200! Ein sechs Monate altes Sehr-Gut kann also nicht mit einem Sehr-Gut von vor einer Woche verglichen werden.
Aus Gründen der Vergleichbarkeit haben wir uns auch im Vergleich (Link) für die Nutzung der aktuellen Note entschieden.
Zusammenfassung:
Lenovo ThinkPad Edge 13
"Aktuelle Note: befriedigend"
Die aktuelle Note des Lenovo ThinkPad Edge 13 wurde am 23.05.2013 errechnet.