In einer idealen Welt, in der Erdbeeren immer ohne weiche Stellen sind, die Sonne stets strahlt, man immer eine Parklücke findet und Socken immer paarweise aus der Waschmaschine fliegen, in einer solchen Welt scheint das Sony Vaio Z23N9E/B geschaffen worden zu sein. Zumindest auf dem Papier, denn die dort zu findenden Angaben sind schlicht und ergreifend atemberaubend. Demzufolge hätte Sony den heiligen Gral des Notebook-Universums, die Schöne und das Biest, die eierlegende Wollmilchsau gefunden. Schlank und leicht, bullenstark und langatmig soll das neue Flaggschiff aus dem Hause Sony sein - dem Nachfolger des Sony Vaio Z21.
Doch solche Versprechen gab es schon des Öfteren und wie wir gelernt haben, ist nicht alles, was glänzt, auch wirklich Gold. Die meisten waren entweder das eine oder das andere. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und dies ist bereits Grund genug, das Sony mit dem komplizierten Namen VPC-Z23N9E/B auf Herz und Nieren zu testen.
Technische Daten Sony Vaio Z23N9E/B
- 13,1-Zoll-Display (Full-HD, 1920 x 1080 Pixel, matt)
- Intel Core i7-2640M (2,8-3,5 GHz)
- 8 GB DDR3-Arbeitsspeicher
- 512 GB SSD (4x 128 GB im RAID-0-Verbund)
- Intel HD Graphics 3000
- PowerMediaDock (PMD): AMD Radeon HD 6650M (1 GB), Blu-ray-Brenner
- Notebook: HDMI, VGA, 1x USB 3.0, 1x Powered-USB 2.0, Webcam, Kartenleser
- PMD: VGA, HDMI, 2x USB 2.0, 1x USB 3.0, Gigabit-Ethernet
- Gigabit-Ethernet, WLAN, Bluetooth , WWAN
Wer ein richtig schönes Notebook bauen will, muss eigentlich nur eine eiserne Regel befolgen, um zu Ruhm und Ehre zu gelangen: Mach es so dünn wie möglich! - Klingt komisch, ist aber so! Dünne, schlanke Notebooks kommen einfach besser an, da diese Geräte mehr als alle anderen für die mobile
Komponente der persönlichen Computer stehen. Das heutige Testgerät ist mit knapp 1,7 Zentimetern sehr dünn. Zwar nicht so dünn wie Apples MacBook Air oder manche der Ultrabooks, aber angesichts der unvergleichbaren Leistung dünn genug, um in hitzigen Diskussionen „trotzdem dünner“ zu sein.
Das gänzlich mattschwarze Gehäuse wurde aus Karbon-Verbundstoffen gefertigt, welche zwar nicht sonderlich druckresistent, aber sehr stabil und sehr leicht sind. Die Handballenauflage ist jedoch spürbar aus Aluminium: Sie ist sehr hart und angenehm metallisch-kühl. Die Basiseinheit ist insgesamt nur
12 Millimeter dick und dies durchgängig auf der gesamten Fläche. Wenn das Notebook aufgeklappt ist, steht das Hinterteil dennoch leicht erhöht, da der Displaydeckel als Erhebung dient, um die Luftzirkulation unter dem Laptop zu gewährleisten.
Die klaren Linien, eckigen Kanten und das minimalistische Design machen den Charme des Vaio aus. Ein großes und selbstbewusstes Vaio-Logo auf dem Displaydeckel ergänzt das auch sonst nicht zurückhaltende Design. Neugierige Blicke werden nicht vom Design per se, sondern von der schlanken Silhouette und dem großen Vaio-Schriftzug angezogen.
Die Stabilität der Basiseinheit ist auf der Oberseite dank der Aluminiumplatte (Handballenauflage und Tastaturmatte) sehr gut und sorgt dafür, dass es sich nicht eindrücken lässt. Auf der Unterseite sorgt die Karbon-Wanne für ausreichend Stabilität. Zwar lässt sich diese leichter eindrücken, aber die Verformung wird nach wenigen Mikrometern von darunterliegenden Verstrebungen (möglicherweise Hardware-Komponenten) gestoppt. Der sehr dünne Displaydeckel (4 Millimeter) lässt sich sehr leicht verbiegen und verursacht dabei ebenfalls eine Verwindung des Panels. Punktueller Druck auf den Displaydeckel kann aber dank der Karbon-Platte keine Pfützen auf das Panel zwingen. Die beiden Scharniere fixieren den Bildschirm sehr gut und lassen kaum Nachwippen zu.
Die Verarbeitungsqualität dieses 3.000 Euro teuren Luxus-Notebooks ist erwartungsgemäß sehr hoch. Das fängt bei den hochwertigen Materialien an, erstreckt sich über die ausgezeichnete Haptik bis hin zu Details wie Spaltmaßen, Verschlussfunktion und Aussparungen für Tasten und Anschlüsse. Einziges Manko sind die etwas scharfkantigen Vorderecken der Handballenauflage.
Leider besitzt Notebookjournal keine Kategorie "Multimedia bis 14 Zoll" oder "Multimedia mit Officehauch" :D
Für ein Officenotebook ist das Sony einfach zu stark ausgestattet und die Consumergrafikkarte + Bluraylaufwerk im Dock wollen einfach nicht so richtig zu einem normalen "Subnotebook" passen. Deshalb wurde wohl die Kategorie Multimedia bis 16,4" gewählt.
Was ist eine Aktuelle Note?
Notebookjournal errechnet jede Nacht eine Aktuelle Note. Das ist die Note nach den derzeit gültigen Maßstäben. Sie zeigt an, ob sich ein älteres Modell noch wacker hält oder ob es bereits eine Vielzahl besserer Notebooks gibt. Letzteres ist der Fall, wenn die Aktuelle Note niedriger als die ursprüngliche Note ist.
Es geht um die Vergleichbarkeit
Mit der technischen Weiterentwicklung müssen sich Notebooks an immer höheren Maßstäben messen. Erreichten Gaming 17-Zöller Ende 2006 höchstens 5500-3DMarks06, so waren es Ende 2007 schon 9200! Ein sechs Monate altes Sehr-Gut kann also nicht mit einem Sehr-Gut von vor einer Woche verglichen werden.
Aus Gründen der Vergleichbarkeit haben wir uns auch im Vergleich (Link) für die Nutzung der aktuellen Note entschieden.
Zusammenfassung:
Sony Vaio Z23N9E/B
"Aktuelle Note: sehr gut"
Die aktuelle Note des Sony Vaio Z23N9E/B wurde am 25.05.2013 errechnet.