KURZTEST
Samsung R540-JA05
Spiegelnder Office-Bestseller

Anfang des Jahres wurde das Samsung R540 in verschiedenen Konfigurationen auf dem deutschen Markt platziert. Nun – fast 6 Monate und ein Intel Prozessor-Update später – wird die damals als solide bezeichnete Office-Hardware immer noch verkauft. Und das zu einem sehr guten Preis. Stieg unser Testmodell damals mit einem Marktpreis von 480 Euro ein, kann der 15,6-Zoller jetzt schon für 390 Euro erstanden werden – und das mit vorinstalliertem Windows 7 Home Premium.

Dieses Testgerät wurde uns freundlicherweise von Notebooksbilliger zur Verfügung gestellt.
Spezifikationen Samsung R540-JA05 - 39cm (15,6-Zoll) HDready-Display (1366 x 768 Pixel, matt)
- Intel Core i3-380M (2x 2,53 GHz)
- 320 GB S-ATA II Festplatte (5.400 rpm)
- 4096 MB DDR3 Arbeitsspeicher (RAM)
- Intel HD Graphics
- DVD-Brenner, 2.0 Megapixel Kamera, 3x USB 2.0
- 4-in-1 Kartenleser, HDMI, VGA, Audio-Ports
- 10/100 Ethernet (LAN), Wireless LAN 802.11bgn
- Windows 7 Home Premium (64-Bit)
- Im notebookjournal.de Preisvergleich ab 390 Euro
„Ganz schön teurer Spiegel!“ braust als Kommentar durch die Redaktion. Wäre kein Imprint-Finish über der silbernen Lackschicht des Deckels, könnte man das Samsung R540 schon fast mit diesem Alltagsgegenstand vergleichen. Das Design zieht sich bis hin zur Handballenauflage. Zur Freude von Outdoor-Enthusiasten sind Displayrahmen, Panel und Tastatur-Bereich in einem matten Schwarz gehalten. Fingerabdrücke und Schmutz auf Deckel und Handablage werden sich nicht vermeiden lassen. Hier heißt es wieder „Geschmackssache“.
Aktuelle Angebote (Stand 19.05.2011)
Link: Samsung R540-JA05 bei Cyberport.de – 399 Euro
Link: Samsung R540-JA05 bei Notebook.de – 483 Euro
Genau in der Sekunde in der wir den Testbericht veröffentlicht haben, ist das Angebot für 390 Euro bei Notebooksbilliger ausgelaufen. Anbieter mit dem gleichen Preis findet ihr jedoch in unserem Preisvergleich.
Der Preis ist gering, die Verarbeitung nur durchschnittlich. Die Schwachstellen des Samsung R540 Gehäuses sind der Deckel und die Handballenauflage. Beide geben bereits bei leichtem Druck nach. Auch die Tastatur lässt sich über dem DVD-Laufwerk stark eindellen. Das mindert natürlich die subjektive Wertigkeit und lässt einen schnellen Verschleiß in Aussicht rücken. Billig wirken auch die extrem lauten Tasten des unterdimensionierten Touchpads, was sich nur durch seine Multitouch-Funktionalität vor dem Altersheim retten kann. Und ich dachte schon seit dem großen Macbook-Hype mit riesigen Touchpads sind solche Winzlinge ausgestorben oder wegegesperrt.
Weniger subjektiv können wir uns der Hardware des 2,3 kg schweren Office-Notebooks widmen. Der Intel Core i3 Prozessor kann zwar nicht mit den stärksten Benchmark-Punkten glänzen, dafür erfüllt er mit vollkommender Zufriedenheit gängige Multimedia-Aufgaben. Darunter fallen in unseren Szenarien das Surfen auf Flash-Internetseiten (z.B. Bild.de), das Arbeiten mit Microsoft Office (Word, Excel, Power Point) und das Abspielen von Musik, Video- und YouTube-Clips. Letzteres ist dank der Kombination mit der Intel HD Graphics sogar im 1080p Format möglich und die Festplatte ist mit 320 GB groß genug bemessen, um ein SD-Videoarchiv anzulegen.
Das Display gibt zwar nur 1366 x 768 Pixel aus, dafür kann das Samsung R540 über ein HDMI Kabel mit einem Fernseher verbunden werden. Des Weiteren hat das Gerät drei UBS 2.0 Schnittstellen, einen SD-Kartenleser, DVD-Brenner, Audio-Ports und für die analoge Bildübertragung an normale PC-Monitore einen VGA-Anschluss. Mit der Außenwelt tritt das R540 via WLAN oder Ethernet (LAN-Netzwerk) in Kontakt.
Doch warum aus der Ferne kommunizieren, wenn man sich auch unterwegs treffen kann. Der matte Bildschirm und die 205 cd/m² Ausleuchtung können der Sonne einiges entgegensetzen, weshalb der 15,6-Zoller auch für den Außeneinsatz zu gebrauchen ist. Doch aufgepasst – mehr als 2,5 Stunden Akkulaufzeit sind nicht drin. Und wer mit angestecktem Netzteil arbeitet, der sollte sich vor hohen Temperaturen schützen. Unser Testgerät heizt sich selbst im Idle-Zustand schnell auf über 40°C auf.
Kurzfazit Drei Pro-Argumente kann sich das Samsung R540 auf die Fahne schreiben – das matte Display, die gute Intel Core i3 Hardware und der geringe Preis von 390 Euro inklusive Windows 7 Betriebssystem. Auf der Gegenseite stehen die ungünstig platzierten Glossy-Elemente, die unterdurchschnittliche Verarbeitung und eine kurze Akkulaufzeit von 2,5 Stunden.
Empfehlen können wir dieses Gerät an jene, die ihren Desktop PC durch ein Notebook ersetzen wollen, nur kurze Wege zurücklegen und sich nicht als Gaming-Freak outen. Der Preis stimmt und wenn man sich mit externen Eingabegeräten (Tastatur, Maus) ausstattet, kann auch die Verarbeitung in der Prioritätenliste nach unten rutschen.
Studenten, die nicht viel für ein Notebook ausgeben können und sich mit Studiengebühren herumplagen, sollten sich das HP 625 ansehen. Die essentiellen Office-Aufgaben kann auch der AMD Prozessor bewältigen, und wenn ihr über das MSDN AA Programm eurer Universität oder Fachhochschule kostenlos an eine passende Windows Lizenz herankommt, dann könnt ihr fast 150 Euro gegenüber dem Samsung R540 sparen.
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Kommentare zum Artikel
( 2 Antworten )
Zur Diskussion im Forum
AW: Samsung R540-JA05 - Spiegelnder Office-Bestseller
von
post
am Mi, 13.07.2011 23:14 Uhr
Hallo,
ich habe das Notebook auch gekauft. DU hast geschrieben: "Ein paar Worte noch zum Lüfter: Ist recht leise, läuft aber ständig bzw. (im über Fn/F8 aktivierbaren "Silent Mode") häufig - laut anderer Berichte soll er aber weitgehend ausbleiben, vielleicht ist ja der Core i3 schuld."
Bei mir is es leider so, das sich der Lüfter, wenn auch recht leise, selbst im...
AW: Samsung R540-JA05 - Spiegelnder Office-Bestseller
Als R540-Besitzer finde ich den Kurztest ziemlich gelungen - fast alles Wesentliche drin. Stimme soweit überein, auch was die eher bescheidene Verarbeitung angeht.
Mit der Tastatur lässt es sich nach meinem Empfinden aber - anders als mit dem Touchpad - prima arbeiten, war für mich neben dem matten Display, dem relativ leisen Lüfter (auf den der Test ja...
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Kategorie: Office-Notebooks
Office-Notebooks
Samsung R540-JA05
gut
Ausstattung
Display
Ergonomie
Leistung
Mobilität
Verarbeitung
Was ist eine Aktuelle Note?
Notebookjournal errechnet jede Nacht eine Aktuelle Note. Das ist die Note nach den derzeit gültigen Maßstäben. Sie zeigt an, ob sich ein älteres Modell noch wacker hält oder ob es bereits eine Vielzahl besserer Notebooks gibt. Letzteres ist der Fall, wenn die Aktuelle Note niedriger als die ursprüngliche Note ist.
Es geht um die Vergleichbarkeit
Mit der technischen Weiterentwicklung müssen sich Notebooks an immer höheren Maßstäben messen. Erreichten Gaming 17-Zöller Ende 2006 höchstens 5500-3DMarks06, so waren es Ende 2007 schon 9200! Ein sechs Monate altes Sehr-Gut kann also nicht mit einem Sehr-Gut von vor einer Woche verglichen werden.
Aus Gründen der Vergleichbarkeit haben wir uns auch im Vergleich (Link) für die Nutzung der aktuellen Note entschieden.
Zusammenfassung:
Samsung R540-JA05
"Aktuelle Note: befriedigend"
Die aktuelle Note des Samsung R540-JA05 wurde am 24.05.2012 errechnet.
Fragen, Anregungen, Kritik? redaktion@notebookjournal.de
PRO KONTRA
gute Anwendungsleitstung
schnelle Festplatte (lesend / schreibend)
Lautstärke im Akku-Modus
vergleichsweise kurze Akkulaufzeit
Display Helligkeit / Kontrast
Wärmeentwicklung
Samsung R540-JA05 im Preisvergleich
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ab 390 €
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