Das Lenovo 3000 N100 ist je nach Konfiguration mit verschiedenen Displays ausgerüstet. In der uns uns vorliegende Testkonfiguration setzt Lenovo auf ein 15,4 Zoll großes WGXA-Display ohne
VibrantView-Technologie. Die Farbwiedergabe ist für ein Office-Notebook durchaus noch als gut zu bewerten. Die Testbilder wirkten zwar etwas blass und wiesen einen leichten, für Laien kaum sichtbaren, Rotstich auf, dafür können auch längere Officearbeiten ermüdungsfrei am Display durchgeführt werden. Das LCD kommt nämlich ohne das oftmals störende und ergonomisch bedenklich Spiegeln aus. Die hohe Blickwinkelabhängig ist bei einem Office-Notebook auch nicht immer als negativ anzusetzen. Sensible Unternehmensdaten können so zumindest nicht von jedem Sitznachbarn in der Bahn oder im Flugzeug gelesen werden. Für Multimediaanwendungen eignet sich das Lenovo 3000 N100 jedoch kaum. Neben der schnell zulaufenden Kontraste lässt auch die überdurchschnittlich hohe Reaktionszeit wenig Freude beim Betrachten schneller Actionszenen aufkommen.
Recht gut gelungen ist Lenovo im Gegenzug die Helligkeitsverteilung. Subjektiv wirkt das Bild überdurchschnittlich homogen und lässt dank einer durchschnittlichen Gesamthelligkeit von 132,72 cd/m² lässt sich auch im Freien recht kommod arbeiten. Objektiv haben wir hingegen zwischen der hellsten Stelle (Bildmitte mit 167,2 cd/m²) und der dunkelsten (rechts oben mit 120,6 cd/m²) einen Helligkeitsunterschied von rund 27 Prozent messen können – ein durchschnittliches Ergebnis.
Am Schnittstellenangebot des 3000 N100 hat Lenovo nicht gespart. Dank Firewire, einem SD-Kartenleser, Blueooth und insgesamt vier USB-Anschlüssen finden alle Peripheriegeräte schnell Anschluss. Die drei auf der rechten Seite platzierten USB-Ports erwiesen sich im Praxistest aber als stromschwach: Die externe 2,5-Zoll-Festplatte des Testredakteurs verweigerte dort trotz Anschluss per Y-Kabel an zwei Ports gleichzeitig den Dienst. Extern versorgt über den USB-Anschluss eines anderen Computers oder über den linken Port des Lenovo 3000 N100 funktionierte sie jedoch tadellos. Weniger stromhungrige Geräte wie externe Funkmäuse und USB-Sticks funktionieren dagegen an allen vier USB-Anschlüssen auf Anhieb. Für zukünftige Erweiterungen steht außerdem ein PCMCIA-Steckplatz zur Verfügung. Ein Einschub für moderne ExpressCards fehlt dem Notebook jedoch. Die Bildwiedergabe über einen externen Bildschirm oder den Fernseher stellt über den VGA- und S-Video-Ausgang ebenfalls kein Problem dar. Über einen digitalen DVI-Ausgang verfügt das Lenovo 3000 N100 – wie die Großzahl aller Notebooks – aber leider nicht.
Datendieben und Langfingern soll das Sicherheitskonzept des Lenovo 3000 N100 das Leben schwer machen. Der biometrischen Fingerabdruckscanner sorgt dabei nicht nur für eine sichere
und komfortable Anmeldung in Windows, sondern ermöglicht in Zusammenspiel mit der Softwarelösung
Omni Pass auf Wunsch auch das Verschlüsseln von beliebigen Dateien und Ordnern auf der Festplatte. Im Explorer werden diese Verzeichnisse dann durch ein Vorhängeschloss besonders gekennzeichnet. Beim Öffnen wird der Anwender dann aufgefordert, sich mit seinem Fingerabdruck zu identifizieren. Der Anwender kann sich somit nicht nur in Sicherheit wiegen, dass niemand sein Passwort errät beziehungsweise knackt, sondern es gleichzeitig auch selbst nie vergessen. Eine sichere und gleichzeitig komfortable Lösung, die Schule machen sollte. Bravo, Lenovo!