Das Samsung mit dem 15,6-Zoll Display ist, wie bereits angedeutet, schon bekannt und unter beinah
gleichem Namen bei notebookjournal.de getestet worden. Vor knapp anderthalb Jahren waren ein etwas schnellerer Prozessor (Intel Core i5-520M) und eine Nvidia Grafikkarte (Geforce GT 330M) verbaut. Das waren Komponenten, die einen Gaming-Einstieg im mobilen Sektor gleichkamen. Damals war das Notebook sehr gefragt, denn der Preis von gut 800 Euro (Januar 2010) lockte viele Kunden an. Das heutige Testgerät erreicht
nicht ganz die Leistungswerte des R580 vom Januar 2010.
Das liegt zum einen an dem schwächeren
Intel Core i3 Prozessor, der die bewährte Turbo Boost Technologie nicht nutzt, und an der schwächeren Grafikkarte. Der Benchmark 3DMark 06 bescheinigt dem System
4.233 Punkte – rund 3.000 weniger als das bereits getestete
R580. Für Otto-Normal-Anwender ist das allemal ausreichend. Denn beim Surfen im Internet, Videokonsum bei großen Plattformen und e-Mails verfassen ist die Hardware noch
lange nicht an der Grenze.
Grenzwertig dagegen erschient die
Stabilität der Oberflächen an zwei Positionen. Die rechte Seite der Handballenauflage und der Nummernblock der Tastatur lassen sich mit einem Finger stark eindellen. Die Festplatte und die eingelegte CD oder DVD könnten in einem unvorsichtigen Moment in Mitleidenschaft gezogen werden. Auch die Deckelrückseite könnte mehr Festigkeit vertragen. Ansonsten stimmt die Verarbeitungsqualität. Vor allem die Verwindungssteifigkeit der Base-Unit überzeugt. Hier hat Samsung also
Verbesserungen vorgenommen. Schade, dass das nicht an jeder Stelle geklappt hat.
Das
15,6-Zoll Display kommt weiterhin mit der grobpixeligen Auflösung von 1366x768 Bildpunkten (HD Ready) aus. Die notebookjournal.de Homepage bedeckt damit dreiviertel der Displaybreite. Die stark
reflektierende Oberfläche des Monitors spiegelt die helle Umgebung stark wieder und schränkt damit, in ungünstigen Lichtverhältnissen, die Nutzung stark ein. Auch die Blickwinkel sind nicht die Besten – das ist aber klassentypisch.
Das Anschlussportfolio überzeugt mit drei USB-Ports, HDMI und VGA sowie einem
PCI-Express-Slot (34mm), der Erweiterungen fast aller Art schluckt. Unverständlich ist, warum in dem Notebook nur ein Netzwerkanschluss im
Fast-Ethernet-Standardverbaut ist. Schnelle Datentransfers in Netzwerken sind damit ausgeschlossen. Die W-LAN Karte arbeitet mit dem N-Standard etwas schneller, aber das Niveau eines Gigabit-Steckplatzes wird auch damit nicht erreicht. Erfreulicherweise arbeitet die
640 GByte große Festplatte sehr schnell. Knapp 90 MByte/s lesend und gut 80 MByte/s schreibend sind nicht oft anzutreffen bei Notebooks für 500 Euro.
Wird dem Samsung R580 nicht allzu viel Leistung abverlangt, bleiben der
Lüfter ruhig und die Oberflächentemperaturen angenehm. Unter Volllast zeigt das Notebook ein sehr unruhiges Lüfterverhalten. Die Drehzahl geht regelmäßig auf und ab, was beim Nutzer mit Lautstärkeschwankungen zwischen 37,1 und 41,7 dB(A) ziemlich nervend ankommen kann. Schuld daran ist die regelmäßige Drosselung des Prozessors. Bei den
Benchmarks sind keine Throttling-Effekte aufgetreten. Nur wenn Prozessor und Grafikkarte gemeinsam unter Volllast stehen, ist auch der unruhige Lüfter zu hören.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das
für Office und Multimedia ausgelegte Notebook den alltäglichen Ansprüchen gewachsen ist. Das Samsung R580 JT03 ist mit einer
guten Tastatur und einer großen und
schnellen Festplatte gesegnet, die nicht häufig in dieser Klasse zu finden sind. Der Nutzung im sonnigen Garten widerspricht das
Display mit der Glare-Oberfläche und die kurze Akkulaufzeit. Letztendlich ist dieser Laptop
zum Preis von knapp 500 Euro kein Schnäppchen – da gibt es als Alternative zum Beispiel das
Medion Akoya E6221: das kostet nur 50 Euro mehr, ist aber mit aktuellerer Hardware und mattem Display ausgerüstet.