Entgegen dem Trend zu Hochglanzlack und anderen spiegelnden Oberflächen beschichtet Samsung das Kunststoffgehäuse des 600B5B mattschwarz und verzichtet auf optische Spielereien. Großer Vorteil der magnesiumbeschichteten Oberflächen: beim Anfassen des Gehäuses bleiben keinerlei Fingerabdrücke zurück.
Die Tastatur hat den selben dezent schwarzen Farbton wie das Gehäuse, Akzente setzen die silbernen Alu-Displayscharniere samt dazwischen liegender silberner Leiste, ein chromglänzender Samsung-Schritftzug auf dem Displaydeckel sowie blaue Linien auf den Touchpad-Tasten und der blau eingefärbte Pointing Stick.
Das Touchpad und der Pointing Stick des Samsung 600B5B bilden blaue Farbakzente.
Die Anzeige-LEDs leuchten dezent blau und nicht so grell wie bei so manchen Konkurrenzgeräten. Ein Betrieb im abgedunkelten Zimmer ist damit problemlos möglich, ohne dass man geblendet wird.
Die Piktogramme, welche die Schnittstellen bezeichnen, hat Samsung auf der Oberfläche des Gerätes angeordnet, was den ruhigen Gesamteindruck etwas stört, aber die Übersicht beim Verkabeln erhöht.
Samsung 600B5B: Die oben liegende Schnittstellenbeschriftung stört die schlichte Optik etwas.
Anders als Ultrabooks oder die dünnen Alu-Apfelschnitten der Konkurrenz wirkt das 600B5B eher klobig, wie ein Gerät fürs Grobe. Auch 2,63 Kilogramm inklusive Akku sind nicht gerade wenig Gewicht. Dafür strahlt das Gerät Ruhe und Zuverlässigkeit aus.
Verarbeitung
Nicht „fully ruggedized“, aber dennoch sehr robust, so könnte man den Anspruch des Samsung 600B5B beschreiben. Der Hersteller wirbt damit, dass auch rauer Umgang dem Gerät nicht schadet: sein magnesiumbeschichtetes Gehäuse, das Mainboard und das Display überstehen laut Samsung eine Belastung von 1.000 Kilogramm und einen Fall aus 76 Zentimeter Höhe unbeschadet. Die Festplatte schaltet sich im Fall eines solchen Falles durch einen integrierten Sensor selbständig ab, so dass auch kein Datenverlust zu befürchten ist.
Die Tastatur ist spritzwassergeschützt bis zu einer Flüssigkeitsmenge von 350 Milliltern, was ausreicht, um einen versehentlich über das Notebook verschütteten Kaffee abzuhalten. Dies alles haben wir zwar nicht selbst ausprobiert, können aber zumindest bestätigen, dass die Verarbeitung des Geräts einen sehr guten Eindruck macht. Die mattschwarzen Gehäuseoberflächen fühlen sich angenehm an und sind ebenso wie die Oberfläche des Touchpads leicht angeraut. Das Gehäuse lässt sich, ebenso wie der Displaydeckel, ein klein wenig verwinden, der Effekt ist aber lange nicht so stark und störend wie bei Geräten mit reinem Kunststoffgehäuse. Die Aluminiumscharniere gleiten perfekt. Das Display lässt sich um 180° flach nach hinten auf den Tisch umklappen, wobei der Schwerpunkt des Gerätes immer so ausgewogen bleibt, dass das Notebook nie ins Kippen kommt.
Display
Das matte 15,6“ Widescreen-Display mit LED-Hintergrundbeleuchtung stellt Samsung selbst her. Die Auflösung beträgt 1600 x 900 Pixel - also kein Full HD - dennoch eignet sich das 16:9-Format gut für das Betrachten von HD-Filmen. Der Bildschirm zeigt schöne, kräftige Farben und erreicht immerhin eine durchschnittliche Luminanz von 221 Candela pro Quadratmeter.
Damit kann man in den meisten Situationen gut arbeiten, in grellem Sonnenlicht sind die Helligkeitsreserven aber zu gering. Allerdings hat das LED-beleuchtete TN-LCD die gleichen Probleme wie viele andere günstige Displays: Der Kontrast von 110:1 bei maximaler Helligkeit ist zu gering und leider ist der Bildschirm auch sehr blickwinkelabhängig. Wer seine Position vor dem Gerät nur um wenige Zentimeter nach rechts oder links ändert, muss deutliche Helligkeitsverluste in Kauf nehmen. Gleiches gilt für das Kippen des Displays: Auch hier geht bei einer Betrachtung von oben oder unten sehr schnell viel Helligkeit verloren. Für ein Gerät der 1.500 Euro-Klasse ist der Bildschirm insgesamt zu schlecht.
Was ist eine Aktuelle Note?
Notebookjournal errechnet jede Nacht eine Aktuelle Note. Das ist die Note nach den derzeit gültigen Maßstäben. Sie zeigt an, ob sich ein älteres Modell noch wacker hält oder ob es bereits eine Vielzahl besserer Notebooks gibt. Letzteres ist der Fall, wenn die Aktuelle Note niedriger als die ursprüngliche Note ist.
Es geht um die Vergleichbarkeit
Mit der technischen Weiterentwicklung müssen sich Notebooks an immer höheren Maßstäben messen. Erreichten Gaming 17-Zöller Ende 2006 höchstens 5500-3DMarks06, so waren es Ende 2007 schon 9200! Ein sechs Monate altes Sehr-Gut kann also nicht mit einem Sehr-Gut von vor einer Woche verglichen werden.
Aus Gründen der Vergleichbarkeit haben wir uns auch im Vergleich (Link) für die Nutzung der aktuellen Note entschieden.
Zusammenfassung:
Samsung 600B5B-HC1
"Aktuelle Note: gut"
Die aktuelle Note des Samsung 600B5B-HC1 wurde am 20.05.2013 errechnet.