Die mit 5.400 U/min rotierende Fujitsu-Festplatte des Thinkpad R52 erweist sich im Test als ansprechend flink, Tools und Spiele laden überdurchschnittlich schnell. Ihre Größe ist mit 60 GByte für ein Office-Notebook ausreichend
bemessen. Wer das nur mit Office-Tools und Dokumenten voll packen will, ist ein gutes Weilchen beschäftigt. Sollte der Platz dann dennoch eng werden, kann man immer noch Daten über den integrierten DVD-RAM-Brenner auslagern. Das Multi-Laufwerk kommt von Matshita und beschreibt Plus- und Minus-Medien gleichermaßen schnell. Theoretisch ist bis zu 8fach-Speed bei R- und immerhin 4fache Geschwindigkeit bei RW-Medien drin, sogar RAM-Medien beschreibt das Laufwerk. Sein Nachteil besteht wie bei praktisch allen Matshita-Drives in einer schlechten Versorgung mit Firmware-Upgrades, so dass die Kompatibilität vor allem zu neuen Medienmodellen salopp gesagt bescheiden ist.
Kommunikationstechnisch ist das R52 hervorragend bestückt. Jede zurzeit etablierte Kommunikationstechnologie steht dem Anwender zur Verfügung, eine Verbindung zum Internet oder zu Peripheriegeräten ist jederzeit möglich. Ein Broadcom-Gigabit-Chip ermöglicht den Zugang zu schnellen Firmennetzwerken und kann bei Transfers großer Datenmengen seine Geschwindigkeitsvorteile voll ausspielen – so die entsprechende Infrastruktur besteht, versteht sich. Der WLAN-Chip von Intel unterstützt nicht nur die beiden in Deutschland und Europa gängigen IEEE802.11b/g-Standards, sondern auch den IEEE802.11a-Standard, so dass auch bei Reisen im amerikanischen oder asiatischen Ausland jederzeit die Verbindung zu Hot-Spots oder WLAN-Access-Points ermöglicht wird. Ein analoges Modem ist auch an Bord, man
kann also auch in noch nicht voll ausgebauten Gegenden online gehen. Eine ISDN-Option fehlt, aber die sahen wir bisher noch in keinem Notebook. Wer ISDN braucht, wird auf eine externe USB- oder Bluetooth-Lösung zurückgreifen müssen. Eine Infrarot-Schnittstelle gibt es auch, Handys, PDAs und ähnliche Endgeräte können also problemlos angesprochen werden. Als krönender Abschluss findet sich auch ein ins Notebook integriertes Bluetooth-Modul, das kabellose körpernahe Kommunikation erlaubt. Ein extra Schalter für die schnelle Abschaltung von WLAN und Bluetooth vermisst man, dafür kann man die kabellosen Netzwerkverbindungen aber per Tastatur-Hotkey an- und abschalten.
Das Display ist dagegen ein eher durchschnittliches Produkt. Es reicht für typische Office-Anwendungen aus, wäre für Grafik-Profis aber keine gute Wahl. Denn die Helligkeit ist mit knapp 117 cd/m² im Netz- und 65 cd/m² im Akkubetrieb ein dunkler Vertreter seiner Art. Trotz seiner hohen Auflösung von 1400 x 1050 Pixeln (SXGA+) manifestiert sich zudem irgendwie ein Eindruck leichter Unschärfe, der wohl durch die niedrige Ausleuchtung hervorgerufen wird. Insgesamt ist der Bildeindruck schlechter als beim
HP compaq nx6125 und um einiges schlechter als bei hochwertigen spiegelnden Displays wie
beispielsweise beim
Sony Vaio VGN-FS315M. Vorteilhaft ist dagegen, dass man das Display bei Nichtbenutzung per Hotkey ausschalten und so im mobilen Einsatz wertvolle Akkuleistung sparen kann. Die Blickwinkelabhängigkeit ist sehr ausgeprägt, vor allem in der vertikalen Betrachtung laufen die Kontraste schnell zu.
Die Ausstattung wird durch intelligente Merkmale abgerundet, die ebenfalls den Mehrwert eines IBM-Notebooks ausmachen. Die per
Access IBM-Taste abrufbaren nützlichen Assistenten, ausgeklügelten Hilfeoptionen und die leicht durchzuführende Systemrücksetzung haben wir ja schon angesprochen. Dazu kommen noch das
Active Protection System, das die Schreib- und Leseköpfe der Festplatte bei Erkennung eines Schocks von den Plattern nimmt und so im besten Fall irreparable Schäden an der Festplatte verhindert.
IBM Access Connections erlaubt das Anlegen von Standortprofilen, so dass man seine Netzwerkressourcen mit einem Knopfdruck beispielsweise auf Heim- oder Firmenumgebung umstellen kann. Dazu kommt noch die
Client Security Software, die beispielsweise das globale Management von Passwörtern ermöglicht und per Rechtsklick Daten via IBMs
Embedded Security Subsystem verschlüsselt.
Dazu kommt noch die per Hotkey zuschaltbare LED-Tastaturbeleuchtung
ThinkLight, die auch bei stygischer Dunkelheit ein halbwegs passables Arbeiten ermöglicht – was aber natürlich zu Lasten der Akkuleistung geht. Ein für ältere oder sehschwache Personen eventuell nützliches Merkmal dürfte die Bildschirmlupe sein, die sich
durch die Tastenkombination
Fn+Leertaste abrufen. Bei Aktivierung wird die Auflösung auf 800 x 600 Pixel reduziert, so dass man auch Oma mal schnell ein Dokument zeigen kann. Wie alle IBM-Notebooks bietet auch das Thinkpad R52 eine Schnittstelle für IBMs Docking Stations. Wer also tagtäglich mit dem Notebook zwischen Heim und Arbeit pendelt, sollte sich die Anschaffung einer zusätzlichen Docking Station überlegen. Denn dann erspart man sich das nervige tägliche Anschließen der Kabel und verfügt dann je nach Typ der Docking Station über eine Anzahl zusätzlicher Anschlüsse, so dass man zum Beispiel auch hochwertige Monitore per DVI anschließen kann.