Der heutige Kandidat in unserem Testparcours kostet mindestens 439 Euro. Dem verbauten Intel Core i3-370M steht eine dedizierte Nvidia Geforce 310M zur Seite. Diese bildet zwar den
untersten Einstiegspunkt in Sachen Grafikkarte, aber hat im Vergleich zu der integrierten Intel HD Graphics den Vorteil eines eigenen Videospeichers und muss sich somit nichts vom Hauptarbeitsspeicher abknapsen. Dank dieser Konfiguration arbeitet es sich im Office und Surf-Betrieb relativ flott. Auch Videos lassen sich so ohne weitere Probleme betrachten. Schmerzlich vermisst man allerdings einen
HDMI-Anschluss, der mittlerweile eindeutig zum Standard auch in preiswerten Geräten gehört, siehe
HP 625 (XN839EA).
Für Casual Spieler, die sich in Farmville austoben oder sich an anspruchsvollen Flash-Spielen auf den vielen kostenfreien Portalen versuchen wollen, ist genügend Leistung vorhanden.
Ambitionierte Spieler können sich an der ein oder anderen angestaubten Perle der Spielegeschichte erfreuen, allerdings nicht der aktuellen Generation. Dafür geht dem Gerät in steigender Auflösung und hohem Detailgrad schnell die Puste aus. Mehr als die
HD-Ready Auflösung von 1366x768 Bildpunkten ist mit dem internen Bildschirm auch nicht möglich und per VGA angeschlossene Monitore lassen einen schmerzlich an den fehlenden digitalen Anschluss denken. Lenovo setzt wieder auf ein
spiegelndes Glare-Display. Die Helligkeitswerte decken sich nahezu eins zu eins mit dem bereits getesteten G560. Die Helligkeit ist mit
191 cd/m² noch passabel, aber der schlechte Kontrastwert ( 147:1) vereitelt Ausflüge unter freiem Himmel.
Die Verarbeitung des Chassis ist für diese Preisklasse
hervorragend. In mattem Schwarz gehalten präsentiert sich das Lenovo G560 als robuster Allrounder ohne Klavierlack-Elemente. Beim Tippen gibt die Tastatur ein klappriges Geräusch von sich der einen minderwertigen Qualitätseindruck nach sich zieht. Die
maximale Akkulaufzeit von knapp 4,5 Stunden wird in der Praxis nur bei sporadischer Nutzung ohne WLAN erreicht. Realistisch bleiben 2,2 Stunden bei aktiver Nutzung.
Einer der wenigen Kritikpunkte spiegelt sich in der verbauten
Festplatte wieder. Ebenso wie beim
Lenovo G560-M277QGE ist diese mit 500 GB großzügig dimensioniert, allerdings sehr langsam (65,9 MB/s lesen / 60,5 MB/s schreiben). Dies macht sich im Betrieb durch lange Ladezeiten von Programmen bemerkbar.
Problematisch könnte die hohe Betriebslautstärke sein. Lärm ist je nach Person und Umgebung immer subjektiv. Das Lenovo G560 ist aber durchaus als laut zu bezeichnen. Der Lüfter schweigt nie und die 33,5 dB(A) als Grundpegel sind auch in lauteren Umgebungen deutlich wahrnehmbar.
Trotz dieser
kleinen Kritikpunkte liefert Lenovo ein gutes Gerät ab. Für 439 Euro wird einem viel geboten. Die Verarbeitung stimmt, die Grafikkarte erfreut sich über einen eigenen dedizierten Speicher und die Tastatur überzeugt mit einem guten Druckpunkt. Der laute Lüfter, das spiegelnde Display mit den
schlechten Kontrastwerten und der fehlende HDMI-Anschluss trüben das an sich positive Bild des Gerätes. Wer ein preisgünstiges Einstiegsgerät für Office-Anwendungen sucht und sich nicht an den kleinen Makeln stört, kann guten Gewissens zugreifen, oder sich das
HP 625 näher anschauen.
Aktuelle Angebote:
Lenovo G560 (notebooksbilliger) -
439 Euro (Core i3 / G310M / Win7)