Das X220 ist
ein würdiger Nachfolger der 12-Zoll ThinkPads. Es ist eins dieser Laptops, die den
Spagat zwischen Mobilität und Leistung ohne Mühe schaffen und somit nicht nur für Office-Arbeiten geeignet sind. Theoretisch können die neuen Sandy Bridge CPUs und die darin integrierten Grafikchips die Bedürfnisse der meisten Anwender befriedigen, aber der kleine Bildschirm verhindert den Einsatz als Desktop Replacement.
Aktuelle Angebote (07.06.2011):
Lenovo ThinkPad X220 (NYG37GE) (notebooksbilliger.de) -
1.371 Euro
Lenovo ThinkPad X220 (NYG37GE) (hoh.de) -
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Dank des Dockinganschlusses wird ein Einsatz als Hauptrechner aber wesentlich bequemer als bei Consumer-Laptops. Schließlich würde die Dockingstation alle Peripherie aufnehmen und das X220 müsste lediglich aufgesetzt werden, um einen vollwertigen Arbeitsplatz zu bekommen.
In erster Sicht ist das Testgerät aber
für den mobilen Einsatz konzipiert und hier hat Lenovo so gut wie alles richtig gemacht. Neben dem geringen Gewicht von
weniger als 1,5 kg und den kompakten DIN A4 Abmessungen überzeugt dieses Ultraportable mit
sehr guten Akkulaufzeiten. 217 Minuten unter Last und
über 7 Stunden unter Praxisbedingungen bringen die meisten Nutzer sicher durch den Tag. Der einzige
Wermutstropfen ist die hohe Hitzeentwicklung unter Last, welche einen Schoßbetrieb auf Dauer unmöglich macht.
Mit
3 USB 2.0 Anschlüssen und ExpressCard (34mm, 54mm) kann genügend Peripherie angeschlossen werden - unterwegs hat man in der Regel nicht zu viel dabei. USB 3.0 gibt es leider nur bei den Intel Core i7-Modellen. Die
Kommunikationsmöglichkeiten sind dagegen vollständig mit WLAN, UMTS, Bluetooth, GPS und Gigabit Ethernet. Interessante Features sind die
HD-Webcam und die hochwertigen Stereomikrofone, sowie der
Fingerprint-Reader. Videoanschlüsse in Form von VGA und DisplayPort runden das Portfolio ab.
Die
Tastatur ist ganz ThinkPad-typisch hervorragend und auch der Trackpoint funktioniert tadellos. Das neue Touchpad mit den integrierten Tasten ist aber mehr schlecht als recht, denn es ist weder besonders präzise oder reaktionsschnell, noch funktionieren die Tasten so wie sie sollten.
UPDATE (10.05.2010):
Nachdem der UltraNav-Treiber ein Update (15.2.20.0) bekommen hat, funktioniert das Touchpad um Welten besser. Drag and Drop funktioniert nun so zuverlässig wie mit anderen konventionellen Touchpads und auch der Scroll-Bug wurde anscheinend behoben. Einzig der rechte Mausklick funktioniert noch nicht einwandfrei.
Das
matte Display ist ausreichend leuchtstark, um auch im Freien arbeiten zu können – solange man direkte Sonneneinstrahlung vermeidet. Wer auch in sehr hellen Umgebungen arbeiten will, sollte einen Blick auf die IPS-Modelle werfen, welche um einiges heller sind und draußen nahezu alle Hürden überwinden.
In puncto Stabilität und Verarbeitung ist ganz klar erkennbar, dass der Trend in Richtung Kostenersparnis anstatt Wertigkeit geht. Die
Doppelhaken für den Displayverschluss wurden weggelassen und das Display wirkt etwas filigran. Dennoch bleibt das X220
eines der stabilsten Notebooks in dieser Größenklasse und die hochwertigen, unempfindlichen Oberflächen sind für den Roadwarrior wie gemacht.
Mit
knapp 1300 Euro ist die Zielgruppe natürlich bereits vordefiniert und der Marktanteil auf ein Minimum verdammt. Schließlich sind viele Geräte in dieser Größenklasse bereits für ein Drittel des Preises erhältlich. Die
starke Leistung und hohe Wertigkeit gibt es so aber nur selten und schon gar nicht zu niedrigen Preis. Für alle Studierenden, Auszubildenden und Schüler – oder Angehörige solcher - gibt es aber doch noch Licht am Ende des Tunnels: Die
Education-Preise beginnen bei unschlagbaren 690 Euro.

Dieses Testgerät wurde uns freundlicherweise von Notebooksbilliger zur Verfügung gestellt.