Den Grundstein für frei konfigurierbare Desktop-PCs und Notebooks hat das Unternehmen Dell – damals Dell Computer Corporation – gelegt. Bereits 1996 konnten Unternehmen über den Dell-Online-Shop Notebooks nach Belieben gestalten, ein Service, der für Endkunden zu dieser Zeit nicht verfügbar war. Seit 2007 vertreibt Dell nunmehr auch über sogenannte Retailer, also nicht mehr ausschließlich über den Direkthandel und seit ungefähr der gleichen Zeit ist der Online-Konfigurator nicht mehr das, was er einmal war und sein wollte. Wer einmal versucht hat, sich die Wunschkonfiguration zusammenzustellen, die laut Datenblatt erlaubt sein sollte, wird festgestellt haben, dass längst nicht alle Konfigurationen online erhältlich sind.
Wesentlich flexibler und somit kundenfreundlicher gestaltet sich der Online-Konfigurator des deutschen Unternehmens tronic5 Schenker Notebooks GmbH – besser bekannt als Schenker oder mySN. Das 2002 gegründete Unternehmen greift auf Barebones zurück, welche in Übersee unter anderem von Clevo verwendet werden und bietet in Hinsicht auf Ausstattungsvielfalt
eins der größten Arsenale unter den Notebook-Mass-Customizers.
Aktuelle Angebote:
Schenker XMG A501(mysn.de) - ab
749 Euro
Schenker XMG A501 (notebooksbilliger.de) - ab
779 Euro
In unserer Redaktion hatten wir schon des Öfteren Schenker Notebooks, vor allem deshalb, weil es uns damit möglich ist, neueste Hardware so schnell wie möglich nach der Markteinführung zu testen. Die Komponenten im heutigen Testgerät sind ebenfalls sehr aktuell und vor allem der Preis ist heiß. Für Sandy Bridge CPU, High-End Nvidia Grafik und breiter Anschlussvielfalt kostet das XMG A501 gerade mal 1060 Euro.
Technische Daten Schenker XMG A501 (L4C094)
- 15,6-Zoll Display
(1600 x 900 Pixel, HD+, matt)
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Intel Core i5-2410M (2,3 – 2,9 GHz)
- 4 GB DDR3 Arbeitsspeicher
-
Nvidia Geforce GT 555M (2048 MB) + Intel HD Graphics 3000
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2x USB 3.0, 2x USB 2.0, e-SATA, DVD-Brenner
- Kartenleser, Line-In, Line-Out/Kopfhörer, Mikrofon-In, Webcam
- WLAN, Bluetooth, Gigabit-Ethernet^
- Im Preisvergleich ab 1060 Euro
Das Design des XMG A501 ist spektakulär unspektakulär. Die meisten Spiele-tauglichen Notebooks fühlen sich in Gehäusen mit viel Glanz, Bling-Bling und sonstigem Design-Schnickschnack mindestens so wohl wie ein BWL-Student im Lacoste Poloshirt mit aufgestelltem Kragen. Das heutige Testgerät zählt zu den wenigen Notebooks dieser Klasse, die hier gegen den Strom schwimmen und mit einer
schüchtern anmutenden Optik kaum Rückschlüsse auf das Innenleben schließen lassen.
Der
mattschwarze Kunststoff-Korpus besitzt bis auf das metallene XMG-Logo keine optischen Accessoires. Die
hauchdünnen Aufkleber im Metallic-Look sind charakteristisch für die XMG-Reihe und sind mittig auf den Displaydeckel geklebt. Wem das Logo nicht gefällt, der kann dieses einfach abziehen und das Gehäuse nochmals schlichter/eleganter gestalten. Der Displaydeckel selbst fühlt sich leicht rau an und erinnert damit an den sandgestrahlten Magnesiumboden der Dell Latitude Notebooks.
Auch die
Handballenauflage sieht gebürstet aus. Nichtsdestotrotz ist diese aber aus Kunststoff, was nicht weiter schlimm wäre. Jedoch ist der
Palmrest an vielen Stellen nicht ausreichend druckresistent und lässt sich deshalb eindrücken und verformen.
Druckresistenz ist allgemein eine Schwäche des XMG A501, denn mit wenig Kraft lässt sich die Mitte des Chassis bis zur Tischplatte durchdrücken. Im Bereich der Tastaturmatte ist diese Schwäche in geringerem Maße noch vorhanden, weiter hinten in der Nähe des Displays aber beinahe gänzlich verschwunden.
Wenig stabil ist auch der Displaydeckel. Zum einen bietet er nur befriedigenden Schutz für das Panel. Konkret bedeutet dies, dass punktueller Druck zu Pfützenbildung auf dem Panel führen kann und dass der Deckel nicht besonders verwindungssteif ist. Die Scharniere wippen geringfügig nach, können den Bildschirm aber gut fixieren und bieten auch eine ausreichende Verschlussfunktion.
Kritik an der Stabilität kann nicht ausbleiben und für den wirklich mobilen Einsatz sind stabilere Geräte vorteilhafter – vor allem aber kleinere Geräte. Es muss aber erwähnt werden, dass die Stabilität mit der zunehmenden Größe zwangsweise abnimmt und Apple MacBooks und Dells Latitude–Serie die Messlatte für Gehäusestabilität extrem hoch gelegt haben. Für die breite Masse der 15-Zoll Notebooks ist das XMG A501 aber durchaus repräsentativ und
braucht sich vor Konkurrenten nicht zu verstecken.
Die Verarbeitung ist dem aber einen großen Schritt voraus. Einheitliche Spaltmaße, bündig abschließende und sauber abgerundete Gehäusekanten sowie eine dank unterschiedlicher Oberflächenstrukturen
sehr gute Haptik vermitteln eine hohe Wertigkeit. Die durchgehend matten Oberflächen sind zudem äußerst unempfindlich - zerkratzen nicht so schnell und ziehen Schmutz nicht so leicht an.